Happy Trails - The Tetons 2011
Eine Backpacking Tour über 6 Tage und 5 Nächte in den Grand Tetons, Wyoming
1. Tag / 31. August
Der Tag beginnt um 7.00 h in einem Motel in Driggs, Idaho. Wir gehen frühstücken und genießen nochmal richtig, dass der Kaffee bereits dampft und Müsli & Co. bereit stehen. Im Zimmer verstauen wur noch ein paar Kleinigkeiten in den Rucksack, der bereits gestern schon gepackt wurde und eine Stunde später geht es los zum Startpunkt South Teton Trailhead.
Beim "Vorherfoto" werden wir von einer Gruppe Frauen
angesprochen, die im kolletkiv auf Huckleberry-Lese gehen. Wir bekommen noch
eine kleine Einweisung, wie Huckleberries aussehen (ähnlich unserer Blaubeeren)
und dürfen Serviceberries probieren. Dann geht es um 9.30 h los; Andy hat 17,5
kg, Elke 15 kg auf dem Rücken. Es ist warm, die Sonne scheint und es weht ein
sommerlich warmer Wind.
Die erste Etappe geht gemächlich mit wenig Steigung
dahin, mal durch Wald, dann durch üppig blühende Wiesen, stets durch das
Rauschen des South Fork des Teton Creek begleitet. Nach gut einer Stunde Marsch
nimmt die Steigung zu und wir merken das schwere Gepäck nun ganz deutlich. Andy
entdeckt auf dem Weg ein Hufeisen – welches Pferd hat dies wohl hier verloren?
Uns ist es jedenfalls ein Glückssymbol für die bevorstehende Tour und dass es
uns nur Gutes beschert.
Gegen 12.30 h machen wir Mittag, die Schnaken treiben
ganz schön um. Da im Schatten der Wind auch gleich auskühlend wirkt, verweilen
wir nicht allzu lange und es geht weiter. Uns kommt ein Paar entgegen, das die
letzte Nacht bei Blitz und Gewitter auf dem Shelf verbracht hat und dies war
gar nicht so angenehm. Im Verhältnis zu uns, haben sie kaum Gepäck dabei; sie
sind aber auch schon wieder auf dem Weg zurück zum Auto. Die Strecke zieht
sich, in der Sonne ist es zuweilen sehr warm; die vielen bunten Wildblumen
entschädigen aber für die Anstrengung.
Nach ca. 4,5 h Gehzeit, 14 km Wegstrecke
und 870 Höhenmeter erreichen wir den Mirror Lake im Alaska Basin auf 2910 m, wor wir unser
Zelt mit Blick auf den Buck Mountain aufschlagen. Unterwegs hat Andy wild wachsenden Schnittlauch entdeckt,
dessen Saft wir für unsere zahlreichen Mückenstiche als Linderung verwenden –
und das mit Erfolg.
Als das Zelt steht, genehmigt sich Elke eine kurze Pause,
Andy filtert derweil Wasser. Menu des heutigen Abends: Mexican Style Chicken with Rice
von Mountainhouse und als Nachtisch Nüsse + Cranberries mit einem Latte Macchiato. Danach wird das Geschirr abgewaschen, das beschränkt sich aber auf die Sporks und die Tassen, denn aus den Mountainhouse Tüten kann man auch gleich essen. Wir erkunden noch ein wenig die Gegend – hier stehen weit verstreut
jede Menge Zelte – und genießen trotz Mückentreiben noch einen schönen
Sonnenuntergang auf den Felsen.
Tagesstrecke: 14,0 Kilometer
Aufstieg: 870 Meter
Zeit in Bewegung: 4,5 Stunden
Camp: Alaska Basin 2910 m
2. Tag / 1. September
Die Nacht war lausig kalt; wir haben in den frühen Morgenstunden noch lange Unterwäsche angezogen, an den Füßen hat es uns dennoch gefroren. Wir stehen erst gegen 8.00 h auf, die Sonne wärmt bereits und die Moskitos werden auch langsam munter. Das ist ein Wermutstropfen hier, wo es so schön ist.
