USA 1991
3. Woche
15. Tag 12.10.91
Ja
ich hab gut geschlafen, nach einem schmalen Frühstück (Scheibe
Toast mit Streichwurst und Orange Juice) fuhren wir zwei mit Stefan
nach SFO, stimmt gar nicht wir sind auf den Berg vor der Golden Gate
Bridge, wie am Vortag um das Einlaufen der Pacific Flotte zu sehen.
Es war nämlich an diesem Wochenende Fleet Week in San Francisco,
deshalb die Flugstaffel uns so. Aber wie auch schon an der Jugendherberge
war hier dichter Nebel und nichts zu sehen. Wir warteten, denn es wurde
zusehends besser und die Sonne brannte schon voll runter, aber über
der Bay lag immer noch Nebel. Die Schiffe fuhren dann wohl vorbei, man
konnte sie aber nur hören und nicht sehen. Jetzt fuhren wir nach
Downtown, wir fanden zum Glück einen Parkplatz auf einer waagrechten
Straße auf dem Russian Hill, den die Straßen daneben waren
sehr steil, ein Wahnsinn wie man hier überhaupt fahren, geschweige
denn einparken kann. Zu Fuß gings runter zur Fisherman Wharf und
warteten auf einer Wiese auf die Air Show der Blue Angels. Nichts geschah
und wir gingen, natürlich gings jetzt los, ein Harrier kam und
blieb direkt vor dem Ufer in der Luft stehen, aber die Air Show viel
wohl wegen Nebel aus. Vorher, ich vergaß, waren wir noch essen
im Thank God its Friday, kein schlechter Laden, man bekommt Gabel und
Messer. Jetzt begann der Fußmarsch bergauf, bergab durch Chinatown
zum
Banken Center, immer Blockweise. Natürlich sind wir auch Cable
Car gefahren. Als wir schon etwas müde waren, fuhren wir mit dem
Auto zum Hard Rock Cafe. Jeder kaufte sich ein T-Shirt und einen Drink.
Drinnen hangen lauter Gitarren und Goldene Schallplatten von bekannten
Rockstars. Eine ganze Wand war nur Elvis gewidmet und dort hing die
Jacke von Indiana Jones, mir gefiel es dort gut. Stefan wollte dann
eine Adresse suchen, die er von einem Freund hatte, vielleicht kann
er dort die Nacht verbringen. Wir liefen 5 Blocks, der gesuchte war
nicht da, aber 5 Blocks weiter arbeitet er hieß es. Dort war er
dann auch in seiner Pizzeria, seine Frau, Anja aus Frankfurt, empfing
uns mit Bier und wir plauderten. Etwas später fuhren wir mit Anja
ins Hippie Stadtteil Haight Ashbury. Es war kalt und lauter verrückte
auf der Straße, wir tranken etwas in einer Bar und fuhren dann
weiter, zum Margaritaville. Das muß man auch mal probiert haben,
sagte sie, ich hatte leider schon wieder Kopfweh und mich interessierte
nichts mehr. . Die Bar überfüllt mit Matrosen, wie auch die
ganze Stadt jetzt.Nach einem Pitcher Margarita, fuhren wir zur JH zurück,
natürlich im Nebel und schliefen gleich ein.
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13.
Oktober 16. Tag
Mir
geht's wieder gut. Nach zwei Tassen Orange Juice fuhren wir zum einkaufen
in die City und aßen danach erst mal was. Um 11 Uhr begann die
Besichtigung der einzelnen Schiffe der Pacific Flotte. Wir starteten
mit der USS Tripolis, einem Hubschrauber Carrier, schon Wahnsinn das
man so ohne weiteres auf ein Amerikanisches Kriegsschiff kommt, das
im Golfkrieg war. Es war auch ein gutes Gefühl, auf dem Flugdeck
zu stehen, wie im Film. Wir ließen dort dann zwei T-Shirts mitgehen,
es herrschte so ein großes Durcheinander, das keiner was checkte.
Weiter mit den den Kreuzern, die USS Chancellorsville und USS Jonett.
