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USA Herbst 2008

Rocky [Mountains] Trails - Mit dem Jeep und per Pedes durch Colorado

Eine Reise durch die Staaten Colorado, Utah und New Mexico zu bekannten und weniger bekannten Orten, 30 Tage vom 15. September bis zum 14. Oktober 2008.

Auf dieser interaktiven Karte ist der Routenverlauf der 1. Woche dargestellt.
Google-Maps-Creator by Ulrich Küster
Weitere Bilder sind in der Bildergalerie zu finden.

   
© by Andy Scheidle
 
 

4. Woche

22. Tag - Dienstag 7. Oktober

Canyonlands NP - Salt Creek - Angel Arch - All American Man

Um 7.00 treibt es uns raus (Temperatur knapp über 0°C) und im Nachbarzelt ist ebenfalls Aufbruchstimmung angesagt. Während wir Wasser fürs Frühstück aufsetzen marschieren unsere Mitstreiter kurz darauf los; sie wollen heute nach dem Angel Arch wieder raus aus dem Park. Nach einer knappen Stunde geht es auch für uns flotten Schrittes die 1.3 Meilen zum Angel Arch. Auf dem Weg entdecken wir einige Wasserstellen, die wir uns für den Rückweg merken. Als wir den Arch erreichen, liegt er bereits voll in der Morgensonne. Mit einem stahlblauen Himmel sieht er majestätisch aus und wir haben bisher noch keinen Arch gesehen, der so beeindruckend ist. 

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Jörg und Gesine sind noch ein Stück weiter nach oben gestiegen; die Fotos von dort haben allerdings nicht die Wirkung. Wir genießen gemeinsam diesen Anblick und die Auslöser unser aller Kameras sind im Dauereinsatz. Der Molar wird nun auch noch von der Sonne angestrahlt und beide Motive zusammen sind unbeschreiblich. Wir können uns fast nicht losreißen von dieser Szenerie, müssen aber los, da auch wir heute noch ein straffes Programm haben. So geht es zurück zum Zelt, unterwegs nochmal Wassernachschub gefiltert und wir packen einen Rucksack mit Tagesausrüstung. Nun heißt es, sich verabschieden – schade, dass die beiden uns verlassen. Wir tauschen noch Adressen und unsere Wege trennen sich. Es geht wieder zur Junction und nun weiter dem Salt Creek entlang mit Ziel All American Man; das sind one-way 12,5 km und es ist mittlerweile 10.45 h. Um spätestens 19.00 h müssen wir zurück sein, dann setzt die Dämmerung ein und den richtigen Weg zu finden ist ein Ding der Unmöglichkeit. 

Wir haben heute auch einen flotten Schritt drauf und kommen relativ gut vorwärts. Kurze Zeit später kommt uns das running-couple von gestern entgegen. Wir tauschen ein paar Worte; die beiden haben gestern den All American gesucht; aber leider nicht gefunden - beim Angel Arch waren sie nicht und wollen da auch heute nicht hin. Sie haben ganz in der Nähe gezeltet und sind schon wieder auf dem Rückweg.  Als es wieder ins Dickicht geht, geht es richtig hinein in die grüne Hölle. Manchmal sieht man den Trail kaum und ein paar Mal weichen wir wohl davon ab; finden glücklicherweise aber immer wieder zurück. Dann kommt auch schon die erste Campsite SC4, die wir ursprünglich reserviert hatten. Einen Steinwurf davon entfernt gibt es ein Rinnsal mit fließendem Wasser und wir nutzen erneut die Gelegenheit zum Wasser filtern und Vorräte auffüllen. Dies Stelle speichert Andy im GPS. Vielleicht ist es Einbildung, aber das Wasser schmeckt köstlich und ist richtig gut gekühlt. Durchs Dickicht geht es weiter, bis wir auf eine Art Plateau aufsteigen und unter uns liegen riesige Cottonwood Trees. Ein Blick zurück beschert uns den Ausblick auf einige Ruinen in unerreichbarer Höhe, es gibt auch Petroglyphs. Da diese nun aber im Schatten liegen und völlig ungeeignet für ein Foto sind, geht es weiter. Es geht wieder vom Plateau hinunter und es ist bereits kurz vor 1.00 h, als wir in der Sonne Mittag machen. Es ist heute wesentlich wärmer als gestern und so ist die Pause in der Sonne nur von kurzer Dauer. An unserem Picknickplatz sind wieder Ruinen über uns und am Weg liegen Schaufel und Spitzhacke und sonstige Ausrüstung. Hier wurde der Trail bearbeitet und ist in sehr gutem Zustand, was man vom Hinweg zum Angel Arch nicht gerade behaupten kann.