Wir dehnen uns erst mal ein wenig und dann gibt es Frühstück – Müsli, Kaffe und Brot mit wahlweise Frischkäse und Honig oder Erdnußbutter. Bis wir abgespült, erneut Wasser gefiltert, wieder alles in die bärensicheren Container ver- und den Rucksack gepackt haben, ist es bereits 10.00 h. Da wir heute keine Eile haben ist das o.k.; morgen müssen wir 1,5 h früher aufstehen, um unser Tagespensum zu schaffen. Die Bärencontainer haben wir übrigens von der Ranger Station am Jenny Lake kostenlos ausgeliehen bekommen. Dazu haben wir auch ein Bärenspray bekommen, das wir jedoch aus Gewichtsgründen nicht mit dabei haben und wir hatten auch nicht vor eines zu kaufen.
Wir gehen Richtung Abzweig Hurricane Pass und treffen auf etliche
Wanderer mit dem gleichen Ziel. Am Sunset Lake ist es wunderschön und hier
stehen keine Zelte. Ein älterer Wanderer fotografiert die Wildblumen und
beginnt auch gleich ein Gespräch mit uns und bietet uns an, dass er uns
fotografiert. Wir tauschen ein paar Worte und er wünscht uns "God bless
you" – das geht mir noch den ganzen Tag durch den Kopf und ich freue mich
darüber.

Dann beginnt der Aufstieg zum Pass hindurch durch üppig blühende
Blumenweisen hinauf auf 3.200 m. Oben pfeift ein eisiger Wind und wir sehen die
Tetons von der Rückseite; hier beginnt auch der Nationalpark. Wir gehen ein
Stück in den Park hinein und steigen ab zum Schoolroom-Galcier – ein kleiner
See mit Eisschollen. Mitterweile ist es 12.30 h und wir machen Mittagsrast; in
der Nähe trollt sich ein Groundsquirrel. Irgendwann ist dann auch die Sonne
hinter den Wolken verschwunden und es wird ungemütlich kalt; Zeit zur Umkehr.
Wir steigen wieder auf den Pass und gegen 15.00 h sind wir am Sunset-Lake und
machen ausgiebig Pause; die Sonne ist wieder da und wir haben jede Menge Zeit.
Irgendwann kommt ein Paar namens Anna und Robert, die hier ihr Zelt aufgeschlagen
haben. Wir unterhalten uns angeregt und erfahren, dass sie aus Florida sind.
Wir reden über jede Menge Hikes im Westen der USA und die Zeit vergeht recht
schnell. Schließlich brechen wir auf, filtern nochmal quellfrisches Wasser und
kehren zurück ins Alaska Basin, wo unsere "Hütte" auf uns wartet.
Kurz bevor wir das Zelt erreichen ist ein kleiner Steindamm zu queren und Elke
erwischt zwei wacklige Tritte und kommt ins Wanken; ein Sitzbad mit nassen
Wanderschuhen und ein blutig aufgeschlagener Finger sind die Folge. Dumm nur,
dass wir keine Ersatzschuhe dabei haben. Am Zelt werden Kleidung und Schuhe so
gut es geht noch in die Sonne gehängt, Elke geht ins Zelt, denn die Mücken
stechen erbarmungslos durch die dünne Skiunterwäsche und der aufgeschlagene Finger
schmerzt. Andy übernimmt heute Küchendienst; es gibt Chicken Terriyaki with
Rice à la Mountainhouse und wieder einen Kaffee zum Nachtisch. Da Elke's Schuhe
für heute nicht mehr einsatzfähig sind, ist der Abend auch bald gelaufen und
wir verschwinden im Zelt.