Jetzt wollten wir die Missouri und die Nimitz sehen. Die Nimitz lag
leider in der Bay draußen vor Anker, sie war viel zu groß
für die Piers. Der Marsch zur Missouri war ewig weit und es war
eine lange Schlange davor. Jeder aß erst mal einen Hero Burger
mit Pepsi und nach längerem hin und her, entschieden wir uns zurück
zugehen, denn um 14 Uhr wollten wir uns mit Stefan treffen und es war
schon halb. Ein langer Marsch zurück, immer wieder kreuzten wir
eine Parade, die auch gerade auf dem Weg durch die Stadt war. Die 1,7
Meilen, schafften wir in 45 Minuten und Stefan war noch da. Mit seinem
Auto, das er heute abgeholt hatte, fuhren wir zurück zur Missouri,
Wir stellten uns in die Schlange und besichtigten das Schiff, danach
trennten wir uns wieder. Thomas und ich aßen in einem lahmen Burger
King etwas. Um 19 Uhr hatten wir uns mit Stefan wieder bei Anja verabredet.
Es gab erst mal Pizza und dann gings in eine Live Bar, eine schwarze
Combo spielte Jazz, es war noch ein netter Abend. Zum schlafen stellten
wir uns diesmal vor die JH.
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14.
Oktober 17. Tag
Und
zwar bis 9:30 Uhr diesmal. Nach einem Salamibrot fuhren wir wieder über
die Golden Gate in die City. Heute wollen wir mit dem Schiff nach Alcatraz.
Eine interessante Insel in der Bucht. Es wehte etwas Nebel drüber
hinweg. Das ehemalige Gefängnis ist auch ein starkes Erlebnis.
Zurück auf dem Festland fuhren wir ewig in Downtown rum und verloren
uns sogar mal, aber der Zufall führte uns wieder zusammen. Bei
einem anderen Burger King fanden wir dann etwas zu essen. Jetzt fuhren
wir auf die Twin Peaks, einem Aussichtspunkt über der Stadt, man
sieht direkt in die Market Street. Bei der Bergabfahrt war wieder alles
so chaotisch, Thomas fuhr wieder den selben Stiefel zusammen wie zuvor.
Im ganzen waren es 5 rote Ampeln und eine Einbahnstraße in der
alle hupten, weil wir in die
falsche
Richtung fuhren. Wir verloren dort auch Stefan, der uns nicht folgen
wollte. In einem kleinen Laden kauften wir uns Ledergürtel mit
Schnalle und in einem Supermarkt noch ein paar Kleinigkeiten. Jetzt
sind wir wieder auf dem Twin Peaks um noch Bilder bei Nacht zu machen.
Wir fuhren dann nochmals in die Pizzeria und fragten nach Stefan. Er
war bei Anja in der Wohnung, wir verabschiedeten uns von den beiden.
Zum schlafen gings wieder zur JH.
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15.
Oktober 18. Tag
Aufgewacht sind wir wieder gegen 9:30 Uhr, obwohl wir
früher los wollten, aber macht nix. Heute geht's auf dem Highway
1 Richtung LA. Die meiste Zeit herrescht Nebel auf der Strecke und es
waren abartig viele Baustellen. Bei ein paar war das Pilot Car gar nicht
nötig, weil keine Baustelle dazu da war. Einmal lief einer auf
der Straße und stellte die Mittelabgrenzung auf -> min 3 Meilen
Pilot Car und vorher warten. Stellenweise war es gar nicht schlecht
auf dem PCH (Pacific Coast Highway), mit Sonne und Aussicht. Bei Dunkelheit
kamen wir an die Stadtgrenze von LA, auch hier war es noch nebelig.
In Fillmore übernachteten wir auf einem großen Parkplatz.
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16.
Oktober 19. Tag
Am Morgen fuhren wir gleich nach Six Flag Magic Mountain,
einem Freizeitpark mit vielen Achtebahnen, leider ist unter der Woche
geschlossen. Wir änderten kurz entschlossen unseren Plan und fuhren
weiter nach Hollywood, Universal City war unser Ziel. 45 $ Eintritt
wir zusammen, ein Haufen Geld, mal sehen ob man dafür auch was
zu sehen bekommt. Also ich fang mal mit aufzählen an: Star Trek
Show - auf einem "Fahrrad" durch´s Land von E.T. - Back
to the Future - Alfred Hitchcock (Psycho) - Bigfoot und die Henderson
- Conan der Barbar - Wild West Stunt Show (war super) - Miami Vice Stunt
Show (auch super). Na ja, war insgesamt gar nicht schlecht und hat sich
gelohnt. Wir sind auch mit einem Bus durch die Studios gefahren: New
York
- Mexico (mit Überschwemmung) - Hill Valley (Back to the Future
Rathaus) - Amity Ville (Der weiße Hai) - King Kong - in einem
Berg, plötzlich fing alles an sich zu drehen, man meinte der Bus
kippt weg, es wurde mir gleich übel. Dabei dreht sich nur die Tunnelwand
um uns herum und der Bus schaukelt etwas, klasse. Man sah auch den De
Lorean aus dem Film, Magnums Ferarri und K.I.T.T. von Michael Knight.
