USA 2004 // The First Time
Eine Reise durch die Staaten Californien, Nevada, Arizona und Utah, 23 Tage vom 28. September bis zum 20. Oktober 1991.
Prolog
Diese Exkursion in den amerikanischen Südwesten nehmen wir sozusagen einfach nur so mit, da dies auf der Strecke liegt. Er ist Teil einer viel größeren und längeren Reise, die uns eigentlich nach Neuseeland und Australien führt und gesamt 6 Monate dauert. Wir das ist mein Freund Thomas, den ich bei der Bundeswehr kennen gelernt habe und Andy, das bin ich.
Aus einer Idee von Thomas, nach dem Bund Neuseeland zu erkunden, schloß ich mich spontan an und es sollte nicht nur Wunsch sein, sondern Wirklichkeit werden. Ein halbes Jahr weg von daheim und auf Weltentdeckung gehen. Im März 91 waren wir Ausscheider und nach einem halben Jahr der Vorbereitung und Geld verdienen, ging es los.
Für den Aufenthalt in den USA kann man eigentlich nicht von Vorbereitung reden, denn wir fuhren einfach so ins Blaue. Die Vorbereitung bezog sich ausschließlich auf Down Under. So sind wir einfach losgefahren, zwar nicht ziellos, jedoch schon sehr planlos. Gebucht war der Flug mit Air New Zealand von Frankfurt nach Auckland, in LA legten wir einen 3-wöchigen Stopover ein, da es für NZ, von der Jahreszeit, wohl noch etwas zu früh war.
1. Tag / Langweid - Hausen - Frankfurt - LA
Samstag 28. September
Um 10:00 Uhr holt mich Markus ab und wir fahren zu Thomas nach Bad Überkingen um auch ihn einzuladen. Über Karlsruhe geht es nach Frankfurt zum Flughafen, wo wir um 13:30 Uhr ankommen.
Gepäckaufgabe
und das letzte Weizen wird für lange Zeit getrunken, danach langes
Warten bis 17:30 Uhr. Zollkontrolle und Einstieg ins Flugzeug der Air
New Zealand. Mit 880 km/h geht es in 11 km Höhe über Holland,
die Nord See, Island, Grönland und Kanada nach LA.
Neben mir saß
ein Mädchen aus Ludwigshafen, das den gleichen Trip macht, nur
fliegt sie zuerst nach Neuseeland, vielleicht treffen wir uns ja dort
irgendwo wieder.
Der Flug dauert ewig, 11 Stunden, ich bin noch nie solange geflogen
und kann nicht richtig schlafen, bekomme dazu noch Kopfweh. Während
des Landeanflugs auf LAX sieht man die unendliche Lichterketten der
Straßen.Um 6:10 Uhr Europäischer Zeit landen wir endlich,
in LA ist es erst 21:10 Uhr Ortszeit.
Die Einreise ging schnell über die Bühne, Gepäck war auch schon da. Raus aus der Halle, 21 °C und eine total schlechte Luft, es stinkt furchtbar. Ein Avis Bus brachte uns zum Büro. Alles lief ganz gut, wir bekamen die Nummer von unserem Wagen, ein Geo Prizm, nie gehört! Vergleichbar mit einem Toyota Corolla, oder so, ein schöner großer Kofferraum für alle zwei Rucksäcke genügend Platz.
Bis dahin alles OK, doch dann setzte ich mich hinters Steuer, Schock!
Automatik - wie funktioniert so was? Thomas weiß es auch nicht,
also Bedienungsanleitung raus. Alles klar die ersten Fahrversuche sind
etwas holprig, wie wenn ich noch nie Auto gefahren wäre. Also los
geht´s durch die Straßen von LA, bloß raus aus der
Stadt, aber wie?
Alles ungewohnt breite Straßen, die Ampeln auf der anderen Straßenseite,
dann sahen wir einen Hubschrauber, der immer über einem Haus kreiste
und seinen Suchscheinwerfer drauf richtete. Das Haus war umstellt mit
Polizisten und Autos, wie im Film, bloß weg hier bevor eine Kugel
durchs Fenster kommt. Der nächste Schock, ein Güterzug ist
entgleist. Die Gegend wird immer ungemütlicher, überall Schrott, alte
Häuser und lauter zwielichtige Gestalten auf der Straße.
Jetzt aber raus aus der Stadt auf den nächst besten Freeway.
2. Tag / LA - Death Valley - Las Vegas
Sonntag 29. September
Bis 2:00 Uhr waren wir in einem Rasthaus an einer Interstate und aßen noch zu Abend, Grilled Ham and Cheese Sandwich; nicht schlecht, danach haben wir vorm Rasthaus im Auto und Schlafsack gepennt.
Arbeiter weckten uns um 5:00 Uhr, als sie ihre Maschinen
laufen ließen bis um 6:00 Uhr. Wir fuhren auf der I 15 Richtung
Las Vegas, eine Ausfahrt hies ZZYZX Road.
Dann gings ab ins Death Valley.
Eine lange Straße, bis zum Valley war es recht angenehm, aber
unten die totale Hitze! Wir kamen an Bad Water, dem Zabriskie Point
und der Furnace Creek Ranch vorbei und fuhren dann gleich wieder raus
aus dem Tal. Die Luft kühlte wieder ab, es regnete sogar ein paar
Tropfen. Thomas hat immer noch Probleme mit der Schaltung und das ewige
Bimmeln beim einsteigen regt uns auch schon auf.
In Beatty, Nevada waren wir im Tourist Office, eine nette Dame empfang uns, gab jedem eine Karte über Nevada. Im Gästebuch hat sich ein Franz Winter aus Baar eingetragen, kenne ich zwar nicht, ist aber nicht weit von mir daheim entfernt. Dann gleich in ein Restaurant, das erste Bier bestellen. Gar nicht so einfach, bei den vielen Sorten. Das Millers war gar nicht so schlecht und es geht auch in die Birne. Die haben hier sogar einen Golfplatz, mitten in der Wüste.
Am späten Nachmittag traffen wir dann in Las Vegas
ein. Zuerst sahen wir einen großen
Supermarkt, gleich rein und alles anschauen. Es ist viel billiger hier
als auf dem Land. Weiter nach Downtown in die Glitzerwelt der Spieler,
wir fanden auch gleich im Koala Motel eine Unterkunft. Mal wieder duschen
und nebenzu fernsehen, dann sind wir auch gleich los in die Spielhöllen.