Tagesstrecke: 14,3 Kilometer
Aufstieg: 772 Meter
Zeit in Bewegung: 4,18 Stunden
Camp: Alaska Basin 2910 m
3. Tag / 2. September
Der Wecker klingelt um 6.30 h; die Nacht war wieder lausig
kalt und wir haben sehr schlecht geschlafen, weil es so frisch war. Es hat zwar
4°C im Zelt, draußen nur -2 °C und es hat Raureif. Die Socken von Elke sind
gefroren; die Schuhe jedoch sind trocken. Auch das Wasser in unseren Flaschen
hat Eiskristalle. Es hilft nichts, wir müssen zusammenpacken.
Elke baut schon
mal von innen ab, Andy kocht Kaffee. Wir frühstücken im Stehen und wärmen uns
die Hände an den Tassen. Der Frucht-Gelee-Aufstrich ist wie Flubber – er lässt
sich wegen der Kälte nicht verstreichen; fehlt nur noch, dass er vom Brot
hüpft. Beim Abspülen friert es uns fast die Finger ab; vom vielen Hin- und
Herlaufen zwischen Zelt und Kochplatz sind wenigstens die Füße halbwegs
durchblutet. Die Sonne ist im Anmarsch und als die ersten Strahlen unseren
Rastplatz treffen, sieht die Welt schon ein wenig freundlicher aus.
Um 9.00 h
sind wir startklar, der ganze Hausrat, den wir auf einen Felsen ausgebreitet haben, ist wieder verstaut. Es geht nun erstmal
durch gefrorene Wiesen immer höher hinauf zum Buck Mountain Pass. Das Gewicht
auf dem Rücken spüren wir heute besonders und das stete Queren von mit Eis
überzogenen Trittsteinen in den Bächen und die Schneefelder erforderdern gute
Aufmerksamkeit.

Der Pass liegt auf 3.202 m Höhe, der Trail führt hinter dem Pass steil bergab und das auf einem Schneefeld, das ist etwas heiklig. Wir vermissen hier Wegweiser, da der Trail sowohl links als
auch rechts weiter geht und im Schneefeld verschwindet. Wir gehen links und es
geht stetig bergauf. Wir lassen – vermeintlich am Fuße des Static Peak – die
Rucksäcke zurück, bemerken jedoch nach einigen weiteren Metern und Biegungen
bergauf, dass der Abzweig zum Static Peak viel weiter oben liegt und das der reguläre Trail ist.

Wir nehmen
den Aufsteig bis zum Gipfel auf 3.440 m noch mit; der verlangt uns aber auch
ohne Gepäck so einiges ab. Die Aussicht von dort oben ist jedoch grandios und hat sich
gelohnt. Von den hohen Tetons sieht man von hier aus zwar nichts, weil der nahe Buck Mountain die Sicht verdeckt, aber die Berge und Täler im Süden sind toll. Auch sieht man ins Tal des Snake Rivers und Jackson Hole. Ein paar Gipfelfotos und es geht wieder zurück zu unseren Rucksäcken
und wir machen Mittag. Wir müssen nochmal ein Stück den gleichen Weg bergauf
gehen und dann liegt ein satter Abstieg in den Death Canyon vor uns.
Es geht in etlichen Serpentinen am Mount Albright ganz nach unten. Elke
findet auf dem Trail einen Penny – wennn das nicht nochmal Glück bedeutet ....
Bei jedem Meter nach unten wird es wärmer, die Strecke zieht sich ganz schön.
Gegen 16.15 h sind wir an der Rangercabin im Death Canyon; Huckleberries gibt
es hier wieder in rauen Mengen und Elke bräuchte eigentlich Scheuklappen, weil
sie denen nicht widerstehen kann.
Die Kräfte schwinden allmählich, aber wir
müssen noch eine gute Stunde laufen, bis wir die Campingzone im Wald
erreichen. Die erste Campingsite hat keine Wasserquelle, also ziehen wir
weiter. Mittlerweile geht es auch wieder bergauf. Dann tauchen endlich die
nächsten "Sites" auf und wir wählen nach 9,30 h Gehzeit eine Site auf einem Hügel mit Bachnähe aus. Wie es scheint, sind wir hier so ziemlich allein.
