USA 2006 // Trails and More auf dem Colorado Plateau
1. Tag / München - Chicago - Las Vegas
Dienstag 19. September
"Wake me up when September ends…" heißt
es in einem Song. Endlich ist es soweit, die roten Steine, Canyons
und
Arches rufen.
Es kann wieder losgehen.
Wir stehen um 6:45 Uhr auf und haben beide schlecht geschlafen, ich bin seit gestern schon verspannt und esse nur eine Kleinigkeit und werfe mir gleich eine Tylenol 8 hour ein. In einer Stunde sind wir reisebereit und unser Onkel steht auch schon vor der Tür. Wir überlassen ihm die Route und er fährt gerne Überland nach München. Es ist natürlich eine Schaukelei, bei der es uns nicht besser wird, aber wir erreichen rechtzeitig das Terminal 2 in München.
Nachdem wir uns letztes Jahr in die Lufthansa-Schlange gestellt haben und falsch waren, wissen wir nun den Weg zum United Schalter und checken ein. Eine freundliche Dame im Dirndl empfängt uns und drückt bei unseren 2 Gepäckstücken ein Auge zu, da eines 24 kg und das andere 23,3 kg hat. Ich frage noch nach Sitzplätzen in Economy Plus und sie bietet uns 2 Plätze für 178 $ an. Elke ist auch dafür und wir akzeptieren.
So jetzt gibt's erst mal richtig Frühstück, wie immer bei der Bäckerei gegenüber dem Airbräu. Danach gehen wir durch die Security und die Passkontrolle. Im Duty Free will Elke noch eine Megarolle Mentos kaufen, aber wie wir an der Kasse erfahren, stehen die Bonbons auf dem Index und dürfen nicht mit. Begründung: weil diese Dragees einen Gelkern enthalten, der hochexplosiv sein könnte. Vor dem Gate ist dann noch mal eine Security und hier dauert es auch etwas länger. Als wir durch sind bleibt gerade noch Zeit für einen kurzen Anruf bei den Kollegen, dann können wir schon einsteigen.
Unsere Sitze sind die ersten nach der Business Class am Notausgang. Die Füße kann man dort nicht ganz ausstrecken, wir würden gerne eine Reihe weiter hinten sitzen um auch den Platz unter den Vordersitz zu haben, dafür sitzt niemand vor uns, der stören kann. Wir sind ganz froh, diesmal nicht Members der Holzklasse zu sein. Es ist eine schon etwas ältere 767, aber mit Inseat Entertainment und somit alles OK. Nach dem Start gehen auch gleich die Filme los, wir beginnen mit ‚Mission Impossible 3' und Chicken statt Pasta. Hinterher sehen wir uns ‚The Davinci Code' an und wir haben noch über 3 Stunden Flug vor uns. Die Zeit vergeht langsam - an Schlaf ist nicht zu denken.
Die Immigration geht sehr schnell. Wir werden gefragt
ob wir hiken gehen wollen, auf die nächste Frage, ob wir auch Bären
füttern, fallen wir nicht rein und sagen nein. Auf die Koffer warten
wir noch ein paar Minuten, gehen durch den Zoll und sind die Teile auch
schon wieder los, jetzt heißt es Terminal wechseln und 4 Stunden
warten auf den Anschlussflug. Mittlerweile hat unsere innere Uhr 0:30
Uhr und wir werden langsam müde. Dann wird auch noch der Startzeitpunkt
um 1 Stunde 30 nach hinten verschoben. Grund: unsere Piloten sind wegen
schlechtem Wetter in Florida nicht rechtzeitig da. Klasse; noch länger
warten, es ist in der Halle auch sehr kühl, so dass wir uns nicht
so ganz wohlfühlen und bei Starbucks einen heißen Tee holen.
Um 21:15 Uhr Chicagoer Zeit können wir dann endlich in die Maschine,
zum Glück ist sie nicht ausgebucht und so geht unsere Reservierungsstrategie
auf und wir haben eine 3er Reihe für uns. Gleich nach dem Start
verabschieden wir uns und versuchen zu schlafen. Das Gewinnspiel interessiert
uns nicht wirklich, es gibt Tickets für die Blue Man Group zu gewinnen,
wenn man das Abfluggewicht der Maschine errät.
Kurz
vor Las Vegas wachen wir endgültig auf und landen nach einen doch
angenehmen Flug am Mc Carran Airport. Auf das Gepäck müssen
wir aber noch warten, es ist jetzt 23:30 Uhr in LV. Der Bus zu National
ist auch schon da, viel Betrieb herrscht dort nicht mehr, wir kommen
gleich dran und dürfen uns einen SUV
aus der Choice
Line
aussuchen.
Die ist allerdings sehr mager bestückt. Ein Dodge Durango und ein
GMC Envoy. Da der Durango keine ebene Ladefläche hat scheidet der
leider schon aus, den hatten wir ja letztes Jahr und waren damit super
zufrieden. Der GMC hat dafür eine 4WD Untersetzung und die Ladefläche
ist einigermaßen eben, dafür ist er halt etwas kürzer.
Gerade als wir abfahren wollen kommt noch ein Jeep Laredo mit Ledersitzen,
es ist zwar ein 4x4 aber es gibt keinen Schalter für eine Untersetzung
oder ähnliches, also wahrscheinlich mit permanentem Allradantrieb
und nicht ganz so gut geeignet.
Wir suchen unser Motel, das Best Western Mc Carran Inn und finden es über einen kleinen Umweg auch. Der junge Mann am Frontdesk meint nur "better late than never" und so beziehen wir unser Zimmer und liegen um 1:00 Uhr früh im Bett - zu Hause ist es jetzt 10 Uhr Vormittag und wir waren damit fast 27 Stunden unterwegs.
Gefahren: 8 mi
Übernachtung: Las Vegas - BW 60,89$
2. Tag / Las Vegas - Flagstaff
Mittwoch 20. September
Die Nacht war kurz, ich bin bereits um 5 wieder wach und
stehe ne halbe Stunde später auf, dusche erst mal und schreibe
am Bericht weiter und checke nun das Handy. Es will immer eine Subsidy
Number haben, ich versuche ein paar standard PINs, aber es funktioniert
nicht, dafür erfahre ich im Internet, dass der Highway 93 über
den Hoover Dam wieder befahrbar ist, kurz noch Mails checken, für
den Forumsbericht reicht die Zeit leider nicht.
Wir holen uns das Frühstück aufs Zimmer. Dann rufe ich die
Hotline von Cellion an, eine deutsche Stimme meldet sich und erkennt
sofort den Fehler, mein Handy ist SIM-locked, so ein Mist, das kann
ich also vergessen, die einzige Alternative wäre hier ein Cingular
Mobile Phone zu kaufen.
Wir packen zusammen und fahren nun erst mal zu einem Wal
Mart SC, unsere Einkaufsliste haben wir schon lange zusammengestellt,
aber es dauert doch 2 Stunden bis wir alles haben. Dann lassen wir uns
per GPS und Street Atlas
zu Caseys
Camera lotsen, wo ich noch Zubehör für den Foto kaufe. Die
Einkaufstour geht weiter, nach Henderson, dort habe ich bei einem Internetshop
ein Garmin GPS 60 CSx bestellt, für 441 $ ein absolutes Schnäppchen.
Der Street Atlas ziert sich etwas den Weg zum nächsten Ziel, einem
AAA Office, anzuzeigen. Wir sind damit noch nicht so vertraut, aber finden
das Office, leider ist es zu und es hängen Infos im Fenster, dass
sie umgezogen sind. Also tippe ich eine andere Adresse ins Suchfeld
und wir werden kreuz und quer durch eine Residential
Area
zum nächstgelegenen AAA Office geleitet,
echt Klasse, diesen Weg hätte ich mit Karte nie gefunden. Dort
bekomme ich die gewünschten detailed Karten und Tourbooks, aber
nur auf Nachfrage. Man muss schon wissen was es gibt und was man will,
sonst werden nur die Standarkarten ausgegeben. Zum REI
ist es von hier aus nicht mehr weit und so stehen wir nach einer kurzen
Suche im Shop und suchen uns Trekking Sandalen aus. Ich nehme noch einen
Leatherman und ein 10 m Seil mit, dann sind wir fertig mit der Shopping
Tour und ist es noon, wir haben Hunger.
Ein Stück zurück haben wir einen Panda Express gesehen, dort
gibt es unser geliebtes Orange Flavoured Chicken, hmm lecker.
Über den Hoover Dam, wo man mehrere umgestürzte Kräne sehen kann, fahren wir nach Kingman, hier ist das Benzin laut Internet am günstigsten. Wir tanken für 2,43 $ aber weiter unten kostet Regular nur 2,29 $, na ja was solls. Dann geht's ostwärts auf der I-40 und um kurz nach 18:00 Uhr erreichen wir das Days Inn in Flagstaff. Es hat hier nur kalte 12 °C und wir zippen die Hosenbeine wieder an.
Da es schon langsam dunkel wird fahren wir auch gleich in die Oldtown, aber
außer unzähligen Bars und Restaurants haben die meisten Läden
schon geschlossen; zudem wird es ganz schön kalt, obwohl wir warm
angezogen sind. Nächstes Ziel ist das Outback Steakhouse, außerhalb
der Stadt gelegen. Wir werden per Handschlag begrüßt, man
freut sich, dass wir heute Gäste sind und wir werden geseatet.
Als Vorspeise bestellen wir eine Blooming Onion und ein Sam Adams dazu.
Da wir gar nicht so viel Hunger haben bestellen wir ein 12 oz Sirloin
Steak mit Backed Potato für uns beide, was gar kein Problem ist.
Das Essen wird auf zwei Tellern verteilt serviert, sogar der Salat,
und der ist als halbe Portion schon groß genug. Die Steaks sind
so was von perfekt, wirklich super. Eine sehr gute Entscheidung hierher
zu gehen. Zurück im Motel falle ich todmüde ins Bett und schlafe
sofort ein, den Bericht schreibe ich dann lieber morgen früh.
Gefahren: 284 mi
Übernachtung: Flagstaff - Days Inn 50,15$
3. Tag / Flagstaff - Canyon de Chelly - Chinle
Donnerstag 21. September
Heute ist eigentlich erst der Erste richtige Urlaubstag
für uns, jetzt geht's los.
Um 5 Uhr wache ich auf und setze mich auch gleich ans Notebook, den
Bericht schreiben und die Bilder von den Kameras laden und sichten.
Das GPS wird für heute programmiert und um kurz nach 6 gehen wir
zum Frühstück rüber in die Lobby. Es ist ein wunderbar
klarer aber auch kalter Morgen, uns fröstelt es ganz schön.
Das Frühstücksangebot ist groß und es gibt genügend
Tische und Sitzplätze, obwohl eine ganze Reisegruppe aus Frankreich
auch schon da sind.
Nach dem Frühstück gehe ich noch ins Internet und lade Bilder
und Bericht hoch, schreibe ein paar Mails und schon sitzen wir im Auto.
Jetzt geht es erst mal zum Bahnhof, Züge gucken.
Ich parke gegenüber dem Bahnhof und der Erste Zug dröhnt schon
und fährt vorbei. Kurz darauf der Nächste. Auf den Gleisen
stehen 2 Loks, die ich mir noch aus der Nähe ansehe. Elke findet
einen alten Gleisnagel, dieser wir als Souvenir eingepackt, bin total
happy darüber. Von Westen kommt schon der Nächste Zug, heute
geht es ja Schlag auf Schlag, ich knipse und mache auch ein paar Videos.
Die Fahrt geht weiter nach Osten, vorbei an Winslow und Holbrook, dann
biegen wir nach Norden ab und machen halt an der Hubell Trading Post.
Ein Stück nach Ganado machen wir uns Sandwiches, es ist jetzt teilweise
bewölkt und das Thermometer zeigt 15 °C an. Dafür haben
wir hier ein schönes Panorama.
So
nun wollen wir aber im Programm Fortfahren und unseren Ersten Trail
fahren und gehen. Wir biegen auf eine Gravel
Road ab, die große Pfützen aufweist,
der Batz schmiert die Reifen zu und bleibt im Radkasten kleben, wir
kommen aber trotzdem noch ganz gut durch, da es auch immer wieder trockene
Stellen gibt. Allerdings erweist sich die Beschreibung, die ich erhalten
habe als falsch. Wir
stehen immer wieder vor einem Privatgrundstück und es geht nicht
weiter. Dank GPS und der Delorme Topo Map finden wir einen anderen Weg,
der sich als schöne 4WD Strecke rausstellt und fahren
so nahezu bis vors Ziel. Die Felsen hier sind wirklich schön und
es gefällt uns ausgesprochen gut, auch dass wir den Arch jetzt
gefunden haben. Wir steigen in den Arch und laufen dann querfeldein
zum Needle, dabei sehen wir einge Rinder sowie ein totes Pferd.
Da
wir sehr früh in Chinle ankommen entscheiden wir uns noch zum Canyon
de Chelly zu fahren, der eigentlich heute nicht auf dem Programm
stand. Auf dem
South Rim Drive fahren hinter bis zum
Spider Rock Overlook. Auf dem Rückweg sehen wir uns auch noch die
anderen Aussichtspunkte an. Ein schöner Ausklang eines doch sehr
schönen Tages. Im Best Western in Chinle haben wir vorgebucht und
beziehen unser Zimmer. Essen gibt es heute von der schnellen Sorte bei
BK.
Gefahren: 247 mi
Gelaufen: 2,4 km
Übernachtung: Chinle - BW 106,29$
4. Tag / Chinle - Page
Freitag 22. September
Aufgewacht bin ich schon um 5, aber ich habe noch eine Stunde länger weitergedöst. Frühstück gibt's im Restaurant nebenan, das aber nicht im Zimmerpreis eingeschlossen ist. Also nutze ich die Gelegenheit und bestelle mir ein Tsegi Overlook Breakfast. Das besteht aus Rührei, Bacon und Hashbrowns, sowie 2 Pancakes mit Sirup. Für mich der Frühstücksklassiker.
Der Tag beginnt stark bewölkt und auf dem Weg nach Kayenta beginnt es leicht zu regnen und mit nur 9 °C ist das eigentlich nicht das Wetter, dass wir von Arizona gewöhnt sind. In Kayenta tanken wir noch auf, mit 2,43$ ist es etwas günstiger als in Chinle.
Über
ein Viehgatter geht aus auf einen zunächst sandigen 4WD Trail.
Die Wegbeschreibung stimmt wieder nicht ganz, bzw. es fehlen Details
und so fahren wir nach Topo Map und GPS. Der Schwierigkeitsgrad des
Trails nimmt zu und es geht jetzt auch über Fels auf und ab, es
sind auch immer wieder sehr sandige Passagen zu durchfahren, die wir
uns erst mal zu Fuß ansehen. Der Weg geht auch über nackten
Fels, so dass man gar keine Spuren mehr sieht. Ein Auto ist hier eh
schon lange nicht mehr gefahren, dafür sehen wir viele wilde Pferde.
Auf einem Hügel lassen wir den GMC dann stehen, denn die Abfahrt
von dort uns doch zu heftig und laufen die letzten 1,5 km.
Der
Arch war früher mal ein Alcove, wobei der innere Teil abgestürzt
ist und den Bogen zurück gelassen hat. Es geht senkrecht und weit
nach unten, der Blick unter dem Arch durch auf den darunter liegenden
Canyon ist fantastisch, da es dort sehr grün ist und Wasser im
Creek fliest. Wir steigen auf den Arch, was nicht sehr schwierig ist
und machen im Windschatten Brotzeit. Dann lockern
die Wolken endlich auf und die Sonne kommt zum Vorschein, was ein ungleich
schöneres Bild auf die Landschaft und den Arch bietet. Wir machen uns auf den Rückweg und kommen durch die warme Kleidung
jetzt ins schwitzen. Die Rückfahrt hat dann an den etwas schwierigeren
Stellen noch etwas Aufregung zu bieten, aber der GMC ist gut geländetauglich.
Die weitere Fahrt nach Page verläuft unspektakulär
und das Wetter ist jetzt wieder super. Im neuen Walmart sehen wir uns
noch etwas um und Elke versucht sich wieder mal am Self-Checkout. Ich
rufe dann noch beim BLM
Office in Kanab an, da wir
morgen Permits für die Coyote
Buttes South brauchen, es gibt noch welche, die können wir an der
Paria Contact Station abholen. Dann checken wir im Super 8 ein, da klingelt
das Mobile Phone, Rainer (Wiley E. Coyote) ist dran, wir machen einen
Treffpunkt für heute Abend zum essen aus.
Rainer und Nicole haben wir auf dem Safeway Parkplatz aufgegabelt und
sind zu Zapatas gefahren. Es gab natürlich von allen viel zu berichten
und so war das Abendessen sehr kurzweilig. Hinterher sind wir dann vor
das Empire Motel gefahren um dort ein WLAN zu erwischen und den Bericht
hochzuladen.
Da im TV nichts mehr sehenswertes kam haben wir uns auch ziemlich bald
schlafen gelegt.
Gefahren: 193 mi
Gelaufen: 4,4 km
Übernachtung: Page- Super 8 67,50$
5. Tag / Page - White Pocket
Samstag 23. September
Ich bin schon wieder um 5 wach, verhalte mich aber bis halb 7 ruhig, dann gehen wir Frühstücken und ich buche noch für Sonntag ein Zimmer hier. Beim Brille putzen bricht mir der rechte Bügel ab, das darf doch nicht wahr sein, so eine Sch…e. Was nun? Wir packen zusammen und fahren erst mal tanken, dann zum Walmart. Der Optiker macht erst um 9 auf, also eine Stunde rumbringen, im Walmart kein Problem. Dann ist endlich 9 Uhr, die Frau beim Optiker kann uns leider nicht helfen, sie braucht ein Rezept, sonst darf sie keine Kontaklinsen oder eine Brille verkaufen. Der Arzt macht aber erst am Montag wieder auf. Ich krieg voll die Krise, tagsüber hab ich ja noch die Sonnebrille, aber was mach ich am Abend?
Wir fahren jetzt aber erst mal los, dann fällt uns ein, dass ich ja zuhause eine Ersatzbrille habe, nur wie bekommen wir die? Nach dem Staudamm halte ich noch mal und rufe die ADAC Notrufnummer an, dort wird mir zwar nicht geholfen, aber unser Gedanke, die Brille per Express schicken zu lassen, scheint wohl die beste Idee, also fahren wir weiter und verschieben den Anruf daheim auf morgen Abend, jetzt am Wochenende geht sowieso nichts und wir wollen endlich mit unserem Programm anfangen.
Schnell sind wir an der Paria Contact Station und bekommen
für morgen 2 Permits für die Coyote Buttes South. Heute wollen
wir zur White Pocket. Der Ranger warnt uns noch vor dem tiefen Sand
und fragt uns, ob wir auch eine Schaufel, genügend Wasser und Essen
bei uns haben. Wir können die Fragen mit einstimmigem "Ja"
beantworten und sind somit besser ausgerüstet, als manch anderer.
Dann geht's auf die House Rock Valley Road und vorbei am Wirepass Trailhead.
Der Weg zur Poverty Flat ist dann schon etwas heftiger, aber nach der
Ranch wird es richtig wild.
Tiefer Sand und ausgefahrene Spuren fordern doch große Aufmerksamkeit,
wir kommen aber überall noch durch. Auf dem letzen Hügel vor
der White Pocket halten wir und gehen den Weg ab, es ist steil, sandig
und ein Kurve hat die Abfahrt auch noch. Wir überlegen ob wir da
auch wieder rauf kommen und entscheiden uns doch runter zu fahren, was
kein Problem ist.