Wahnsinn was hier abgeht, aber das eigentlich Zentrum ist gar nicht
so groß.
3. Tag / Las Vegas - Tusayan
Montag 30. September
Um 7:30 Uhr standen wir auf, fuhren gleich wieder zum
Supermarkt einkaufen. Weiter Richtung Lake Mead, über den Hoover
Damm nach Arizona. Dann immer Richtung Grand Canyon, wir bogen in eine
kleinere Straße ein um den Weg abzukürzen.
Nach 60 Meilen war diese Straße aber aus und nur ein paar Hütten und Hunde zu sehen. Also wieder zurück die Abzweigung finden, die wir wohl übersehen hatten. Diese stellte sich dann als totale Schotterstraße raus, alles umsonst wir müssen umdrehen und alles wieder zurück. Das Benzin wurde auch schon langsam knapp und ich wollte bergabwärts in den Leerlauf schalten, als ich mit 100 in den Rückwärtsgang kam. Es tat einen Schlag und der Motor war aus, na ja er läuft schon wieder.
Auf der Hauptstraße noch auftanken und dann weiter
zum Grand Canyon.
Es ist schon um 18:30 Uhr dunkel und die endlos langen Straßen
hören nie auf, in Tusayan gab´s noch was zu essen, im Radio
läuft wieder Paula Abdul - Rush, Rush, das Lied das mich seit dem
Flug verfolgt. Jetzt gibt´s noch zwei kühle Budweiser - Boh
gut eh!
4. Tag / Tusayan - Grand Canyon
Dienstag 1. Oktober
Im Grand Canyon NP an zwei Aussichtspunkten angehalten
und dann gleich ein paar T-Shirts gekauft. Die Aussicht ist wirklich
fantastisch, ich hatte bis dato gar nicht soviele Bilder vom Grand Canyon
gesehen, aber sehr beeindruckend.
Wir entschlossen uns spontan den Bright Angel Trail zum Colorado runter
zu laufen. Es ist ein schmaler, staubiger Pfad der bergab führt.
Zu Beginn sind Warnschilder aufgestellt, ja genügend Wasser mitzunehmen,
was die Amis immer haben mit ihrem "nimm genügend Wasser mit".
Was auffällt, die Leute grüßen einen immer mit einem
freundlichen Hi. Es gibt sogar Leute die da runter und wieder rauf joggen,
wir konnten es nicht glauben, aber es ist wahr.
Nach 3½ Stunden hatten wir es geschafft und steckten die Füße
in den kalten Colorado, machten Pause und stärkten uns. Nun kommt
der Mühsame Aufstieg, es ist inzwischen richtig heiß geworden,
die Sonne brennt brutal in den Canyon und heizt ihn auf. Bis zur ersten
Wasserstelle ging es gut. Sonne, Staub und Steine begleiten unseren
Weg. Wir trafen zwei aus Ingolstadt, an der nächsten Wasserstelle
gaben wir den beiden, die schon erschöpft waren, unsere Wurst,
die wir bis dato nicht gegessen haben. Die Wurst war total warm und
das Fett triefte auch schon raus, aber die hatten einen riesen Hunger.
Jetzt wurde das Weitergehen richtig zur Qual, ich war schon ziemlich
am Ende, die Füße wollten einfach nicht mehr laufen. Mit
letzter Kraft schafften wir es vor der Dunkelheit bis oben und schleppten
uns zum nahe gelegenen Dining im Park, tranken erst mal ein paar Gläser
O-Saft aus dem Spender, bis wir das erste Glas bezahlten und uns in
Ruhe zum Essen setzten.
Auf dem Campground stiegen wir noch in die Dusche um den
Staub und Schweiß abzuwaschen und suchten uns dann im Park einen
Platz zum schlafen. Kaum machten wir den Motor aus, fuhr ein anderer
Wagen hinter uns. Bunte Lichter gingen an und eine Polizistin kam auf
uns zu, genauso wie man es aus Filmen kennt, mit Taschenlampe und so.
Wir erzählten ihr eine Geschichte, mit der Sie sich zufrieden gab,
denn wir durften hier nicht stehen bleiben.
Sie sagte nur noch, das
wir unsere Seat Belts anlegen sollten, dann fuhren wir raus aus dem
Park ins Dorf. Der Village Store hatte noch offen, also kauften wir
noch ein. Es gab dort sogar die blauen Gaskartuschen, die man
auch aus Deutschland kennt. Nun stehen wir wieder auf dem Parkplatz
hinter dem IMAX Theater und geben uns noch die Dröhnung mit 32
oz Lite - A fine Pilsener Beer.
5. Tag / Grand Canyon - Monument Valley - Lake Powell
Mittwoch 2. Oktober
Nach dem Frühstück (Joghurt und Banane), fuhren
wir den Rim entlang nach Norden. An ein paar Aussichtspunkten vorbei,
geht es dann über lange, gerade Straßen nach Utah zum Monument
Valley. In Red Lake kauften wir in einem Supermarkt noch ein. Das liegt
in einem Reservat, im Laden sah man dann auch fast nur Native Americans.
Eine gute Strecke weiter sahen wir in der Wüste einen Burger King,
also sofort rein da und gleich einen Whopper Cheese bestellen. Vor der
Tür stand der Canyon Jogger vom Vortag, er erkannte uns auch wieder
und grüßte. Drinnen waren lauter Bilder und Ausstellungsstücke
vom 2. Weltkrieg aufgehängt, natürlich alles Natives auf den
Fotos.
Das Monument Valley ist atemberaubend schön, man
kennt es ja aus Filmen, aber hier zu stehen ist grandios. Die Sonne
stach herunter, aber es wehte ein kühler Wind, der es doch angenehm
machte. Wir fuhren die Sandpiste hinunter, um den Valley Drive zu fahren.
Das Auto änderte langsam seine Farbe in rot.
Die
Fahrt ging weiter und führte uns auf einen Berg, von dem man eine
schöne Aussicht auf das weite Land hatte. Am Lake Powell, parkten
wir auf einem Felsen, direkt über dem See. Eine kurze Schotterstraße
führte dorthin. Hier nahmen wir auch das erste mal den russischen
Benzinkocher in Betrieb und machten eine Dose Ravioli warm. Die Dämmerung
setzte ein und es war ein wunderschöner Sonnenuntergang. Im Auto
sind jetzt wo ich dies schreibe viele kleine Mücken, hoffentlich
stechen die nicht alle.
