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USA Spring 2009Along the BorderEine Reise durch die Staaten Kalifornien, Nevada, Arizona und New Mexico, 21 Tage vom 25. März bis zum 16. April 2009.Auf dieser interaktiven Karte
ist der Routenverlauf der 1. Woche dargestellt. |
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1. Woche1. Tag - Mittwoch, 25.03.München - San Francisco - FremontEndlich Urlaub – nach all den vielen Überstunden in den letzten Wochen, kann ich es kaum glauben, dass wir heute Nachmittag in den Flieger steigen. Die Koffer sind gepackt und jetzt steht nur noch an, in den 4 Wänden Klar-Schiff zu machen, bis wir um 11.30 h vom Oheim abgeholt werden. Der Vormittag vergeht trotz etlicher Tätigkeiten ziemlich zäh; jetzt ist einfach die Luft raus und Körper und Geist verlangen ganz klar nach einer Abschaltphase. Der Abholservice ist überpünktlich und bereits um 13.00 h sind wir am Münchner Flughafen. Gepäckaufgabe und Einchecken gehen ebenso flott und da sich Andy nach langer Abstinenz mal wieder Weißwürste wünscht, geht es ins Airbräu. Wir haben nur die Rechnung ohne den Wirt gemacht; traditionell gibt es die Würste nur bis 12.00 h. Andy muss sich mit einer Alternative zufrieden geben (serviert wird multikulturell von einer vollbusigen Schwarzen im Dirndl) und als wir das Airbräu verlassen, haben wir immer noch gut eine Stunde bis zum Boarding vor uns. Wir gehen zum Gate und machen es uns dort bequem; so langsam aber sicher füllt sich der Wartebereich. Wie vermutet, beginnt das Boarding erst weit später als angegeben und der Abflug verzögert sich wegen diverser Checks und Enteisung der Tragflächen um eine knappe Stunde. Wir heben bei dichtem Schneetreiben ab und kaum sind wir über der dichten Wolkendecke scheint die Sonne – welche Freude. Nach anfänglichen Problemen mit dem Inseatentertainment und zwei updates können wir ca. 1 Stunde nach Abflug einen Film auswählen. Schließlich muss auch noch Andys Sitz ausgetauscht werden; die rechte Hälfte gibt so weit nach, dass er wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängt.. Der Purser ist mit uns gut beschäftigt und sichtlich froh, alle Widrigkeiten beseitigt zu haben.Dann motzt die ältere Lady, die hinter Andy sitzt, dass er den Sitz verstellt. Die Oma neben ihr lässt ab und an übel riechende Gase entweichen – na klasse. Jedesmal wenn die beiden aufstehen, krallen sie sich an unsere Kopfstützen und schütteln uns durch. Wir sind eh schon etwas angespannt - ein Kleinkind etwas weiter hinter uns brüllt sich die Kehle aus dem Leib. Der Flug verläuft ruhig, das Essen zieht sich ewig, auch der Film, und als wir endlich mit der übersichtlichen Mahlzeit fertig sind, fallen uns die Augen zu. Der Versuch ein wenig zu schlafen, wird von den Ladys hinter uns in regelmäßigen Abständen unterbrochen, somit bleibt es beim Dahindösen. Nach 3.00 Uhr morgens gibt es ein Abendessen und um 5.30 h haben wir endlich festen Boden unter den Füßen. Einreise, Gepäck abholen und ab zu Alamo. Leider haben wir in der Choiceline sehr wenig Auswahl; zwei Jeep Wrangler mit Softverdeck scheiden aus; wir wollen doch unsere Siebensachen wieder mit nach Hause nehmen. Einzige Möglichkeit ist noch der Toyota RAV4, allerdings ohne 4WD. Der Kofferraum ist sehr geräumig, auch der Innenraum, doch Andy hätte gerne einen Allrad. Darauf können wir heute aber nicht mehr warten und so verlassen wir das Terminal mit diesem Auto. Den Weg ins Motel finden wir trotz Übermüdung recht gut; nur einmal müssen wir ein kurzes Stück umdrehen, weil wir den Abwzeig übersehen haben. Im La Quinta nahe Fremont haben wir ein geräumiges Zimmer und nach annähernd 24 Stunden auf den Beinen geht es in die Falle. Gefahrene Meilen: 39 |