Schnell erreichen wir die White Pocket, den kleinen Hügel kommen wir nicht hinauf, was mich doch etwas nachdenklich macht, wenn wir morgen den weitaus größeren Hügel wieder hoch wollen.
Wir
essen erst mal Mittag und gehen dann los, das Gebiet ist wirklich fabelhaft
und wie der Ranger schon sagte, schöner als die Wave. Wir steigen
überall herum und sehen uns alles an, die Area ist nicht so riesig.
Dann gehen wir
zurück zum Auto und da sehen wir zwei große, zwar schon ziemlich
trockene, breite Bretter herrenlos herumliegen, die wir vorsichtshalber
entnageln und mitnehmen, für den Fall, dass wir morgen bei der
Auffahrt auf den
Hügel etwas zum Unterlegen benötigen. Wir fahren ein Stück
zurück und parken auf einer ebenen Fläche, hier wollen wir
unser Nachtlager aufschlagen, wir sammeln noch Feuerholz
(der Ranger im BLM hat uns dafür grünes Licht gegeben) für
den Abend und machen uns dann zu Fuß wieder auf den Weg um die
Golden Hour einzufangen.
So gehen wir am Abend noch mal das ganze Gebiet
ab und sehen auch in der Ferne den Bryce Canyon, Cobra Arch und Yellow
Rock, auf der anderen Seite sind der Top Rock und die Teepees zu sehen,
einen super Blick hat man von hier. Dann tauchen noch 3 andere Personen
auf, verschwinden aber wieder ziemlich rasch.
Wir
gehen zum Auto zurück und räumen alles für die Nacht
um. Ich mache Feuer und wir essen gemütlich zu Abend. Es wird ganz
schön kalt, aber das Feuer wärmt uns gut, mal sehen wie die
Nacht wird.
Gefahren: 75 mi
Gelaufen: 7,7 km
Übernachtung: White Pocket - Im Auto 0$
6. Tag / White Pocket - Coyote Buttes - Page
Sonntag 24. September
Die Nacht war bitter kalt, wir sind immer wieder aufgewacht, wegen der Kälte und weil wir uns nicht ganz ausstrecken können. Die Erholung war somit nicht gegeben. Am Morgen hatte es um die 0 °C und ich war froh als die ersten Sonnenstrahlen zu sehen waren.
Wir gingen auch sofort los um die White Pocket bei Sunrise zu
erleben, das Laufen brachte auch wieder Wärme in den Körper.
Nach einer nicht ganz so ausgiebigen Begehung, gingen wir auch wieder
zum Auto zurück.
Zuerst wurde alles wieder umgebaut und an seinem Platz verstaut, dann
gab es Frühstück. Was Warmes zum trinken gab es leider nicht,
so gut sind wir dann doch nicht ausgerüstet. Dafür gab die
Asche noch genügend Wärme ab, um die Hände zu wärmen.
Nach dem Frühstück noch ne Katzenwäsche aus der Solardusche,
die natürlich auch kalt war. Um uns vor der gefürchteten Auffahrt
im Sand vorzubereiten, legte ich schon mal den Klappspaten parat und
ließ etwas Luft aus den Reifen.
Das Abenteuer Rückfahrt kann beginnen. Durch etliche Kurven, die
ich schon etwas zügig nahm, kam unsere Dachlast ins Rutschen und
krachte herunter. Dabei bekamen die Seitentüren oben ein paar Schrammen
ab; die Bretter wieder aufs Dach gepackt, noch mal fest verschnürt
und weiter gings. Ich war die ganze Zeit auch am Überlegen mit
welchem Gang ich da hoch sollte, wenn ich die Untersetzung zuschalte,
dann büße ich dadurch Geschwindigkeit ein und damit, zeigte
meine Erfahrung im Sand, hat man immer noch die besten Chancen durch
tiefen Sand zu kommen. Gerade wenn die Reifen nicht das nötige
Profil haben. Also ließ ich den Schalter auf 4H, um mit genügend
Schmackes auf den Hügel zu kommen und was soll ich sagen, es klappte,
wir wurden zwar gefährlich langsam, aber ich achtete immer nicht
zu viel Gas zu geben um optimale Traktion zu haben. Oben angekommen
musste ich erst mal tief durchatmen und dann die Bretter abladen. Wer
also an dieser Stelle ein Problem haben sollte, kann die angeschleppten
Bretter nun gerne benutzen.
Ca. 1 km weiter stehen 2 Jeeps Laredo auf der Piste und sind wohl gerade
am wenden. Es sind 6 Münchner, die sich nicht mehr sicher sind
auf dem richtigen Weg zur White Pocket zu sein. Wir erklären ihnen
den weiteren Weg und warnen vor der Abfahrt. Die wollen aber plötzlich
nicht mehr weiter und überlegen von hier aus zu laufen. Ich hoffe
ich konnte sie überzeugen doch zumindest auf den Hügel zu
fahren und von dort aus zu starten, da sie ihrem Jeep auch nicht allzu
viel zutrauen, der permanente Allrad und die niedrigere Bodenfreiheit
ist nicht gerade hilfreich für diese Strecke, ja sogar gefährlich.
An
der Ranch biegen wir rechts ab und fahren hinter bis zum Cottonwood
Trailhead, auch diese Piste ist sehr sandig und man muss schon gut
aufpassen sich nicht fest zu fahren. Dort packen wir unseren Rucksack
und ziehen los in die Coyote Buttes South. Die ersten Teepees
sind schon super und davon gibt es hier jede Menge. Die Farben und Formen
sind Wahnsinn. Das Gebiet ist riesig und hinter jedem Butte ist eine neue spektakuläre
Ansicht zu sehen,
ich komme aus dem Knipsen nicht mehr raus. Wir steigen dann in das Tal
ab und auf der anderen Seite wieder rauf. Was aber auffällt sind
etliche zerstörte Felsplatten, das ganze Gebiet ist doch sehr fragil,
es lässt sich aber nicht immer verhindern auf zerbrechliche Stellen
zu treten. Viel los ist heute hier nicht, wir sehen nur in der Ferne
2 Leute laufen, es standen aber schon 3 Autos am Trailhead, aber wie
schon gesagt, das
Gebiet ist groß und so bleibt genügend Freiraum für
jeden.
Super ist auch die Fernsicht von hier aus, genau wie weiter östlich
von der White Pocket hat man von hier einen Super Überblick auf
das Paria Plateau. Man sieht in der Ferne den Bryce, Mollis Nipple,
Yellow Rock, Castle Rock, das Hoodoo Gebiet östlich der 89, den
Cobra Arch und natürlich den Top Rock mit den Teepees von der Rückseite.
Einfach der Wahnsinn und diese Ruhe dazu, traumhaft und um einiges schöner
als die Wave.
Nach 4 Stunden und einem steilen Aufstieg mit Klettereinlage
auf das Plateau sind wir wieder zurück am Trailhead. Die Rückfahrt
klappt gut, mittlerweile habe ich das "im Sand fahren" ganz
gut drauf. Nach der Ranch ist der Großteil des tiefen Sandes vorbei
und es kommen wieder mehr felsige Abschnitte, deshalb fülle ich
in die Reifen wieder Luft nach, so dass wir wieder normalen Reifendruck
haben. Bis wir allerdings die House Rock Valley Road erreichen dauert
es ziemlich lange.
Wir entscheiden uns, nach Süden abzubiegen um auf der 89A zurück nach Page zu fahren. Die Vermilion Cliffs sind bei Cliff Dwellers sehr beeindruckend, allerdings ist der Sonnenstand für gute Fotos ungünstig, genauso wie an der Navajo Bridge. Um 16:30 Uhr sind wir im Motel und treffen am Parkplatz Jochen und Rosi aus dem Forum mit ihrer frisch verheiraten Tochter und Ehemann. Die ziehen noch mal los zum Toadstool. Wir verabreden uns eventuell beim Italiener und gehen aufs Zimmer. Dort steigen wir sofort in die Dusche, das tut gut. Elke wirft dann die Waschmaschine an und ich buche die nächsten Übernachtungen und schreibe eine Email nach Hause, wegen meiner kaputten Brille.
Um 18:30 Uhr haben wir uns mit Rainer und Nicole beim Italiener verabredet, der hat allerdings zu, so dass wir als Alternative zu Strombolis (ein anderer Italiener) gehen. Wir warten lange auf unser Essen, haben uns aber auch viel zu erzählen, so dass die Zeit kein Problem ist. Was auch hier wieder auffällt ist, dass der Tip bereits auf der Rechnung steht. Beim gehen sehe ich dass jochenrosi auch im Restaurant sind, leider haben wir uns vorher nicht gesehen. Zurück im Motel, widme ich mich dem Tagebuch und sichte erst mal die Vielzahl an Bildern.
Gefahren: 98 mi
Gelaufen: 7,0 km
Übernachtung: Super 8 - Page 67,50$
7. Tag / Page - Cottonwood Canyon Road - Escalante
Montag 25. September
Heute habe ich das erste Mal bis um 6 geschlafen, Aufstehen
war dann um 7. Im Frühstücksraum war es zum Glück nicht
so voll und ich hab erst mal Emails gecheckt, Meine Ersatzbrille wurde
per UPS aufgegeben und ich habe jetzt eine Tracking Number und kann
die Sendung verfolgen, am 27. soll das Paket in Blanding ankommen, also
einen Tag früher als wir.
Vor unserem Zimmer haben wir dann noch Jochen und Rosi getroffen und
uns kurz ausgetauscht, dann hat Elke noch ein paar Sachen gebügelt,
die sie gestern gewaschen hat. Um 8:30 Uhr sind wir los, erst zum Tanken
dann zum Walmart, Lebensmittel und wärmende Unterwäsche für
mich einkaufen, Elke hat sich eine Fleecedecke mitgenommen, damit es
beim nächsten Outdoorcampen etwas wärmer ist.
Wir
verlassen Page und fahren von der 89 auf die Cottonwood Canyon Road.
Heute sehen wir uns nochmals den Yellow Rock an, allerdings nicht
direkt sondern von der Brigham Plains Road aus. Die Auffahrt
ist extrem steil und sehr schmal, die Kehren eng, aber da es trocken
ist, durchaus machbar. Der Blick auf den Yellow Rock ist von hier oben
sehr schön auch Mollis Nipple kann man direkt dahinter gut sehen.
Wir fahren langsam wieder bergab und weiter Richtung Cannonville.
Am Trailhead zu den Cottonwood Narrows halten wir und gehen in
den Canyon rein, wir wollen nur mal sehen wie es darin so aussieht.
Gleich zu Beginn liegt eine
kleine Schlange auf dem Weg und ich wäre beinahe drüber gelatscht.
Sie bewegt sich aber auch gar nicht vom Fleck. Nach einem kurzen Stück
mit großen Felsbrocken und steil aufragenden Canyonwänden
weitet sich dieser wieder und ist nicht mehr sonderlich spektakulär.
15 Minuten später drehen wir wieder um; der Trail würde 3
Meilen nördlich wieder auf die CCR münden.
Kurz vor der Durchfahrt des Paria Rivers, stehen Autos und Menschen
auf der Strasse, was ist da los? Ein Bagger hat ein Loch quer über
die Strasse gegraben und ist dabei ein Drainagerohr zu versenken. Es
dauert wohl nur 10 Minuten dann kann es weiter gehen.
In Cannonville gehen wir noch kurz ins Visitor Center und informieren uns über diverse Trails an der CCR; die Auskunft ist aber recht mager. Schnell erreichen wir Escalante und gehen auch dort ins Visitor Center, um uns für die bevorstehenden Trails zu informieren. Da auch das Wetter mitspielt, dürfte alles kein Problem sein. Wir checken im Escalante Outfitters ein und treffen auch gleich Rainer und Nicole im Laden. Natürlich ratschen wir ein paar Minuten bevor wir unsere schnuckelige Cabin beziehen.
Sie ist zwar nicht sehr groß, aber gerade das macht es doch aus.
Da wir hier auch Internet haben, können wir endlich wieder mit
dem Notebook Online sein und Mails lesen und den Bericht abliefern.
Ich schmeiße auch gleich die Kohlen in den Grill und zünde
das ganze an, schon Klasse diese One Match Kohlen, denn die brennen
wirklich sofort. Nach ein paar Minuten sind die Kohlen heiß genug
und wir können unsere 3 Sirloin Steaks brutzeln, dazu gibt es mixed
salad und Garlic Bread.
Es riecht schon ganz lecker und das Miller schmeckt
auch schon beim Grillen. Die Steaks sind wirklich super im Geschmack,
obwohl wir sie nur mit Salz und Pfeffer würzen, auch super zart,
ein echt gelungenes BBQ im Sonnenuntergang.
Nach dem Essen schreibe ich den Bericht und sichte die Bilder, damit ihr auch wieder was zu lesen habt, dann werde ich noch die Dusche testen und in die Heia gehen. Morgen gibt es schon wieder keinen Bericht, da wir dann wieder Outdoor übernachten.
Gefahren: 112 mi
Gelaufen: wenig
Übernachtung: Escalante Outfitters 49,90$
8. Tag / Escalante - HitRR - Forty Mile Ridge
Dienstag 26. September
Es wurde in den frühen Morenstunden ganz schön kalt. Elke schlief mit ihrer neuen Decke und fror daher nicht. Geschlafen habe ich aber trotzdem ganz gut. Wir gehen ins Cafe und wärmen uns bei einem Escalatte. Hier kann ich auch noch mal Emails checken, da in der Cabin jetzt kein Empfang mehr ist. Danach essen wir Cornflakes mit Banane und räumen das Auto ein. Ich fülle noch die Solarshower voll und dann fahren wir an die Tankstelle um noch Eis zu holen und natürlich wird auch noch voll getankt. Im Generalstore schauen wir auch noch rein und kaufen einen Salat.
Bevor es richtig losgeht machen wir noch eine kurze Exkursion in die
Spencer Flat, dann fahren wir auf die HITRR
und zwar für 43 lange Meilen. Am
Anfang kommt man noch gut voran, ich fahre bis zu 55 mph, aber ab Dry
Fork wird die Road doch schlechter und somit langsamer.
Am Dance Hall Rock machen wir Mittag und kurze
Zeit später biegen wir auf die 4WD Road zum Willow Gulch Trailhead
ab. Der Trail führt gleich bergab, vorbei am Hoodoo
und verläuft dann
sogar in einem kleinen Slotcanyon
und dann im Willow Creek, der auch Wasser
führt. Nach etwas über einer Stunde erreichen wir das Ziel
den Broken Bow Arch.
Gebrochen ist
der Arch selber nicht, denn er sieht perfekt aus. Den Namen hat er von
einem zerbrochenen Bogen, der hier gefunden wurde.
Wir machen eine kurze Pause bevor es auf dem gleichen Weg wieder zurückgeht.
Der Hike war zwar nicht sehr lange und auch nicht anstrengend, aber
für heute hat uns das gereicht.
Back
on track auf der HITRR und wenige Meilen später ab auf die Forty
Mile Ridge. Diese Road hat ein enormes Washboard
Problem, es ist der
Hammer. Ab dem Forty Mile Tank, wird es dann sehr sandig. Ein Schild
warnt sogar davor, also ab hier ist auf jeden Fall HC
und 4WD erforderlich.
Am Trailhead steht bereits
ein Auto, es ist jetzt 17:15 Uhr und wir parken unser Auto nachttauglich.
Elke füllt gleich das Permit aus und ich setze mich ans Notebook.
Beide warten wir nun auf den Sonnenuntergang, von hier aus sieht man
sehr gut den Navajo Mountain, leider liegt er im Schatten von einer
großen Wolke. Auch geduscht wurde heute noch, die Solardusche
auf das Auto gepackt und eine herrlich erfrischende Dusche mit super
Ausblick genommen, mal eine ganz andere Erfahrung.
Kurz vor Sonnenuntergang kamen noch 2 Hiker, die darauf warten nun abgeholt zu werden und wir
unterhielten uns ganz nett mit denen, bis ihr Fahrer kam.
Es wurde dann sehr schnell dunkel und der Sternenhimmel war wieder eine
Pracht. Heute haben wir unsere Schlafrichtung auch gedreht und so die
Möglichkeit, die Beine auch etwas auszustrecken, was prima geklappt
hat.
Gefahren: 88 mi
Gelaufen: 9,5 km
Übernachtung: Forty Mile Ridge - Im Auto 0$
9. Tag / Forty Mile Ridge - Coyote Gulch - Escalante
Mittwoch 27. September
Die Nacht war angenehm, es war nicht zu kalt, Decke und Long Johns brauchte ich nicht. Als es anfing zu dämmern, standen wir auf und räumten erst mal das Auto um und Frühstückten hinterher, als wir fertig zum Abmarsch waren kam noch ein Auto und der Fahrer stellte sich als Ron vor. Wir unterhielten uns nur kurz denn es sollte ja sobald als möglich los gehen.
Nun beginnt das Abendteuer Coyote Gulch,
auf das wir so lange warten mussten. Hoffentlich haben wir uns nicht
zuviel zugetraut. Es ging zunächst ca. 2,3 km bergab und zwar durch
tiefen Sand, deshalb waren die Hiker gestern so fertig. Der Weg ist
wirklich mörderisch, wenn man ihn in der Hitze bergauf gehen muss.
Bei Crack in the wall stiegen wir dann vom Rim ab, was aber gar nicht so easy ist. Das Fortbewegen in den engen Felsspalten ist teilweise nur seitwärts möglich. Elke ging vor und ich wartete oben, bis sie unten zu sehen war, dann seilten wir unsere Rucksäcke ab. Dies war der erste Einsatz von unserem neuen Seil, die 30 ft. langten dazu gerade. Von dort aus muss man über eine große Sanddüne weiter nach unten gehen, zum Glück für uns nicht hoch.
Der
Anblick des Escalante Canyons ist mit dem Grand Canyon schon vergleichbar,
nur geht es nicht so weit runter. Auf der anderen Seite ist auch schon
der Stephens Arch zu
sehen, leider ist er noch im Schatten. Wir erreichen den Coyote Creek
und müssen auch sofort auf die andere Seite, was noch ohne Probleme
möglich ist. Die Zweite Überquerung ging dann nur noch im
Wasser, also Schuhe aus und die neuen Sandalen an. Das Wasser ist eisig,
aber es hilft nichts und wir müssen uns daran gewöhnen, da
wir nun ständig wieder ins Wasser müssen. Der Trail ist ähnlich
dem zur Subway, aber auch mit den Narrows im Zion vergleichbar.
Immer wieder geht's auch direkt durch grünen Jungle, was uns gar nicht so gefällt. Um 12 machen wir Pause auf einem Fels in der Sonne, da es nicht so ganz gemütlich ist zum sitzen, passiert mir das Ungeschick und die Dose Chicken Breast verteilt sich auf dem Fels und darunter. Klasse, das war ein Teil unseres Mittagsessen, ich versuche wenigstens einen kleinen Teil zu retten, ansonsten bleibt uns nur noch das Beef Jerkey und Äpfel.
Wir
marschieren auch bald weiter und erreichen die Coyote Natural
Bridge,
wo gerade eine größere Gruppe Pause macht. Die sind alle
erstaunt, dass wir nur einen Day Hike machen, sie selber sind bereits
4 Tage unterwegs, allerdings mit Endpunkt Egypt. Wieder ein Stück
weiter sehen wir zwei ältere Hiker, an einer Engstelle. Der Mann
hält noch seinen Stock ins Wasser um die Tiefe zu messen und Elke
steigt sofort rein, da es höchstens etwas mehr als Knietief scheint,
da rutscht sie ab und taucht bis zur Hüfte ein. Wir gehen den Weg
über die Felsen außen rum, obwohl die anderen nun durch die
Engstelle gehen.