6. Tag / Lake Powell - Bryce Canyon
Donnerstag 3. Oktober
Wir schliefen in der Nacht neben dem Auto unter einem wunderschönen Sternenhimmel. Es passierte nichts, obwohl ich zunächst bedenken hatte.
Es folgte eine lange Fahrt zum Capitol Reef National Park, dann übernahm
ich das Steuer und wir fuhren dort zu einem Aussichtspunkt über
eine Schotterstrasse. Plötzlich fühlte ich es in mir, ich
bin Walter Röhrl! Volle Hämmer um die Kurven und da waren
sich auch schon, die Drifters, fast wäre mein Ralleywagen im Graben
gelandet. Zurück in die Wirklichkeit, jeder hatte einen Schock,
aber es geht weiter. Wenn ich mal zu schnell fahre oder etwas aus der
Spur komme ist Thomas gleich wieder total geschockt, er hält sich
die Augen zu und sagt: "Du fährst auf den Geraden zu langsam
und in den Kurven zu schnell". Aber nur so macht das Spaß!
Wieder auf geteerter Strasse kommen wir in eine Berglandschaft wo Bäume und Gras wachsen, vor allem die Aspen (sehen aus wie Birken) haben eine total satte Gelbfärbung. Abartig wie sich die Landschaft von einer Meile auf die andere von Wüste in Bergwälder ändert. Zu Mittag gabs in einem Dorf an der Strasse Brot, Wurst und Zwiebel (die sehr scharf waren) dazu noch Tomaten.
Am Nachmittag erreichten wir den Bryce Canyon, wir sahen
von ein paar Punkten aus in diesen fantastischen Canyon und beschlossen
den Rest morgen anzusehen und dafür auf dem Campground das Zelt
aufzuschlagen. Was gar nicht so einfach war, da es auch für das
Zelt das erste mal war. Dann gabs ein unbeschreiblich scharfes Essen,
Spaghetti vom Benzinkocher und von Thomas die Gewürzdose: "Da
ist mir doch ein bischen zuviel Cayen Pfeffer rein gerutscht".
Jetzt geht's schon wieder, beim schreiben mit einem Lite lässt
es sich halt doch gut leben. 
Was mir heute noch aufgefallen ist:
- Das Ei vom Bergpass
- Der High Mountain Ranger (habe wir auch gesehen)
- Thunderstruck im Radio
7. Tag / Bryce - Tonopah
Freitag 4. Oktober
Es war kalt in dieser Nacht, arschkalt. Als wir das Zelt
abbauten hatte es wohl knapp über 0 Grad. Es gab Cornflakes zum
Frühstück und danach fuhren wir die hinteren Aussichtspunkte
schnell ab, weil dort noch eine frische Brise zu den kalten Temperaturen
wehte. In Cedar Breaks machten wir ein Pause, das liegt auf 3100m Höhe,
bis dahin der höchste Punkt an dem ich je war. Man hat eine schöne
Sicht ins weite Land.
Weiter unten kamen wir dann nach Cedar City, erst mal
was essen, kein Burger King zu finden also probierten wir den Pizza
Hut aus. Es gab eine Pizza für beide, die freundliche Bedienung
fragte uns dann laufend ob es auch so in Ordnung sei, weil sich darauf
nur Tomate und Käse befand. Man hätte auch mehr dazu bestellen
sollen. Thomas bezahlte, das Kleingeld legte er in lauter Centstücken
hin, der Kassierer hat sich wohl auch das seinige gedacht.
Im Supermarkt kauften wir uns Jeans für 18,95 $, dort gabs auch
Pistolen, Gewehre und natürlich Munition dazu, alles ganz normal
hier. Lebensmittel gabs dafür nicht viel, in einem anderen Supermarkt
auch nicht.
Cedar City ist eine Kleinstadt in der Wüste, ein haufen blonde
Mädchen laufen dort rum, alle mit der gleichen Frisur, das ist
alles was mir so aufgefallen ist.
Der kürzeste Weg nach Californien führt durch
die Wüste von Nevada, was wieder seine Probleme mit sich brachte.
20 Meilen nur gerade aus, dann eine Kurve und die nächsten 20 Meilen
gerade aus, usw. usw. Thomas sah plötzlich Fische auf der Fahrbahn
und ich fing an zu singen, im Radio lässt sich kein Sender mehr
finden. Abends kamen wir dann in Tonopah an, wir beschlossen heute in
eine Bar zu gehen, na ja High Pressing und so.
Die Bedienung, Terry, verlangte erst mal unsere Ausweise, so fing alles an. Sie sah, dass wir deutsche sind und erzählte es den anderen Gästen, die Billard spielten. Ich dachte schon beim reingehen, wenn du jetzt einen Spieler aus Versehen anrempelst haste gleich zwei blaue Augen. Einer kam dann gleich auf uns zu, er stellte sich als Bill vor, er war schon mal in Germany, spricht aber nur englisch und das viel zu schnell. Ich verstand nur Teilweise, er wechselte die Themen auch so schnell, dass ich gar nicht zum Zuge kam. Es ging um die Mauer, die Fremden und ihre Sprache, Bier und sonst alles Mögliche. Er sagte, dass er hier auf der Test Site arbeitet ( einem unterirdischen Waffen Testgelände) aber eigentlich aus Seattle ist und wenn wir dorthin kommen, sollten wir unbedingt nach Leavenworth fahren, eine deutsche Siedlung.
Bill musste dann wieder spielen, kurz darauf kam
einer und fragte in die Runde, wo die zwei German Guys sind, wir hätten
seinen Kö - wie kämen wir dazu? Ein anderer hatte ihn verarscht,
auf unsere Rechnung, aber es war auch gleich wieder alles OK als er
seinen Stick fand. Vinigan, so hieß er, kam dann auch gleich wieder
und nuschelte uns an, ob wir denken, dass er nicht ganz dicht in der
Nuß ist, oder ob wir Haschisch wollen, was soll man dazu sagen?
