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USA Spring 2009Along the BorderEine Reise durch die Staaten Kalifornien, Nevada, Arizona und New Mexico, 21 Tage vom 25. März bis zum 16. April 2009.Auf dieser interaktiven Karte
ist der Routenverlauf der 3. Woche dargestellt. |
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3. Woche15. Tag - Mittwoch, 8. AprilChiricahua - Fort Bowie - White Sands - AlamogordoGegen 6.30 h kriechen wir aus dem Zelt; die Nacht war sehr unruhig, da unsere beiden Zeltnachbarn, zwei ältere Herren ständig im Schlaf geredet, gestöhnt und abwechselnd gepfurzt haben, dass es nur so krachte. Die beiden haben abends noch lange zusammengesessen und gequatscht, als wir bereits im Zelt verschwunden sind und als wir dann abwechselnd wach wurden, dachten wir, die beiden sitzen immer noch und reden. Wir packen zusammen, frühstücken und um 7.45 h sind wir bereits abflugbereit. Es geht nach Fort Bowie, das wir uns heute noch ansehen wollen. Es ist wieder stark windig und der 1,5 Meilen Weg zu den Ruinen des ehemaligen Forts ist bei den Bedingungen ganz schön anstrengend. Wir sind die ersten beiden Besucher des heutigen Tages, machen eine kurzen Stopp im Visitorcenter, wo allerhand Dinge aus der damaligen Zeit ausgestellt sind. Von den vielen Gebäuden, sind nur noch die Grundmauern vorhanden; von ein paar auch noch Außenmauern im Adobe Stil. Das Fort ist ganz interessant, wenn man denn an Geschichte interessiert ist. Bei noch stärkerem Wind geht es dann wieder retour zum Auto und gegen 10.30 h sind wir wieder am Ausgangspunkt. Nun geht es auf die I 10 nach Lordsburg mit Ziel Alamogordo. Wir wollen noch mal zum White Sands National Monument und hoffen auf einen tollen Sonnenuntergang und Vollmond. Wie wir gestern zufällig erfahren haben, darf man bei Vollmond im Park zelten. Gegen 12.00 h machen wir an der Interstate bei einem Burger King Mittag und es geht weiter zu White Sands. Leider ist es auch hier mehr als stürmisch und wir sind herb enttäuscht, dass man vor lauter Duststorm kaum was sieht. Wir erkundigen uns im Visitor Center nach den Gegebenheiten; die Vollmondaktion beginnt erst im Monat Mai, also ist damit erst mal nicht drin. Wegen des starken Windes hätten wir aber eh darauf verzichtet. Wir fahren nach Alamogordo, beziehn im Days Inn ein Zimmer, duschen erst mal ausgiebig und brechen gegen 17.00 h bzw. nach New Mexico-Zeit eine Stunde später noch mal auf. Wir gehen ein Stück in die Dünen und machen ein paar Fotos; zwischendurch folgen immer wieder starke Böen, die so gar keinen Spaß machen, länger hier zu verweilen. Dann beginnt der Sunset und es gibt doch noch ein paar schöne rosa Wolken. Gegen 20.00 h sind wir wieder in Alamogordo und wollen im Golden Corral noch was essen. Dort ist aber schon geschlossen und wir weichen aus auf Applebees; die haben noch bis 23.00 h auf und dort ist ganz schön was los. Mehr als satt geht es ins Motel, Fotos laden, Bericht schreiben und E-Mails lesen. Gefahrene Meilen: 310 |