Dann
erreichen wir endlich um 14:45 Uhr den Jacob Hamblin Arch, dort
befindet sich auch eine Pit Toilet, die ich mal benutze. Wir säubern unsere Sandalen
von dem ganzen Mud und ziehen die Trekkingschuhe wieder an. Jetzt kommt
der große Moment, schaffen wir den Ausstieg aus dem Canyon, wenn
dann ist es nur hier möglich, falls nicht, habe ich wenigstens
die Stirnlampe dabei, da wir dann in die Dunkelheit kommen und möglicherweise
hier unten übernachten müssen. Der Anfang ist sehr schwer
zu gehen, es ist sehr steil und der Fels bietet nur wenige Haltemöglichkeiten.
Ich drehe sogar noch mal um, um an einer anderen Stelle hochzusteigen. Elke
erweist sich wieder als Mountain Goat und klettert vor, wirft mir dann
das Seil zu, damit ich eine zusätzliche Haltemöglichkeit habe.
Einmal rutsche ich auch aus und schürfe mir den Ellenbogen auf,
finde aber zum Glück wieder Halt und es geht ein Stück weiter.
Dann findet Elke einen Fels, an dem man das Seil fest machen kann und
ich kann einfach gerade nach oben steigen. Wenn man die ersten 50 Meter
geschafft hat, wird es einfacher und Klettereinlagen sind nicht mehr
nötig.
Anstrengend ist der Weg allemal und es sind noch über
3 km zurück zum Trailhead, dazu noch in der Hitze. Jetzt verbrauchen
wir auch das meiste Wasser. An einem schattigen Platz, wo der Fels in
Sandsteppe übergeht, machen wir nochmals Rast und dann geht es
durch Sand und zwischen stacheligen Sträuchern Cross Country zurück.
Um 16:30 Uhr haben wir es geschafft, wir sind überglücklich
und total k.o.. 2 kühle Cola helfen und werden als Siegprämie
getrunken, dann geht es auf die sandige Washboard Piste zur HITRR. Diese
presche ich dann wieder im hohen Tempo zurück, zum Glück mussten
wir nur ein weiteres Auto überholen.
Im Escalante Outfitters bekommen wir wieder die Cabin Nr. 6 und duschen
erst mal ausgiebig, dann holen wir unser verdientes Abendessen im Cowboy
Blue Restaurant. Auf dem Heimweg treffen wir noch Rainer und Nicole
und berichten.
Gefahren: 78 mi
Gelaufen: 25 km
Übernachtung: Escalante Outfitters 49,90$
10. Tag / Escalante - Blanding
Donnerstag 28. September
Wir lassen diesen Tag ruhig angehen und stehen erst kurz vor 8 auf und gehen ins Escalatte zum Kaffeetrinken. Da in der Cabin kein Internet Empfang ist, nehme ich das Notebook mit, meine Brille ist nun in Moab, es gab wohl noch irgendwelche Zollprobleme, sonst wäre sie schon ausgeliefert. Wir holen uns im General Store noch Milch und Eis für die Kühlbox, da sehen wir gegenüber im Escalantees ein schönes T-Shirt für 10 Bucks. Das muss natürlich gleich mit. An der Tankstelle füllen wir noch auf und es ist schon 10 als wir die Stadt verlassen.
Die
Aussichtspunkte an der 12 kennen wir schon zu gut, so dass wir direkt
durchfahren und das erste Mal erst auf dem Buirr Trail halten,
um die schöne Laubfärbung zu bewundern. Zum Strike Valley
Overlook fahren wir heute nicht, die Aussicht von dort ist zwar wunderbar,
aber wir waren letztes Jahr schon da und für heute reicht die Zeit
wohl nicht mehr.
Am Abstieg kommt uns nur ein Auto entgegen und wir fahren auch direkt
durch, es ist sehr wenig Verkehr, was uns natürlich nicht stört.
Unten biegen wir nach Süden
ab um nach Bullfrog zu fahren. Nicht sehr weit von der Kreuzung steht
ein Auto am Straßenrand und ein Schild weist auf den Surprise
Canyon hin. Wir wären vermutlich vorbeigefahren, hätte
nicht das Auto da gestanden. Diesen Canyon wollten wir schon lange mal
gehen. Nach kurzer Überlegung geben wir uns 1 Stunde Zeit dafür,
da er eigentlich nicht geplant ist.
Nach 10 Minuten sind wir an den Felsen und weitere 10 Minuten und wir befinden uns im kühlen Schatten des Canyons. Es wird immer enger und endet schließlich an einem zu engen Crack. Wir drehen um und da sehe ich Cairns, die einen Weg markieren, diese Engstelle zu umgehen. Wir klettern hoch und sehen dahinter das Ende des Canyons. Möglicherweise geht es noch rechts um die Ecke weiter, aber wir entscheiden uns hier umzudrehen um im Zeitplan zu bleiben. Der kurze Ausflug hat sich dennoch gelohnt, da es keiner großen Anstrengung bedarf in diesen Canyon zu gelangen und er ein typisches Beispiel für diese Gegend ist.
Wir fahren weiter und bekommen langsam Hunger, aber es ist keine Rest
Area oder so was in Sicht. Als der Belag von Gravel auf Teer wechselt,
gibt es noch die Möglichkeit eine Abkürzung über die
Berge auf die UT-95 zu nehmen. Wir nehmen jedoch den vermutlich schnelleren
Weg über Bullfrog und fahren dafür einen Umweg. Kurz nach
Bullfrog sind wie in Page große Boat Storages und Tankstellen
mit Fastfood, dort gibt es auch Sitzgelegenheiten draußen. Da
jetzt schon sehr viel geschlossen hat, spielt es auch keine Rolle, wenn
wir unsere Brotzeit mitbringen. Wir genießen in Ruhe und im Schatten
unsere Bagels und fahren dann weiter bis zur UT-95. Dort geht
es ostwärts, vorbei am Leprechaun Canyon Trailhead und der Hog
Springs Rest Area. Unterhalb der Moki Queen steht jetzt ein Schild,
das letztes Jahr noch nicht da war. Ab hier ist die Strecke traumhaft
und wirklich zu empfehlen.
Am Hite Overlook erreicht man den Lake Powell sowie den
Colorado River, dann geht es vorbei am Natural Bridges NM und wir kommen
doch früher als gedacht in Blanding an. Im Super 8 Motel ist schon
die Express Sendung mit meiner Brille eingetroffen und darüber
bin ich sehr froh. Die dunklen Tage am Abend sind nun vorbei. Wir checken
ein und gehen noch kurz gegenüber in den Supermarkt ein paar Kleinigkeiten
einkaufen. Direkt daneben sehen wir einen Indian Crafts Shop und gehen
auch da rein. Es ist alles reduziert, da der Shop wohl geschlossen wird.
Die Regale sind aber auch schon relativ leer und die Auswahl somit nicht
mehr groß. Wir erstehen eine CD und einen Magneten für den
Kühlschrank.
Im Old Tymers Restaurant direkt neben unserem Motel gehen wir zum Essen. Heute gibt es mal Baby Back Ribs, die sehr lecker schmecken. Dann stürmt wieder mal eine Busladung Franzosen das Lokal und schon kommt der Service ins Stocken, da sich dann alles um die "Bullfrogs" dreht. Vom Nebentisch winkt uns ein Mann zu - der saß mit Frau und einem weiteren Ehepaar gestern im Cowboy Blues Restaurant in Escalante am Nebentisch und hat sich wohl unsere Gesichter eingeprägt.
Gefahren: 227 mi
Gelaufen: 3 km
Übernachtung: Blanding - Super 8 61$
11. Tag / Blanding - Cedar Mesa - Blanding
Freitag 29. September
Der Wecker klingelt uns um 7:15 Uhr raus, wir stehen etwas widerwillig auf und holen uns Kaffee und Tee ins Zimmer. Dann frühstücken wir unsere Bran Flakes mit Banane. Um 8 sind wir startklar und tanken den Envoy noch auf. Heute wollen wir 3 Locations mit Anasazi Ruinen auf der Cedar Mesa besuchen.
Los geht es mit dem leichtesten Trail zum wohl schon bekannten
House of Fire. Wir fahren das kurze Stück von der UT-95
bis zum South Fork des Mule Canyon und bezahlen 4$ für das Day
Permit. Der Pfad durch den Canyon ist leicht zu gehen und nach 30 Minuten
sind wir schon da. Der Anblick ist wirklich sehr schön, wir knipsen
einige Bilder und sind schon nach 1,5 h wieder am Auto.
Jetzt fahren wir weiter westlich und biegen auf die UT-261 ab. Dort fahren wir ein gutes Stück bis zum Abzweig Cigarette Springs Road. Diese gehts hinter, wir verstehen aber den Meilenhinweis von Steffen nicht ganz genau und finden den Trailhead nicht gleich. Nach etwas hin und her suchen, haben wir den Hinweis verstanden und parken am richtigen Trailhead. Da es schon halb zwölf ist und der Hunger sich meldet machen wir hier auch gleich Mittag. Hinterher laufen wir los, es geht immer bergab, vorbei an sehr gut entwickelten Stellen mit Cryptobiotic Crust. Der Geruch der Cedars liegt überall in der Luft, ich rieche das sehr gerne. Im Wash trennen wir uns dummerweise. Elke geht im Wash weiter und taucht zwischen grünem Gebüsch unter. Ich nehme einen Weg links die Felsen hoch und der Weg führt immer höher. Da es ein gut zu gehender Pfad ist und immer wieder Cairns zu sehen sind, denke ich mir nichts dabei. Als es wieder Zeit wäre von der Höhe abzusteigen, geht das nicht und ich muss in ein Seitental ausweichen, der Pfad ist immer noch mit Cairns markiert, als ich aber im Seitental eine weitere Biegung nehmen muss, kommt mir das schon sehr komisch vor. Als ich dann in diesen Wash gehen kann und ein Drop Off kommt sehe ich auch keine Cairns mehr. Von Elke sehe und höre ich schon lange nichts mehr. Ich muss mir den Weg selber suchen, was nicht ganz einfach ist, da ich zuerst einen falschen Weg einschlage und wieder zurück muss. Dann bin ich endlich wieder Back-on-Track und Elke wartet schon besorgt vor den Granaries.
Das
Fallen Roof House ist sehr schön, die Handabdrücke
an der Decke sehe ich erst gar nicht. Während ich fotografiere
geht Elke noch um die Ecke und sichtet weitere Granaries
und eine Hausruine.
Wir steigen auf eine mittlere Ebene ab und gehen um die Biegung. Dort
müssen wir wieder aufsteigen, was aber
gut möglich war und sehen uns die weiteren Behausungen an. Hier
gefällt es uns sehr gut und wir sind froh allein zu sein. Dann
begeben wir uns auf den etwas anstrengenden Rückweg und bleiben
diesmal zusammen. Der Weg führt immer bergauf, was sich ganz schön
laufen lässt. Nach 2,5 h Stunden sind wir wieder am Auto und trinken
erst mal ein kühles Mountain Dew und dann noch eins.
Da
noch genügend Zeit ist, fahren wir noch zum Owl Canyon,
der Weg dorthin führt zunächst wieder auf die UT-261 zurück
und dann nördlich auf eine weitere Dirtroad für 5 Meilen auf
die Mesa. Am Ende der Road ist auch der Trailhead, der Pfad zu den Owl
Canyon Ruins ist nicht weit und führt wieder in einem Wash bergab.
Der Canyon ist sehr tief und am Rim gibt es einen hohen Dry Fall, der
im groben Fels und Geröll zu umgehen ist. Wir folgen den Cairns
und steigen eigentlich zu tief ab und müssen wieder ein Stück
zu den Ruinen nach oben. Unter einem tiefen Alcove liegen 2 Granaries
und eine Kiva im Schutz vor Wind und Regen. An der Decke befinden sich wieder Handabdrücke.
Der Aufstieg zurück in den Wash
ist sehr steil und anstrengend.
Der Weg mit Besichtigung hat zwar nur
eine Stunde gebraucht aber hinterher langt es uns für heute und
wir fahren nach Blanding zurück und erfreuen uns an den schön
gefärbten Bäumen.
Nach einer Dusche gehen wir wieder nebenan ins Restaurant. Hinterher holen wir uns im Supermarkt noch einen halben Liter Ben & Jerry´s Pistachio und vertilgen das leckere Eis vorm TV. Morgen wird es "Fabelhaft" soviel sei schon verraten, was uns genau erwartet wissen wir aber auch noch nicht.
Gefahren: 116 mi
Gelaufen: 11,7 km
Übernachtung: Blanding - Super 8 61$
12. Tag / Blanding - Abacho Mountains - Monticello
Samstag 30. September
Das Aufstehen fällt uns heute schwer, wir schaffen es aber dennoch um kurz nach 8 startbereit zu sein. An der Tankstelle checke ich mal das Öl und stelle fest, dass ich am Peilstab keines mehr entdecken kann. Die Ölwechsel Kontrolllampe leuchtet zwar schon seit ein paar Tagen, aber das hat ja damit nichts zu tun. Also kaufe ich im Shop einen Liter und fülle diesen komplett ein. Jetzt ist wieder was am Peilstab zu erkennen, gut so.
Über
die Blue Mountain Road fahren wir in die Abacho-Mountains.
Die Laubverfärbung ist wunderschön. Unser Ziel heute soll
das Fable Valley sein, aber soviel schon mal vorweg, wir haben es nicht
erreicht. Zunächst geht es die Berge hoch, die Gravelroad ist sehr
gut, aber es staubt dermaßen. Wir fahren dann den Causeway
zur Elk Ridge. Wir sehen viele Deers und auch einen Elk, leider
auch viele Hunter, die ihr Wild schon auf dem Pickup gelegt haben. Wir
befinden uns hier in etwa 2.600 m Höhe über dem Meer und fahren
durch schön Wälder, eine willkommene Abwechslung.
Die Abfahrt vom North Long Point wird dann immer heftiger. Es
geht nur noch über Felsbrocken und wir kommen nur mehr sehr langsam
vorwärts. Dann kommt ein steiles und sehr felsiges Stück,
wir wären zwar runter und wahrscheinlich auch wieder rauf gekommen,
aber nach längerem Überlegen haben wir die Fahrt hier abgebrochen.
Bis zum Ziel, dem Anfang des Fable Valleys sind es von hier nur noch
2,5 km, aber wir können nicht sehen wie der weitere Weg aussieht
und den mehrstündigen Trail durch das Valley können wir aus
Zeitgründen auch nicht machen. Das Fable Valley mündet
in den Gypsum Caynon und der wiederum in den Cataract Canyon des Colorado.
Wir haben zwar vor gehabt ein Stück weit zu gehen, aber dieser
Tag sollte eigentlich überwiegend eine Offroad Fahrt durch die
Berge sein, was es ja auch ist. Also
fahren wir wieder hoch und machen an einer alten Feuerstelle im Schatten
erst mal Rast. Wir fahren dann über die Salt Creek Mesa
und streifen somit den Needles District vom Canyonlands NP. Vom Trailhead
haben wir einen superschönen Ausblick auf das Salt Creek Valley,
man kann auch von hier oben zu den Arches laufen.
Der Weg wird auch hier wieder schlechter und die Landschaft
wechselt von grün in rot, wir befinden uns jetzt unverwechselbar
im Canyon Country. Um 15:00 Uhr erreichen wir die geteerte UT-211 und
fahren nach Monticello. Von Blanding wären es zwar nur knapp über
20 Meilen gewesen, wir haben 137 draus gemacht.
Dort checken wir im Days Inn ein, es macht von außen gar keinen
so schlechten Eindruck, die Zimmer jedoch sind schon etwas älter
eingerichtet, aber es gibt eine schnelle DSL Internetverbindung mit
Kabel. So kann ich, während ich schreibe und die Bilder ansehe
Bayern 3 hören. Zum Dinner sind wir dann ins Lamplight Restaurant
gefahren. Wir bestellten beide das Special, Prime Rib and Crab Legs
- All you can eat. Das Steak hätte mich schon fast erschlagen,
aber es war auch sehr viel Fett dran, die Crab Legs waren genauso riesig.
Geschmeckt hat das ganze recht gut, wir brauchten aber keinen Nachschlag
mehr. Billig war das Ganze nicht, 64$ ist schon recht viel, da müssen
wir in den nächsten Tagen wohl etwas sparen.
Gefahren: 137 mi
Übernachtung: Monticello - Days Inn 67$
13. Tag / Monticello - The Needles - Monticello
Sonntag 1. Oktober
Der Himmel ist heute stark bewölkt, keine so guten
Aussichten. Wir kommen erst um kurz vor halb 9 los.
Bis zum Canyonlands
NP brauchen wir eine gute Stunde. Am Gate kaufen wir erst mal einen
National Park Pass und gehen dann ins Visitor Center. Die Frau, die
uns bedient ist nicht gerade freundlich und die Informationen die wir
bekommen sind auch nicht sehr nützlich. Also überlegen wir
im Auto nochmals, was wir nun unternehmen wollen und entscheiden uns
für den Squaw Valley und Big Spring Valley Loop.
Vom
Squaw Canyon Trailhead gehen wir los und entscheiden uns für den
Hinweg für den Squaw Canyon. Der Trail ist anfangs nicht anstrengend
zu gehen, da es immer noch ziemlich bewölkt ist, ist es auch nicht
zu heiß nur die
Bilder werden nicht so gut. Am Scheitelpunkt zwischen den Canyons hat
man eine super Aussicht - hier geht der Weg teilweise ziemlich steil
über Slickrock nach oben (für Leute mit Höhenangst wird
der Trail nicht empfohlen). Dort machen wir auch Mittagspause.
Dann
zeigt sich die Sonne doch noch und wir gehen den Big Spring Canyon zurück.
Dieser
Canyon ist optisch viel schöner, die Needle Formationen sind sehr
schön, die Felsen sehen aus, als wenn sie alle ein Hamburgerbrötchen
oben drauf hätten. In gut 4 Stunden haben wir die 11,5 km hinter
uns gebracht und
stärken uns am Auto mit ein paar belegten Bagels, natürlich
selbst gemacht.
Da ich mit den Augen etwas Probleme habe, sie tränen mir ständig, fährt Elke weiter, damit ich etwas Schonzeit habe. Wir machen an den Potholes noch Halt, aber alle Holes sind ausgetrocknet. Anschließend besuchen wir nochmals das Visitor Center und fahren zurück nach Monticello.
Diesmal gehen wir ins Best Western Motel und bekommen ein schönes Zimmer, es gefällt uns hier besser als im Days Inn, auf einen Pool legen wir keinen großen Wert, denn der ist hier schon geschlossen, dafür können wir mit dem Auto direkt vors Zimmer fahren. Erst mal wird geduscht und Elke schreibt ein paar Karten, dann wollen wir nochmals ins Lamplight Restaurant, aber das ist heute geschlossen. Also U-Turn und wir schauen ob das MD Ranch Cookhouse open ist. Da einige Autos davor stehen ist dem auch so und wir gehen rein. Beide bestellen wir den Big Angus Burger und sind sehr zufrieden. Auch wird einem hier nicht gleich ein übertriebener Tip auf die Rechnung geschlagen. Da ein kleiner Souvenir Shop mit angeschlossen ist, nehme ich mir noch eine neue Cap mit.