Dann kam Sunny mit seinen roten Budweiser Hosenträger, der Chef
der Bar, er erzählte uns, dass um die Ecke eine deutsche auch eine
Bar hat. Diese kam dann auch zu uns, sie hieß Elke, eine deutsche
aus Frankfurt, sie ging mit 15 von zu Hause vort, weil sie einen Ami
heiratete und zog erst nach Texas, dann übernahm sie die Hoodoo
Bar in Tonopah. Sie war froh mal wieder deutsch zu sprechen und spendierte
uns ein paar Drinks. Sie hatte auch ein Mädchen dabei, Cindy, die
nicht mehr ganz auf der Matte war, sie hat viele Probleme sagte Elke.
Wir gingen dann zu ihr in die Hoodoo Bar, bis dahin hatte ich zwei Coors und drei Black Velvet, Canadian Whiskey mit Cola (in diesem Moment, wo ich dies schreibe, kommt das Lied Black Velvet im Radio - Zufall oder doch etwas mystisch?). Bei Elke schmeißt Floyd die Bar, ein witziger Typ mit Stirnband. Wir trinken erst mal einen Long Island Ice Tea, ein Mixgetränk aus 7 verschiedenen klaren Schnäpsen. Wir sangen ein paar deutsche Lieder, bis neben mir ein Indianer abkippt. Er wird von zwei Freunden raus getragen, sie kommen später noch mal, bekommen aber nichts mehr serviert.
Plötzlich blinken bunte Lichter vor der Bar, Elke geht raus und kommt ewig nicht mehr, ein anderer kommt rein und hat einen Haufen Blut an seiner Hose. Irgendwie ist dem Indianer und seinen Freunden die vorher hier waren was passiert, ein Streit oder so, er liegt wohl schon im Krankenhaus. Elke kommt wieder, sie weint etwas, ihr Mann ist jetzt auch da, ein schleimiger Typ. Sie sagt sie führen schon lang keine richtige Ehe mehr, sind aber seit 22 Jahren verheiratet. Ich trinke noch zwei Black Velvet und dann verabschieden wir uns langsam, es ist schon 4:30 Uhr. Der Abschied dauert etwas länger, Elke wollte uns zu sich einladen, wir lehnten aber ab. Dann gabs noch Problememit ihrem Mann, als Thomas sein T-Shirt auszog und es ihr schenken wollte (weil dort mit altdeutscher Schrift für eine Kneipe Werbung drauf war). Es ist Gesetz, dass jeder Schuhe und Shirt anhaben muß, sagte mir Floyd. Ich redete noch mit Bill, der jetzt auch hier war, mit der ganzen Besatzung aus der anderen Bar.
Wir fuhren dann doch noch aus der Stadt raus und schliefen einfach am Straßenrand.
8. Tag / Tonopah - Mono Lake
Samstag 5. Oktober
Um 8 wachten wir auf, Thomas fuhr dann auch gleich los,
mir war etwas schlecht. Ab der Staatsgrenze zu Californien wurde die
Straße viel Kurvenreicher und dann kam ein Schild "DIPS Next
6 Miles" - Oh no!
Es geht nach oben und sofort wieder runter, die längste Achterbahn
der Welt, Thomas fuhr dann auch entsprechend und mir wurde noch übler.
Nach den 6 Meilen schlief ich ein und wachte erst wieder im Yosemite
NP Park wieder auf.
Thomas hat den Wagen irgendwo am Tioga Pass geparkt und schläft jetzt auch, also weiterschalfen.
Bis zum Nachmittag ging das so, dann suchten wir etwas zu essen, fanden
aber nichts. Uns beiden war total schlecht und wir fuhren dann wieder
runter nach Lee Vining um etwas essbares zu bekommen. Vor der Stadt
kochten wir dann eine Dose Bohnen, die ungenießbar waren. Diese
wurden dann auch gleich gelittert (vergraben) - schon gegessen. In einem
Wald übernachteten wir dann im Auto.
9. Tag / Mono Lake - Yosemite - Fresno
Sonntag 6. Oktober
In der Früh gings wieder rauf über den Tioga Passin den Yosemite Park, nach einer langen Fahrt kamen wir endlich im Village an. Eine Menge Trubel um nichts, man bekommt kaum einen Parkplatz.
Wir wollen zu einem Wasserfall laufen, ca. 5 km einfach. Als wir am
Mirror Lake ankamen,
war da kein Wasser mehr drin, so ein Schmarn! Wir essen fast verlaufenen
Käse zu Mittag um unsere Kräfte wieder auf Vordermann zu bringen.
Den Rückweg schafften wir dann nur mit Mühe, denn zum Frühstück
gabs nur Kornflakes mit sauerer Milch, die ich auch noch probiert habe,
danke schon wieder gegessen.
Wir fanden aber zum Glück noch Duschen und die waren kostenlos.
Mit dem Auto gings dann hoch zum Glacier Point, das liegt direkt über
dem Village. Aber dort oben war überhaupt kein Gletscher, eine
schöne Sicht auf das Tal und die Berge, sonst nichts.
Also weiter, bei Dunkelheit kamen wir dann in Fresno, tanken und einkaufen war dort angesagt. Außerhalb bei einer Obstfarm wollten wir parken, bis der Besitzer mit seinem Camper um die Ecke kam und uns wegjagte. Wir fuhren weiter und fanden ewig kein Platz wo wir bleiben konnten, dann blieben wir neben einem Baumwollfeld an der Straße stehen.
10. Tag / Fresno - Sequoia
Montag 7. Oktober
Nach dem Zähneputzen suchten wir einen besseren Platz zum frühstücken. Natürlich gabs immer noch Kornflakes, aber mit guter Vitamin D Milch.
Auf dem Weg zum Sequoia Park mussten wir wegen Road Construction lange
warten. Es kam dann ein Pilot Car, dem wir folgen mussten. Die Baustelle
war dann ca. 500 m lang, die Fahrbahn wurde neu geteert (einfach drüber),
dem Pilot Car mussten wir aber 2 Meilen folgen, ein Witz, man wäre
auch so problemlos vorbei gekommen. Weiter Bergauf; wir bogen um eine
Kurve und da war alles voller Qualm von einem alten Tankfahrzeug, bloß
gleich überholen, bevor wir geräuchert werden.
Am Eingang des Sequoia Park hielten wir an, um auf der Karte nach dem
Weg zu sehen, plötzlich ließ Thomas den Wagen an und stach
davon - Er sah den alten Laster daherqualmen. Im Park liefen wir erst
was umher, dann fuhren wir zu den großen Sequoiadendron Gigantes.
Im Wald gabs auch viele Picknickplätze und Futter für uns.