Die Zeit drängt und es geht weiter, bis wir schließlich den Upper Jump erreichen. Hier fließt das Wasser „in Strömen“ und ergießt sich über einen kleinen Wasserfall in einen riesigen Pool. Etwa 15 bis 20 Minuten nach dem Upper Jump erreichen wir die nächste Campsite SC3, die auf der Karte wesentlich weiter entfernt liegend eingezeichnet ist und wir mit mindestens noch 2 Meilen Wegstrecke gerechnet haben. Na umso besser, dann erreichen wir das Panel ja vielleicht noch vor 15.00 h, denn das ist unser absolutes Limit und wir müssen umdrehen.

Klick mich und ich werde gross...
Upper Jump
Klick mich und ich werde gross...
Needle
Klick mich und ich werde gross...
The Needles

Nach SC 3, auf dem 3 Zelte stehen, geht es wieder über den Creek und einen kleinen Wasserfall und dann folgen auch schon die Ruins mit den Four-Faces-Petroglpyhs, das nicht schwer zu finden ist. Wir schauen uns hier ein wenig genauer um, machen ein paar Fotos und wieder back on track geht es nochmal ca. 20 Minuten auf dem Trail, bis wir die Fin erreichen, wo wir zu einem Window aufsteigen müssen. Uns ist nicht bewusst, dass dies der ganz übliche Trail ist, wir haben eher mit einem Abstecher gerechnet, aber das ist natürlich super. Beim Window oben befinden sich Grundmauern einer Ruin, Tonscherben und ein zerbrochener Grindstone, die wir uns noch ansehen. Wir steigen durchs Window und unten angekommen geht es etwa 320 Meter nach links, der kleine Alcove ist schon von der Weite zu sehen und am Boden steht eine Info-Box, in der eine Erläuterung zum All-American-Man Panel liegt. Das Panel liegt ca. 13 feet hoch im Alcove und das hinaufsteigen ist nicht so einfach. Elke krabbelt voran und  schafft es gerade so, nach oben zu kommen. Im Alcove gibt es zwei Granaries, die schon etwas beschädigt sind. Andy bleibt auf halber Höhe und kann auch von dort einige Fotos vom Panel machen. Beim Abstieg aus dem Alcove entdeckt Elke noch eine kleine Schlange, die im Schatten in einer Felsspalte liegt und nur von oben zu sehen ist.

Klick mich und ich werde gross...
Ein Alcove, aber der Falsche
Klick mich und ich werde gross...
Eine Ruine ist bereits zu sehen
Klick mich und ich werde gross...
Im Inneren
Klick mich und ich werde gross...
The All-American-Man
Klick mich und ich werde gross...
Gefährlich
Klick mich und ich werde gross...
Pottery

Glücklich, das Panel gefunden zu haben und über diesen ereignisreichen Tag heute, gehen wir den Rückweg an. Wir liegen gut in der Zeit, auch wenn sich allmählich Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen, die Knie schmerzen. An der vorletzten Wasserstelle vor unserem Camp stellen wir fest, dass diese im Vergleich zum Morgen nur noch ein dünnes Rinnsal ist. Andy gräbt ein Loch und wir warten, bis das Wasser wieder klar ist. Dann wird nochmal aufgefüllt. Kurz vor 18.00 h erreichen wir die letzte Wasserstelle, wo wir nochmal für morgen früh auffüllen und zusätzlich einen Ziplock-Beutel.

Um 18.00 h sind wir am Zeltplatz; ziemlich k.o. nach 25 km plus den 5.3 km zum Angel Arch heute morgen. Wir setzen Wasser auf für Tee und Abendessen. Das Wasser der letzten Quelle muffelt richtig unangenehm und wir sind froh, dass wir es noch abkochen. Beim Tee kommt der Geruch ziemlich stark durch und Elke muss sich überwinden, das zu trinken. Heute steht Mountainhouse Beef with Noodles auf der Karte. Nachdem wir was Warmes im Magen haben, kriechen wir zufrieden und müde in unsere Behausung. Die Eindrücke des heutigen Tages müssen erst mal verarbeitet werden. Es ist die erste Nacht draußen, in der Elke keine kalten Füße hat.

What a Day!