16. Tag - Donnerstag, 9. AprilAlamogordo - White Sands - Bosque del Apache - VLA - ScorroWir sind heute, bedingt durch Arizona Zeit etwas später dran als sonst und gehen erst um 7.30 h zum Frühstück in die Lobby. Das Frühstücksangebot ist völlig ausreichend und wir beschließen bei Kaffee, Tee und Toast, dass wir noch mal in den White Sands fahren. Es ist momentan windstill, kaum eine Wolke am Himmel, dafür ist es aber recht frisch. Zimmer räumen und schon sind wir die 11 Meilen bis zum Park on the way. Wir fahren bis kurz vorm Parkplatz des sunset stroll-Treffpunkts und schlagen uns in die Dünen. Der Wind hat tolle Muster in den Sand gemalt und mit den Yuccas und den trockenen Blütenständen aus dem letzten Jahr gibt es etliche lohnende Fotomotive. Wir sind gut eine Stunde unterwegs, bis dann wieder der Wind einsetzt und Elke zurück zum Auto möchte. Andy könnte hier noch lange durch die Dünen streifen, Elke ist es dafür heute zu frisch. Es geht wieder zurück nach Alamogordo, noch mal auftanken und die Scheiben säubern und bei Hastings gibt es einen Vanilla-Latte und einen Tee; Starbucks hat es hier nicht, Hastings bietet gleiches Angebot zu vergleichbarer Starbucks-Qualität und noch etwas preiswerter. Wir fahren die 54 gen Norden; die Strecke kennen wir schon. Da die Landschaft nicht wirklich viel Abwechslung bietet, werden wir beide etwas müde und Andy genehmigt Elke ein kleines Nickerchen. Dieses Mal lassen sich auch so gar eine Spiders entdecken, die über die Straße laufen. Als wir vor zwei Jahren im Herbst hier waren, gab es davon sehr viele. Die Strecke bis Carrizozzo zieht sich und gerade rechtzeitig wird Elke wieder munter, als Andy beinahe den Abzweig zur 380 nach San Antonio verpasst. Die nun folgenden 65 Meilen ziehen sich dahin wie Kaugummi; es wird erst wieder interessant, als wir Richtung Bosque del Apache fahren. Es geht erst ins Visitor Center mal nachhaken, ob es überhaupt genügend Vögel hat, die es zu erkunden lohnt. Wir bekommen eine Parkmap und suchen erst mal ein Plätzchen für eine Mittagspause. Als wir eines finden, ist es aber wieder dermaßen windig, dass es uns das Essen fast davonweht und wir müssen im Auto Platz nehmen. An ein paar Viewing Areas kann man überwiegend Enten beobachten; da die meisten Vögel zur Zeit brüten. In der Nähe von dichtem Gestrüpp ist reges und sehr zahlreiches Vogelgezwitscher in allen Tonlagen zu vernehmen; zu sehen sind allerdings nur wenig Exemplare. Wir fahren noch zum Lagoon-Boardwalk, wo es jede Menge Turtles gibt. Zwei Kormorane und eine Grey Goose sind auszumachen, auch sehen wir eine Reiherart über uns hinweggleiten. Sicher sehr interessant hier in den frühen Morgenstunden und zur Dämmerung und wenn man sich jede Menge Zeit nimmt und auf den Wegen durch das Dickicht läuft; dafür fehlt uns heute aber die Ausdauer. Wir fahren also weiter zu den Radio Teleskopen; auf der I 25 nach Socorro und dann auf die 60 Richtung Westen. Gegen 14.30 h sind wir dort oben, sehen uns im Visitor Center einen kurzen Film über das Wirken und den Zweck der Teleskope hier an und sehen jede Menge interessanter Aufnahmen von Sternen und Farbaufnahmen aus dem Weltraum. Anschließend gehen wir noch die selfguided Tour ab, die allerdings nicht zu viele Informationspunkte bietet. Während Andy noch Fotos mit Zeitraffer macht, sitzt Elke windgeschützt im Auto und tippt schon mal einen Teil des heutigen Berichts. Eine gute halbe Stunde später taucht Andy wieder auf, etwas genervt, dass sich die Radioteleskope nicht mehr gedreht haben. Wir fahren zurück nach Socorro, checken im Days Inn ein und gehen im Block nebenan Wäsche waschen. Der Salon ist tipp topp und es ist nichts los, so dass wir drei Maschinen gleichzeitig belegen können. Keine 45 Minuten später ist die Wäsche sauber und halb trocken und wir suchen uns noch eine Location zum Abendessen. Laut Tourbook ist El Sombrero empfehlenswert und wir fahren die Hauptstraße mal ab, können den aber nicht entdecken. Ein anderer Mexikaner ist uns nicht geheuer, es steht lediglich ein