Natürlich bestiegen wir auch den Moro Rock, er war fest in deutscher
Hand.
Die Abfahrt war dann wieder nervenaufreibend, nur noch
Kurven und die Hitze wurde immer schlimmer. Thomas fuhr wie der Henker.
Im Tal stellte wir unser Zelt auf einem Camp Ground des US Army Corps
of Engineer auf, neben einem fast ausgetrocknetem See. Zum essen gabs
Steak, das erste, das über dem Benzinkocher zubereitet wurde, die
Hitze war zu heiß, also weiter weg vom Feuer halten das Ergebnis
war dann Zäh. Beim zweiten ging das Benzin aus, es war zwar noch
etwas rot, aber schmeckte viel besser. Jetzt geht mir fast die Luft
aus, weil wir im Auto sitzen und draußen alles mögliche rumflattert.
11. Tag / Sequoia - Jackson
Dienstag 8. Oktober
An diesem Tag schliefen wir etwas länger, so bis halb neuen und zum Frühstück gabs Kellogs. An Zitronenplantagen vorbei fuhren wir wieder nach Fresno, zum einkaufen und tanken. Im Supermarkt fragte uns ein alter Mann der für das Einpacken zuständig war, ob er uns die Tüten ins Auto tragen soll. Ist ja nett gemeint, aber eigentlich sollten wir ihn fragen ob er sich nicht lieber hinsetzen und ausruhen möchte.
Irgendwo bogen wir mal vom Highway ab zum Mittagessen. Neben einer Obstplantage fanden wir ein schattiges Plätzchen. Die Krönung unseres Essens waren Dillgurken - Igitt die werden sofort gelittert.
In den Bergen war wieder eine Baustelle mit Pilot Car, auch wieder nur Arbeitsbeschaffung. Gegen Abend kamen wir dann nach Jackson, eine alte Goldgräber und Westernstadt. Die Häuser, Geschäfte und der Sheriff, es scheint als wenn die Zeit hier stehen geblieben wäre und immer noch Goldrausch ist. Es schien uns auch so, als wenn Fremde hier unerwünscht sind und gleich im Gericht verurteilt würden. Also fuhren wir wieder um eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Am Ortsende kam der Sheriff mit Sirene hinter uns her, aber er meinte zum Glück nicht uns. Ab hier war sowieso alles Wald und eingezäunt, keine Chance einen Platz zu finden.
Es kam nur noch Wald, eine wirklich raue Gegend, dann landeten wir in Buckhorn Village. Ein Video Laden, ein Supermarkt mit Tankstelle und ne Pizza Bar. Wir blieben dort und tranken 2 Coors zum Dragster Rennen und Wood Sports im Fernsehen. Um 21.15 Uhr verließen wir die Kneipe weil nichts mehr los war. Wir suchten im Dorf nach einem Platz zum schlafen, auf einem Parkplatz blieben wir stehen, hoffentlich kommt keiner.
12. Tag / Jackson - Lake Tahoe
Mittwoch 9. Oktober
Gleich als es hell wurde düsten wir ab. Ein paar Meilen weiter putzten wir die Zähne und frühstückten, heute gabs Joghurt. Wieder ein paar Meilen weiter parkten wir an einem Pass und schliefen noch 2 Stunden.
Durch waldreiche Berglandschaft, mit vielen Seen kamen wir zum Lake Tahoe. Im Village fuhren wir erst mal hoch und wieder runter und bogen dann beim Burger King ein zum Mittagessen. Am Strand wehte ein frischer Wind, wieder rein ins Dorf und in einem Sportgeschäft nach Schuhen geschaut, aber die waren zu teuer, aber ein T-Shirt nahm jeder mit. Ich wechselte noch Geld, wir parkten auf einem großen Parkplatz an der Staatsgrenze zu Nevada. In CA war ein ein T-Shirt Laden neben dem anderen, wir kauften hier auch noch eins. Die Auswahl hier ist hier so groß, man möchte gleich alle mitnehmen.
In NV gabs, na was schon? Spielautomaten und Casinos, logisch! Ein gutes Stück weiter am See entlang war ein Parkplatz mit schöner Aussicht, dort gabs Abendessen und zum schlafen wollten wir auch hier bleiben. Vorher tranken wir im nächsten Ort aber noch ein Bierchen.
13. Tag / Lake Tahoe
Donnerstag 10. Oktober
Nach einem halben Joghurt für jeden, fuhren wir weiter um die See herum. An der Ponderosa Ranch hielten wir mal kurz an, aber angesehen haben wir die Kulissen nicht.
Als ein Supermarkt auftauchte kauften wir uns wieder Milch für unsere Flakes, die es an einem kleinen Bootshafen gab. Dort saßen wir auf einer Bank und warteten bis ein Touristenschiff ablegte. Am Campingplatz in der Nähe duschten wir mal wieder, zum rasieren und für meine Warzenbehandlung am Fuß blieb auch noch Zeit.
Chips mit Käsedip versuchten wir auf einem Felsen über der
Emerald Bay. Nie mehr Käsedip. Win Stück weiter war ein Weg
zum Strand, der nichts kostete, dort haben wir uns ein paar Stunden
in die Sonne gelegt und Thomas las aus dem Neuseeland Buch vor. In South
Lake Tahoe genehmigten wir uns mal ein Eis, eine riesen Kugel. Wir wollten
auch noch ein Bier trinken, fanden aber keine Bar, also fuhren wir nach
Nevada ins Caesars. Ein richtige Spielhölle wie wir sie aus Las
Vegas kennen. Zum schlafen fuhren wir dann zu dem Platz vom Vortag.
14. Tag / Lake Tahoe - San Francisco
Freitag 11. Oktober
In der Früh kommen gleich die Bullen, hielten aber nicht an. Wir verschwanden aber trotzdem gleich, Essen gabs auf dem Weg. Wenn man von den Bergen runter fährt, sieht man eine braun-graue schmutzige Wand voller Smog, abartig und so stinkts es auch zeitweise.
Um die Mittagszeit erreichten wir dann San Francisco.
An einem Aussichtspunkt auf die Golden Gate Brücke, sahen wir Fallschirmspringer
und einen Senkrechtstarter, schon etwas komisch dachten wir uns. Plötzlich
tauchten sechs Düsenjets der US Navy auf. Eine Kunstflugstaffel,
bei der vier immer Formation flogen und die anderen mal einzeln mal
mit den anderen flogen. Das ganze Schauspiel war wirklich spitze und
dauerte 45 min. ein echter Wahnsinn so ein Glück. 