Gelaufene Strecke: gesamt = 30,3 km, Durchschnitt: 3,3 km/h
Übernachtung: Campsite an der Junction zum Angel Arch

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Molar with Angel Arch Klick mich und ich werde gross... Upside down Klick mich und ich werde gross... Der Backenzahn Klick mich und ich werde gross... Petrified Alien Klick mich und ich werde gross...
Kissing Couple Klick mich und ich werde gross... Four Faces Klick mich und ich werde gross... Die Finne mit dem Window Klick mich und ich werde gross... Blick in den Park Klick mich und ich werde gross... Im Window Klick mich und ich werde gross... Natural Arch Klick mich und ich werde gross... The Needles Klick mich und ich werde gross... Heads Klick mich und ich werde gross... The Needles Klick mich und ich werde gross... Im Camp Klick mich und ich werde gross... Letzte Sonnenstrahlen Klick mich und ich werde gross... Gute Nacht
 
 

23. Tag - Mittwoch 8. Oktober

Canyonlands NP - Salt Creek - Moab

Zurück in die Zivilisation

Um 7.00 h stehen wir auf, kochen Frühstück, räumen derweil das Zelt aus und bestücken schon mal die Rucksäcke. Nochmal ein Tee mit Müffelwasser; es gibt vorerst kein besseres Wasser. Um 8.30 h sind wir marschbereit, die Unterlegplane vom Zelt ist nass und voller Dreck; sie wird einfach in einer Tüte verstaut, fürs Trocknen bleibt keine Zeit. Die Temperatur heute morgen beträgt gerade mal 2 °C; also genau so unangenehm wie gestern und nun wird es Zeit, sich warmzulaufen. Wir marschieren trotz großer Rucksäcke ziemlich flott dahin, bis Elke nach einer Stunde derartige Probleme mit ihrem linken Knie bekommt, dass wir eine kurze Pause einlegen müssen. Trotz Kniebandage schmerzt das Gelenk bei unebenem Gelände und hier hilft nur eine Schmerztablette, sonst kommen wir nicht vorwärts. Nach einer halben Stunde beginnt die Tablette zu wirken und es geht etwas besser. Es dauert nicht lange, dann beginnt Andy zu schwächeln; der Hike von gestern steckt uns in den Knochen und wir machen nochmal eine kleine Pause für einen Snack.

Wir kommen nur langsam vorwärts und sind mehr als erstaunt, dass wir das Auto um kurz nach 12.00 h erreichen, also gerade mal 3,5 Stunden – für den Hinweg haben wir mit Pause 4,5 Stunden benötigt. Glücklich, endlich das Gepäck los und wieder am Auto zu sein, gibt es erst mal was Kaltes zu trinken und das Müffelwasser wird entsorgt. Andy meistert die 3,5 Meilen Sandpiste mit den Wasserpassagen ohne Probleme, es geht durchs Gatter und direkt zum Visitor Center.Dort entsorgen wir erstmal unseren Müll und gehen uns in den Restrooms ein wenig frisch machen; um wieder unter Menschen gehen zu können. Die Restarea lädt ein zur Mittagspause, derweil wird die Zeltunterlage zum Trocknen ausgelegt und danach mit dem Handbesen abgekehrt.

Derzeit wird die Straße neu mit Teer vergossen, vor ein paar Tagen lag hier nur Split. Wir müssen am Parkausgang auf ein Pilotcar warten, hinter dem wir unnötigerweise eine ganze Weile hinterherfahren, obwohl weder ein Arbeitstrupp noch sonst etwas auf der Strecke im Einsatz ist. Schnell fahren kann man bei der gesplitteten Straße eh nicht.

Dann geht es auf normalem Untergrund Richtung Moab, wo wir gegen 15.30 h eintreffen und bei der Maverick erst mal tanken, da dieser fast leer ist. Beim City Market besorgen wir noch Proviant für die nächsten beiden Tage und dann geht es ins Motel. Wir betreiben ausgiebig Körperpflege – welch Genuss so eine Dusche ist – laden die Bilder der letzten Tage und schreiben Bericht.

Abendessen gibt es traditionell für uns beim Kokopelli Diner; einer bezahlt den vollen Preis, der zweite mit Coupon die Hälfte. Das  Kokopelli Chicken Burrito Diner mit Green Chili schmeckt prima und wir sind pappsatt, so dass nicht mal mehr ein Eis Platz findet. Der Abend im Motelzimmer vergeht ziemlich flott und es lockt schon bald ein weiches warmes Bett. Good Night!