Gefahren: 118 mi
Gelaufen: 12,5 km
Übernachtung: Monticello - BW 72$
14. Tag / Monticello - The Needles - Chesler Park - Moab
Montag 2. Oktober
Der Wecker klingelt, wir wollen heute früher aufstehen, also raus aus den Federn und Frühstücken. Dann geht es wieder ab in den Park, um 8:15 Uhr fahren wir an der Entrance Station vorbei, aber es ist noch keiner da. Es ist übrigens total bewölkt, keine Sonne zu sehen, schade. Wir fahren bis zum Elephant Hill Trailhead, dort sind wir auch die Ersten.
Um 8:40 Uhr gehen wir los, es geht gleich bergauf über Stufen im
Fels. Mir ist nun gar nicht so wohl und ich falle daher gleich mal zurück.
Was ist nur los, meine Beine sind ganz schwer und mein Kreislauf macht
auch Probleme. Die ersten 2 Kilometer schleppe ich mich so dahin, sehr
langsam. Jetzt kann ich sagen, zum Glück scheint die Sonne nicht,
aber was soll das? Dann geht es etwas besser, aber nun fangen die Probleme
mit meinen Augen wieder an, ich merke, wenn ich die Hände seitlich
an die Brille lege, dass es besser wird.
Der Wind verleitet meine Augen
zu brennen und tränen, also bindet Elke mir ein Halstuch so um
den Kopf, dass kein Wind mehr an die Augen kommt und es funktioniert.
Als wir endlich den Chesler Park erreichen geht es mir wieder
gut, ich bin fit und kann laufen, als wenn nichts gewesen wäre.
Jetzt kann ich auch die Landschaft richtig genießen, leider ist es immer noch bewölkt und so fotografiere ich sehr wenig, da die Fotos nicht so wirken. Wir gehen dann den Joint Trail und kommen in die Slot Section, hier ist es natürlich von Vorteil wenn keine Sonne scheint. Die Engstelle ist doch sehr lange und tief, man geht zwischen den hoch aufragenden Felsen entlang, Wahnsinn. Um 12 erreichen wir den Trailhead des Joint Trails, denn man auch mit Jeeps erreichen kann und da es dort einen Tisch gibt, machen wir auch hier Pause. Genau wie gestern kommt am Nachmittag die Sonne raus, was für ein Glück.
Wir gehen weiter und jetzt komme ich natürlich aus dem Knipsen
nicht mehr raus.
Eigentlich sieht die ganze Landschaft hier aus wie ein Fast Food Laden.
Ich benenne den Chesler Park in Burger Park um. Ich sehe Big Mac und
Whopper und die Fries sind teilweise schon mit Ketchup überzogen,
nur eine kalte Coke kann ich nirgends sehen. Um 15:00 Uhr erreichen
wir wieder unser Auto und ziehen eben diese kalte Coke aus der Kühlbox,
sehr gut. Wir haben die 17,4 Kilometer in 6 Stunden 29 geschafft, aufgrund
meiner Startschwierigkeiten gar nicht so schlecht.
Am Visitor Center essen wir noch einen Happen und fahren dann zum letzten Mal aus dem Park und bewundern beim Newspaper Rock die schöne Foliage. Die Fahrt nach Moab verläuft ereignislos und so fahren wir direkt den City Market an. Hier hat sich ja Einiges seit letztem Jahr verändert, es gibt eine Tankstelle und ein Schild weist auf die Wiedereröffnung hin. Der Supermarkt wurde innen renoviert und neu gestaltet. Wir kaufen die nötigsten Dinge ein, unsere Customer Card funktioniert noch und fahren raus zum Super 8 Motel. Hier sind wir bislang noch nie abgestiegen, aber die Zimmer sind schön und die Dusche haben wir jetzt auch bitter nötig. Danach fahren wir zum Moab Diner, hier waren wir hingegen schon öfters, heute haben wir einen Coupon und sparen so bei einem Dinner 50%. Das Essen ist wieder sehr gut und auch die Portionen sind reichlich.
Hinterher gehen wir mal wieder die Läden ab, als es plötzlich zu regnen anfängt. Wir glaubten es zwar nicht, aber es wurde vorhergesagt. Als der Schauer vorbei ist, ist auch die Strasse sofort wieder trocken, es hat nämlich unglaubliche 29 °C und das um 21:00 Uhr. Wir holen uns noch 2 kleine Becher Ben & Jerrys Ice Cream und fahren zurück ins Motel, jetzt tröpfelt es wieder etwas, mal sehen ob wir unser weiteres Programm durchziehen können.
Gefahren: 140 mi
Gelaufen: 17,4 km
Übernachtung: Moab - Super 8 61$
15. Tag / Moab - Thompson Spring - Moab
Dienstag 3. Oktober
Wir dürfen heute bis um 8 schlafen, aber der Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes. Es hat heute Nacht geregnet und jetzt ist es noch stark bewölkt. Der Breakfast Bereich ist momentan stark frequentiert und wir müssen etwas warten bis ein Tisch frei wird. Draußen ist es nun recht kühl und es tröpfelt wieder, wir tanken noch an der alten Maverick auf und fahren dann die 128 nach Norden, der Himmel sieht Richtung Westen heller aus.
Auf dem ganzen Weg regnet es leicht und so verfliegt unsere
Stimmung, da wir die Onion Creek Road bestimmt nicht fahren können.
Als wir am Abzweig vorbeifahren haben wir uns schon davon verabschiedet,
nun gut so schlimm ist das auch nicht.
Was nun? Wir fahren weiter bis zur I-70 und dann nach Westen, kommen
dann aber mitten in einen Thunderstorm, es blitzt und regnet so stark,
dass Wasser auf dem Highway stehen bleibt und wir natürlich die
Geschwindigkeit stark vermindern müssen um noch sicher auf der
Fahrbahn zu bleiben. Als das Unwetter vorbei ist, kommt eine Ausfahrt
zum Utah Welcome Center und die nehmen wir. Es gibt dort eine Menge
interessante Broschüren für uns, die wir mitnehmen und so
fahren wir ein paar Meilen weiter nach Thompson Spring.
Der
Ort ist nahezu eine Ghosttown
und hier befindet sich ein altes Road
Diner, das schon lange
geschlossen hat, aber immer noch voll eingerichtet ist. Als wir halten
und ich ein paar Fotos mache, fährt ein Local
vorbei und hält. Er will mir nur sagen,
dass hier der Film Thelma und Luise gedreht wurde, aber das wusste ich
ja schon, sonst wäre ich ja nicht hierher gefahren. Auf meine Frage,
ob er weiß wann ein Zug der Union Pacific Railroad hier vorbei
kommt, weiß er auch keine Antwort darauf. Er meint nur öfters
als ihm lieb ist, natürlich kommt keiner solange wir hier stehen.
Nebenan ist das alte Motel, die Türen stehen offen und drinnen
sieht es sehr übel aus, Inventar ist kaum noch vorhanden.
Da es nichts weiter zu sehen gibt fahren wir die alte
Strasse bis Crescent Junction. Man kann in der Ferne die schneebedeckten
Gipfel der Henry Mountains erkennen. Es hat einen ganz schönen
Wetterumschwung gegeben, der uns hoffentlich nur diesen Tag kostet.
Wir nehmen die 191 zurück nach Moab, es fängt wieder an zu
regnen, also brauchen wir auch nicht zum Canyonlands NP hoch fahren.
Die Washes führen viel Wasser, als wir ins Moab Valley runter fahren
sehen wir überall Wasserfälle die Felsen runter stürzen.
Es regnet nun wieder sehr stark und wir entscheiden uns ins Visitor
Center des Arches NP zu fahren. Dort ist natürlich jetzt viel los,
aber wir sehen uns die Ausstellung und den Shop in Ruhe an. Als es aufhört
zu regnen, klart es auch auf und die ersten Flecke von Blau sind zu
sehen.
Also fahren wir nun in den Canyonlands NP. Vor dem Visitor
Center machen wir Halt for Lunch, es gibt Spam
Bagels, natürlich
wie das so mit dem Spam ist, viel zu viel auf einmal. Dann erkundige
ich mich nach einem Campground für den White Rim, daheim hatte
ich schon versucht einen Platz auf Murphy A zu reservieren, aber es
war schon alles voll. Nun ist die Situation so, dass 2 Gruppen ihre
Permits nicht abgeholt haben und diese um 5 Uhr storniert werden, ich
soll dann noch mal anrufen, aber der Shafer Trail ist gesperrt, die
Mineral Road wird momentan nicht empfohlen zu fahren und die Ranger
warten auf Infos vom White Rim Trail selber, ob es Schäden gibt.
Also alles keine guten Nachrichten und so entscheiden wir den White
Rim nicht zu fahren, schade. Das wiederum bringt uns zwei Tage, die
nun zu verplanen sind.
Zum Green River Overlook wollte ich noch, aber
da die Sonne genau darüber steht, ist es keine gute Zeit für
Fotos, aber mir gefällt der Blick von dort. Auf der Rückfahrt
werden wir beide so müde, dass wir nach dem Dead Horse Point, selber
einen Dead Point haben und an einer View Area ein kurzes Nickerchen
einlegen, bevor wir wieder in Moab einfahren. Wir sehen uns im Rockshop
um, kaufen aber nichts, dann tanken wir nochmals und bummeln durch ein
paar Läden. Nochmal zurück aufs Zimmer bevor wir zu Eddie
Mc Stiff´s zum Dinner gehen. Als Abschluss gibt es heute noch
einen Milkshake vom Moab Diner.
Gefahren: 108 mi
Übernachtung: Moab - Super 8 61$
16. Tag / Moab - Arches - Price
Mittwoch 4. Oktober
Heute wollen wir etwas früher raus, wir schaffen
es um 8 Uhr Moab zu verlassen. Eigentlich wäre heute der White
Rim geplant gewesen, was wahrscheinlich jetzt doch noch möglich
wäre, aber wir haben uns anders entschieden und so fahren wir in
den Arches NP. Immer wieder sind Schleicher vor uns, wir wollen
zwar nicht durchrasen, aber die erlaubte Höchstgeschwindigkeit
doch fahren.
Nun
gut, an der Windows Section parken wir, es ist ganz schön frisch
und immer noch etwas bewölkt. Wir gehen zum North Window
und machen Fotos als ein ganze Truppe lautstarker Teenies antrabt. Da
wir ein Bild durch das Window mit dem Turret Arch haben wollen
beeilen wir uns und es klappt gerade so. Beim South Window gehen
wir den Primitve Trail und sind dann allein unterwegs, was uns gleich besser gefällt.
Die Fahrt geht weiter und wir machen beim Fiery Furnace Trailhead
halt, ich wusste gar nicht dass man dafür ein Permit braucht. Da
die Sonne heute nur immer sporadisch durch die Wolken schaut, wird es
auch nicht so richtig warm, dafür bieten sich immer wieder schöne
Ausblicke auf die La Sal Mountains. Wir
sehen uns noch den Broken- und den Sand Dune Arch an,
die uns bislang
noch gefehlt haben. Auch die Petroglyphs an der Wolfe Ranch nehmen
wir heute noch mit, da es damals schon zu dunkel war. Was nun? Es ist
noch Vormittag, da wir auch noch nie am Klondike Bluff waren,
entscheiden wir uns auf der Gravelraod dorthin zu fahren. Obwohl es
gestern geregnet hat, ist sie problemlos zu fahren und wird sogar gerade
gegradet. Eine einzige große Pfütze ist zu durchfahren, was
für uns kein Problem bedeutet, dann versuche ich die 4WD Road zufahren
und muss da durch mehrere Pfützen, was dem Auto einen neuen Touch
verleiht, leider muss ich umdrehen als es über heftige Stufen den
Hang hoch geht. Das muss heute nun wirklich nicht sein, also zurück
und zum "normalen" Trailhead gefahren.
Von hier sind es 2,8 km einfach zum Tower Arch. Ganz schön anstrengend
den Hügel hoch, wieder runter und wieder hoch. Vorbei an den Marching
Men und durch Sand zum Tower Arch, der ist aber wirklich
die Wucht. Wir steigen durch und haben ein Window mit klasse Aussicht
vor uns, hier machen wir auch Pause. Dann geht es zurück zum Auto
und wir lunchen dort, leider gibt es keinen Tisch hier.
Über den Nordausgang fahren wir auf einer Sandpiste aus dem Park.
Da der Sand noch etwas feucht ist, lässt es sich prima fahren.
Nach einigen Abzweigungen kommen wir, welch Wunder, direkt nach Thompson
Springs und fahren auf die I-70.
In Green River geht's schon wieder ab und wir fahren zum
Crystal Geysir, der befindet sich direkt am Green River, aber
man muss die White Sands Missile Range durchqueren. Diese ist schon
lange geschlossen; früher wurden von hier Pershing Raketen abgeschossen,
die Ziele in White Sands, New Mexico treffen sollten, haben sie auch
meistens.
Der Geysir verhält sich, wie schon vermutet ruhig, blubbert nur
so vor sich hin, aber die Sinterterrassen sind toll.
Nach
einer Begehung fahren wir noch zum Coal Canyon, da es dort schöne
Petroglyphs geben soll.
Die Strasse stellt kein größeres Problem dar und so sind
wir recht bald am ersten Boulder, der auch die schönsten Zeichnungen
hat. Leider ist es durch den Sonnenstand etwas schwierig gute Fotos
zu machen, aber Elke hat die gute Idee und holt eine Decke aus dem Auto
um Schatten zu machen.
Wir fahren wieder zügig zurück und auf der 191 nach Norden. Price soll heute unser Ziel sein, als wir dort beim Super 8 vorfahren, kündigt schon ein Schild "No Vacancy" an, ich gehe trotzdem rein und frage den Manager. Er meint, dass es im ganzen Carbon County kein freies Zimmer mehr gibt, weil es hier sehr viele Arbeiter bei den Minen und Kraftwerken gibt, die alle nicht von hier sind und in Motels wohnen. Wir sollen es doch in Green River versuchen, nur zu blöd dass wir gerade von dort kommen. Ich darf das WLAN benutzen und finde auch im Best Western nichts, also fahren wir los. Beim nächsten Motel halte ich einfach mal und frage und welch Zufall, wir bekommen ein Zimmer. Es ist zwar schon ein älteres Motel, aber so schlecht auch nicht und wir nehmen, das wohl letzte Zimmer im County.
Nach einer Dusche fahren wir zum Pizza Hut, da es dort nur eine Bedienung hat, dauert alles etwas länger. Gegenüber hat es einen Walmart und da wir noch ein paar Lebensmittel brauchen, fahren wir da noch rüber. Da wir da nicht unter einer Stunde rauskommen und getrennt durch alle Abteilungen schlendern, nehmen wir die Walkie Talkies mit, damit wir uns auch wieder finden.
Gefahren: 199 mi
Gelaufen: 10 km
Übernachtung: Price - National 9 Inn 72$
17. Tag / Prive - Nine Mile Canyon - Green River
Donnerstag 5. Oktober
Eigentlich wollten wir früher aufstehen, es ist aber wieder 8 Uhr geworden. Das Wetter sieht schlecht aus, für heute sind weitere Regenfälle vorhergesagt. Wir holen uns in der Lobby Frühstück aufs Zimmer, die haben hier sogar Bear Claws, lecker.
An der Maverick tanken wir noch und im Walmart gibt es frischen Salat,
da unserer im Kühlschrank über Nacht gefroren ist. Bis Wellington ist es nicht weit und dort beginnt die Strasse zum Nine
Mile Canyon. Die ersten Meilen bis zur Coalmine sind geteert dann
ist es Gravel, aber gut ausgebaut und breit. Es geht die Berge hoch
entlang des Soldier Creek. Im Hochtal angekommen führt die Road
entlang des Ninemile Creek. Das ganze Tal ist überwiegend
in Privatbesitz, was auch überall zu lesen ist. An jedem eingefallenen
Barn steht "Private Property" und "Keep Off". Die
ebenen Flächen sind Weideland und es gibt jede Menge Kühe,
die auf den Weiden grasen und immer wieder auf der Straße stehen.
Dann endlich kommt der erste Spot mit Petroglyphs. Wir haben
eine Map aus dem Visitor Center und den Bericht von Steffen zur Orientierung.
Ab hier kommen wirnur langsam voran, da unsere Augen ständig an
den Felsen auf der linken Seite nach Panels suchen und
es gibt massig. So viel dass man sie gar nicht zählen kann, geschweige
denn alle fotografieren.
An
einem besonders schönen Panel
treffe ich zwei ältere Herren, der eine hat
Verwandte, die hier oben leben, der andere ist Geologe und arbeitet
mit Indianern zusammen und er kann mir eine Menge über den Sinn
dieser "Zeichnungen" sagen. Es ist wirklich sehr interessant,
was die einzelnen Details bedeuten und so sehe ich die Panels nun aus
einem ganz anderen Blickwinkel, mit dem eben vermittelten Wissen. Allerdings
ist vieles an Wissen über die Bedeutungen der Petroglyphen verloren
gegangen und kann nur noch gedeutet werden, was sehr schade ist. Das
Panel an dem wir gerade stehen ist auch wirklich ein sehr gutes Beispiel
und so bekomme ich die ganze Geschichte, die hier dargestellt wird erklärt.
Mittlerweile hat es begonnen zu regnen und ich bin etwas nass zum Auto
zurückgekehrt und kann Elke von dem Gespräch berichten.
Im
Canyon ist auf einmal viel Truckverkehr zu bemerken, das erklärt
auch die sehr breiten Strassen in diesem abgelegenen Tal. Außer
Kohle gibt es hier wohl viel Gas im Untergrund. Die Trucks transportieren
flüssiges Kohlendioxid, außerdem sind jede Menge Baustellenfahrzeuge
unterwegs, die sich um die Strassen und andere Erdbewegungen kümmern.
Auch ein ständiges Geräusch hallt durch das Tal, wie wir sehr
bald erfahren, ist es wohl die Anlage die Erdgas in den flüssigen
Aggregatszustand wandelt. Dieser Eingriff in die Natur an einem Ort,
der die höchste Konzentration von Felszeichnungen in den USA aufweist,
stößt bei mir zumindest auf Unverständnis. Genauso,
wie viele neuzeitliche Kratzer über oder neben den erhaltenswerten
Carvings.
Die Strasse hat sich inzwischen in eine Schlammpiste verwandelt,
die das Aussteigen nahezu unmöglich macht und das Auto sieht von
außen wie Sau aus. Einige entgegenkommende Fahrer drücken
auch dermaßen aufs Gaspedal, so dass wir nach dem Passieren erst
mal gar nichts mehr durch die Frontscheibe sehen.
Nach 46 Meilen erreichen wir unser Ziel, das große
Hunter Panel, den Big Buffalo haben wir leider nicht gefunden,
genauso wenig wie die Owl. Auch der Geologe, den wir auf dem Rückweg
nochmals treffen, weiß nicht genau wo sie ist. Die Anzahl an Carvings
ist hier wirklich spektakulär, deswegen bedarf es auch viel Zeit,
diesen Canyon zu erkunden. Da es jetzt gar nicht mehr aufhört zu
regnen und es auf über 2000 m Höhe gerade mal eben 10 °C
hat, reicht es uns für heute. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt
- selbst bei Regen kann diese Tour gemacht werden, allerdings wird man
dabei auch sehr schmutzig. Da sich der Schlamm am Heck so verdichtet
hat, dass man nicht mehr die Heckklappe aufbekommt, fahren wir mal kurz
in den Soldier Creek und entfernen den groben Schlamm (mittels zwei
Bechern, mit denen wir das Auto abspritzen).