In den Bergen dort gab es eine Jugendherberge in der wir uns für 2 Tage einquartierten. Ein altes Haus, ehemals Offiziersheim oder so, denn wir sind auf einem alten Army Gelände. Dort lernten wir dann Stefan aus München kennen, der unbedingt nach San Franzisco musste, weil er dort Freunde in einer Kneipe treffen will. Wir fuhren ihn nach der Tomatensuppe aus der Dose auch rüber nach Downtown.
Die Kneipe fanden wir glücklicherweise gleich und ich sah sogar das Hard Rock Cafe. Die Stadt war ganz anders als ich dachte, in der Kneipe fühlte ich mich wie daheim, ich war überrascht. Wir mussten aber bis 23 Uhr wieder in der Hostel sein, weil dann die Tür verschlossen wird. Stefan traf seine Freunde nicht.
Die Jugendherberge ist gut eingerichtet, die Betten scheinen auch nicht schlecht zu sein, mal sehen.
15. Tag / San Francisco
Samstag 12. Oktober
Ja
ich hab gut geschlafen, nach einem schmalen Frühstück (Scheibe
Toast mit Streichwurst und Orange Juice) fuhren wir zwei mit Stefan
nach SFO, stimmt gar nicht wir sind auf den Berg vor der Golden Gate
Bridge, wie am Vortag um das Einlaufen der Pacific Flotte zu sehen.
Es war nämlich an diesem Wochenende Fleet Week in San Francisco,
deshalb die Flugstaffel uns so. Aber wie auch schon an der Jugendherberge
war hier dichter Nebel und nichts zu sehen.
Wir warteten, denn es wurde
zusehends besser und die Sonne brannte schon voll runter, aber über
der Bay lag immer noch Nebel. Die Schiffe fuhren dann wohl vorbei, man
konnte sie aber nur hören und nicht sehen. Jetzt fuhren wir nach
Downtown, wir fanden zum Glück einen Parkplatz auf einer waagrechten
Straße auf dem Russian Hill, den die Straßen daneben waren
sehr steil, ein Wahnsinn wie man hier überhaupt fahren, geschweige
denn einparken kann. Zu Fuß gings runter zur Fisherman Wharf und
warteten auf einer Wiese auf die Air Show der Blue Angels.
Nichts geschah und wir gingen, natürlich gings jetzt los, ein Harrier kam und blieb direkt vor dem Ufer in der Luft stehen, aber die Air Show viel wohl wegen Nebel aus. Vorher, ich vergaß, waren wir noch essen im "Thank God its Friday", kein schlechter Laden, man bekommt Gabel und Messer.
Jetzt begann der Fußmarsch bergauf, bergab durch Chinatown zum
Banken Center, immer Blockweise. Natürlich sind wir auch Cable
Car gefahren. Als wir schon etwas müde waren, fuhren wir mit dem
Auto zum Hard Rock Cafe. Jeder kaufte sich ein T-Shirt und einen Drink.
Drinnen hangen lauter Gitarren und Goldene Schallplatten von bekannten
Rockstars. Eine ganze Wand war nur Elvis gewidmet und dort hing die
Jacke von Indiana Jones, mir gefiel es dort gut.
Stefan wollte dann
eine Adresse suchen, die er von einem Freund hatte, vielleicht kann
er dort die Nacht verbringen. Wir liefen 5 Blocks, der gesuchte war
nicht da, aber 5 Blocks weiter arbeitet er hieß es. Dort war er
dann auch in seiner Pizzeria, seine Frau, Anja aus Frankfurt, empfing
uns mit Bier und wir plauderten. Etwas später fuhren wir mit Anja
ins Hippie Stadtteil Haight Ashbury. Es war kalt und lauter verrückte
auf der Straße, wir tranken etwas in einer Bar und fuhren dann
weiter, zum Margaritaville. Das muß man auch mal probiert haben,
sagte sie, ich hatte leider schon wieder Kopfweh und mich interessierte
nichts mehr. Die Bar überfüllt mit Matrosen, wie auch die
ganze Stadt jetzt.Nach einem Pitcher Margarita, fuhren wir zur JH zurück,
natürlich im Nebel und schliefen gleich ein.
16. Tag / San Francisco
Sonntag 13. Oktober
Mir geht's wieder gut. Nach zwei Tassen Orange Juice fuhren wir zum einkaufen in die City und aßen danach erst mal was.
Um 11 Uhr begann die
Besichtigung der einzelnen Schiffe der Pacific Flotte. Wir starteten
mit der USS Tripolis, einem Hubschrauber Carrier, schon Wahnsinn das
man so ohne weiteres auf ein Amerikanisches Kriegsschiff kommt, das
im Golfkrieg war. Es war auch ein gutes Gefühl, auf dem Flugdeck
zu stehen, wie im Film. Wir ließen dort dann zwei T-Shirts mitgehen,
es herrschte so ein großes Durcheinander, das keiner was checkte.
Weiter mit den den Kreuzern, die USS Chancellorsville und USS Jonett.
Jetzt wollten wir die Missouri und die Nimitz sehen. Die Nimitz lag
leider in der Bay draußen vor Anker, sie war viel zu groß
für die Piers. Der Marsch zur Missouri war ewig weit und es war
eine lange Schlange davor.
Jeder aß erst mal einen Hero Burger
mit Pepsi und nach längerem hin und her, entschieden wir uns zurück
zugehen, denn um 14 Uhr wollten wir uns mit Stefan treffen und es war
schon halb. Ein langer Marsch zurück, immer wieder kreuzten wir
eine Parade, die auch gerade auf dem Weg durch die Stadt war. Die 1,7
Meilen, schafften wir in 45 Minuten und Stefan war noch da. Mit seinem
Auto, das er heute abgeholt hatte, fuhren wir zurück zur Missouri,
Wir stellten uns in die Schlange und besichtigten das Schiff, danach
trennten wir uns wieder.
Thomas und ich aßen in einem lahmen Burger King etwas. Um 19 Uhr hatten wir uns mit Stefan wieder bei Anja verabredet. Es gab erst mal Pizza und dann gings in eine Live Bar, eine schwarze Combo spielte Jazz, es war noch ein netter Abend. Zum schlafen stellten wir uns diesmal vor die JH.