Auto davor und von außen ist die Lokalität schon recht zweifelhaft. Bei Sofias Kitchen sitzen wir kaum, als wir auch schon wieder aufstehen – hier gefällt es uns absolut nicht und Sofia’s Schürze hat wohl auch schon bessere Zeiten gesehen. Vor dem Schuppen frage ich nach dem Weg zum El Sombrero und mir wird geholfen; 5 Minuten später sind wir dort und nehmen in einem ordentlichen und nett eingerichteten Lokal Platz. Das Essen lässt dann auch nicht allzu lange auf sich warten und wir sind absolut zufrieden. Lediglich etwas stutzig macht uns die Bedienung namens Dominik, der uns ernsthaft fragt, ob wir auf 24 $ mit den hingelegten 40 $ noch Change wollen? Als wir großzügig aufrunden, erhalten wir dennoch keinen Dank. Es geht zurück zum Motel und nun entdecken wir im Osten endlich den aufgehenden Vollmond – ein tolles Bild fürs Auge, für den Foto eher weniger, da ein richtiges Motiv fehlt und die helle Scheibe auf schwarzen Hintergrund nicht so aussagekräftig ist. Andy probiert dennoch ein Bild und dann geht’s endlich ins Motel. Gefahrene Meilen: 311 |
17. Tag - Freitag, 10. AprilSocorro - Gila Cliff Dwellings - City of Rocks - Silver CityEs ist nach New Mexico Zeit bereits 7.30 h als wir aufstehen. Erst mal frühstücken in der Lobby und während Elke aufräumt, sucht Andy nach einer Bleibe für morgen. Unseren Plan, im City of Rocks Statepark zu zelten haben wir wieder verworfen; der Wetterbericht kündigt für heute Nacht kühle 4 °C an und dafür sind die Schlafsäcke zu dünn. Es hat merklich abgekühlt und es pfeift wieder ein kalter Westwind, als wir das Auto einladen und aufbrechen. Auf der I 25 geht es bis runter nach Truth or Consequences und die Ausfahrt 63 auf die 152 nach Westen Richtung Silver City. Ist die 152 anfänglich noch gut befahrbar, geht es nach einigen Meilen richtig in die Berge hinein und wir kommen nur noch langsam vorwärts. Es geht über den Emory Pass und dann bis San Lorenzo, von wo wir via 35 und 15 zu den Gila Cliff Dwellings fahren. Die Strecke zieht sich ewig durch Wald und kaum besiedelte Landschaft und gegen 12.00 h sind wir endlich am Visitor Center. Unsere Landkarte ist hierfür einfach zu ungenau. Wir sehen uns den kurzen Film über die Cliff Dwellings der Mogollon Kultur an und machen im Auto Mittag. Das kurze Stück geht es noch hinter bis zum Trailhead. Von hier geht es ca. 1 Meile zu den Dwellings, die im übrigen auch begehbar sind. Es steht ein Ranger für Fragen zur Verfügung, ansonsten ist die Tour selfguided. Wir machen jede Menge Fotos und als wir nach gut 20 Minuten alles gesehen haben, geht es wieder retour. Auf dem Weg begegnet uns ein Ranger, Jim Ransome, mit dem wir uns noch etwas unterhalten. Er ist vom Aufstieg außer Atem, aber als er beginnt, uns sehr ausführlich seine Sicht der Geschichte zu berichten, die hier 1270 und 1300 gespielt haben könnte, ist er nicht mehr zu bremsen. Sehr interessant, was er berichtet, wobei er auch einräumt, dass dies lediglich seine Sicht der Dinge ist, die nur teilweise wissenschaftlich belegt ist, die aber durchaus Sinn macht und schlüssig ist. Wir kehren zurück zum Auto und fahren die 42 Meilen bis Silver City nun auf der 15, die uns überwiegend durch Bergwald führt und sich ebenso zieht, wie der Hinweg. In Silver City checken wir schon mal im Super 8 Motel ein, bringen unsere Tasche auf’s Zimmer und fahren noch mal los zum City of Rocks State Park, wo wir auf einen schönen sunset hoffen. Mitten in der von Grasland geprägten Landschaft liegt eine Ansammlung von gerundeten