2. Tag - Donnerstag, 26.03.Fremont - Yosemite National Park - MariposaAndy ist bereits um 3.00 h morgens wach, legt sich dann aber noch mal hin und als gegen 5.00 h die Dusche rauscht, ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Wir räumen die Taschen um und gehen frühstücken. Da es vom Motel bis zum Flughafen San José nicht allzu weit ist schnell beschlossen, noch mal zu Alamo zu fahren um das Auto zu tauschen. Gesagt getan; Andy inspiziert die wenigen Mid Size SUV’s und entscheidet sich schließlich für einen Jeep Patriot. DenToyota RAV4 mit 4 WD hätten wir gern genommen; der allerdings zur Auswahl steht, hat schon viele Meilen auf dem Tacho und das Profil der Reifen lässt sehr zu wünschen übrig. Hatte der RAV4 noch einen sehr geräumigen Kofferraum, so müssen wir beim Jeep die Rückbank umklappen, damit wir das Gepäck unterkriegen. Der Tausch geht problemlos von statten und nun können wir uns dem Einkauf widmen. Ein Walmart Supercenter suchen wir vergeblich, weshalb wir Walmart und Safeway kombinieren müssen, um für die nächsten Tage gerüstet zu sein. Die Preise bei Safeway sind gesalzen und trotz Customer Card sparen wir nicht nennenswert. Mittlerweile ist es Mittag und da kommt ein Carls jr. gerade recht. Gegen 12.30 h geht es dann Richtung Modesto und Merced, von wo aus wir nach Mariposa fahren. Dort treffen wir 1,5 Stunden später ein; bis zum Yosemite NP dauert es eine weitere Stunde. Das Wetter ist frühlingshaft sonnig und warm, die Wiesen sind grün und es blüht überall. Für die Augen ist das ein wahrer Genuss. Auf dem Weg zum Yosemite sind die Hänge der Berge über und über mit intensiv orange blühendem californischem Mohn gefärbt. Die Farbe leuchtet so intensiv in der Sonne, als hätte man eimerweise Farbe verschüttet. Wir fahren in den Park und begegnen bei den Bridal Vail Falls einer Bobcat, die sich beim Durchstreifen des Waldes nicht aus der Ruhe bringen lässt. Schließlich kommt sie direkt auf uns zu und läuft keinen Meter entfernt an uns vorbei über den Weg. Es geht weiter zum El Capitan, wir fotografieren die Yosemite Falls und fahren zum Visitor Center, um uns für morgen noch einen Tipp zu holen. Nach 17.00 h sind wir wieder in Mariposa, checken im Best Western ein und gehen beim ortsansässigen Diner noch was essen. Ambiente und Geschmack könnten besser sein. Der Abend schreitet rasch voran; wir sichten die ersten Bilder und gegen 22.00 h sind wir vom heutigen Tag ziemlich erledigt. Gefahrene Meilen: 279 |
3. Tag - Freitag, 27.03.Mariposa - Yosemite National Park - MariposaUm 6.00 h stehen wir auf, packen unsere Daypacks für den heutigen Marsch und treffen um kurz vor 7.00 h in der Lobby ein zum Frühstück. Hier ist allerdings nicht ein Anzeichen für Breakfast zu sehen und als wir etwas dumm herumstehen, bekommen wir den Hinweis, dass es dieses im Rückgebäude gibt. Die Auswahl ist für uns voll in Ordnung. Um 7.20 h sind wir startklar und ca. eine Stunde später am Parkplatz Curry Village. Da wir keine Ahnung haben, wann der Shuttle Bus fährt, laufen wir Richtung Happy Isles. Das Curry Village besteht aus lauter Zelten und vermittelt den Eindruck, einer Goldgräbersiedlung. Hier möchten wir nicht zur Hochsaison hausen; da ist wohl nie Ruhe. Ein Stück weiter an der Straße liegt linkerhand ein Campground mitten im Wald; wo es noch jede Menge Schneereste hat und der Boden davon mehr als durchnässt ist. Zu beneiden sind die Camper jetzt auch nicht; so früh morgens hat es gerade mal um die 0 °C, es ist feucht, dunkel und ungemütlich. Nun kommt auch der Shuttlebus der uns noch aufsammelt, allerdings kaum erwähnenswert die Strecke – keine 300 m später kommt die Haltestelle Happy Isles und wir müssen eh raus. Über den Merced River und dann nach rechts auf den Trail. Kurze Zeit später steigt der Weg schon heftig an und wir gewinnen schnell an Höhe. Es sind ein paar wenige Wanderer unterwegs um diese Zeit. Bis zur Brücke ist der Weg geteert, dann teilt sich die Strecke – der Mist-Trail ist im Winter gesperrt; für uns geht es auf dem John Muir Trail weiter. Nach ein paar weiteren Metern immer schön bergauf kommen die ersten