Abends fuhren wir im Stau wieder raus aufs "Land", einen Übernachtungsplatz
suchen.
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17.
Oktober 20. Tag
Nach
einer 2-stündigen Fahrt auf der Interstate 5 von einem Ende der
Stadt zum anderen, kamen wir in Anaheim - Disneyland an. 55 $ für
zwei ist wieder jede Menge. Zuerst waren wir im Adventureland und sind
mit einem Boot durch den Jungel gefahren, die Tiere sahen alles sehr
echt aus. Anschließend fuhren wir bei den Piraten in der Karibik
vorbei. Hier ist alles viel besser und länger als bei uns. Im Critter
Country sind wir mit einer super Wasserrutsche gefahren und waren im
Bären Theater, total gut. Mit der Thunder Mountain Railroad gings
durch Frontierland. Mit einer Gondel durchs Matterhorn ins Tomorrowland.
U-Boot fahrt zum Nordpol und nach Atlantis. Mit den Matterhorn Bobsleds
durch den Berg, Space Mountain 2x, eine schnelle Achterbahn im dunkeln,
Captain EO 3D Kino mit Michael Jackson,
360°
Reise durch Amerika. Im Fantasyland, Alice im Wunderland, recht kitschig,
Peter Pan´s Flug und die Bootsfahrt in die Small World, ständig
Gesang, nervend. Der Tag dort war echt super, im Auto stinkt es schon
wieder abartig und dunkel wird's auch schon wieder. Ach bevor ich es
vergesse, im Tiki Saal die singenden Vögel und Blumen, der Kitsch
schlechthin aber klasse. Und Thomas sagt noch jetzt brauchen nur noch
die Figuren anfangen zu trommeln und sie taten es.
Abendessen gabs auf einem Parkplatz vorm YMCA. Bei einem Supermarkt
fanden wir einen Platz zum übernachten. Wir standen etwas eine
halbe Stunde auf einem Parkplatz, ich schlief bereits, als mich Thomas
wieder weckte, wie laufend ein Auto auf und ab fuhr. Also wieder weiter
einen anderen Platz suchen. Nach einiger Zeit blieben wir in einer Straße
stehen, wo es etwas dunkler war, am Rande eines Wohngebietes.
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18.
Oktober 21. Tag
Zuerst suchten wir eine Automaten Wäscherei und wie
immer, wenn man was sucht, fanden wir keine. Endlich, da ist eine. Also
rein, mal sehen wie funktioniert denn so was? Wäsche rein, Waschmittel
drauf und mit Quarters füttern, gut also los. Ich konnte es nicht
erwarten und lupfte immer wieder mal den Deckel um zu sehen was da drin
abgeht. Die Wäsche kam auch nicht viel sauberer raus, als sie rein
gekommen ist, dafür war sie jetzt nass. Das war wohl nix, also
ab in den Trockner damit. Wir sahen uns dann Downtown LA an, sehr dreckig
hier, nur Hochhäuser und Mexikaner auf der Strasse. Die Luft stinkt
auch. Wir suchten das Hard Rock Cafe, aber das scheint hier nicht zu
sein. Wir erkundigten uns und fuhren weiter raus, Richtung
Hollywood.
An einer roten Ampel hielten wir natürlich an, da kam auf einmal
ein Typ zu uns und wollte irgendwas, zum Glück wurde es grün
und wir gaben Gas. Das Hard Rock Cafe ist im Beverly Center, wir aßen
was und sahen uns um. Ein T-Shirt gab es selbstverständlich auch
noch und hinterher schlenderten wir noch durch das Center. Die einzelnen
Geschäfte waren nach Marken sortiert, alles sehr exklusiv und nichts
für uns. Nun brachten wir noch ein Postamt um unsere Pakete heim
zu schicken. Das war soweit kein Problem, nur vergaß ich die Filme
reinzulegen und musst das Paket wieder aufreisen. Noch ein Anruf beim
Flughafen um den Flug bestätigen zu lassen, auch hier alles klar.
Dann folgte eine Irrfahrt durch Hollywood und Beverly Hills. Eigentlich
suchten wir die Straße mit dem großen Hotel und den vielen
Boutiquen in Beverly Hills, fanden es aber nicht. Schließlich
landeten wir wieder auf dem Highway 1 und warteten am Strand auf den
Sonnenuntergang. Über ein paar Freeways fuhren wir nach Norden
zum Magic Mountain Park. Um 23.00 Uhr wollten wir mal zu Hause anrufen,
aber man muß 6,80 $ in Münzen einwerfen und die hatten wir
nicht. Wir fanden dafür einen schönen dunklen Platz hinter
einem Gebüsch und schliefen.