Felsblöcken, woher auch immer diese stammen. Man kann hier inmitten einer tollen Kulisse zelten; hat man nicht gerade mexikanische Nachbarn, die permanent den Kompressor und einheimische Musik laufen haben. Andy fotografiert schließlich noch den Sonnenuntergang, der allerdings auch heute nicht so spektakulär ausfällt. Um 19.45 h hat sich die Sonne verabschiedet und geht in Nachtschicht auf die andere Seite der Erdkugel. Wir fahren bei Dunkelheit zurück nach Silver City und kurz vor dem Motel, läuft uns noch ein Deer in die Seite. Erst wollte es wohl umdrehen und Andy wollte ausweichen, dann hat es sich das Tier anders überlegt und lief uns in die Seite. Ob es schwer verletzt war, können wir nicht sagen; wir konnten nicht anhalten. Ziemlich geschockt über diesen Zwischenfall fahren wir etwas orientierungslos durch die Gegend, auf der Suche nach einem Abendessen. Schließlich landen wir bei Pizza Hut; der war sonst auch schon besser. Gefahrene Meilen: 305 |
18. Tag - Samstag, 11. AprilSilver City - Boyce Thompson Arboretum - PhoenixWir gehen um 7.30 h zum Frühstück und brechen gegen 8.00 h bei Eiseskälte auf. Es hat in der Nacht geregnet und merklich abgekühlt. Noch ein wenig den Tank auffüllen und es kann losgehen. Wir fahren auf der 180 Richtung Nordwesten in eine dicke Wolkenfront, aus der es immer mal wieder regnet. Die Berge sind komplett in den Wolken und der Wetterbericht im Radio meldet für die höheren Lagen Schnee. Gegen 12.00 h erreiche wir Safford, wo wir auf dem Parkplatz eine Indio-Spielcasions im Auto Mittag machen. Wir wollen zum Boyce Thompson Arboretum, doch so wie es im Moment aussieht, wird das heute nichts. Als wir die Apache Mountains passieren, schneit es tatsächlich und als wir dann wieder hinunter fahren und in die Einfahrt vom Boyce Thompson Arboretum einbiegen, reißt plötzlich die Wolkendecke auf und die Sonne kommt durch. Wir zahlen 15 $ Eintritt für uns beide, parken und begeben uns in den sagenhaften botanischen Garten. Es gibt den Main Trail, von welchem diverse Seitenarme diverse Themen und Pflanzen „behandeln“. Die Agavenpflanzung ist eine Wucht und die Vielfalt unglaublich. Auch können wir immer wieder Hummingbirds in freier Natur beobachten und schaffen es sogar, ein paar mit dem Foto einzufangen. Der Garten ist zugleich eine Oase für unterschiedliche Vogelarten, die sich hier wohl wie im Garten Eden fühlen. Wir sind 3,5 h im Garten unterwegs und fotografieren, was das Zeug hält. Auch Elke ist mit dem Foto recht aktiv; die verschiedensten Motive werden ausprobiert. Das ist wirklich ein Highlight der besonderen Art. Kurz vor 17.00 h machen wir uns auf nach Phoenix und die Suche nach dem vorgebuchten Motel, was sich in dieser Riesenstadt nicht ganz so einfach umsetzen lässt. Wir brauchen über 1 h, bis wir das La Quinta erreichen. Wir checken ein, bringen schnell ein paar Sachen aufs Zimmer und machen uns auf zum Abendessen in einen Golden Corral, den Andy per Internet ausfindig gemacht hat. Pappsatt geht es noch kurz nach nebenan in einen Laden und dann sind wir für heute auch schon reif für die Heia. Gefahrene Meilen: 320 |