17. Tag / San Francisco
Montag 14. Oktober
Und
zwar bis 9:30 Uhr diesmal. Nach einem Salamibrot fuhren wir wieder über
die Golden Gate in die City.
Heute wollen wir mit dem Schiff nach Alcatraz.
Eine interessante Insel in der Bucht. Es wehte etwas Nebel drüber
hinweg. Das ehemalige Gefängnis ist auch ein starkes Erlebnis.
Zurück auf dem Festland fuhren wir ewig in Downtown rum und verloren
uns sogar mal, aber der Zufall führte uns wieder zusammen. Bei
einem anderen Burger King fanden wir dann etwas zu essen.
Jetzt fuhren
wir auf die Twin Peaks, einem Aussichtspunkt über der Stadt, man
sieht direkt in die Market Street. Bei der Bergabfahrt war wieder alles
so chaotisch, Thomas fuhr wieder den selben Stiefel zusammen wie zuvor.
Im ganzen waren es 5 rote Ampeln und eine Einbahnstraße in der
alle hupten, weil wir in die falsche
Richtung fuhren. Wir verloren dort auch Stefan, der uns nicht folgen
wollte. In einem kleinen Laden kauften wir uns Ledergürtel mit
Schnalle und in einem Supermarkt noch ein paar Kleinigkeiten. Jetzt
sind wir wieder auf dem Twin Peaks um noch Bilder bei Nacht zu machen.
Wir fuhren dann nochmals in die Pizzeria und fragten nach Stefan. Er
war bei Anja in der Wohnung, wir verabschiedeten uns von den beiden.
Zum schlafen gings wieder zur JH.
18. Tag / San Francsico - LA
Dienstag 15. Oktober
Aufgewacht sind wir wieder gegen 9:30 Uhr, obwohl wir früher los wollten, aber macht nix. Heute geht's auf dem Highway 1 Richtung LA. Die meiste Zeit herrescht Nebel auf der Strecke und es waren abartig viele Baustellen. Bei ein paar war das Pilot Car gar nicht nötig, weil keine Baustelle dazu da war. Einmal lief einer auf der Straße und stellte die Mittelabgrenzung auf -> min 3 Meilen Pilot Car und vorher warten. Stellenweise war es gar nicht schlecht auf dem PCH (Pacific Coast Highway), mit Sonne und Aussicht. Bei Dunkelheit kamen wir an die Stadtgrenze von LA, auch hier war es noch nebelig. In Fillmore übernachteten wir auf einem großen Parkplatz.
19. Tag / LA - Hollywood
Mittwoch 16. Oktober
Am Morgen fuhren wir gleich nach Six Flag Magic Mountain, einem Freizeitpark mit vielen Achtebahnen, leider ist unter der Woche geschlossen. Wir änderten kurz entschlossen unseren Plan und fuhren weiter nach Hollywood, Universal City war unser Ziel. 45 $ Eintritt wir zusammen, ein Haufen Geld, mal sehen ob man dafür auch was zu sehen bekommt.
Also ich fang mal mit aufzählen an: Star Trek
Show - auf einem "Fahrrad" durch´s Land von E.T. - Back
to the Future - Alfred Hitchcock (Psycho) - Bigfoot und die Henderson
- Conan der Barbar - Wild West Stunt Show (war super) - Miami Vice Stunt
Show (auch super). Na ja, war insgesamt gar nicht schlecht und hat sich
gelohnt. Wir sind auch mit einem Bus durch die Studios gefahren: New York
- Mexico (mit Überschwemmung) - Hill Valley (Back to the Future
Rathaus) - Amity Ville (Der weiße Hai) - King Kong - in einem
Berg, plötzlich fing alles an sich zu drehen, man meinte der Bus
kippt weg, es wurde mir gleich übel. Dabei dreht sich nur die Tunnelwand
um uns herum und der Bus schaukelt etwas, klasse. Man sah auch den De
Lorean aus dem Film, Magnums Ferarri und K.I.T.T. von Michael Knight.
Abends fuhren wir im Stau wieder raus aufs "Land", einen Übernachtungsplatz suchen.
20. Tag / LA - Disney World
Donnerstag 17. Oktober
Nach einer 2-stündigen Fahrt auf der Interstate 5 von einem Ende der Stadt zum anderen, kamen wir in Anaheim - Disneyland an. 55 $ für zwei ist wieder jede Menge.
Zuerst waren wir im Adventureland und sind
mit einem Boot durch den Jungel gefahren, die Tiere sahen alles sehr
echt aus. Anschließend fuhren wir bei den Piraten in der Karibik
vorbei. Hier ist alles viel besser und länger als bei uns. Im Critter
Country sind wir mit einer super Wasserrutsche gefahren und waren im
Bären Theater, total gut.
Mit der Thunder Mountain Railroad gings
durch Frontierland. Mit einer Gondel durchs Matterhorn ins Tomorrowland.
U-Boot fahrt zum Nordpol und nach Atlantis. Mit den Matterhorn Bobsleds
durch den Berg, Space Mountain 2x, eine schnelle Achterbahn im dunkeln,
Captain EO 3D Kino mit Michael Jackson, 360°
Reise durch Amerika. Im Fantasyland, Alice im Wunderland, recht kitschig,
Peter Pan´s Flug und die Bootsfahrt in die Small World, ständig
Gesang, nervend.
Der Tag dort war echt super, im Auto stinkt es schon
wieder abartig und dunkel wird's auch schon wieder. Ach bevor ich es
vergesse, im Tiki Saal die singenden Vögel und Blumen, der Kitsch
schlechthin aber klasse. Und Thomas sagt noch jetzt brauchen nur noch
die Figuren anfangen zu trommeln und sie taten es.
Abendessen gabs auf einem Parkplatz vorm YMCA. Bei einem Supermarkt fanden wir einen Platz zum übernachten. Wir standen etwas eine halbe Stunde auf einem Parkplatz, ich schlief bereits, als mich Thomas wieder weckte, wie laufend ein Auto auf und ab fuhr. Also wieder weiter einen anderen Platz suchen. Nach einiger Zeit blieben wir in einer Straße stehen, wo es etwas dunkler war, am Rande eines Wohngebietes.