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19.
Oktober 22. Tag Samstag 4. Woche
Um
10.00 Uhr standen wir vor dem Eingangstor zum Six Flag Magic Mountain,
einem ultrastarken Freizeitpark. Hier steht immer die beste Achterbahn
seit 76. Wir legten auch gleich los, zuerst mit einem Looping, war ganz
gut. Dann mit einem Raft den Bach na und total nass wieder raus. Dann
eine Achterbahn aus Holz, aber ganz neu. Noch ne Wasserbobbahn, wieder
nass, die Jeans klebt immer noch. Dann die Collosus, eine ältere
Holzbahn, aber sehr lang und immer wieder rauf und runter, echt stark.
Dann die Krönung, die Viper, die neueste Stahlbahn, total hoch
mit 138 feet Fall und in 5 Loopings und 2 Schrauben der Hit. Wir stellten
uns dann am Freefall an, ca. 10 Stockwerke hoch, aber kurz bevor wir
an die Reihe kamen geht was kaputt, beim zweiten Versuch damit zu fahren,
schloss sie dann ganz. Nochmals die Einerlooping und die Viper bei Nacht
in First Row. Das war noch viel besser, man sieht alles ganz genau,
wie man in die Loopings fährt, der Horizont ist schön rot
vom Sonnenuntergang und steht auf dem Kopf,
Wahnsinn.
Die Schrauben sind das Beste, man hängt voll seitlich und steht
wieder abwechselnd auf dem Kopf bis es einen wieder herum wirft. Beim
Basketball werfen traf Thomas und gewann einen kleinen Basketball, nicht
schlecht. Wir fuhren noch ein paar kleinere Sachen und waren noch in
einem Souvenirladen mit lauter guten Schildern. Um 21.00 Uhr verließen
wir den Park und aßen im Burger King einen Whopper. Nun wollte
ich noch zu Hause anrufen. Bei der ersten Telefonzelle ging gar nichts,
also ab zur nächsten. Dort war es auch nicht so einfach einen Operator
zu bekommen und als ich einen hatte, gab es Probleme ihn zu verstehen,
aber schließlich klappte es doch noch. Zum pennen fuhren wir wieder
hinter das Gebüsch vom Vortag.
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20.
Oktober 23. Tag
Heute ist Sonntag, also kann man schon etwas länger
schlafen. Nach einem spärlichen Frühstück (1 Weisbrot
mit Marmelade) machten wir uns auf den Weg einen Campground zu suchen,
wir wollten ja sauber ins Flugzeug steigen. Es schien hoffnungslos,
nichts zu finden, also fuhren wir nach Long Beach, aber nach 100 Meilen
durch LA, gab es nur einen Campinplatz für RV und die Duschen waren
abgeschlossen. Wir suchten weiter, aber es war nichts zu finden. Schließlich
entschieden wir uns nach Anaheim zu fahren. Hier direkt beim Disneyland
waren gleich drei. Wir duschten und rasierten uns, auf einem Supermarktparkplatz
versuchten wir die Rucksäcke wieder zu packen. Mit was soll man
nun beginnen, bei soviel gruscht. Dann kam auch noch ein Penner und
wollte ein paar Kröten, also gut. Im Supermarkt kauften wir noch
ein Hemd und spielten lange mit dem Game Boy. Zurück am Parkplatz
kamen dann zwei an und wollten schon wieder Geld haben, aber diesmal
stellten wir uns doof. Wir fuhren zu Avis und gaben das Auto ab, aber
nicht um zuvor noch den letzten Whopper Cheese mit Onion Rings zu verdrücken.
Am Flughafen war dann warten angesagt, wir hatten noch jede Menge Zeit,
dabei sahen wir bei den Sicherheitskontrollen zu. Es wurden viele Durchsucht
und ein schwarzer Typ im orangen Jackett machte ganz schön Stress,
er lies einen sogar die Schuhe ausziehen. Im Flugzeug gab es dann einen
Four Roses Whiskey, der Wahnsinn. Nirgends war dieses Gesöff zu
finden, aber hier wird er angeboten. Das Essen war auch super gewesen
und als Film wurde der neue Robin Hood gezeigt, aber ich war zu müde.
Weiter gehts im Reisebericht zu Neuseeland 1991/1992
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