Gelaufen: 12,1 km
Gefahrene Strecke: 133 km
Übernachtung im Days Inn in Moab zum Preis von 80,81 $

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Klick mich und ich werde gross... Aufbruch Klick mich und ich werde gross... Salt Creek Trail Klick mich und ich werde gross... La Sal Mountains Klick mich und ich werde gross... Nasenbär Klick mich und ich werde gross... Wieder mittendrin Klick mich und ich werde gross...
Letzter Aufstieg Klick mich und ich werde gross... Am Ziel Klick mich und ich werde gross... Durch den Salt Creek Klick mich und ich werde gross... Im tiefen Sand
 
 

24. Tag - Donnerstag 9. Oktober

Moab - White Rim Road - White Crack

Ein weiterer Traum wird wahr

Unser Tag beginnt wieder um 7.00 h und eigentlich wären wir zum Skypen mit der Family verabredet; klappt aber nicht. Andy ruft noch schnell zu Hause an und dann gehen wir ausgiebig frühstücken, die Auswahl ist richtig vielseitig. Zimmer räumen und für unterwegs noch einen Starbucks geholt und es geht zum Visitor Center im Canyonlands NP. Ausgerechnet heute sind wieder Teerarbeiten im Gange, was uns am Entrance zum NP die ersten 20 Minuten Warterei aufs Pilotcar beschert. Eine ältere Lady, die von einem der Autos hinter uns kommt und bereits einige Zeit wild mit dem Stoppschildhalter gestikuliert hat, kommt nun auf uns zu und will wissen, wann die beste Zeit für ein Foto am Mesa Arch sei. Dass dies der Sonnenaufgang gegen 7.00 Uhr morgens ist, will sie uns partout nicht glauben; gosh, da müsse sie ja schon um halb sechs Uhr aufstehen um rechtzeitig hier zu sein. Nächste Frage, welche Seite die beste sei und die gute Frau nimmt uns auch nicht ab, dass es nur eine Seite gibt, es sei denn sie will einen Freiflug in die Tiefe proben. Das ist aber noch nicht genug, jetzt wird auf die Wirtschaft in Deutschland umgeschwenkt und in einem Atemzug ist die Rede vom schwachen Euro, den unsicheren Spareinlagen und ihre Schlafstörungen deswegen. Was sonst noch alles von der Lady kommt, können wir in der kurzen Zeit gar nicht filtern und wir unterdrücken einen tiefen Seufzer, als der Stoppschildhalter sein Täfelchen endlich auf "Go" dreht.

Endlich im Visitorcenter haben wir riesiges Glück, einen von den beiden Rangern vor der Lady ansprechen zu können, denn die ist zeitgleich mit uns eingetroffen und labert nun dem anderen ein Ohr ab, mittlerweile bildet sich hinter ihr bereits eine Schlange. Wir bekommen unser Dashtag für die White-Rim-Tour und man erkundigt sich, ob es uns im Saltwater Creek gut ergangen sei. Die Frage erübrigt sich eigentlich; stehen wir doch freudestrahlend am Tresen. Dann nichts wie los, mittlerweile ist es kurz vor 10.00 h, doch so einfach geht es nun auch wieder nicht. Für das kurze Stück vom Visitorcenter retour zum Shafertrail lässt man uns keinesfalls allein fahren, hierfür muss wieder das Pilotcar her und das strapziert unsere Geduld um weitere 15 Minuten. Passend dazu eine Redewendung, die uns just in dem Moment einfällt "That's the way the cookie crumbles" was so viel heißt wie "That's live".

Endlich auf dem Shafer Trail ist es nach 10.00 Uhr und nun kommt quasi der Prolog der White Rim Geschichte; beginnt der Trail doch erst unten an der Junction zur Potash Road. Dort wird der Tacho genullt und wir machen den ersten Halt an den Goosenecks, wo wir kurz hinlaufen. Der nächste Stop liegt unweit davon am Colorado Overlook und den Walking Stones. Bei den Walking Stones kann man mit einem Schritt über eine schmale Spalte hinweg auf den nächsten Stein gehen, der Spalt ist mehrere zig Meter tief – also nichts für Leute mit Höhenangst. Gefährlich ist das Ganze jedoch nicht, denn es sind normale Schrittlängen, die einen von einem Stein zum nächsten bringen und diese sind ganz sicher fest. Die nächsten Halte sind beim Musselman Arch und der Washerwoman. Am Canyonrand oben kann man winzig klein den Mesa Arch ausmachen; dagegen ist die Figur der Washerwoman riesengroß. Hier sieht man mal die Größenverhältnisse aus einer anderen Perspektive. Es ist bereits kurz vor ein Uhr, als wir im Auto Mittag machen. Zwischenzeitlich ist heftiger Wind aufgekommen und wir wollen unsere Sandwiches ohne einer Prise knirschendem Sand gewürzt einnehmen.