19. Tag - Sonntag, 12. AprilPhoenix - Kaiser Spring Canyon - PhoenixDie Sonne scheint bereits und wärmt die Luft, als wir zum Frühstück in die Lobby gehen. Es ist fast so, als hätte die gestrige Schlechtwetterfront gar nicht stattgefunden und es scheint, heute ein sonniger Tag zu werden. Beim Frühstück ist mehr geboten als sonst; es sind wohl viele Osterausflügler unterwegs; hier wird allerdings nur heute Ostern gefeiert. Am Nebentisch werden auch einige Ostergeschenke ausgepackt. Um kurz nach 8.00 h sind wir startklar und begeben uns auf die I 17 und 74 Richtung Wickenburg. Hinter Wickenburg geht es hinauf in die Berge, zuerst säumen jede Menge Saguaros die Strecke, die dann mit Yoshuas abwechseln. Das Schild Nothing finden wir, dann auch den Abzweig zum Burro Camp Ground, doch es ist nicht die erste Brücke, die dann folgt, sondern die zweite; es steht auch Kaiser Spring Canyon angeschrieben. Nach der Brücke folgt rechts eine Ausfahrt, die unter die Brücke führt, wo wir dann gegen 10.30 h das Auto abstellen, die Rucksäcke schultern und nach Süden losmarschieren. Es geht zuerst im Wash entlang, dann lässt sich auf ein Jeeptrail ausmachen, der ab und an den Wash umgeht; irgendwann ist dieser aber zu Ende und es geht nur noch im Wash selbst weiter. Wir finden die warm spring, wo sich ein good old guy hüllenlos in der Sonne trocknet, doch als er uns bemerkt, zieht er seine Hose an und quatscht ein wenig mit uns. Wir können gerne ein Bad nehmen und er verzieht sich, wenn wir wollen, es gibt aber auch weiter unten am Burro Creek jede Menge Pools zum Baden, wenn wir wollen. Wir wollen eh noch ein wenig weiterziehen und so verabschieden wir uns auch. Der Burro Creek führt jede Menge Wasser, wir können aber das Tal queren und gehen noch ein ganzes Stück den steilen Berg hinauf, wo es noch ein paar Mineneingänge gibt, die allerdings nicht weit in den Fels hineinführen. Als der Weg dann endet, drehen wir wieder um und entdecken weiter unten in dem Bretterstapel, für den wir es anfänglich gehalten haben, jede Menge Bohrkerne. Hier hat man untersucht, wie sich das Gestein zusammensetzt; die Bohrkerne scheinen aber noch nicht so alt zu sein. Wir gehen den Burro Creek noch ein Stückchen weiter und lassen uns hier zum Lunch nieder. Es ist richtig toll; die Vögel pfeifen und es weht eine leichte Brise und die Luft ist erfüllt von jeder Menge Blütengeruch, Bienen summen – der Frühling ist voll im Gange. Der Guy von vorhin begegnet uns noch mal und er ist auch auf der Suche nach „some minerals for jewelry“. Auf dem Rückweg nehmen wir an der warm spring ein Bad; eine Badewanne im Freien hatten wir bisher auch noch nie. Der warme Wind trocknet uns ohne Handtuch und wir marschieren schließlich zurück. Fotomotive gibt es auch hier ohne Ende; an den Felshängen stehen etliche Saguaros, es blühen einige Wildblumen, Lizzards sind unterwegs …. Der Auslöser kommt nicht zur Ruhe. Schließlich gehen wir noch ein Stück in die Narrows rein, überwinden ein paar Chuckstones und einen kleinen Dryfall bis es uns dann schließlich mit Rucksack und Kamera zu anstrengend wird, die weiteren Hindernisse zu überwinden. Selbst hier im Canyon, gibt es Hummingbirds und die Luft surrt von aktiven Bienen. Gegen 15.00 h sind wir wieder am Auto und fahren zurück. In Wickenburg machen wir noch kurz Halt in der old town, aber da hat heute gar nichts offen, nicht mal das Visitorcenter. Da wir nicht wissen, ob wir die Vulture Mine überhaupt jetzt noch besuchen können und in unserem Tourbook nichts darüber zu lesen steht, geht es zurück nach Phoenix. Wir entdecken noch einen Panda Express unterwegs, wo wir heute Abendessen. Auf dem weiteren Weg zum Motel nehmen wir bei Safeway noch eine Eis-Nachspeise mit. Der kleine Umweg über den Thunderbird Park bringt keinen Erfolg, was einen geeigneten Fotostandpunkt für den sunset anbelangt; wir müssten dafür noch auf den Hügel steigen, wofür uns die Zeit fehlt. So fahren wir dann doch ins Motel, duschen, laden Bilder und schreiben noch Bericht. Gefahrene Meilen: 244 |