Schneeflächen, die direkt auf dem Trail liegen. Wir können diese aber ganz gut umgehen – unsere Profilsohlen der Wanderschuhe sind auf dem Schnee zu rutschig. In zahlreichen Serpentinen schraubt sich der Trail nach oben; der Merced River ist nun erstmal außer Sichtweite. Am Clarkpoint lichtet sich der Wald und es geht wieder ein Stück bergab. Von hier oben hat man bereits einen tollen Blick auf Vernal- und Nevada-Fall. Wir laufen zum Vernal-Fall hinunter und bis vor zur Abbruchkante. Die Szenerie ist im wahrsten Sinne des Wortes „berauschend“. Nach kurzer Fotopause geht wieder back to track und nun liegen noch 1,3 Meilen zu den Nevada Falls vor uns. Erst unschlüssig, ob wir diese noch gehen sollen, entscheiden wir uns „dafür“ – das Wetter könnte nicht besser sein, wir haben noch Energiereserven und nehmen den Aufstieg in Angriff. Es geht noch mal satt hinauf; die letzten Höhenmeter ziehen sich auch hier in steilen Serpentinen, doch der Anblick auf den Fall gibt uns den nötigen Antrieb. Gegen 12.30 h sind wir am Fall und machen bei herrlichem Sonnenschein erst mal Mittag. Der Ausblick ist fantastisch und war die Anstrengung auf jeden Fall wert. Nach etlichen Fotos müssen wir uns von hier richtig loseisen und beginnen den Abstieg. Jetzt setzen die Wandermassen so richtig ein und wir sind froh, dass wir unsere Mittagspause für uns hatten. Weiter unten, wo die Schneeflecken den Trail blockieren, kommen uns Wanderer entgegen, die in einfachen Turn- und Straßenschuhen unterwegs sind; der Hammer ist eine Lady, die ganz dünnsohlige Leinenschuhe trägt. Fehlt nur noch einer, der mit Flip Flops unterwegs ist. Sind unsere Wanderschuhe ja schon rutschig auf dem harten Schnee ….. Gegen 16.00 h sind wir wieder am Auto und nun reicht es auch mit dem Wandern für heute. Wir machen noch einen Abstecher zu den Yosemite Falls und das kurze Stück dorthin ist noch drin; den Wasserfall hatten wir bei unserem letzten Besuch im September 2004 vergeblich gesucht – es gab ihn wegen Wassermangels nicht. Es geht zurück nach Mariposa, noch mit dem ein oder anderen Fotostopp an der Strecke und dann erst mal in die Dusche. Abendessen gibt es beim Pizzaladen in der Nachbarschaft. Zurück im Motel macht sich der halbe Pitcher Bier bemerkbar und während Andy schon abgetaucht ist, schafft es Elke gerade noch, nicht in voller Montur die Nacht zu verbringen. Gefahrene Meilen: 90 |
4. Tag - Samstag, 28.03.Mariposa - Lake Isabella - Alabama Hills - Lone PineFrüh ins Bett, früh Aufstehen – Andy sitzt um 6.00 h bereits am Computer was auch für Elke bedeutet, die Nacht ist um. Elke packt zusammen und mit allem drum und dran ist eine Stunde im Handumdrehen vorbei und wir gehen frühstücken. Heute ist ein Fahrtag angesagt und es geht erst mal auf der 49 nach Oakhurst. Am Abzweig zur 41 nach Fresno liegt ein Vons-Markt mit integriertem Starbucks, der zu einem kurzen Zwischenstopp nötigt. In Fresno geht es auf die I 99 nach Delano. Entlang der Interstate wechselt Obst- und Weinanbau mit Viehwirtschaft in der Ebene und je weiter südlich wir kommen, desto diesiger wird es. Die schneebedeckten Berggipfel der High Sierra kann man gerade noch ausmachen. Wir tanken nochmal voll – die nächsten 55 Meilen gibt es keinen Sprit und nun geht es recht kurvenreich hinauf in die Berge. Hier dominiert wieder eindeutig die Farbe grün - es gibt sattgrüne Wiesen mit zahlreichen Frühlingsblumen, die hier noch wachsen dürfen, und ab und an auch kleine Farmen mit Rinder- und Pferdezucht. Die 155 windet sich bis zum Greenhornpass hinauf und wieder hinunter zum Lake Isabella, der in der Ferne auch schon zu sehen ist. Als wir am See ankommen und auf einem teilweise noch geschlossenen Campground einen Picknicktisch belagern, ist es bereits 12.30 h und Zeit für eine Mittagspause in der Sonne bei angenehmer Temperatur; was will man mehr. Auf der 178 geht es nun durch eine völlig andere Landschaft, die der Mojave-Wüste