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Balance halten
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Muselann Arch
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Ausblicke
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Achtung Schlange
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Canyonlands
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Woman Washer Arch

Die Aus- und Einblicke in das Labyrinth des Canyonlands sind beeindruckend. Die Strecke ist gut zu bewältigen; ab und an gibt es einige Abschnitte, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. An einer Stelle geht es bei teilweise losem Untergrund über Felsplatten etwas steil bergauf und das rechte Vorderrad hängt kurzzeitig in der Luft, Andy packt aber diese Stelle wie immer sehr souverän. Es geht langsam auf 17.00 Uhr zu, als wir uns unserer heutigen Campsite nähern. Wir haben White Crack zugewiesen bekommen und da diese Site nur für eine Gruppe - egal wieviele Teilnehmer diese hat - vorgesehen ist, sind wir dort allein. Es gibt sogar ein überaus gepflegtes müffelfreies WC. Der stark böige Wind macht uns etwas Sorgen beim Zeltaufbau. Wir einigen uns schließlich auf ein Plätzchen und richten uns häuslich ein, die Heringe der Abspannleinen werden zusätzlich mit Steinen beschwert. Gegen 18.00 h machen wir uns mit Getränken auf den kurzen Trail, der zu einem Aussichtspunkt führt, von dem man den kompletten Needles-Distrikt im Süden, die La Sal Mountains im Osten und weite Teile des NP im Westen überblicken kann. Sehr schön – hier warten wir auf den Sonnenuntergang.

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Faszinierende Säulen
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Wunderbare Ausblicke
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Über Fels
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Eulenstein
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White Crack Camp
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Das Zelt steht

Der Sonnenuntergang ist dann wirklich ein Szenario, das man gesehen haben sollte. Andy knipst was das Zeug hält und als das Licht immer mehr schwindet, geht es zurück zum Auto. Taschenlampe und Stirnleuchte haben wir dabei, doch der Mond scheint so hell, dass man den Weg auch so noch gut sehen kann. Gerade als Elke Andy vor eventuellen Schlangen warnen will, rasselt es ein Stück rechts von uns; eine Rattlesnake ist auf Beutezug und will nicht gestört werden. Andy mag Schlangen überhaupt nicht, während Elke sich langsam nähert. Die Schlage verzieht sich aber rasch in einem Sagebrushstrauch und wir lassen sie in Ruhe. Dann kommt die wohl ulkigste Vorstellung in diesem Film; da es nach wie vor sehr windig ist, stellen wir den Kocher für heißes Wasser ins WC-Häuschen. Das geht ohne Wind Ruck Zuck, der letzte Mountainhousebeutel wird aufgegossen und wir nehmen unser Chili Mac Beef bequem im Auto ein, dazu gibts noch ein Bier.

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Sunset
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Die Needles
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Canyonlands

Während Andy sich in das Tourbook vertieft, tippt Elke noch den Bericht. Wir müssen morgen zeitig los, denn es liegen 70 Meilen unpaved auf dem White Rim und weitere 120 Meilen bis Grand Junction vor uns. Ein kurzer Trail soll auch noch zum Laufen drin sein; hoffen wir mal, dass wir das alles unter eine Kappe bringen.

Um 21.00 h verziehen wir uns ins Zelt, der Wind scheint etwas nachzulassen.

Gefahrene Strecke: 119 km
Übernachtung: Campsite White Crack für 15 $

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Klick mich und ich werde gross... Der Prolog zum White Rim Trail Klick mich und ich werde gross... Colorado River Klick mich und ich werde gross...
On the edge Klick mich und ich werde gross...
Walking Stones Klick mich und ich werde gross... Die Säulen der Erde Klick mich und ich werde gross... Lizard Klick mich und ich werde gross... White Rim Sweeper Klick mich und ich werde gross... White Rim Road Klick mich und ich werde gross... Steile Auffahrt Klick mich und ich werde gross... Felsiger Abschnitt Klick mich und ich werde gross... Der Mesa Arch Klick mich und ich werde gross... Auch ein Stück Weg Klick mich und ich werde gross... Anfahrt auf the big bite Klick mich und ich werde gross... White Rim Klick mich und ich werde gross... Outlook Klick mich und ich werde gross... Die La Sal Mountains Klick mich und ich werde gross... Die La Sal Mountains
 
 

25. Tag - Freitag 10. Oktober

White Crack - White Rim Road - Grand Junction

Canyonlands - we love it

Um halb sieben klingelt uns Andys Wecker aus dem seichten  Schlaf. Über Nacht hat der Wind wieder an Stärke gewonnen; es kühlte jedoch kaum ab und wir hatten ungewohnte 15 °C im Zelt. Der Mond leuchtete bis 2.00 Uhr morgens ungewöhnlich hell, als hätten wir eine Straßenlaterne über uns. Warum Elke das alles weiß? Sie musste mehrmals raus und was macht man, wenn man nicht gleich wieder einschlafen kann ....