Um 17:30 Uhr erreichen wir das Super 8 in Green River, wo wir für die nächsten 2 Nächte vorgebucht haben, da in Price nur für eine Nacht was zu bekommen war. Wir erhalten ein sehr großes Zimmer und gehen direkt gegenüber zum Abendessen, dort gibt es mal wieder Whopper und Co.
Gefahren: 160 mi
Übernachtung: Green River - Super 8 54$
18. Tag / Green River - Cedar City
Freitag 6. Oktober
Es hat in der Nacht immer wieder geregnet, am Morgen sieht das Wetter nicht besser aus. Wir sehen den Weather Channel und checken auch das Internet über Alternativen. Beim Frühstück beraten wir über das weitere Vorgehen. Als Lichtblick gibt es wenigstens hier auch wieder Bear Claws und ich probiere mal ein Quaker Oatmeal. Dann frage ich an der Rezeption ob wir die 2. Nacht wieder stornieren können und da dies ohne Probleme möglich ist, werden wir dies auch tun. Das bedeutet natürlich auch, vom San Rafael Swell nichts zu sehen und somit in Rodgau auch nicht präsentieren zu können.
Um wenigstens hier etwas gesehen zu haben, fahren wir im Regen zum J. W. Powell Museum. Das Museum bietet erstaunlich gute und interessante Fakten über die Expeditionen des "Major" auf dem Green River und Colorado und über die Geologie. Dazu wird ein Film über die erste Expedition gezeigt, auch viele Ausstellungsstücke sind zu sehen.
Gute
zwei Stunden später geht es auf die I-70 West und es hört
nicht mehr auf zu regnen. Von den Felsen stürzt überall das
Wasser herunter, die Landschaft ist überflutet und die Washes entwickeln
sich zu reissenden Flüssen. Später am Abend erfahren wir im
Fernsehen, dass es einen Schulbus bei Hanksville von der Strasse gespült
hat. An den View Areas halten wir noch und schauen wehmütig über
die Klippen ins Reef. Dabei überholen wir immer wieder die gleichen
Autos und LKWs, das passiert 4 mal, die werden sich auch denken, was
das soll?
In Richfield scheint die Sonne und wir bekommen wieder Hoffnung, die
richtige Entscheidung getroffen zu haben. Da es schon 13:30 Uhr ist
halten wir nun einfach an einer Ausfahrt und fahren ein Stück in
die Prärie um zu lunchen. Die Landschaft und Felsstrukturen nach
Richfield sind sehr interessant, man weiß gar nicht, wohin man
zuerst schauen soll - schade, dass es hier keine View Areas gibt und
wir nun schnellstmöglich nach Cedar City wollen.
Kurz vor der Junction zur I-15 fängt es wieder an zu regnen und
ein Wahnsinnssturm bläst direkt von vorn. So ein Wetter hatten
wir in dieser Jahreszeit noch nicht, wir hatten überhaupt noch
nie mehr als einen Tag Regen. Alle Leute die wir treffen, sagen dass
dieses Wetter ungewöhnlich ist. Die Fahrt nach Cedar City verläuft
bei schlechter Sicht in starkem Regen.
Das Erste was wir in Cedar machen, ist die alte Railway Station anzusteuern, denn da befindet sich einer unserer Lieblings Shops. Natürlich finde ich dort einige Car Plates und Elke zwei schöne Westernteller. Beim bezahlen reden wir noch länger mit Jenny und sie bietet uns an, uns beim nächsten Besuch zum Kolob Canyon zu fahren, damit wir den West Rim Trail laufen können. Sie meint es wirklich ernst und wir werden auf das Angebot möglichwerweise zurückkommen.
Danach steuern wir das Days Inn an, aber dort gibt es nur noch einen einzigen Smoking Room; dasselbe Angebot im Ramada. Oops was ist hier los? Nun es mag wohl am Columbus Day Weekend liegen, dass rund um den Zion alles recht voll ist. Ich checke im Internet nach freien Zimmern, aber auch in St. George und Hurricane ist nichts zu reservieren. Wir versuchen unser Glück im Super 8 und müssen dort erst mal 20 Minuten warten. Die Zwei hinter dem Desk arbeiten verdammt langsam und haben mit dem Computer wohl größere Probleme. Nun gut wir bekommen ein Zimmer für 2 Nächte und das zu einem annehmbaren Preis. Wie sich erst später rausstellt hat es jedoch nur ein Queensize Bett, nicht gerade das, was wir hier gewohnt sind, aber es bietet durchaus Platz für uns.
Wir fahren dann zu Betty - unserem zweitliebsten Shop in Cedar. Sie erkennt uns zwar nicht mehr, aber wir erzählen ihr, dass wir schon mal bei ihr eingekauft haben. Ich finde wieder einige Plates und Elke einen Silberlöffel. Man kann sich wunderbar mit ihr unterhalten, draußen fällt inzwischen hail und im Radio kommt eine seltsame Durchsage - es ist eine Unwetterwarnung, die nicht vom eigentlichen Sender ausgestrahlt, sondern wohl von einer zentralen Stelle überlagert wird. In Beaver fallen nickelgroße Hagelkörner. Wir verabschieden uns von Betty, sie bedankt sich überschwenglich für unseren Einkauf und jeder bekommt noch einen Hug, vielleicht sehen wir sie ja nächstes Jahr wieder.
So jetzt wollen wir mal was essen und steuern den Panda Express an,
natürlich weiss ich auch schon was ich bestelle, my favourite,
orange flavoured chicken. Das nächste Gewitter ist im Anzug und
wir parken unser Auto vor dem C.A.L. Ranch Store, hier gibt es alles,
was ein Rancher und Hunter braucht. Ich finde ein USA Flaggenset und
Elke 2 Tops. Eigentlich habe ich auch einen schönen Hut in der
näheren Auswahl, kaufe ihn aber dann doch nicht. Im Motel werden
für die nächsten Tage noch Pläne gemacht.
Gefahren: 252 mi
Übernachtung: Cedar City - Super 8 61,60$
19. Tag / Cedar City - Kolob Terrace Road - Cedar City
Samstag 7. Oktober
Vor 8 haben wir es heute auch nicht geschafft, Frühstück
ist ok, der Kaffee dagegen nicht. Wir fahren noch an die Maverick zum
Tanken und anschließend zum Visitor Center des Kolob Canyon. Die
Rangerin sagt uns allerdings, dass der Trail zum Kolob Arch very muddy
ist, dazu muss der Creek mehrmals überquert werden und kalt ist
es außerdem. Also eher nichts für heute, den Scenic Drive
schenken wir uns und suchen lieber die Road, die uns zur Kolob Terrace
Road bringt.
Nachdem wir sie per GPS gefunden haben, fahren wir
stetig in die Höhe, es sind immer wieder Teile dabei, die gestern
weggespült worden sind, auch etwas mud bleibt wieder mal am Auto
hängen. Dann ist auch Eis am Boden zu sehen, die Temperaturen sinken
bis auf 3 °C, wir befinden uns auch jetzt auf 2.800 m. Von einem
Lavafeld sehen wir Cedar Breaks im Schnee. Ab dem Kolob Reservoir
ist die Strasse geteert und wir cruisen bei fast wolkenlosem Himmel
dahin.
Die meisten Bäume haben schon kein Laub mehr, einige bieten noch
einen wunderbaren Anblick in vielfach schattierten Gelbtönen. Die
Sonne lässt das Herbstlaub so richtig schön aufleuchten.
Da
wir nun für heute keinen genauen Plan haben, halten wir einfach
mal am Hop Valley Trailhead und wollen ein Stück laufen,
da treffen wir ein Paar, das ganz begeistert ist, dass wir aus Germany
sind und uns willkommen heißt. Sie meinen, dass der Kolob Arch
von hier aus einfacher, wenn auch etwas weiter, zu erreichen ist.
Für
heute ist das jedoch nichts mehr und wir gehen nur auf den Red Rock
der direkt vor uns liegt. Der Fels hat eine sehr schöne Struktur,
ähnlich der Wave, oben drauf sind schöne Rockswirls mit kleinen
Arches. Dort verweilen wir ein wenig
und gehen dann zum Auto zurück da es Zeit ist zum Lunch. Ein paar
Reiter bereiten gerade ihre Pferde zum Ausritt vor, das macht bestimmt
auch Spaß nur kann ich nicht reiten. Die Landschaft ist sehr schön
hier oben und man hat Ruhe, leider hat es wohl auch noch letztes Jahr
einen großen Waldbrand gegeben und so ziemlich Alles beim Left
Fork Trailhead ist nun verbrannt.
Auf
dem Weg nach St. George ist ein Harley Davidson Shop, da schauen wir
nun auch mal rein. Die Bikes sind wirklich klasse, aber die Preise auch
- nicht nur für die Zweiräder und Ersatzteile - die Klamotten
sind trotz Columbus-Day-Weekend ebenfalls teuer. Ein Stück weiter
geht es zum Walmart, diesmal nehme ich die neue Dixie Chicks CD mit.
Nächster Halt sind die Zion Factory Stores; da wollten
wir eigentlich gar nicht mehr hin, aber es liegt halt recht günstig.
Dort ist irgendwie die Hölle los und wie wir erfahren, war heute
noch zusätzlich der St. George Marathon. Es läuft die gleiche
Musik wie letztes Jahr in den Arkaden, bayerische Folksmusik, anscheinend
haben die nur die eine CD oder der Manager steht da drauf. Da es bei
IZOD bis zu 60 % gibt, schlagen wir da zu und sparen 130 $. Bei Eddie
Bauer halten wir uns noch zurück und kaufen nur 2 Gürtel für
10 $ anstatt 64 $. Dann hatten wir eigentlich vor ins Outback zu gehen,
aber wir müssten 1,5 h warten; das dauert uns dann doch zu lange
und wir gehen über die Strasse zum Chuck-O-Rama Buffet. Der "Eintritt"
kostet 9,90 $ pro Person und wir müssen nur kurze Zeit warten.
Die Speisen sind gut, aber es ist auch sehr laut. Der Rückweg nach
Cedar zieht sich etwas und wird von hell leuchtendem Vollmond begleitet.
Gefahren: 105 mi
Übernachtung: Cedar City - Super 8 61,60$
20. Tag / Cedar City - Zion - Observation Point - Hurricane
Sonntag 8. Oktober
Heute sind wir the early bird und müssen früh raus, was mir gar nicht so leicht fällt. Ein Trail steht an und da Sonntag ist, ist im Zion mit einem großen Andrang zu rechnen, dem wollen wir vorauseilen. Leider gibt es erst Frühstück ab 7 h, wir sind aber nicht die Einzigen, denen das nicht in den Plan passt. Also packen und Auto einladen, ich mache noch einen Geburtstagsanruf nach Hause und um 6:45 Uhr gibt es dann doch was. Während ich mich um Kaffee und Tee für unsere Mugs kümmere, schmiert Elke noch schnell zwei Toast und jetzt geht's auch schon los. Elke fährt, ich futtere. Es ist noch dunkel und der Mond steht jetzt schön im Westen.
Kurz vor 8 h fahren wir in den Zion NP, die Sonne
geht gerade hinter den Bergen auf, der Parkplatz ist noch schön
leer und wir packen unsere Rucksäcke.
Das Shuttle wollte gerade abfahren und wir legen einen kurzen Spurt
hin und die Fahrerin macht freundlicherweise die Tür nochmals auf.
Dann beginnt die Tour bis zur Haltestelle Weeping Rock. Wie das so ist,
erzählt sie alles ganz genau und erklärt auch die Ausblicke
aus dem Fenster, dabei zuckelt der Bus gemächlich voran. Das dauert
dann 30 Minuten für die kurze Strecke, schon nervig. Wir sind die
Einzigen, die hier
aussteigen und begehen auch gleich unseren Trail, der sofort in Serpentinen
steil nach oben führt. Habe ich schon erwähnt, dass es nicht
so warm ist? Am Motel hatten wir 3 °C, hier sind es jetzt 9 °C.
Wir sind also noch warm angezogen, kommen jetzt aber langsam ins schwitzen.
Nach den Serpentinen geht es in den Echo Canyon, der eine schöne
enge Passage hat. Danach wieder in Serpentinen weiter nach oben, jetzt
laufen wir auch ab und zu aus dem Schatten raus und bekommen die Sonne
zu spüren. Oben auf der Mesa, sind die Spuren des letzten Brandes
zu sehen und zu riechen. Die Blicke ins Tal sind jetzt schon sehr atemberaubend.
Nach 2 Stunden erreichen
wir den Observation Point und haben 515 Höhenmeter hinter
uns.
Wir sind die Ersten heute und haben so freie Platzwahl, da es bereits
11 Uhr ist, lunchen wir auch gleich bei diesem schönen Ausblick.
So nach und nach trudeln weitere Hiker ein, es ist aber lange kein so
Andrang wie gegenüber auf Angels Landing. Dieses Treiben beobachten
wir, deshalb heißt der Punkt
wohl auch so, mit dem Fernglas. Der Blick ins Hidden Valley ist auch
verheißungsvoll, aber liegt jetzt genau vor der Sonne.
Nach 45 Minuten machen wir uns auf den Rückweg, dieser hat es ganz
schön in sich, ständig das Gewicht abzufangen, geht Elke in
die Knie und ich vertrete mich einmal, kann aber zum Glück weiter
laufen. Jetzt kommen uns auch einige Spätaufsteher entgegen mit
abenteuerlichem Gepäck.
Wir hingegen sitzen jetzt bereits wieder im Shuttle und finden gerade
noch so Platz. Wie das so ist, werden wir gleich in ein Gespräch
verwickelt und unterhalten uns mit einem Ex-Soldaten, der in den 60ern
in Deutschland stationiert war. So geht die Fahrt schnell vorüber
und wir finden unseren GMC schön im Schatten geparkt vor.
In einen Souvenirshop in Springdale schauen wir noch rein und ich erstehe ein reduziertes Sweatshirt. Elke fährt die paar Meilen bis Hurricane und dort haben wir im Super 8 vorgebucht. Leider ist das WLAN kaputt und wir können von hier aus nicht online gehen. Dafür gibt es eine schöne Dusche und Elke schmeißt mal wieder die Waschmaschine an. Ich fahre noch zur Travelodge rüber um Internet zu haben und für morgen eine Bleibe zu buchen. Es zieht sich alles etwas hin, da es für die kommenden Tage keine wirklich guten Angebote gibt. Dann hole ich endlich Elke ab und wir fahren nach St. George zum Outback Steakhouse. Heute brauchen wir nicht zu warten und bekommen sofort einen Tisch. Wir bestellen wieder das Special Steak und keine Onion. Wir waren diesmal aber nicht so zufrieden, vielleicht weil es in Flagstaff einfach perfekt war. Da hier nun schon alles zu hat, fahren wir noch zum Super Wally und holen uns eine Butter-Pecan Ice Cream, leider müssen wir auf Hägen Dazs ausweichen. Dann beginnt es leicht zu regnen und wir fahren zurück nach Hurricane.
Gefahren: 117 mi
Gelaufen: 13,7 km
Übernachtung: Hurricane - Super 8 52$
21. Tag / Hurricane - Valley of Fire - Little Finland - Mesquite
Montag 9. Oktober
Meine Liebste weckt mich und schmeißt mich sozusagen aus den Federn. Hab aber noch gar keine Lust zum aufstehen. Da ich aber wohl keine andere Wahl habe, stehe ich auf und wir gehen zum Frühstück in die Lobby. Das Wetter ist nicht besonders, es ist stark bewölkt; dafür gibt es heute mal wieder Waffeln. Wir lassen uns Zeit, Elke bügelt noch fertig ich räume das Auto wieder ein. Dann fängt es zu regnen an, hmm na ja, wir fahren erst noch zur Maverick und dann ist da noch der ACE Hardware Store, in den ich immer mal gehen wollte. Elke bleibt im Auto und schreibt Karten, ich sehe mich drin um und finde 2 schöne kleine Tuben mit Fett, bei Wally gibt es die nicht. Außerdem haben die auch Camping-, Sport- und Huntingsachen, also gar nicht übel.
Wir fahren im Regen über die Staatsgrenze; dass wir heute etwas getrödelt haben macht nichts, die Stunde bekommen wir ja am Grenzübertritt wieder geschenkt. In Arizona regnet es nur noch in der Ferne und in Nevada scheint bereits die Sonne und es ist schön warm. Wir fahren durch unsere "Lieblingsstadt" Overton. Hier "darf" man so langsam fahren, dass man wirklich alles sieht und die Stadt ist so lang, wirklich klasse wieviel Zeit man vertrödelt.
Es
geht, wie viele schon erraten haben, ins Valley of Fire. Wir
zahlen an der Self Pay Station und fahren direkt ins Visitor Center.
Von dort nehmen wir den Loop zum Atlatl Rock und am Campground
vorbei, die Felsen sind hier total durchlöchert und es gibt 1000de
von kleinen Arches. Überall gibt es Motive zum fotografieren. Mein
linker Fuß tut zwar von gestern noch weh, aber wenn ich langsam
gehe, dann geht es schon. Die Temperatur ist mit 26 °C wirklich
mal angenehm für den Park, so angenehm haben wir den noch nie erlebt.
Bei den Seven Sisters machen wir gemütlich Mittag und fahren
hinterher zu den Cabins, um von dort zum Ephemeral
Arch zu laufen. Der Trail ist gar nicht einfach zu finden, wir gehen
durch Geröll, bis wir endlich den Wash gefunden haben. Dort ist
das Laufen aber auch nicht einfacher, da es sehr tiefen Sand hat. Ich
ziehe die Schuhe aus und gehe barfuß, dann sehe ich plötzlich
3 Bighorns vor mir stehen und bin ganz verdutzt. Bis ich den Foto raus
habe, sind die wortwörtlich natürlich über alle Berge,
mit dem Zoom erwische ich sie aber gerade noch.
Endlich am Ephemeral Arch angekommen, machen wir ein paar schöne
Fotos, steigen hoch und lassen uns vorm Arch fotografieren, dabei achten
wir natürlich darauf, ihn gar nicht zu berühren, er sieht
sehr zerbrechlich aus. Nun wird es aber Zeit, dass wir zurück zum
Auto gehen und unser nächstes Ziel anvisieren. Für den Rückweg
nehmen wir einen anderen Weg, der ist zwar etwas einfacher, führt
aber auch über Felsen und der Sand ist teilweise richtig heiß.
Wir
fahren zum zweiten Mal durch Overton und erfreuen uns an dem noch nicht
Gesehenen. Auf der I-15 geht es ein paar Meilen zurück und auf
den Golden Buttes Byway, dieser ist zwar geteert, aber manchmal
schon sehr grob und mit Schlaglöchern versehen. Die Fahrt dauert
sehr lange, dann geht es in Gravel über und schließlich müssen
wir auf einen sehr felsigen Trail. Das dauert alles sehr lange und ich
befürchte schon, wir erreichen unser Ziel nicht mehr rechtzeitig,
bzw. sind nicht vor Dunkelheit wieder auf Teer.
Als der Trail dann in den Wash führt, geht es besser, wir fahren jetzt auf Sand und Kies; man kommt besser vorwärts, als mit den Felsen. Auch hier direkt im Wash sind es einige Meilen zu fahren, an einer Stelle halte ich einfach mal so an und wir stehen direkt vor Petroglyphen, was für ein Glück. Die Anfahrt ist schon wirklich ein Abenteuer für sich, dann kommt die gefürchtete Stufe, ich nehme sie ganz am Rand und komme ohne Probleme drüber, puh geschafft. Durch den Sand bin ich auch gut mit 2WD gekommen, hier habe ich jedoch vorsichtshalber den Antrieb auf 4WD zugeschaltet, HC war auf jeden Fall erforderlich. Endlich sehen wir die Palme und sind am Ziel, warum dieser Ort Little Finland heißt erschließt sich mir nicht, aber es sieht schon von unten fantastisch aus.