ähnelt, bis zur 395 und zum letzten Etappenziel nach Lone Pine, wo wir gegen 15.00 h eintreffen. Wir können bereits einchecken und räumen unsere Sachen ins Zimmer. Wir haben noch jede Menge Zeit und es geht in die Alabama Hills und auf Arch-Suche. Die ersten beiden sind bald gefunden, bei den weiteren hapert es mit der Wegbeschreibung. Zum Charred-Arch kommen wir wegen der fehlenden Bodenfreiheit unseres Autos nicht, weshalb wir diesen dann auch auslassen und weiter zum Cyclop-Arch fahren. Der ist ziemlich schnell gefunden, wird noch einige Male fotografiert und dann geht es zurück in den Ort via Carls Jr., wo es heute Abendessen gibt. Der Abend ist schnell vorbei – Bilder laden, Bericht schreiben etc. brauchen einiges an Zeit. Gefahrene Meilen: 342 |
5. Tag - Sonntag, 29.03.Lone Pine - Alabama Hills - Death Valley National ParkDer Wecker klingelt um 5.30 h und schnell sind wir auf den Beinen. Zu dieser frühen Stunde gibt es sogar schon Frühstück und wir gehen auch gleich was essen, damit wir uns in den Alabama Hills Zeit lassen können. Um kurz nach 6.30 h sind wir dann am Parkplatz vom Mobius-Arch, leider nicht allein. Ein Truck parkt bereits dort und wie sich gleich herausstellt, belagern 3 Fotografen den kleinen Felsen davor. Andy kann sich gerade noch mit seinem Stativ dazwischen drängen und einer der Truppe beginnt, sich notgedrungen mit uns zu unterhalten. Er ist dann auch derjenige, der uns ein paar Mal ins Bild läuft – not really amusing. Die Herren haben zwar alle gutes Equipment, doch so richtig professionell wie sie sich geben, sind sie nicht. Wir harren also dem Sonnenaufgang, der sich doch ganz schön Zeit lässt und es ist noch recht frisch. Als wir etliche Bilder im Kasten haben, die Meute zwischenzeitlich (endlich) abgezogen ist und wir noch das ein oder andere Foto ohne Zwischenläufer machen können, wechseln wir noch für ein Panoramafoto den Standort und fahren zurück ins Motel. Wir packen unsere Sachen, rüsten uns kleidungsmäßig schon mal für wärmere Temperaturen und begeben uns auf den Weg 136/190 via Panamint Springs ins Death Valley. Als wir etwas später am Abzweig Saline Valley Road vorbei kommen, haben wir ein Dejà Vu - diese Strecke ist uns noch sehr gut aus 2006 in Erinnerung. Erster Stopp im Death Valley ist das Visitor Center; der Parkplatz ist heute voll. Wir holen uns eine Backcountry Map und erkundigen uns nach geeigneten Plätzen fürs Campen. Man empfiehlt uns die Gegend beim Zabriski Point bzw. Hole in the Wall oder dann weiter oben Richtung Dantes View. Mal sehen, wo es uns zusagt. Wir machen direkt beim Visitor Center Mittag und in der Sonne ist es richtig angenehm warm. Nächster Stopp ist beim Golden Canyon, wir wollen den 2 Miles-Hike machen. Die Wärme ist beim Laufen schon nicht mehr so angenehm und wir sind froh, doch noch Wasser mitgenommen zu haben. Hier ist auch was los; viele sind mit Flip Flops unterwegs – für uns immer wieder unvorstellbar, auf unebenem, steinigen Untergrund längere Zeit damit laufen zu können. Als wir an der Red Cathedral das Ende des Canyons erreichen, reicht uns dieser Ausflug und wir drehen wieder um. Man könnte auch noch einen Loop laufen, wie uns ein netter junger Mann mitteilt, als er bemerkt, dass wir etwas unschlüssig am Abzweig stenden. Wir fahren anschließend noch mal zur Furnace Creek Ranch, laufen zum Palmenhain und legen uns dort im Schatten ein wenig auf die Wiese. Nach kurzer Erholungspause geht es hinauf zu Dantes View, wo wir einen genialen Blick auf Bad Water und das gesamte Tal haben. Da wir befürchten, dass es mit dem empfohlenen Platz zum Campen etwas weiter unten immer noch recht frisch in der Nacht werden wird, fahren wir noch mal retour zu Hole in the Wall und dort die 6 Meilen im Wash hinter auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Nach 2 Meilen sind am Weg schon einige Zelte aufgebaut, uns zieht es noch ein ganzes Stück weiter, durch einen kurzen