Also nix wie Wasser aufsetzen, während schon mal das Zelt leer geräumt wird. Andy gibt sich derweil dem Fotografieren des Sonnenaufgangs hin; die Tasse Kaffee bekommt er zum Fotostandpunkt geliefert. Wir frühstücken bei bester Aussicht – ein doppelter Genuss! Elke beginnt schon mal mit dem Zeltabbau, die restlichen Utensilien werden verstaut und um kurz nach 8.00 Uhr ist das letzte Foto im Kasten und wir können los. Zwar später als geplant, aber einen Sonnenaufgang wie diesen gibt es nicht alle Tage.

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Heute gilt es 2 heikle Passagen zu meistern, Murphys Hogback und Hard Scrabble Hill. Wir wissen nicht genau was da auf uns zu kommt, aber da müssen wir durch bzw. drüber.

Andy legt schon mal ein gutes Tempo vor und die ersten 7 Meilen bis Murphys Hogback sind in 50 Minuten geschafft. Der Aufstieg ist knackig; die Spur ist ziemlich eng, aber weil der Untergrund fest ist, ist es zu schaffen und wir haben Glück, dass uns kein Auto entgegenkommt; zurücksetzen oder anfahren ist bei diesem steilen Anstieg und den engen Kehren kein Vergnügen. Die erste Hürde des heutigen Tages haben wir geschafft; kurze Pause, damit auch unser Auto zum Verschnaufen kommt, ehe es nach den Murphy-Campgrounds schon wieder satt nach unten geht. Die lange „Schnauze“ des Jeep Commander ist dabei absolut hinderlich; man sieht nicht, was direkt vor einem liegt.

Jetzt tauchen auch langsam die ersten Mountainbiker auf und wir halten immer wieder mal an, um die Sportler vorbeizulassen – die sind in diesem Gelände klar im Vorteil und kommen schneller voran als wir. Es geht hinunter ins Soda Basin; ein völlig anderer Ausblick, der uns da präsentiert wird. Unsere langsame Fahrt wird von etlichen Fotostopps unterbrochen; in nicht allzu weiter Ferne liegt das Maze – ein Teil des Canyonlands, der uns noch völlig fremd ist. Die Strecke ist teilweise recht rau, zwischendurch gibt es wieder guten Gravel, auf dem man(n) schon mal 20 mph fahren kann, ohne ein Risiko einzugehen.

Beim Greenriver-Overlook, der so gewaltig ist, dass wir ihn nicht fotografieren können, halten wir erneut und essen einen Apfel. Das Apfelgehäuse, das Elke ausnahmsweise über den Rim befördern will, findet seinen Weg wegen des starken Aufwindes am Rim nicht nach unten, sondern wird hoch in die Luft befördert und landet zu Andys Erstaunen vor seinen Füßen, als er bereits auf dem Weg zurück zum Auto ist. Der Wind ist wieder so stark, dass es einen fast davonbläst; nicht ungefährlich, wenn man zu nahe an den Abgrund geht. Also schnell ins Auto und weiter; die Böen wirbeln Staub und Sand auf und sind sehr unangenehm.

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Der Green River kommt in Sicht
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Turks Hat
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White Crack

Auf dem weiteren Weg liegt ein kleiner Slotcanyon, den wir allerdings wegen der vielen gefüllten Potholes nicht begehen können, also weiter im Text. Die nächste Herausforderung ist Hard Scrabble Hill; hier geht es nochmal ganz schön zur Sache, da auch hier der Aufstieg mehr als steil, teilweise mit großen Steinen durchsetzt und sehr eng ist. Auch diese Hürde nehmen wir und dann folgt nur noch der Abstieg hinunter zum Greenriver-Camp und zum Schluss die Serpentinen wieder hoch zum Horsethief Point.

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Anfahrt auf Hard Scrabble Hill
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Immer höher
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Hardscrabble Hill

Den ursprünglich geplanten Hike zur Fort Ruin lassen wir wegen des starken Windes ausfallen und gegen 14.00 Uhr sind wir inklusive Mittagspause und etlichen Stopps wohl behalten und ohne Autopanne wieder oben und machen uns auf zur I 70 nach Grand Junction, wo wir gegen 16.00 Uhr im Motel eintreffen.

Während Andy sich in die Dusche begibt, kümmert sich Elke um die Innenreinigung des Jeeps. Danach geht’s nochmal in eine Laundry und anschließend zu Ghenghis Grill zum Abendessen. Hier gibt es Mongolian Beef oder was auch immer man sich selbst zusammenstellen möchte. Mit einem kurzen Abstecher zu Sportsman’s World und in einen Buchladen geht es zurück ins Motel.