Wir steigen auf und können es kaum fassen, eine Welt tut sich hier
auf, die man sich nicht im Traum vorstellen kann. Höchst fragil
ist der Sandstein und deshalb bilden sich hier Formationen, dass man
mit Knipsen gar nicht mehr aufhören
kann. Wir sind genau zur Golden Hour hier, perfekt. Elke hat den zweiten
Foto und so geht jeder auf Entdeckungstour. Nach einer halben Stunde
sind die Akkus in meinem Foto leer, aber das macht gar nichts, denn
ich habe schon genügend Bilder gemacht. Ich suche Elke und wir
gehen noch ein paar Minuten zusammen durchs Areal.
Nach
45 Minuten müssen wir schweren Herzens umdrehen, da die Sonne bald
hinter der Bergkuppe verschwinden wird und wir noch bei Tageslicht auf
Teer sein wollen.
Es war zwar nur ein kurzer Besuch, aber er hat ausgereicht
für den unteren Teil, wir sind zufrieden damit und fahren zurück.
Als die Sonne untergegangen ist sind wir auf der Gravelroad und bei
einsetzender Dunkelheit auf Teer. Auch das hat gut geklappt, wir haben
noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang und den Joshuas gemacht und
erreichen glücklich das Motel in Mesquite.
Nach einer Dusche, fahren wir nur wenig weiter zum Green River Casino und steuern dort das Buffet an. Für 9,90 $ pro Person finden wir Einlass und genießen das lecker Buffet mit einer guten Auswahl, einzig die Pizza ist hier nicht so besonders, ansonsten ist es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach dem Essen stecke ich noch einen Dollar in einen 1c Slot und wir können gerade so lange spielen, bis unsere 2 Coors kommen. Da es im Casino sehr kühl ist gehen wir auch bald, obwohl ich schon gerne mal einen Einsatz beim Roulette gemacht hätte und verkrümeln uns ins Zimmer.
Gefahren: 252 mi
Gelaufen: 4 km
Übernachtung: Mesquite - BW 68,20$
22. Tag / Mesquite - Las Vegas
Dienstag 10. Oktober
Das Zimmer war zwar sehr schön, aber man konnte kein Fenster öffnen und so mussten wir die Klima über Nacht laufen lassen, was nicht so toll ist. Am Morgen ist es leicht bewölkt, nun gut, das spielt heute keine Rolle. Wir gehen zur Lobby vor und frühstücken erst mal und tanken noch auf.
Nach einer Stunde fahren wir über den Apex Summit und blicken ins Tal, vor uns liegt Sin City. Wir haben Glück und es gibt keinen Stau auf der I-15. Zielgenau wird das Outlet Center am Flughafen angesteuert. Da wir das noch nicht kennen, soll das auch nur zum Erkunden und nicht zum Shoppen sein. Wir brauchen trotzdem 5 Stunden dazu (Mittagspause eingeschlossen), ganz "Ohne" sind wir allerdings auch hier nicht raus, es handelt sich aber nur um Kleinigkeiten, obwohl wir jede Menge gefunden hätten.
Nun fahren wir nur ein kurzes Stück weiter und stehen
vorm Bass Pro Shop, hier nehme ich diesmal den Foto mit, denn das was
da drin zu sehen ist, ist für einen Outdoorladen nicht normal.
Es gibt Alles was man sich zum Thema Outdoor denken kann und er hat
dazu noch eine Riesenauswahl, leider ist es nicht unbedingt immer günstig.
Nur die Clearance Artikel und ein paar Sachen von der Hausmarke, Redhead,
können günstig erstanden werden. Wir gehen durchs ganze Haus,
was schon viel Spass macht, kaufen tun wir dann nur eine wasserdichte
Boatbag, für unsere nächste Kajaktour.

So nun steht noch ein Einkauf für die nächsten Tage beim Super Wally an, dazu fahren wir zu unserem Standard-Wally an der 215. Der Feierabendverkehr ist schon im vollen Gang und so geht es nicht ganz so schnell. Es dämmert schon als wir wieder vom Parkplatz rollen und unser Ziel ist jetzt die Koval Lane. Das Problem daran ist, dass diese Strasse keine durchgehende ist und nur von bestimmten Strassen angefahren werden kann. Wir wissen wo sie ungefähr ist, aber verpassen die richtige Zufahrt und müssen so einen großen Bogen über die I-15 und wieder zurück machen, aber dann stehen wir perfekt im Parkhaus und betreten das Ellis Island.
Da wir noch 30 Minuten auf unseren Tisch warten müssen, stecke ich doch gleich mal einen Schein in einen Slot Automaten. Die Gewinne halten sich in Grenzen und die Credits werden, wie gewohnt immer weniger, ich lasse mich wieder auszahlen und wechsle ein paar Slots weiter und fange dort von Neuem an zu spielen. Dann lasse ich auch Elke mal ihr Glück versuchen, da es bei mir heute nicht so klappt und sie hat auch etwas Glück. Nun wechselt sie an einen anderen Slot und macht erst einen kleinen Gewinn und dann den Riesentreffer, sie gewinnt 360 Credits, Wow. Natürlich lassen wir uns auszahlen und es hört nicht mehr auf zu klimpern, das erregt natürlich die Aufmerksamkeit anderer Leute. Wir können auch unsere Bierbestellung aufgeben und es klimpert immer noch. So ist aus dem Dollar jetzt ein 20 Dollarschein geworden, klasse. Elke ist jetzt natürlich im Fieber und schiebt noch mal einen Dollar an einem anderen Slot nach, aber der ist sehr schnell weg. Wir bekommen unser Bier und stoßen auf den Gewinn an, dann wird auch unsere Nummer aufgerufen und wir bekommen einen Tisch. Dass das 4,99 Special nicht auf der Karte steht wissen wir und so bestellen wir dieses 2x und später noch ein Amber aus der Hausbrauerei dazu. Die Steaks hier sind wirklich super, obwohl so günstig und das Bier auch, also auf jeden Fall zu empfehlen, die BBQ Ribs sind auch sehr günstig, aber dazu müssen wir wohl ein anderes Mal wieder kommen.
Wir haben im Best Western Parkview Inn reserviert, weil wegen dem gestrigen Feiertag keine Specials in den Hotels verfügbar waren und so machen wir uns auf die Suche. Eigentlich leicht zu finden, da es am Las Vegas Blvd liegt, aber auf der Nordseite, also bei Downton. Nach der Brücke, die unter dem Highway 95 durchgeht, sehen wir auch schon das Schild und checken ein.
Gefahren: 120 mi
Übernachtung: Las Vegas - BW 59$
23. Tag / Las Vegas - Mojave Preserve - Primm
Mittwoch 11. Oktober
Wir stehen um 7:30 Uhr auf und frühstücken wie
gewöhnlich, hinterher räumen wir das Auto ein und ich fülle
noch die Solar Shower voll. Dann fahren wir durch Downtown und tanken
noch günstig für 2,45 $ voll, allerdings muss man hier vorher
einen Betrag von der Kreditkarte abbuchen lassen, der nicht getankte
Rest wird dann wieder zurück gebucht. Elke schaut noch im Walgreens
gegenüber nach Pflaster und ich hole bei einer Wells Fargo Bank
Bares. Ich gebe mal 800 $ ein und erhalte diese auch, dank Postbank
Sparcard ohne Gebühren.
Dann fahren wir auf die I-15 und stehen im Stau, es geht nur langsam
weiter, nach dem Abzweig der 215 ist freie Fahrt und wir sehen auch
hier draußen neue Hotels im Bau. Die Fahrt ist ja nicht weit,
wir erreichen Primm und sind bereits in Californien.
Nach ein paar Meilen verlassen wir die Interstate und fahren in die Mojave Preserve. Hier wachsen viele Joshua Trees und der erste Ort den wir erreichen, ist Cima. Nun den Platz einen Ort zu nennen ist übertrieben. Eigentlich wohnen hier vielleicht noch ein Hand voll Menschen, aber es hat ein Post Office und da gehen wir nun rein. Eine alte Frau begrüßt uns und ich werde endlich meine Anträge für Mileage plus los, auch Briefmarken kaufen wir hier noch, es dauert zwar alles etwas länger, aber hier hat man auf jeden Fall Zeit. Wie wir später erfahren wird das Postoffice geschlossen, wenn die Frau in Rente geht und das wäre jetzt wohl an der Zeit, wie uns später die Rangerin im Visitor Center erzählt. Der Ort liegt genau neben den Gleisen der Union Pacific Railroad, die hier Los Angeles mit Salt Lake verbindet. Es kommt aber kein Zug vorbei, so fahren wir weiter.
Es geht in die Berge, die Strasse wechselt von Teer auf Gravel und ein
Schild auf der Strasse signalisiert "Flooded", hmm was tun?
Wir fahren weiter und können problemlos durchfahren, auch als die
Road direkt in den Wash führt, wird es zwar sandig aber befahrbar.
Hier oben hat es letztes Jahr im Juni ein großes Feuer gegeben,
alle Joshuas und sonstiges Grün ist verbrannt. An der Hole in the
Wall Ranger Station, sagt man uns, dass alle, die hier gelebt haben
weggezogen sind, nur einer ist übrig geblieben.
Da
es hier am Campground Grills gibt, entscheiden wir gleich hier unser
Steak-Lunch einzunehmen. Ich feure die Kohlen an und Elke bereitet den
Salat vor. Es ist sehr schön hier oben und sieht nahezu aus wie
im Joshua Tree NP, nur die Felsen sind dort schöner, aber Joshuas
gibt's hier definitiv mehr. Nach kurzer Zeit sind die Steaks fertig
und wir essen, sehr gut schmeckt das.
Hinterher
fahren wir über die I-40 wieder westwärts und nach einigen
Meilen wieder runter und in die Preserve zurück. Wir kommen an
den Kelso Dunes vorbei, es ist unglaublich, aber die sind tatsächlich
aus Sand. Dieser wird vom Wind gegen die Berge geblasen, steigt auf
und fällt genau auf der Spitze einer Düne, die irgendwann
mal einer kleiner Sandhaufen war, wieder runter, so wachsen die Dünen
immer weiter. Auch ein akkustisches Phänomen ist hier zu hören,
wenn weicher Sand über festen Sand rutscht und so ein seltsames
Geräusch erzeugt, als würde man einen "Bass-Sound"
hören. Wir laufen bis zum Fuß der Dünen und sehen ganz
oben 2 Leute stehen, der Aufstieg ist für uns leider zeitmäßig
nicht drin und wir drehen wieder um.
In
Kelso sticht natürlich das renovierte Depot ins Auge, es
ist eigentlich auch das einzige Gebäude, das hier noch steht, alles
Andere ist nahezu Ghosttown. Im Depot ist jetzt ein Visitor Center mit
Ausstellung über die Preserve und die Eisenbahn. Alles sehr schön
gemacht und interessant, leider haben wir nicht die Zeit uns alles genau
anzusehen. Dann ist plötzlich das Horn eines Zuges zu hören
und ich stürme hinaus und erreiche rechtzeitig die Gleise.
Wir fahren dann weiter, die Strasse führt direkt
neben den Gleisen und als ich in der Ferne Lichter sehe, halte ich und
wir haben Glück und können einen kompletten Zug auf Video
aufnehmen.
Über Cima geht's zum Teutonia Peak, ein Auto steht da und
wir ziehen uns die richtigen Schuhe an und los geht's durch den Joshua
Forest zum Berg. Die Landschaft ist hier genauso wie im JT NP, sehr
schön. Nach 45 Minuten sind wir oben und haben es gerade vor Sonnenuntergang
noch geschafft, sehr schön. Nach einem kurzen Aufenthalt gehen
wir auch schon wieder zurück, es wird merklich kühler im Schatten
und wir fahren nach Primm.
Dort haben wir im Buffalo Bills reserviert. Das Checkin dauert etwas
und dann müssen wir noch den richtigen Aufzug suchen. Das Zimmer
ist ok und wir duschen erst mal. Da ich noch am Notebook tippe, ist
das Buffet leider schon geschlossen, es ist aber auch erst 8 h. Nun
dann fahren wir halt gegenüber zu Whiskey Pete, dort ist es seltsam
dunkel. Es gibt wohl einen Stromausfall, allerdings nicht komplett,
aber große Teile des Casinos sind dunkel. Das Buffet ist stockdunkel
und so fahren wir wieder, diesmal zu Carl´s Jr. Dort gibt es dann
einen Six-Dollar-Burger und ein Milkshake hinterher, alles sehr lecker.
Bis wir allerdings an unserem Hotel einen Parkplatz finden dauert es
etwas.
Gefahren: 230 mi
Gelaufen: 6,4 km
Übernachtung: Primm - Buffalo Bill 22$
24. Tag / Primm - Death Valley
Donnerstag 12. Oktober
Wir stehen gemütlich auf und packen zusammen, im Zimmer gibt es eine kleine Kaffeemaschine, der Kaffee schmeckt aber nicht besonders. Dann fahren wir auch gleich los, Halt - vorher wird noch getankt. 50 Meilen sind es bis Baker, dort holen wir uns noch Milch und einen Bear Claw zum Frühstück. Dann geht es weiter nach Shoshone, das sind auch noch mal 60 Meilen.
Erst dann geht es weg ins Death Valley, die Strasse
führt bergab durch schöne Hügel.
Der erste schöne Punkt ist der Mormon Point, von dem man aus den
trockenen Salzsee sehen kann. Dann erreicht man auch schon Badwater, hier
sind schon etwas mehr Touristen, Japaner mit Regenschirmen und eine
Busladung deutscher Touristen. Wir machen nur schnell ein Bild und düsen
etwas zurück um von dort in Ruhe auf den Salzsee zu gehen.
Am Rande bricht das Salz leicht durch und man steht im Matsch, eigentlich
genauso wie an einem gefrorenen See. Dann aber trägt das Salz gut
und wir gehen ein Stück ins Weiß. Es blendet und knirscht
unter den Füßen, manchmal hat es Löcher im Salz und
natürlich gibt es Aufwerfungen durch das Austrocknen.
Die
Fahrt geht wieder ein Stück weiter zum Devils Golf Course,
dort sieht
es aus wie auf einem grob gepflügten Acker und in den harten Salzschollen
sind Löcher drin, die wie Putting Holes aussehen.
Weiter zum Artists Drive, die Hügel haben schöne Formen
und verschiedene Farben, einfach wunderbar, ich muß ständig
halten und Fotos machen. Es gefällt mir hier einfach gut.
Nun erreichen wir auch Furnace Creek und machen im Schatten der
Bäume unser Picknick. Es lässt sich hier wunderbar aushalten,
es hat nur 34 °C, was sehr angenehm ist. Wer weiß wie heiß
es hier werden kann, wird dies bestätigen können.
Nach dem Lunch gehen wir ins Visitor Center und erkundigen uns für die geplanten Trails in den nächsten Tagen. Wir sehen uns die sehr interessante Dia Show an und kaufen ein Buch über Petroglyphen des Südwestens. Dann fahren wir weiter, nein ich muss schon wieder anhalten und ein Bild machen, die Nachmittagssonne erleuchtet die Hügel wunderbar. An einer Baustelle müssen wir sehr lange warten, dann kommt ein Pilotcar und wir dürfen im Pulk hinterher zuckeln. Bis zur eigentlichen Baustelle sind es bestimmt 4 Meilen gewesen, dort steht ein LKW mit Sand und der Grader verteilt diesen schön auf dem Bankett, mehr wars nicht, so viel Getöse um Nichts kann ich einfach nicht nachvollziehen.
Hinter Stovepipe Wells fahren wir ab und auf staubigem Gravel zum Mosaic
Canyon. Leider müssen wir einen Schleicher überholen und
stauben in gewaltig ein. Der Canyon ist fantastisch, glatt geschliffener
Fels, fast wie Marmor und darüber in Sand gepresste Steine, sieht
eben aus wie ein Mosaik. Der Trail ist auch nicht sehr weit, als der
Canyon breiter wird, gehen wir noch ein Stück aber wegen der vorgerückten
Zeit, machen wir wieder kehrt und gehen zurück. Im General Store
in Stovepipe Wells kaufen wir noch Eis und eine Bear Claw für morgen
früh, eigentlich könnten wir hier für 3 $ duschen und
den Pool in der Lodge benutzen, aber wir haben ja unsere Shower dabei.
Bis zum Thorndike Campground ist es ein ganzes
Stück zu fahren, es geht wieder hoch bis zum Emigrant Pass, der
bereits auf über 5.000 Feet liegt und wieder etwas hinunter durch
welliges Hügelland. Dann geht es wieder hoch und wir passieren
den Wildrose Campground, ab hier ist die Strasse eng, steil, steinig
und es staubt wieder.
An
den Charcoal Kilns machen wir noch mal Halt und fahren dann die
letzten 2 Meilen bis Thorndike. Es hat nur noch 9°C und wir packen
alles aus, hängen die Shower an einen Baum und ich dusche schnell.
Das Wasser ist zwar warm, aber die Luft kühlt immer mehr ab. Mit
den letzten Kohlen und mitgebrachtem Holz mache ich noch ein Feuer und
schreibe den Bericht, während mir schon die Finger vor Kälte
abfallen, was für ein Temperaturunterschied. Dann gibt es noch
einen Bagel und Bier und wir erfreuen uns an der Ruhe und dem schönen
Sternenhimmel. Die Nacht wird wohl sehr kalt werden.
Gefahren: 258 mi
Gelaufen: 3 km
Übernachtung: Thorndike Campground 0$
25. Tag / Death Valley - Wildrose Peak - Death Valley
Freitag 13. Oktober
Die Nacht war kalt, nun wir waren zwar besser vorbereitet als beim ersten Mal, doch soo kuschelig war es nun auch nicht. Ich hatte Long Johns und einen Fleece Pulli an, dazu noch eine dünne Decke in der Pooftüte, Elke hat eine dicke Fleece Decke zusätzlich. Aber es war trotzdem nicht so angenehm. Um 6 Uhr in der Früh beginnt es zu regnen, na Klasse, soll der Plan heute wieder mal nicht aufgehen? Wir bleiben liegen und es gibt immer wieder mal einen Schauer. Als wir dann um 8:30 Uhr endlich aufstehen, ist es zwar trocken aber bewölkt es hat um die 7 °C, was tun? Das Schlafen im Auto ist nicht sehr erholsam, wir sind beide verspannt.
Nun zuerst räumen wir das Auto um und frühstücken, dann fahren wir zu den Charcoal Kilns zurück. Es regnet nun wieder und wir wissen nicht was tun. Als es etwas aufhört, sehe ich mir die Meiler an und Elke schreibt noch Karten. Dann sieht es wieder einigermaßen gut aus und wir entschließen uns nun doch loszulaufen.
Es ist nun 10:10 Uhr und wir starten den Trail zum Wildrose
Peak. Uns wird schnell warm, aber wir sind auch warm angezogen,
ungewöhnlich für das Death Valley, aber der Trailhead befindet
sich schon auf 2.100 m. Es geht durch Wald steil bergauf und das Tal
ganz hinter, bis wir den ersten Blick ins Death Valley unter uns erblicken
können.