Canyon Abschnitt. Mittlerweile ist ein böiger Wind aufgekommen und wir finden schließlich ein Plätzchen, das (wie sich später herausstellt) vermeintlich etwas geschützt liegt. Wir bauen das Zelt auf und richten schon mal alles her, was wir für die Nacht brauchen. Der Wind bläst immer stärker, weshalb wir dann auch im Kofferraum unseren Kocher platzieren und unser Abendessen kochen. Es gibt Spaghetti von Mountainhouse; gar nicht schlecht. Bis wir alles wieder verräumt haben, verkriechen wir uns dann auch schon im Zelt; wir haben noch ein paar Zeitschriften, in denen wir blättern. Bedingt durch den starken Wind sieht es im Inneren des Zelts aus wie in einem Sandkasten und bei jeder heftigen Böe, rieselt immer wieder ein Ladung herein; zudem biegt sich das Zelt in alle Richtungen. Wir sind nicht überzeugt, ob wir ein Auge zumachen können, bei den Geräuschen. Als es dunkel ist, versuchen wir zu schlafen, was uns aber nicht gelingen will – der Wind hat noch mal kräftig zugenommen und es dauert dann auch nicht lange, bis ein lautes Pling verlautbart, dass der erste Hering trotz Steinbeschwerung flöten gegangen ist. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich alle Heringe gelöst haben und wir samt Zelt davonwehen …. Andy steht auf und probiert, ob er im Auto liegen kann. Leider ist dieses zu kurz, weshalb wir beschließen, das Zelt abzubauen und auf den Vordersitzen zu schlafen. Der Zeltabbau gestaltet sich bei heftigen Sturmböen nicht so einfach und wir schaffen es gerade so, dass uns nichts davon fliegt. Alles wird kurzerhand im Kofferraum verstaut; so staubig und eingesandet wie es jetzt ist und wir klappen die Vordersitze zurück soweit es geht. Wenigstens finden wir im Auto Ruhe, auch wenn der Sitz auf Dauer nicht bequem ist. Andy schafft es, in Etappen zu schlafen, während Elke erst die Füße einschlafen und jede andere Liegeposition auch nicht mehr Komfort schaffen. Gegen 2.00 h morgens lässt wenigstens der starke Wind nach und gegen 4.30 h sieht Elke im 10 Minuten Rhythmus auf die Uhr, wann es endlich Zeit zum Aufstehen ist. Gefahrene Meilen: 179 |
6. Tag - Montag 30.03.09Death Valley National Park - Las VegasDie Sterne verblassen allmählich am Himmel, es ist kalt, der Wind hat wieder etwas aufgefrischt und um 5.30 h wacht auch Andy auf. Wir starten sogleich den Rückweg und fahren hoch zu Dantes View. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang; es hätte nicht mal 5 Minuten später sein dürfen. Hier oben hat es um die 0 °C mit eisigem Wind; Andy hält sich immer nur kurz zum fotografieren draußen auf und kehrt dann wieder ins warme Auto zurück. Bei klassischer Musik aus dem Radio genießen wir den Ausblick und die morgendliche Szenerie – trotz aller Widrigkeiten kommt es uns vor, wie eine Belohnung. Gegen 8.00 h geht es dann wieder nach unten auf einen Trailerparkplatz, wo wir erst mal den Kofferraum ausräumen, nebenbei unser Frühstück kochen und unser Equipment entstauben. Als alles wieder in den Koffern verstaut und wir etwas warmes im Magen haben, ist es eine gute Stunde später und wir machen uns auf den Weg nach Las Vegas. Da wir mit dem Jeep Patriot nicht so wirklich zufrieden sind, wollen wir als erstes noch mal zum Flughafen und das Auto tauschen. Das klappt ganz gut innerhalb einer knappen Stunde, viel Auswahl haben wir nicht und Andy entscheidet sich für einen Toyota Highlander. Der hat wesentlich mehr Platz, ist ein permanent Allrad und sollte für die nächsten 3 Wochen gute Dienste leisten. Anschließend geht es zu Bass Pro, Caseys Camera und bei Panda Express was essen, bis wir uns auf zum Rio Hotel machen um dort einzuchecken. Erst mal eine ausgiebige Dusche, um den Staub vom Death Valley loszuwerden und dann genehmigen wir uns eine kleine Verschnaufpause, ehe wir später noch mal für ein paar Fotos im nordöstlichen Rand von Las Vegas fahren und dann zum Abendessen ins Ellis Island aufbrechen. Gefahrene Meilen: 184 |