Gefahrene Strecke: 303 km
Übernachtung: Super 8 Motel in Grand Junction zum Preis von 78,56 $

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26. Tag - Samstag 11. Oktober

Grand Junction - Golden - Denver

Interbrew - Interstate und Brewery

Es ist bereits nach 7.00 h, als wir das Zimmer räumen und zum Frühstücken gehen. Dort ist die Hölle los und wir bekommen gerade noch ein Plätzchen, um unsere Mahlzeit nicht im Stehen einnehmen zu müssen. Die Auswahl ist reichlich und gut gestärkt gehen wir die Meilen an, die vor uns liegen. Es ist angnehm warm; kurze Hose reicht voll aus. Noch schnell für billig tanken bei Safeway, einen Starbucks geholt und es geht auf der I 70 nach Denver.

Als wir uns der Ausfahrt Hanging Lake nähern, ist immer noch der Wunsch da, dorthin zu laufen, unser Plan für heute sieht aber anders aus. Also nochmal verschieben, obwohl das Wetter hierfür perfekt wäre und der Hike nicht lange dauert, auch wenn etliche Höhenmeter zurückzulegen sind. Je weiter wir in die Berge fahren, desto schlechter wird das Wetter. Die Fahrt zum Mount Evans können wir wohl knicken und als wir in Idaho Springs sind, ist dem auch so. Die Wolken hängen sehr tief und etwas weiter oben schneit es. Die Temperatur liegt gerade mal bei 3 °C. Ein kurzer Stopp beim Safeway, um die Restrooms aufzusuchen, lässt uns schlottern. Also muss Plan B her und der sieht vor, bis Golden zu fahren. Wir verlassen die I 70 und nehmen die 6, die uns direkt nach Golden führt.

Es ist kurz vor 1.00 h, also gerade recht für ein Mittagessen. Zum Glück gibt es ein Stück weiter einen Carls jun., wo wir uns einen Guacamole-Six-Dollar-Burger genehmigen. Dann wieder zurück nach Golden und direkt zur Coors Brewery. Wir wollen uns die Brauerei ansehen. Hierfür müssen wir ca. 45 Minuten in der Schlange stehen, ehe wir in den Shuttlebus einsteigen dürfen, der uns zum Firmengelände bringt. Die Tour ist selfguided, jeder Besucher muss eine ID vorzeigen, bekommt ein Armband und ein Headphone, das einem zu den jeweiligen Stationen die Informationen liefert. Man erfährt den Porzess zur Herstellung von Malz, und den Brauvorgang bis hin zur Abfüllung und Auslieferung. Die Infos sind recht kurz gehalten; über die Gründung der Brauerei wird allerdings wenig bis kaum etwas erwähnt. Das kann man sich dann im Internet zusammensuchen. Die Tour dauert knappe 45 Minuten, es steht für zusätzliche Fragen jede Menge Personal zur Verfügung. Anschließend darf man in der Bar, nachdem man x-mal darauf hingewiesen wurde, mindestens 21 Jahre alt zu sein, noch 3 Verkostungen vornehmen. Das Blue Moon, ähnelt einem Weißbier, schmeckt ganz gut; das irische Red Kilanny dagegen eher etwas wässrig und das BM Harvest Moon – na ja. Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass die meisten über 21 hier nur wegen der Verkostung hier sind und dies auch ausnutzen. Der Shop hat ganz nette T-Shirts, allerdings auch nicht ganz billig. Andy nimmt noch eine Mütze und ein T-Shirt mit und dann geht es zurück zum Auto; zwischenzeitlich ist es 17.00 h.

Auf dem weg zu unserem Motel liegt noch ein Outlet, wo wir noch einen kurzen Abstecher hinmachen. Da Columbus-Day-Wochenende ist, gibt es nochmal extra Rabatt und bei Eddie Bauer kommen wir natürlich nicht ohne Tüte raus. Nun ist es Zeit, endlich ins Motel zu fahren. Wir müssen in den Stadtteil Lakewood, wo wir zwei Nächte im La Quinta Inn & Suites gebucht haben. Das Zimmer ist nobel und sehr geräumig. Wir räumen unser Auto aus und in kurzer Zeit sieht das Zimmer aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Wir packen schon mal etwas in die Koffer und gehen gegen 19.00 h zum Essen ins Hacienda Colorado. Da ist ziemlich was geboten und wir müssen ca. eine halbe Stunde warten. Die Zeit wird genutzt, indem wir nebenan bei Circuit City reinschauen. Kaum sind wir da, beginnt unser Piepser auch schon zu läuten. Also wieder zurück und in Null Komma Nichts haben wir einen Platz. Zur Feier des Tages gibt es eine Frozen Margarita, die es ganz schön in sich hat. Das Essen ist absolut lecker; da kann eine Fiesta Mexicana nicht mithalten. Es ist zwar etwas teurer, aber jeden Cent wert. Umgerechnet bezahlen wir für Essen und Getränke gerade mal 35 €, davon können wir zu Hause nur träumen. Absolut begeistert vom Ambiente und dem tollen Essen geht es zurück ins Motel, wo wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Gefahrene Strecke: 434 km
Übernachtung: La Quinta Inn & Suites in Lakewood zum Preis von 60,18 $