Von
nun an geht der Trail nordwärts auf der Ridge Richtung Wildrose
Peak. Wir müssen immer wieder Erholungspausen einlegen und trinken,
der Aufstieg ist auch ohne Hitze eine enorme Anstrengung. Die Bäume
werden weniger und verschwinden schließlich gänzlich, dafür
bläst nun ein eisig kalter Wind.
Wir haben den Gipfel erreicht und sind nun auf 2.770 m, unter uns liegt
das Tal zum Teil im Wolkenschatten, der Ausblick ist trotz aller Widrigkeiten
phänomenal. Da es hier zu ungemütlich ist, schreiben wir ins
Gipfelbuch und machen Fotos, zum Pausieren ist es zu windig und kalt.
Das holen wir dann etwas tiefer nach als wir einen gemütlichen
Platz auf einem umgestürzten Baum gefunden haben. Als wir wieder
Aufbrechen haben wir eiskalte Finger und frieren wieder.
Der weitere
Abstieg geht zwar schnell, ist aber auch nicht ohne, man muss ständig
auf den Boden vor sich sehen, um nicht ein Fehltritt zu machen, so entgeht
einem viel Wildlife, denn es gibt hier viele Vögel und auch Hörnchen
die umher huschen.
Endlich erreichen wir um 14.30 h das Auto und sind sehr froh, aber auch
k.o., der Aufstieg hat uns 2:20 Stunden gekostet und es sind 618 Höhenmeter
auf 6,8 km. Die Höhe macht wohl dazu noch zu schaffen.
Nun fahren wir zurück ins Tal, langsam, denn beide
sind wir müde und verspannt. Das Thermometer steigt Grad um Grad,
auf der langen Gerade vor Stovepipe Wells hüpft es von 21 °C
direkt auf 30 °C, was für ein Unterschied. Im Valley haben
wir dann 34 °C, trotz Schatten. Wir haben glücklicherweise
schon von daheim aus auf der Furnace Creek Ranch reserviert, sonst hätten
wir ein Vielfaches zahlen müssen. Die Cabins sind zwar schon etwas
älter, aber innen sehr schön und modern eingerichtet. Die
Klima steht auf 61 °F und für uns viel zu kalt, deshalb wird
schnell der Off-Schalter betätigt. Es hat einen Fernseher und Kühlschrank
auch, das Bad ist sehr schön und alles sauber. Ich lege mich erst
mal ab, während es Elke sich auf der Veranda gemütlich macht.
Kurze
Zeit später bläst ein heftiger Wind und wirbelt jede Menge
Sand auf, es blitzt und donnert und dann gibt es auch schon ein Gewitter.
Die tief hängenden schwarzen Wolken auf dem Weg nach Furnace Creek
haben das ja bereits vermuten lassen, doch dass dann wirklich Regen
fällt, kann man wohl erst glauben, wenn man es selbst erlebt. Kurze
Zeit später fährt auch schon ein kleiner Bagger durch das
Gelände mit Sandsäcken in der Schaufel - scheinbar wird hier
mit Überschwemmung gerechnet
und es werden dafür bereits Vorkehrungen getroffen. Dann duschen
wir und gehen ins 49er zum Essen, natürlich ist es hier nicht ganz
billig, aber das war ja auch zu erwarten. Als wir wieder aus dem 49ers
treten scheint es noch mal einen Schauer gegeben zu haben; mal sehen,
ob wir morgen unseren weiteren Plan in die Tat umsetzen können.
Im Fernseher gibt es einen Info Kanal des DV und es läuft ein wirklich
informativer Film über den NP. Wir freuen uns auf eine erholsame
Nacht.
Gefahren: 64 mi
Gelaufen: 13,3 km
Übernachtung: Furnace Creek Ranch 128$
26. Tag / Death Valley - Racetrack - Trona - Ridgecrest
Samstag 14. Oktober
Der
Wecker klingelt um 6:30 Uhr und wir müssen raus. Sunrise am Zabriskie
Point steht auf dem Programm. Wir ziehen uns schnell an und düsen
auch schon los. Es sind schon ein paar Fotografen da, aber die Wolken
verdecken den ganzen östlichen Horizont. Eine größere
Lücke weiter oben lässt hoffen, also warten wir. Da sich die
Lücke dann auch noch schließt gebe ich auf und mache ein
paar Fotos ohne Sonne.
In der Cabin machen wir uns dann Tee und Kaffee und essen Cornflakes
dazu.
Zusammenpacken und wir fahren nach Norden, ab dem Abzweig zu Scotty´s Castle ist die Strasse immer wieder mit Schlamm und Kies überschwemmt worden, ich fahre in hohem Tempo drüber, manchmal fast zu schnell, weil die Umgebung einfach zu interessant ist, statt mich auf die Straße zu konzentrieren - zum Glück ist jetzt noch kein Verkehr. Dann biegen wir ab zum Ubehebe Crater und sehen uns diesen vom Parkplatz aus an, zum Rundgang reicht die Zeit leider nicht, vielleicht heute Nachmittag.
Hier beginnt auch die Road zum Racetrack, auf dem Schild steht 27 Meilen und die Ranger haben uns gewarnt, die Strasse sei in schlechtem Zustand, wir müssten mit einem Platten rechnen und sollen das lieber sein lassen. Nun so mancher Ranger hat uns schon vor einer Road oder sonstigem gewarnt und es ging gut, wir wollen es einfach selbst sehen. Natürlich ist uns das Risiko, das wir hier eingehen bewusst und wir haben immer noch die Möglichkeit umzudrehen, falls es wirklich zu heftig wird.
Nachdem wir aus dem Lavafeld heraus sind, fährt es sich ungleich
schwerer. Der Weg besteht aus losem Schotter und das kann schon reifenmordend
sein. Auch einige große Pfützen tauchen dann auf, diese lassen
sich aber leicht durchfahren, die großen Steine machen da schon
mehr Probleme.
Nach 20 Meilen erreichen wir die berühmte Teakettle Junction.
Der Wegweiser hängt wirklich voller Teekessel, die meisten mit
Aufschrift, von wem und wann sie aufgehängt wurden, kurios. Die
Road ist ab hier, entgegen den Aussagen der Ranger, gut zu befahren
und man sieht schon aus der Ferne die Racetrack-Playa.
Als wir den ausgetrockneten See erreichen, fahren wir auf einem guten sandigen Weg und sehen auch bald die ersten Steine auf der Playa liegen. Wir haben es geschafft, aber können wir auch die Spuren sehen? Die Spannung steigt und Elke testet die Beschaffenheit des Bodens, vorsichtig setzt sie einen Fuß auf die Playa, um zu sehen ob diese weich ist und ob eventuell Schuhabdrücke bleiben. Das wäre nämlich das Aus, für eine Exkursion auf die Playa gewesen. Aber wir haben Glück, Glück, Glück, der Boden ist steinhart, keine Abdrücke bleiben zurück, also rauf und erkunden. Es liegen nur ein paar Steine hier, aber die Tracks sind schon gigantisch, einfach unglaublich. Die Steine bewegen sich tatsächlich, keiner hat es je beobachtet und es funktioniert wohl nur, wenn es nass ist und der Wind stark genug bläßt. Manche Steine wiegen bis zu 100 Pfund und es bleibt ein Rätsel, aber es ist wahr.
Wir fahren weiter zum Südende, dort ist ein Parkplatz und es stehen
schon ein paar Autos da, 2 Männer fahren gerade wieder ab als wir
kommen und sie fahren gen Süden. Wir gehen wieder auf die Playa
und wenden uns dem südöstlichen Ende zu. Das Laufen auf dieser
ebenen Fläche allein ist schon Wahnsinn, dann kommen die ersten
Steine mit Tracks, unbelievable.
Ich komme aus dem Fotografieren nicht mehr raus, wir gehen von einem Stein zum anderen, es ist super. Nach einer Stunde haben wir alle Steine gesehen und gehen zurück und essen Bagels. Dann kommt ein SUV mit 2 Männern, die gehen auf die Playa und kommen sehr schnell wieder zurück. Sie sagen uns, dass sie nur wenig Zeit haben und auch auf der Südroute wieder aus dem Tal wollen, ich habe schon auf dem GPS gesehen, dass es tatsächlich eine Verbindung zum Saline Valley gibt, die auf den Karten nicht eingezeichnet ist. Die Rangerin hat den Weg über die Hunter Mountains nicht empfohlen, die Männer meinen dagegen es geht gut; der Trail sei oft sehr schmal und geht wohl auf der einen Seite steil bergab, aber man könne es schaffen und sie fahren los. Wir essen noch fertig und fahren ihnen hinterher, das nächste Abenteuer an diesem Tag beginnt.
Bereits nach einer Meile geht es über einen Sattel
und es wird heftig. Wir müssen über große Steine und
Geröll in das Tal runter. Ohne HC ist dies keinesfalls möglich,
auch würde ich im Nachhinein von dieser Route abraten. Man kommt
nur sehr langsam vorwärts, das Ausweichen und Überfahren der
großen Brocken erfordert viel Zeit und streckenweise jemanden
der vorne weg geht und einweist. Da ist man zu Fuß schneller unterwegs.
Der Weg schmiegt sich immer an den Hang und dieser liegt oft auf dem
Weg, oder hat ein Stück dessen mit weiter nach unten getragen,
nichts für schwache Nerven, aber man kommt vorwärts, Kurve
um Kurve über Stock und Stein wie man so schön sagt. Manchmal
sind es richtige Stufen die wir hinunter müssen und ein paar Mal
auch wieder zurück als wir an einem zu großen Stein festsitzen,
das geht dann nur noch mit 4WD. Als wir dann endlich den Talboden erreichen
denken wir, nun geht es bestimmt schneller, aber falsch gedacht. Um
auf die Saline Valley Road zu kommen, muss man noch das ganze Tal durchqueren
und das besteht einzig aus Washes und Geröllfeldern. Da müssen
wir auch noch durch, in die Washes geht es meist steil runter, aber
wir schaffen auch das.
Die Saline Valley Road ist da schon in
besserem Zustand und kann mit 25 mph gefahren werden. Dann geht es entlang
des Creeks bergauf. Es ist grün und es wachsen wieder Joshuas hier, auch müssen
wir zweimal den Creek durchqueren. Vom Pass oben kann man ins Panamint
Valley sehen und es ist kalt. Von nun an geht eine breite Gravel
Road bis zum Highway 190 und ich fahre flott durch den Joshua Forrest.
Als wir die Gravelroad verlassen blicken wir zurück und entdecken
ein Schild und das besagt "Road closed" - AHA. Dann müssen
wir zurück bis Panamint Springs und fahren das Valley nach Süden,
auf dem Telescope- und Wildrose Peak liegt Schnee, wir haben wohl das
richtige Timing gehabt, gestern den Aufstieg gemacht zu haben.
Das
letzte Sightseeing Ziel heute sind die Trona Pinacles, Trona
ist ein trostloser Ort, der von einer riesigen Chemiefabrik beherrscht
wird. Eine Mineral Company beutet den Boden aus und es wird hier wohl
auch Borax abgebaut und verarbeitet. Die Strasse zu den Pinnacles ist
eine Schlammpiste, denn es geht auf dem Grund von einem ausgetrockneten
See entlang und es hat erst vor kurzem geregnet.
Durch die Pinnacles
führen dann mehrere Wege, die man fahren kann und das tun hier
viele. Auch wird überall gecampt, Väter und Söhne beschießen
sich mit Farbe, ein richtiger Abenteuerspielplatz. Ich mache ein paar
Fotos, dann schlingern wir wieder zurück. Der Ausflug hat sich
eigentlich nicht gelohnt, aber weil es direkt am Weg liegt, sind wir
halt hin. Wie unser Auto aussieht, kann man sich denken.
Auf dem Weg nach Ridgecrest fängt es zu regnen an und wir sind über die Größe der Stadt ganz erstaunt. Aber daneben ist ja das Naval Weapons Center und so wohnen hier wohl viele Soldaten. Wir fahren die Mainstreet ab und checken erst mal im Motel 6 ein, dann fahren wir noch eine Carwash an und spülen den ganzen Dreck der letzten 4 Wochen mal ab. Zum Abendessen gibt es einen original Six-Dollar-Burger, bei Carl´s Jr. und einen Milkshake hinterher, lecker. Dann kaufen wir noch ein paar Getränke ein und gehen ins Motel. Leider gibt es kein warmes Wasser und das Zimmer ist auch nicht so toll, wahrscheinlich war es das letzte Mal, dass wir diese Kette buchen.
Gefahren: 231 mi
Gelaufen: 3 km
Übernachtung: Ridgecrest - Motel 6 42$
27. Tag / Ridgecrest - Primm
Sonntag 15. Oktober
Wir stehen gemütlich um 7:30 Uhr auf, es gibt hier natürlich nur Kaffee und Tee. Das Frühstück bringen wir wieder selber auf den Tisch, einen Bagel mit Marmelade und Cornflakes. Hinterher packen wir zusammen und räumen das Auto ein, dabei fällt auf, dass das Auto zwar äußerlich nun sauberer ist, aber wenn man die Türen öffnet ist der rote Staub dort noch überall zu sehen. Elke packt dabei sofort die Putzwut und sie holt einen Lappen raus, um mit Wasser die Einstiege zu säubern. Ich kann da nicht lange zusehen und packe mit an. Nun noch zum Tanken, vermutlich zum letzten Mal und wir fahren gemütlich in die Morgensonne. Die scheint zwar und es ist auch wolkenlos, aber der Smog aus LA hüllt die komplette Landschaft ein und dies wirft ein schreckliches Licht auf die Landschaft, hier möchten wir wohl auf keinen Fall wohnen. Auch sind die Orte alle sehr unordentlich, kein Vergleich mit Escalante oder so. In Johannesburg hole ich mir an einer Tanke noch einen Vanilla Frappucino, den ich gewöhnlich im Auto zu mir nehme.
Dann erreichen wir Hinkley und sind ganz gespannt diesen
Ort mal zu sehen, von GP&E sehen wir nichts, aber es ist schon alles
ziemlich trostlos hier. Wem dies jetzt nichts sagt, dem sei der Film
Erin Brokovich empfohlen. Den haben wir erst vor ein paar Tagen wieder
gesehen, einfach klasse gespielt - nur die Geschichte ist leider wahr.
Wegen eines umgefallenen Strommasten müssen wir auch noch eine
Umleitung fahren, dies haben wir schon im Radio mitbekommen, ist aber
nicht so schlimm.
Danach kommt Barstow und wir fahren auf die I-15, man
könnte jetzt noch einen Abstecher nach Calico oder zur cy-six (ZZYZX)
Spring machen, wir düsen aber bis Primm durch und sind früher
als erwartet am Ziel.
Die Umgebung hat sich hier in den letzten Tagen deutlich
verändert, das Primm Valley steht unter Wasser, einfach unglaublich
was wir dieses Jahr alles erleben. Da wir voraussichtlich noch nicht
einchecken können, fahren wir direkt zum Outlet. Nun ist Shoppen
angesagt.
Bei Skechers finden wir sofort 2 Paar Schuhe und auch bei Old Navy werde
ich diesmal fündig. Da es hier einen Panda Express gibt, machen
wir auch dort Mittag, ich löse den Internetcoupon ein und wir lassen
uns das Orange Chicken schmecken. Dann geht die Tour weiter, aber wir
finden nicht so das Richtige zum richtigen Preis für uns. Bei Hilfiger
ist die Auswahl in LV besser, einzig im Timberland Outlet schlagen wir
noch zu. Im Outlet gab es einen spacigen Eisstand; der verkauft Eis
in Form von gefrorenem Granulat. Lauter kleine kalte Kügelchen,
die den Geschmack von Vanilleeis haben - wir haben eine kleine Kostprobe
gratis bekommen. Kommt einem vor wie Astronautennahrung und mutet sehr
futuristisch an; der Preis mit 3,50 $ für den kleinsten Becher
auch und wir haben es bei der Probe belassen.
Dann fahren wir rüber zum Buffalo Bill und checken
ein, wir bekommen ein Zimmer mit Blick nach Westen und lösen auch
gleich den Free Ride ein. Ich habe bislang noch von Niemanden gehört,
der damit gefahren ist, aber es war der Hammer, eine super Achterbahnfahrt,
da bleibt mir einfach die Spucke weg. Die Fahrt sei auf jeden Fall empfohlen,
ist aber nichts für jemanden dem leicht übel wird und das
für lau. Regulär kostet der Rollercoster Ride 7 $ pro Nase.
Nahe
dem Ausgang ist ein Shop für Magicians und es findet gerade eine
Vorführung statt, einige Tricks kennen wir schon von unserem Freund
Robby, als die Show vorbei ist entscheiden wir den Helikopterkartentrick
für ihn mitzubringen.
So nun beziehen wir unser Zimmer und es kommt zufällig Dumb and
Dumber im Fernsehen, dieser Film kommt jedes Mal wenn wir in USA sind
und das seit 1997, witzig.
So heute sind wir früh genug dran und wir entern das Buffet. Die
Salate sind sehr gut, die Hauptgerichte auch, allerdings fehlen mir
die Ribs, auch Pizza gibt es keine, schade das hätte ich eigentlich
erwartet. Getränke bekommen wir auch keine, also müssen wir
uns hier selbst bedienen. Dafür schmeckt die Ananas wieder super,
alles in allem war es gut und wenn man weiß, was es nicht gibt
kann man da auch wieder hin.
Nun sind die Slots an der Reihe, ich stecke 1$ in einen 2 Cent Automaten
mit Afrikamotiv und gewinne 5, der Slot hat mir gut gefallen, es gab
auf einem kleinen Monitor bei der richtigen Kombination Zusatzspiele
und Gewinne, das Ganze mit Trommeln untermalt. Nun haben wir unser Glück
noch an anderen Slots probiert aber immer verloren. Wir sahen dann noch
eine Weile beim Wheel-of-Fortune zu, aber als ich bereit war zu setzen,
wurde es geschlossen. Beim Roulette durfte ich dann nicht mehr setzen
und so trinke ich noch ein Sam Adams auf dem Zimmer.
Gefahren: 197 mi
Übernachtung: Primm - Buffalo Bill 22$
28. Tag / Primm - Las Vegas
Montag 16. Oktober
Wir dürfen heute bis 8 schlafen und haben keine Hetze beim Aufstehen. Der E-Checkout funktioniert in diesem Zimmer nicht, also werfen wir die Keys in die volle Box, am Lift. Die Fahrt nach LV ist nicht weit und geht schnell vorbei.
Da das Outlet Center noch zu hat, steuern wir als erstes einen Ross Markt an. Nebenan ist ein Starbucks, somit frühstücken wir doch erst mal da. Für Elke nehme ich dann noch im Kaffebecher etwas Milch für die Flakes mit. So nun können wir gestärkt den Ross entern. Ich finde sofort einige T-Shirts und Kapuzenjacken, sowie etliche Sportshirts. Elke hat auch ein paar Teile gefunden, nach der Anprobe bleibt jedoch nur eines übrig. Ein paar Paare Socken landen auch noch im Wagen und welch Wunder, an der Kasse geht es diesmal schnell.
Das Outlet ist nur um die Ecke, aber es ist schon Mittagszeit,
auf dem Parkplatz machen wir uns noch die restlichen Bagels und essen
diese. Im Outlet steuern wir als erstes den Tommy Hilfiger an, ich kaufe
mir eine Jeans für 10$ sowie zwei Hemden und T-Shirts gibt's für
ganze 2,50$. Elke findet wieder mal nichts. Da wir schon mal da sind,
gehen wir auch gleich in den Adidas Store, hier wollen wir Schuhe kaufen.