20. Tag - Montag, 13. AprilPhoenix - Anthem - Lost Dutchman State ParkHeute können wir uns etwas Zeit lassen. Wir gehen erst um kurz vor 8.00 h zum Frühstück, packen anschließend unsere Sachen und es geht Richtung Anthem ins Outlet. Um kurz nach 10.00 h sind wir da und schlender durch die Läden; allerdings groß fällt der Einkauf dann doch nicht aus. Wir essen noch eine Kleinigkeit zu mittag und es geht weiter auf der 101 Richtung Süden und schließlich auf die 60 nach Osten, wo wir zu den Superstitious Mountains abbiegen. In Gold City, einer auf kommerziell gemachten Ghosttown, machen wir noch kurz Halt, sehen uns das ein oder andere alte Gerümpel aus der Goldgräberzeit an, und fahren ein kurzes Stück weiter zum Lost Dutchman State Park. Wir suchen uns eine Campsite und schlagen unsere Hütte auf. Es ist so warm in der Sonne, ja fast schon heiß, dass wir beide ziemlich k.o. sind. Wir genehmigen uns ein kurzes Päuschen und gegen 17.00 h wirft Andy ein letztes Mal den Grill an und wir brutzeln noch einmal Steaks. Die sind allerdings nicht ganz so wie gewünscht. Mittlerweile hat es ziemlich zugezogen und ob es mit dem sunset überhaupt was wird, ist fraglich. Wir schultern Kameras und Stativ und gehen ein Stück bergauf. Die Sonne schafft es dann doch nicht mehr durch dicke Wolkenschicht, somit werden auch die Superstitious Mountains nicht noch mal erleuchtet und um kurz nach halb acht Uhr gehen wir zurück zu unserer Campsite. Andy entfacht noch ein Campfire im Grill; das restliche Holz muss auch noch verheizt werden und bei sehr angenehmen fast schon sommerlichen Temperaturen, lassen wir den Abend mit einem Bierchen ausklingen. Gefahrene Meilen: 106 |
21. Tag - Dienstag, 14. AprilLost Dutchman State Park - Apache Trail - Tonto NM - PhoenixDie Nacht war ungewöhnlich warm und wir haben nicht so gut geschlafen. Noch vor 7.00 h stehen wir auf, setzen schon mal Wasser fürs Frühstück auf, säubern die Campingutensilien und räumen alles zusammen. Die Gaskartusche hält gerade noch fürs Frühstück; genau richtig. Obwohl die Luftfeuchtigkeit hier kaum vorhanden ist, ist unsere Zeltplane feucht und muss noch ein wenig in der Sonne trocknen. Gegen 8.00 h sind wir startklar, fahren noch mal an die Tanke und holen Eis für die Kühlbox, dann starten wir auf den Apache Trail. Heute ist wenig los, so können wir immer dann anhalten, wann es uns gerade beliebt. Die Strecke ist toll zu fahren und die Aussichten um jede Kurve anders. Man kommt sich vor, wie einem riesiegen botanischen Garten; Saguaros, Kakteen der unterschiedlichste Art, Wildblumen und dazwischen viel Grün. Da es hier Wasser gibt, ist die Vegetation auch etwas weiter, als in anderen trockeneren Regionen. Wir machen heute etwas früher Mittag, finden auch eine Restarea. Allerdings sind die Picknicktische so nah am Toilettenhäuschen aufgestellt und es weht immer mal wieder ein übler Geruch zu uns herüber, der die Rast nicht gerade angenehm macht. Wir halten uns nicht länger als nötig und fahren weiter bis zum Roosevelt Damm. Von hier aus, ist es ein kurzer Abstecher zum Tonto National Monument, das wir auch noch „mitnehmen“. Mittlerweile ist die Sonne wieder da und der kurze Aufstieg zum Cliff Dwelling bringt uns heute ins Schwitzen. Das Cliff Dwelling ist von zwei Seiten begehbar; der Mittelteil ist aus Sicherheitsgründen nicht begehbar; man kann aber auch so das meiste einsehen. Die Broschüre vom Visitor