21. Tag / LA
Freitag 18. Oktober
Zuerst suchten wir eine Automaten Wäscherei und wie immer, wenn man was sucht, fanden wir keine. Endlich, da ist eine. Also rein, mal sehen wie funktioniert denn so was? Wäsche rein, Waschmittel drauf und mit Quarters füttern, gut also los. Ich konnte es nicht erwarten und lupfte immer wieder mal den Deckel um zu sehen was da drin abgeht. Die Wäsche kam auch nicht viel sauberer raus, als sie rein gekommen ist, dafür war sie jetzt nass. Das war wohl nix, also ab in den Trockner damit.
Wir sahen uns dann Downtown LA an, sehr dreckig
hier, nur Hochhäuser und Mexikaner auf der Strasse. Die Luft stinkt
auch. Wir suchten das Hard Rock Cafe, aber das scheint hier nicht zu
sein.
Wir erkundigten uns und fuhren weiter raus, Richtung Hollywood.
An einer roten Ampel hielten wir natürlich an, da kam auf einmal
ein Typ zu uns und wollte irgendwas, zum Glück wurde es grün
und wir gaben Gas. Das Hard Rock Cafe ist im Beverly Center, wir aßen
was und sahen uns um. Ein T-Shirt gab es selbstverständlich auch
noch und hinterher schlenderten wir noch durch das Center. Die einzelnen
Geschäfte waren nach Marken sortiert, alles sehr exklusiv und nichts
für uns.
Nun brachten wir noch ein Postamt um unsere Pakete heim zu schicken. Das war soweit kein Problem, nur vergaß ich die Filme reinzulegen und musst das Paket wieder aufreisen. Noch ein Anruf beim Flughafen um den Flug bestätigen zu lassen, auch hier alles klar. Dann folgte eine Irrfahrt durch Hollywood und Beverly Hills. Eigentlich suchten wir die Straße mit dem großen Hotel und den vielen Boutiquen in Beverly Hills, fanden es aber nicht. Schließlich landeten wir wieder auf dem Highway 1 und warteten am Strand auf den Sonnenuntergang.
Über ein paar Freeways fuhren wir nach Norden zum Magic Mountain Park. Um 23.00 Uhr wollten wir mal zu Hause anrufen, aber man muß 6,80 $ in Münzen einwerfen und die hatten wir nicht. Wir fanden dafür einen schönen dunklen Platz hinter einem Gebüsch und schliefen.
22. Tag / LA - Six Flag Mountain
Samstag 19. Oktober
Um 10.00 Uhr standen wir vor dem Eingangstor zum Six Flag Magic Mountain, einem ultrastarken Freizeitpark. Hier steht immer die beste Achterbahn seit 76. Wir legten auch gleich los, zuerst mit einem Looping, war ganz gut. Dann mit einem Raft den Bach na und total nass wieder raus. Dann eine Achterbahn aus Holz, aber ganz neu. Noch ne Wasserbobbahn, wieder nass, die Jeans klebt immer noch. Dann die Collosus, eine ältere Holzbahn, aber sehr lang und immer wieder rauf und runter, echt stark.
Dann die Krönung, die Viper, die neueste Stahlbahn, total hoch
mit 138 feet Fall und in 5 Loopings und 2 Schrauben der Hit. Wir stellten
uns dann am Freefall an, ca. 10 Stockwerke hoch, aber kurz bevor wir
an die Reihe kamen geht was kaputt, beim zweiten Versuch damit zu fahren,
schloss sie dann ganz. Nochmals die Einerlooping und die Viper bei Nacht
in First Row. Das war noch viel besser, man sieht alles ganz genau,
wie man in die Loopings fährt, der Horizont ist schön rot
vom Sonnenuntergang und steht auf dem Kopf, Wahnsinn.
Die Schrauben sind das Beste, man hängt voll seitlich und steht
wieder abwechselnd auf dem Kopf bis es einen wieder herum wirft.
Beim
Basketball werfen traf Thomas und gewann einen kleinen Basketball, nicht
schlecht. Wir fuhren noch ein paar kleinere Sachen und waren noch in
einem Souvenirladen mit lauter guten Schildern. Um 21.00 Uhr verließen
wir den Park und aßen im Burger King einen Whopper.
Nun wollte ich noch zu Hause anrufen. Bei der ersten Telefonzelle ging gar nichts, also ab zur nächsten. Dort war es auch nicht so einfach einen Operator zu bekommen und als ich einen hatte, gab es Probleme ihn zu verstehen, aber schließlich klappte es doch noch. Zum pennen fuhren wir wieder hinter das Gebüsch vom Vortag.
23. Tag / LA - Auckland (NZ)
Sonntag 20. Oktober
eute ist Sonntag, also kann man schon etwas länger schlafen. Nach einem spärlichen Frühstück (1 Weisbrot mit Marmelade) machten wir uns auf den Weg einen Campground zu suchen, wir wollten ja sauber ins Flugzeug steigen. Es schien hoffnungslos, nichts zu finden, also fuhren wir nach Long Beach, aber nach 100 Meilen durch LA, gab es nur einen Campinplatz für RV und die Duschen waren abgeschlossen. Wir suchten weiter, aber es war nichts zu finden. Schließlich entschieden wir uns nach Anaheim zu fahren. Hier direkt beim Disneyland waren gleich drei. Wir duschten und rasierten uns, auf einem Supermarktparkplatz versuchten wir die Rucksäcke wieder zu packen. Mit was soll man nun beginnen, bei soviel gruscht. Dann kam auch noch ein Penner und wollte ein paar Kröten, also gut. Im Supermarkt kauften wir noch ein Hemd und spielten lange mit dem Game Boy. Zurück am Parkplatz kamen dann zwei an und wollten schon wieder Geld haben, aber diesmal stellten wir uns doof. Wir fuhren zu Avis und gaben das Auto ab, aber nicht um zuvor noch den letzten Whopper Cheese mit Onion Rings zu verdrücken. Am Flughafen war dann warten angesagt, wir hatten noch jede Menge Zeit, dabei sahen wir bei den Sicherheitskontrollen zu. Es wurden viele Durchsucht und ein schwarzer Typ im orangen Jackett machte ganz schön Stress, er lies einen sogar die Schuhe ausziehen. Im Flugzeug gab es dann einen Four Roses Whiskey, der Wahnsinn. Nirgends war dieses Gesöff zu finden, aber hier wird er angeboten. Das Essen war auch super gewesen und als Film wurde der neue Robin Hood gezeigt, aber ich war zu müde.
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