Wir bauen das Zelt auf, gehen Wasser filtern und betreiben etwas Körperpflege.
Während Andy Abendessen "kocht", geht Elke Beeren sammeln. Es gibt
heute Chili Mc Beef und wieder einen Latte Macchiato zum Nachtisch; wahlweise noch
Schokolade oder Nüsse mit Cranberries.
Die Schnaken treiben auch hier ziemlich um und wir verstauen wegen
fortgeschrittener Abendstunde und schwindendem Tageslicht alles "Nicht-Eßbare" im Zelt und verkriechen uns auch schon bald
in den Schlafsäcken. Die Sonne ist schon weg und da hier Bärengebiet ist und wir auch vom Ranger gewarnt wurden, sind
wir auch nicht sonderlich erpicht auf das Erkunden der näheren Umgebung.
Tagesstrecke: 17,8 Kilometer
Aufstieg: 703 Meter
Zeit in Bewegung: 5,54 Stunden
Camp: Death Canyon 2475 m
4. Tag / 3. September
Die Nacht war ganz annehmbar; d.h. keine kalten Füße und mehrstündiger Schlaf am Stück. Auch keine komischen Geräusche in der Nacht oder Bärenbesuch. Erst gegen 8.00 h kriechen wir aus den Schlafsäcken, es dringt noch keine Sonne durch die Bäume und es ist mit 2 °C auch nicht wesentlich wärmer als die Tage zuvor.
Andy kocht
Kaffee, Elke baut wieder mal von innen ab und dann gibt es Müsli mit reichlich
Huckleberries. Wir haben gestern Abend noch eine Planänderung beschlossen,
weshalb es heute auch nicht eilt. Bis alles verstaut ist, Andy Wasser gefiltert
hat und wir aufbrechen ist es kurz vor 10.0 h.
Uns kommen kurze Zeit später
zwei Frauen entgegen; etwas später noch 2 Männer – wir waren wohl die einzigen
Camper mitten im Wald und im Tal. Es geht durch dichten Wald, dann über üppig
blühende Lichtungen und schließlich weitet sich der Canyon in ein schönes Tal.
Begleitet von stetem Wasserrauschen geht es relativ eben dahin, bis wir gegen
11.30 h den Aufstieg zum Fox Creek Pass erreichen. Wir machen noch kurze Rast,
die Schnaken treiben auch hier um und dann geht es durch Blumenwiesen steil den
Hang hinauf. Hier blühen noch Vergissmeinicht und Löwenzahn. So spät im Jahr
will mir das nicht einleuchten.
Eine knappe Stunde später sind wir am Pass oben
und machen Mittag, direkt vor dem Eingang einer Hörnchenbehausung, das auch
wenig später auftaucht und sich Andys Käseverpackung schnappt und ausleckt. Es
hält sich dicht in unserer Nähe und spechtet nach weiterer Beute. Es fallen vom
Brot noch ein paar Haferflocken ab, das ist genug.
Wir wandern weiter zum Marion-Lake,
wo wir eine Nacht bleiben wollen und treffen dort nach 15.00 h ein. Ein schöner
See, hier sind auch viele Wanderer, wie sich herausstellt auch etliche
Tageshiker. Beim Inspizieren unserer Campsite schießt Andy irgendwann aus dem Wald; er ist bei der
Suche nach einer weiteren Campsite direkt auf 3 Elche gestoßen.
Elke will die
Tiere auch sehen und macht sich auf die Suche und nimmt denselben Pfad; dabei
kommen die Tiere direkt an der Campsite vorbei. Wir haben sie quasi direkt vor
unserer "Haustür". Ein Bulle mit Kuh und Kalb, eher ungewöhnlich
dieser 3er-Verbund.
Etwas später tummelt sich der Bulle noch in einem kleinen
Teich, und geht dann auf das Kalb los, als wolle er es vertreiben.