Center und die Infotafeln geben einen kurzen Umriss, der Salado Indianer, die hier gelebt haben. Wir benötigen ca. eine halbe Stunde und gehen dann wieder zum Auto. Wir nehmen die 85 Richtung Norden und fahren durch die Berge retour nach Phoenix. Das Motel finden wir dieses Mal recht schnell, wir checken ein und laden das Auto komplett aus. Nochmal eine Dusche und dann geht’s auf die Suche nach einem Lone Star Steak Restaurant. Das erste, das uns Google anzeigt, gibt es nicht mehr, beim zweiten werden wir fündig. Das Essen ist super, absolut vergleichbar mit einem Outback, und satt und zufrieden besorgen wir noch was zu trinken und verbringen den Abend im Motel. Gefahrene Meilen: 187 |
22. Tag - Mittwoch, 15. AprilPhoenixWir gehen heute mal zu einem Dennys frühstücken, denn Andy will einmal ein richtig amerikanisches Frühstück. Ein Starbucks hinterher muss aber trotzdem sein. Danach suchen wir Tempe Camera, ein spezieller Camer Shop, der uns von Caseys Camera in Las Vegas empfohlen wurde und Andy kauft ein paar Foto Utensilien. Danach fahren wir zum REI und besorgen ein paar Kleinigkeiten und schlendern durch eine große Mall. Dort gibt es auch einen riesen Food Court und wir essen dort zu Mittag. Mit Zwischenhalt bei einem Walgreens und Supermarkt, wo wir uns noch einige Dingen zum mitheimnehmen kaufen, fahren wir zum Motel zurück und beginnen zu packen. Bei Tempe Camera bekamen wir den Tip, in den Desert Botanical Garden zu gehen, da dort gerade eine Ausstellung eines Glas Künstlers gezeigt wird. Also brechen wir am späten Nachmittag noch mal auf und haben nicht weit zu fahren, bis wir auf dem vollen Parkplatz eine Lücke finden. Der Garten ist sehr gut besucht und es gibt immer wieder etwas Gedränge, aber die Skulpturen und Formen aus buntem Glas machen sich wirklich gut zwischen den Kakteen. Als die Sonne langsam unter geht, finden wir sehr gute Motive und können gar nicht aufhören zu fotografieren, auch sind noch viele Kolibris unterwegs. Nach sonnenuntergang wird es aber auch empfindlich kalt und nur mit Shorts und T-Shirt bekleidet kommt Andy ins frösteln. Einige Einheimische haben Mantel und Handschuhe an, was uns doch sehr verwundert. Die Kunstwerke sind nun beleuchtet und so machen wir nochmal eine Runde um uns den Höhepunkt noch anzusehen. Als wir im Auto sind, wird die Heizung aufgedreht und die Fahrt geht zu einem weiteren Macayo Kitchen Restaurant in Tempe. Als Abschluss soll es noch mal richtig gutes Mexican Food mit Margaritas geben, was es auch war. Inzwischen ist Mexican Food unser Favorit geworden, für das wir gerne auch mal ein paar Meilen fahren. Gefahrene Meilen: 35 |
23. Tag - Donnerstag, 16 AprilPhoenix - MünchenHeute geht esleider wieder Richtung Heimat. Wir packen fertig und fahren zum Starbucks, dann wollen wir vor dem Botanical Garden noch ein Foto machen. Auf dem Weg zum Highway, schießt Andy bei rot über eine Ampel und wird geblitzt, das hat gerade noch gefehlt, mal sehen was da noch kommt. Wir müssen noch mal zu einem Walmart, ein paar wenige Dinge besorgen und danach fahren wir zum Flughafen. Da wir noch nie in Phoenix waren, wissen wir nicht wo die Rental Car Location ist und wir fahren irrtümlich durch den ganzen Flughafen, der doch ganz schön lang ist. Eigentlich hätte man einfach außen rum auf dem Highway fahren können, denn genau auf der anderen Seite können wir unseren Toyota zurück geben und in den Bus zum Terminal steigen. Beim einchecken ist doch tatsächlich ein Koffer etwas zu schwer und wir müssen umpacken, dieses