Ich schlüpfe in 2 verschiedene Paare und habe meinen Favoriten
schon gefunden. Bei Elke dauert es etwas, sie findet aber kein wirklich
bequemes Paar. Also müssen wir noch zu Reebok, dort gibt es für
Damen aber nur ein Model für Cross Training und dieses ist nicht
das Richtige, schon blöd. Im VF Laden waren wir noch nie, hier
gibt es auch Markenkleidung und Elke sucht nach einer Jeans, wird aber
zunächst nicht so fündig, also gehe ich mal schauen und finde
sofort eine Wrangler Cargohose für 10$. Elke probiert dann zig
Jeans an, aber keine passt richtig, die Damengrößen sind
auch ziemlich konfus zu verstehen.
Jetzt ist es 15 Uhr und wir könnten schon einchecken,
aber da der Frys Store nicht weit weg ist, will ich da auch noch rein,
Elke bleibt im Auto sitzen. Dies ist ein riesiger Computer- und Elektroladen,
ich hätte sofort eine 2,5 Zoll externe Festplatte gefunden, aber
lasse sie dann doch da. Auch die TFT Monitore und Beamer sind günstig,
die LCD Fernseher sowieso, leider kann ich da keinen mitnehmen. Also verlasse
ich irgendwann den Laden und nun fahren wir zum The Orleans, dort
habe ich ja von Monticello aus vorgebucht für sagenhafte 30$ pro
Nacht. Zunächst gehen wir mal zum Checkin, dort bekommen wir die
Keys und 2 Lunchbuffet Gutscheine und 2 Fun Books, dann holen wir die
erste Ladung an Gepäck aus dem Auto.
Unser Zimmer ist im 10. Stock, ein
wirklich schönes Zimmer, mit Couch und Blick auf den Pool. Da Elke
nun ihre neuen Socken sucht und diese vermutlich beim Auto verloren
hat, leeren wir einen Koffer gleich wieder und gehen noch mal runter.
Wir sehen die Socken auch von weitem schon am Boden liegen, dann tritt
ein Trottel von Afro-Amerikaner mit Absicht noch darauf und macht eine
Halbdrehung, ich hätte ihm am liebsten meine Meinung dazu gesagt,
aber der Typ ist natürlich so groß wie ein Schrank und so
lasse ich das lieber.
Dann quatscht uns noch eine 50-jährige Lehrerin
an und will 19$ von uns, die Frage ist nur von wem noch? Nun gut, wir
laden den Koffer wieder voll und traben zurück ins Zimmer, leeren
Alles aus und fangen schon mal an zu sortieren und uns von unnötigem
Müll zu trennen. Dazu gehören Elke´s alte Sketchers,
die stehen jetzt auf der Mülltonne vor dem Hotel. Das Resultat
dieses und des letzten Shopping Tages zeigt doch ganz deutlich wer am
meisten gekauft hat und ich muss schon sagen, meine Ausbeute ist enorm.
So nun ist aber Essenszeit, wir gehen nach unten und suchen das French Market Buffet. Heute ist Montag und deshalb Seafood Day, das Buffet kostet statt 12,95$ heute 16,95$. Wir überlegen etwas, ob wir das ausgeben sollen und entschließen uns dann doch dafür, zum Glück. Am Tisch werden wir gleich gefragt ob wir Wein möchten, hmm da war doch was? Ach ja, in unserem Fun Book ist ein Gutschein für eine Flasche Wein, also bestellen wir White Zinfandel und dazu Cola, etwas strange, aber hier Standard.
Dann starten wir mal, ich hole mir ein halbes Dutzend Austern und jede Menge Garnelen. Ich sage Euch, so was von lecker die Teile, aber es gibt ja noch mehr. An den einzelnen Stationen, gibt es heute sehr viel Fisch in allen Variationen aber auch Ribs, Sirloin und Pizza, doch davon rühre ich heute gar nichts an. Auf dem Plan steht nur Fisch und Seafood, ich könnte jetzt Alles aufzählen aber das langweilt den Leser nur, deshalb mein Ratschlag: wer Fisch und Seafood mag und Montags in town ist, der muss hierher, so gut und günstig bekommt man so eine Auswahl sonst nirgends.
Nach dem gelungenen Abendessen wollen wir etwas gambeln, den Ausflug zum Strip haben wir wegen der Flasche Wein gecancelt, ich weiss es gibt einen kostenlosen Shuttle, aber das wollen wir auch nicht. Die Slots hier sagen uns aber nicht so zu und so ist schnell mal ein Dollar weg. Inzwischen bekommt Elke der Wein nicht so ganz und sie macht schlapp, also aufs Zimmer und erstmal eine Pause einlegen. Nachdem Elke nicht mehr aus dem Bett zu bewegen ist, gehe ich doch noch mal ins Casino und lasse da einen Dollar, dafür krieg ich auch ein Bier. Die Slots hier sagen mir nicht so zu, einzig die Bardamen sind hier wirklich eine Schau. Am Lift werde ich dann von einem Security Officer aufgehalten, erst verstehe ich gar nicht was er will, da ich dachte er hat einen Roomkey gefunden und meint es wäre meiner und ich verneine immerzu, dann lässt er mich aber nicht in den Lift und will meinen Roomkey sehen. Achso na das hätte er doch gleich sagen können. Im Fernseher kommt nichts mehr Interessantes und so schlafen wir bis morgen früh.
Gefahren: 43 mi
Übernachtung: Las Vegas - The Orleans 30
$
29. Tag / Las Vegas
Dienstag 17. Oktober
Um kurz nach 8 klopft es an der Tür und da sich von uns niemand rührt, wird die Tür geöffnet und auch gleich wieder geschlossen. Das war wohl das Zimmermädchen oder so und hat sich geirrt. War nicht so schlimm, es ist eh Zeit aufzustehen. Wir räumen das umherliegende Zeug in die Koffer und ziehen uns an.
Unser erstes Ziel soll ein Starbucks sein, es wäre eigentlich gleich einer an der Ecke, aber das wissen wir noch nicht. So fahren wir zur Charleston Ave und gehen dort in den Starbucks. Die Angestellten sind an beiden Kassen beschäftigt und ziehen ständig Karten durch das Lesegerät, hmm ein Frau wartet wohl auf irgendwas, sonst ist nichts los. Dann können wir Kaffee und Tee bestellen und brauchen gar nichts dafür zu zahlen. Die Frau hat wohl eine enorme Menge an Geschenkgutscheinen gekauft und diese werden jetzt alle mit 10$ aufgeladen, was wohl mehr als ein paar Minuten dauert. Deshalb haben wir Glück und die Rechnung geht aufs Haus. Wir setzen uns und Elke zieht ihre Flakes raus, ich habe noch ein paar Corny, die ich vertilge. Wir sind zwar keine absoluten Starbucks Fans, da es auch gar nicht so günstig ist hier zu Frühstücken, aber es gehört doch zum Urlaub dazu.
So jetzt fahren wir die Charleston Ave fast ganz raus,
Elke meint zwar, dass dies nicht richtig ist, ich bin mir da jedoch
etwas sicherer und siehe da, vor uns liegt der Boca Park mit dem gesuchten
Ross. Da findet dann Elke zum Glück 2 Jeans die passen und eine
Winterjacke. So nun noch schnell zum Walgreens, aber dort kaufen wir
dann doch nichts, also wieder die Strasse runter zum Walmart. Dort erledigen
wir auch unseren Abschlusseinkauf, bekommen jedoch auch nicht alles,
was auf unserer Liste steht. Es ist schon nach Mittag und mir nicht
ganz gut.
Also zurück zum Orleans, das Lunch Buffet wartet. Wir
haben ja Gutscheine dafür bekommen und wollen diese auch nicht
verfallen lassen, gespart haben wir damit 16,08$ nicht schlecht und
die Auswahl ist nahezu die gleiche wie gestern Abend. Dies ist wohl
auch das einzige Buffet das Fries und Onion Rings hat, die auch noch
gut schmecken. Es gibt zwar keine rohen Austern mehr, aber man könnte
noch Oysters Rockefeller haben, ich schlage mich nun ganz auf die Mexican-
und Pizza-Seite und hole mir dann noch ein Stück Beef Ribs, das
ich gar nicht mehr zwinge.
Nach dem Essen fahren wir gleich wieder los, denn das letzte Outlet in dieser Stadt hat uns noch nicht gesehen. Als erstes entdecken wir den Timex Laden und uns fallen sofort 2 Uhren für je 20$ in die Hände. Als wir diese bezahlen wollen, fällt mir ein, dass wir den Coupon noch gar nicht eingelöst haben und tun dies erst noch, sonst könnte uns ja ein Discount entgehen. Gesagt getan, wir bekommen 5$ Off, wenn wir über 40$ kommen, also nehmen wir noch eine Uhr als Geschenk mit. So, Elke braucht noch Laufschuhe und die gibt es jetzt bei Nike, zunächst gibt es von dem gewünschten Modell nicht mehr die richtigen Größen, also muss ein anderes gewählt werden und das passt dann zum Glück auch.
Wir machen noch die Runde und gehen in ein paar ausgewählte Läden, aber fündig werden wir dann nur noch bei Eddie Bauer. Hier haben wir ja noch von letztem Jahr eine 10% Off Stempelkarte und bekommen zusätzlich vom Couponheft 15$ Off ab einem Betrag von 75$. Ich finde auch unter der großen Auswahl eine Jacke, da dies aber noch nicht für die Ermäßigung reicht suche ich eine Tasche aus. Es stellt sich dann raus, dass die Tasche nicht wie auf dem Label 25$ sondern nur 7,49$ kostet und Elke findet noch ein T-Shirt für 2,49$ und einen "teuren" Schal für 16,99$. Komischerweise zieht der Chef, von allem bis auf dem Schal noch mal 20% ab und so kostet die Jacke samt anderem weniger als die Jacke allein kosten würde, der Wahnsinn so was würde bei uns nie funktionieren, da immer nur ein Rabatt anerkannt wird.
Glücklich verlassen wir das Outlet und ich verfahre mich erst mal und muss eine Alternativeroute wählen, da dies nun schon passiert ist, können wir auch gleich noch zur Wells Fargo Bank fahren, die ich dort mit meiner SparCard keine Gebühren zahlen muss. Der Weg zurück zum Hotel zieht sich dann etwas, da Feierabend Verkehr ist, aber wir schleppen den Rest aus dem Auto durchs Casino ins Zimmer und beginnen sofort Koffer zu packen. Auch die beiden Taschen mit Handgepäck richten wir schon her, da man sowieso nicht mehr so viel da mitnehmen darf, fallen die Taschen auch nicht so schwer aus. Ich versuche noch am Telefon unseren Rückflug zu checken und es dauert ewig, aber es ist alles OK. Dann füllt sich eine Tasche nach der anderen und diese wird auch gleich von der neuen Handwaage verwogen, so dass wir morgen keine Überraschungen erleben. Dann haben wir diese Tortour auch fast geschafft, duschen uns und fahren zum Ellis Island, denn das Buffet hier kennen wir nun auch schon, obwohl wir ja noch eine Flasche Wein Gratis hätten, what shells, wir wollen noch mal schön billig Steak essen.
Natürlich müssen wir warten und natürlich gehen wir wieder
zu dem Glücksslot von letzter Woche, ich mache zwar etwas Gewinn,
Elke dagegen verliert eher, wie das eben so ist. Am Ende haben wir aus
4$ 6,75$ gemacht, was für eine Quote. Das Steak ist dagegen wieder
phantastisch, einzig das hauseigene Hefeweizen ist nicht so zu empfehlen,
da schmeckt das Amber Ale besser. Leider habe ich wieder vergessen ein
Bild von dem Steak zu machen.
Hinterher fahren wir noch ins Luxor, da
wollten wir ja letztes Mal schon rein und haben es nicht geschafft.
Gleich nach dem Parkdeck, sehen wir uns ein Video an, wie ein Paar auf
einem fliegenden Teppich durch LV düst, echt witzig. Wir werden
eingeladen dies auch zu tun und so folgen wir der Einladung. Wir bekommen
Anweisung was wir zu tun haben und gleichzeitig wird das Video aufgenommen,
hinterher dürfen wir es uns ansehen, was sehr lustig ist und es
ist auch gut gelungen, nur den Preis von 45$ wollen wir nicht dafür
bezahlen auch als die Frau es uns für 25$ anbietet lehnen wir dankend
ab. Dafür sehen wir uns nun etwas in der Pyramide um, bleiben aber
nicht so lange und fahren dann ins Orleans zurück. Dort bekommen
wir ja noch einen Free Cocktail, diesen nehmen wir an der Mardi Gras
Bar ein. Die Margarita ist nicht so besonders, dafür die Pina Colada
schon. Nun gut im Souvenir Shop habe ich ja schon mein Free Present
(Beans) abgeholt, Elke behält den Gutschein lieber, weil einmal
Kitsch genug ist. So landen wir im Zimmer es ist auch schon Mitternacht
und morgen geht´s heim.
Gefahren: 46 mi
Übernachtung: Las Vegas - The Orleans 30
$
30. Tag / Las Vegas - Chicago - München
Mittwoch 18. Oktober
Ich habe den Wecker auf 6 Uhr gestellt, dann können wir in Ruhe aufstehen. Wir räumen den Rest zusammen und packen den letzten Koffer, auch die Softkühlbox findet noch Platz und muss nicht hier bleiben. Kurz nach 7 verlassen wir das schöne Zimmer und checken aus.
Auf dem Weg zum Airport verfahre ich mich und lande auf einer Strasse parallel zur I-15. Was aber gar nichts macht, da es dort Stau hat. Wir erreichen nun den Airport, aber ich weis gar nicht an welches Terminal wir müssen, glücklicherweise lande ich am richtigen und lade das ganze Gepäck samt Elke aus. Nur leider am falschen Eingang, United befindet sich ganz hinten. Ich fahre nun das Auto zurück zu National und finde auch dort auf Anhieb hin. Dann lasse ich unseren treuen GMC dort stehen, ein wirklich gutes Auto, wir hatten nie Probleme damit und er hat ja mit uns Einiges mitgemacht. Ich bekomme noch eine Quittung in die Hand und dort lese ich, dass für das Auftanken ein Preis von 6,25$ pro Gallone berechnet wird. Das ist ja doch etwas viel und das muss ich daheim noch mal nachfragen.
In der Schlange vor dem United-Schalter ist zwar nicht
viel los, aber es dauert. Scheinbar ist nur ein Schalter geöffnet
und der wird seit geraumer Zeit von einem Paar belagert. Dann öffnet
doch noch ein weiterer und es geht langsam voran. Wir können nun
einchecken, Probleme mit dem Gewicht gibt es keine, aber freie Plätze
in Economy
Plus auch nicht mehr. An der Security ist zwar viel los, aber es geht
doch recht schnell. Als wir dann auch im richtigen Terminal sind, holen wir uns bei Starbucks
noch Milch und frühstücken ein paar unserer mitgebrachten
Flakes. Bis zum Boarding bleibt gar nicht mehr so viel Zeit und schnell
sitzen wir auf unseren Plätzen und heben ab. Leider ist die Maschine
ausgebucht, so dass sich neben Elke eine dickere Frau hinsetzt.
Elke
schläft gleich ein und ich sehe aus dem Fenster und mache Fotos,
wir fliegen nämlich über einige unsere Ziele hinweg, was sehr
aufregend ist. Die Route geht übers Valley of Fire und Little Finland
zum Zion, auch Coral Pink Sand Dunes sind zu sehen. Dann kommen ganz
schön die Coyote Buttes in Sicht, der Highway 89, White Pocket
und Yellow Rock, wahnsinn. Man sieht den Lone Rock und Lake Powell,
ab den Canyonlands weis ich nicht mehr genau wo wir uns befinden. In
Colorado ist bereits alles tief
verschneit, man erkennt die Orte, an den freigeräumten Strassen
und später wird es auch richtig bewölkt, so dass ich mich
auch zurück lehne und etwass eindöse.
In Chicago regnet es wieder mal, der Anflug war OK, aber irgendwie ist mir nicht ganz wohl. Wir brauchen das Terminal nicht zu wechseln und gehen zu unserem Abfluggate. Auf dem Weg dorthin nehmen wir noch einen überbackenen Bagel mit und etwas zu trinken. Wir setzen uns und holen auch noch die mitgebrachten Bagels raus und essen diese. Mir wird immer schlechter, deshalb nehme ich noch eine Schmerztablette, vielleicht war das auch ein Fehler.
Als wir in der Maschine sitzen wird mir richtig übel, leider können wir wohl auch noch nicht starten und sitzen eine Stunde lang am Boden noch fest. Dann muss ich mich das Erste mal übergeben, da wir aber kur vor dem Start sind, kann ich nicht aufstehen, zum Glück ist alles in der Tüte gelandet. Ich bin total fertig, kann aber wegen der Enge auch nicht einschlafen. Endlich sind wir in der Luft und Elke versucht einen anderen Platz zu organsieren, schafft dies auch, aber ich bleibe lieber auf unseren 2 Plätzen und mache es mir quer bequem. Das geht aber auch nicht richtig, da 2 Plätze auch zu wenig sind und mir ständig ein Lehne im Weg ist. Irgendwann stehe ich mal auf und es geht mir etwas besser, ich trinke Wasser und setze mich wieder, eine Stunde später wach ich heiß und verschwitzt auf und muss mich schon wieder übergeben, das darf doch nicht war sein. Ich verbringe den Flug dann ohne Getränke und Essen, es war der schlimmste Flug überhaupt für mich. Scheinbar bin ich heute morgen erkrankt, ich weis nur nicht wie.
Die Zeit geht so natürlich auch nicht vorbei und
ich würde mich doch so gerne ausstrecken und schlafen. Irgendwann
hat dies natürlich auch eine Ende und wir dürfen mit Verspätung
in München landen. Mir geht es soweit gut, dass ich mich langsam
bewegen kann, Elke nimmt beide Taschen und so trotte ich durch den langen
Gang, bis zur Passkontrolle und einen Stock tiefer zum Gepäckband.
Das Gepäck lässt dann etwas auf sich warten, da ein US Skiteam
mit zig Taschen und Kisten bevorzugt behandelt wird.
Erhard wartet natürlich
schon auf uns und so laden wir alle Koffer und Taschen in sein Auto
und fahren gemütlich Richtung Heimat. Dort sind wir dann kurz vor
12 Uhr Mittag und bekommen gleich eine warme Suppe. Ich esse einen Teller
und begebe mich dann gleich ins Bett.
Den nächsten Tag hänge ich auch noch etwas rum,
mein Kreislauf will nicht so richtig in Schwung kommen, aber wenigstens
kann ich wieder essen und trinken.
Da es mir am Montag immer noch nicht gut geht, muss ich wohl doch zum
Arzt. Ich habe mir irgendwo eine Virusinfektion zugezogen, die jetzt
auskuriert werden will.
Fazit
Fazit:
Wieder mal ein super Urlaub im Südwesten. Diesmal nicht so heiß, wie die vergangenen Jahre und etwas viel Regen, aber da kann man ja nichts dagegen tun.
Gefahren sind wir 4421 Meilen, soviel wollten wir eigentlich gar nicht fahren. Im Schnitt hat unser Envoy dafür 12,5 Liter auf 100 Km gebraucht, das ist doch ganz OK. Gelaufen sind wir 151 km auf Trails, wieviel Wasser wir dafür gebraucht haben, habe ich leider nicht gezählt.
To be continued ...

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