Während Andy
fleißig fotografiert, kümmert sich Elke um den Zeltinnenausbau. Wir gehen am See noch
ein wenig Körperpflege betreiben und Wasserfiltern und genießen die Sonne.
Eigentlich wäre für heute Death Canyon Shelf geplant gewesen und morgen zurück
zum Auto. Da aber morgen Labour Day ist und an diesem Tag kein Zimmer zu einem
halbwegs akzeptablen Preis zu bekommen ist, haben wir noch um einen Tag
verlängert. Es gibt noch Abendessen – heute Beef Stroganoff with Noodles – und
wir lassen den Tag gemütlich ausklingen.
Tagesstrecke:
11,9 Kilometer
Aufstieg: 464 Meter
Zeit in Bewegung: 3,34 Stunden
Camp: Marion Lake 2824 m
5. Tag / 4. September
Wir stehen wieder gegen 8.00 h auf, die Sonne scheint bereits und das en gros unserer Mitzelter scheint schon aufgebrochen zu sein. Wir frühstücken in der Sonne mit Blick auf den Granite Canyon. Die Aussicht, dass wir morgen Abend eine Dusche und ein weiches Bett haben werden, macht Freude, auch wenn das, was wir hier sehen und erleben dürfen, eine Wucht ist und wir dafür gerne auf "Luxus" verzichten.
Die Nacht war o.k., in
den frühen Morgenstunden wurde es wieder kalt, aber nicht so unangenehm wie bisher.
Wir machen uns langsam bereit, Andy filtert Wasser und Elke packt zusammen. Kurz vor
10.00 h – wir brauchen morgens mit allem drum und dran um die 2 h – brechen wir
bei bereits warmen Temperaturen und stahlblauem Himmel auf und nehmen den
steilen Anstieg in Griff. Eine 3er Gruppe – ein junger Mann mit zwei Frauen – kommt
auch gleich hinterher. Wir hatten wohl gestern seine "Site", weil wir
für den Marion Lake nicht das Permit hatten und wir somit nicht eingeplant
waren, aber sie haben dann etwas abseits der Campingsites auf einer Wiese gecampt, was wohl ok war.
Wir haben Zeit und so lassen wir alle, die es eilig haben, vor. Wir
machen noch jede Menge Fotos, genießen die Aussicht und kurz vor 12.00 h sind
wir wieder am Abzweig zum Death Canyon bzw. Death Canyon Shelf. Kurz vor dem
Abzweig steht in einer Senke ein Elchbulle ziemlich nah am Trail und wir nähern
uns vorsichtig. Diese Kaliber sind unberechenbar. Wir kommen aber ganz gut an
dem Tier vorbei. Eine Stunde später machen wir direkt am Rim des Death Canyon
Shelf Mittag und genießen den Ausblick auf den Canyon, wo wir gestern
durchgewandert sind.
Wir laufen ohne Begleiter, die sind schon alle voraus;
lediglich ein Reiter mit Packpferd und Knarre kommt uns auf der Strecke
entgegen. Es ist erst nach 14.00 h als wir den Mount Meek Pass erreichen und
noch viel zu früh, um das Zelt hier aufzuschlagen. Hier kurz vor dem Pass, wäre eine schöne Site, wir gehen also noch weiter
und ohne schwere Rucksäcke ein Stück den Weg bis zum Abstieg zum Alaska Basin
entlang; wir wollen von hier aus noch einmal einen Blick darauf werfen.

Hier treffen wir auch auf unsere Mitzelter vom Marion Lake und tauschen noch ein paar Worte mit Scott, Caroline und Gregg. Beim Abstieg der anderen drehen wir wieder um, satteln unsere Rucksäcke und gehen noch ca. 2 km auf dem Alaska Basin Shelf entlang. Floss zu Anfang noch ein Bach auf dem Shelf, versickert dieser kurze Zeit später und wir haben ein wenig Sorge, dass wir in Kürze noch eine weitere Quelle finden. Ein Paar kommt uns entgegen und Andy fragt auch gleich, ob sie wissen, ob es hier noch eine Quelle gibt. Ca. 1/2 Meile weiter gibt es Wasser wird uns Auskunft gegeben und so ist es auch – Gott sei's gedankt.