Prozedere haben wir bislang immer erfolgreich vermeiden können, aber anscheinend ist unsere Federwaage nicht mehr genau genug. Obwohl der Koffer immer noch etwas zu schwer ist, darf er jetzt auf die Reise gehen und wir begeben uns durch die Security zum Gate. Die Wartezeit wird noch mit einem Burger und Fries verkürzt, dann starten wir mit Ziel Chicago, das wir zum Sonnenuntergang erreichen. Wir haben hier etwas Aufenthalt, brauchen aber das Terminal nicht zu wechseln und haben so etwas Zeit uns gemütlich die Füße zu vertreten. Beim boarden sehen wir Otti Fischer, der mit uns zurück nach München will. Der Lufthansaflug war ruhig, aber er zog sich doch enorm, wenn man versucht zu schlafen und nicht kann. Gefahrene Meilen: 187 Fazitvon Elke3 Wochen USA mal ganz anders und das so früh im Jahr, wie wir sonst noch nie unterwegs waren. Andreas' Meinung zum Wetter hat sich nicht so recht betätigt; statt warm bis sehr warm war es frühlingshaft warm, manchmal auch kühl und dazu der ungewohnte Wind. Trotz Stum im Death Valley sind wir nach wir vor begeistert davon und werden sicher erneut im Backcountry zelten. Der Hike im Yosemite war ein toller Auftakt der Reise; die Wiesen mit den bunten Frühlingsblumen auch. Yoshua ist zum Zelten absolut toll; da zieht es uns sicher nochmal hin - zu sehen und wandern gibt dort noch viele Möglichkeiten. Die Vegetation im Süden Arizonas mit den zahlreichen Kakteen-, Yucca- und Sukkulentenarten haben uns sehr gefallen; die vielen Fotos sind ein Beweis dafür; der Besuch des Boyce Thompson Arboretum war absolut spitze. Chiricahua und Fort Bowie waren ebenso toll und auch wenn wir nicht im White Sands wie erhofft gezeltet haben, war es den Abstecher wert. Der Abschluss in Phoenix und Umgebung mit Superstitious Mountains, die Wanderung im Kaiser Spring Canyon und der Apache Trail bildeten einen schönen Abschluss der Reise. Wir kommen sicher irgendwann wieder. von AndyGanz im Süden waren wir ja noch nie und das hat mir gut gefallen. Die starken Winde waren weniger schön, ich hätte gerne mehr gezeltet um noch mehr Nachtaufnahmen zu machen. Der Anfang im Yosemite war super, das Tal ist zu dieser Jahreszeit sehr schön und wenig besucht. Die blühenden Kakteen sind wirklich super, allerdings hatten wir etwas Pech mit den Wildblumen und für die Saguaroblüte (man spricht das übrigens "Saworro" aus) waren wir noch etwas zu früh. Gerade als ich diese letzten Zeilen schreibe (25.07.09), denke ich schon über den nächsten Urlaub im kommenden Frühjahr nach, aber das wird eine andere Geschichte.
Noch etwas Statistik zu der Reise:Strecke: Gefahren sind wir dieses Mal 4327 Meilen, das sind 6964 Kilometer, ergibt einen Tagesschnitt von 303 km am Tag. Verbrauch: Getankt haben wir gesamt 170 Gallonen Benzin, dafür haben wir 348,84 $ bezahlt, ergibt einen Schnitt von 2,05 $ pro Gallone. Das ist doch erfreulich niedrig gegenüber dem letzten Herbst, als wir für ähnliche Strecke 703,76 $ bezahlt haben, allerdings war da auch viel 4WD dabei. Der Jeep Patriot hat einen Verbrauch 25,90 mpg oder 9,21 l/100km. Der Toyota Highlander benötigt dagegen 23,67 mpg oder 10,26 l/100km. Übernachtungen: Für Übernachtungen haben wir 911,90 $ ausgegeben, das sind 41,45 $ pro Nacht. Es sind aber 2 gratis Motelübernachtungen dabei und einmal haben wir im Backcountry übernachtet. 17 mal haben wir im Motel Übernachtet und 5 mal im Zelt. Eigentlich waren ein paar mehr Zeltübernachtungen geplant, aber aufgrund des Wetters haben wir uns anders entschieden. nach oben |