Wir suchen uns einen Rastplatz, finden diesen dann auch bei ein paar
Tannen und schlagen unser Lager auf. Die Schnaken sind hier nicht auszuhalten,
weshalb wir noch einige Zeit im Innenzelt verbringen. Die Sonne knallt herunter
und wir ruhen uns ein wenig aus.
Eine halbe Stunde später verschwindet die
Sonne hinter den Bergen und es kühlt auch gleich ab; wir bauen das Zelt
komplett auf, gehen Wasser filtern, sammeln Feuerholz, denn hier ist es
"endlich" erlaubt und kochen Abendessen. Es gibt heute zwei Packungen
Mountainhouse – 1 x Lasagne und 1 x Spaghetti with Meat Sauce. Bei einer klasse
Abendstimmung und einem prasselnden Lagerfeuer genießen wir noch unseren Kaffee
und feiern ein wenig den Abschluss unseres Hikes und unser Durchhalten. Morgen geht
es die restliche Etappe zurück zum Startpunkt.
Tagesstrecke: 15,2 Kilometer
Aufstieg: 444 Meter
Zeit in Bewegung: 4,22 Stunden
Camp: Alaska Basin Shelf 2795 m
6. Tag / 5. September
Wir stehen wieder gegen 8.00 h auf; die Sonne scheint
bereits und wir beginnen unsere Morgenroutine. Noch sind die Moskitos nicht auf
Jagd, das kommt aber bald. Nachdem wir nun gut eingespielt sind, was Zeltabbau
und -verstauen anbelangt, brechen wir gegen 9.30 h zur Schlußetappe auf.
Die Sonne brennt ganz schön und der bevorsehende Abstieg erfordert jede Menge Konzentration. Es geht steil ins Tal hinunter. Die Strecke zieht sich durch Wiesen und Wald; vermutlich auch, weil jetzt kopfmäßig das Ende in Sicht ist und die Anstrengung der letzten Tage durchkommt.
Gegen 13.00 h sind wir am Auto, machen ein Nachher-Foto und köpfen
erst mal eine kalte Cola. Wir sind richtig k.o., machen noch Mittag und dann
geht es zurück nach Driggs. Wir bekommen im Best Western auch gleich ein
Zimmer, müssen allerdings noch ein wenig warten, bis es fertig ist. Derweil
räumen wir schon mal die Rucksäcke leer, entsorgen unseren Müll der letzten
Tage und sortieren unsere Taschen.
Gegen 15.00 h können wir ins Zimmer und die Dusche ist ein Genuß .... Wir gönnen uns im Supermarkt ein Eis, schauen noch in zwei Sportgeschäfte, die Sale haben und gehen noch Wäsche waschen. Beim Italiener gehen wir Abendessen und genehmigen uns ein Steak. Der Service lässt heute sehr zu wünschen übrig; was uns doch etwas nervt. Der bestellte Tee ist kalt, man vergisst die Teebeutel und auch sonst hat man den Eindruck, denen sind die Gäste schlichtweg egal. Andy sichtet noch die Bilder der letzten Tage, Elke tippt Bericht und dann geht es auch bald in ein weiches, warmes Bett. Als wir zurück ins Motel gehen tropft es von oben; zwischenzeitlich hat es richtig zugezogen und so wie es aussieht, kommt es heute Nacht zum regnen. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter in den letzten Tagen!
Tagesstrecke: 9,42 Kilometer
Aufstieg: 28 Meter
Zeit in Bewegung: 2,3 StundenÜbernachtung: Best Western Teton West, Driggs 87,83$Die gesamte Tour in der Übersicht

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