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27. Tag - Sonntag 12. Oktober

Denver

Ein grauer Tag

Der Himmel ist heute morgen grau in grau, die Temperaturen liegen bei gerade mal 4 °C und der heutige Tag sieht wettermäßig nicht verheißungsvoll aus. Wir lassen uns beim Frühstück Zeit und packen im Anschluss daran schon mal größtenteils unser Equipment in Koffer und Taschen. Dies dauert fast 1 ½ Stunden und nun ist es Zeit, sich auf den Weg zum Shoppen in eine Mall zu machen. Auf dem Weg dorthin noch kurz zu Walgreens und nebenan im Starbucks einen Kaffee geholt. Daran kann man sich gewöhnen, nicht nur an den Geschmack, sondern auch daran, bei diesem nasskalten ungemütlichen Wetter noch einen Handwärmer zu haben.

Wir fahren zur Nordstrom Mall, wo wir im letzten Jahr schon mal waren. Diese liegt an einem Kreuzungspunkt der 470 mit der I 25 und man fährt daran vorbei, wenn man von Denver Richtung Süden nach Castlerock möchte. Wir machen einen Abstecher zu Abercrombie und Andy findet ein weiteres T-Shirt. Die Preise sind nach wie vor gesalzen und das was „on Sale“ ist, findet nicht unseren Geschmack. Der Geruch in dem Laden ist bei beginnenden Kopfschmerzen überdimensional, weshalb Elke lieber vor dem Geschäft wartet. Auch hier hat es sämtliche namhafte Geschäfte; ein Bruchteil davon weckt unser Interesse. Mittagessen gibt es im Foodcourt bei Panda Express und wir sehen uns noch etwas um. Wir haben das ein oder andere Teil gefunden, zwar schade um die Zeit, aber bei diesem Wetter bietet sich nicht viel Möglichkeit, den Tag draußen zu verbringen.

Wir machen am späteren Nachmittag noch einen Abstecher in die Cherry Creek Mall direkt in der Innenstadt, nur um bei einem weiteren Besuch in Denver etwas Orientierung zu haben. Hier gibt es das gleiche Ladenangebot und Elke landet doch noch den Treffer mit der gesuchten Windjacke zum Sonderpreis. Andy erhält einen Anruf von Joe, der uns gerne nochmal treffen würde, bevor es morgen für uns nach Hause geht. Wir dachten, er sei beim Hunting, doch daraus ist, wie er uns erklärt, wegen Business nichts geworden. Wir verabreden, in ca. einer Stunde bei ihm vorbeizuschauen und dann eventuell noch auf einen Kaffee zu gehen. Die gute halbe Stunde bis dahin ist schnell vorbei und als wir auf dem Weg sind, meldet er sich nochmal, dass er die Wäsche aus der Laundry holt und wir doch bitte ein paar Minuten warten wollen, wenn er nicht öffnet. Er trifft zeitgleich mit uns ein und die Freude ist groß, uns nochmal zu sehen. Die kommenden 1 ½ Stunden sind weg wie nichts, er erzählt und zeigt uns wieder jede Menge Fotos. Angeboten bekommen wir allerdings nichts, auch kein Wasser. Er hatte schon versucht, uns die letzten Tage zu erreichen, wir hatten aber im „outback“ keine Funkverbindung. Ansonsten hätten wir, wäre das Wetter heute auch besser gewesen, zu seiner Farm rausfahren können und den Tag dort verbringen. Das klingt jetzt interessant, vielleicht klappt es ja ein anderes Mal. Wir können uns das recht gut vorstellen. Im Verlauf des Gesprächs erfahren wir auch, dass er bereits einen Plan für sein neues Domizil hat; es soll ein Haus im Adobe Stil auf seiner Farm sein, es wird aber wegen finanzieller Regelung noch ein wenig dauern, bis das Projekt starten kann. Joe beabsichtigt einen Teil seiner Kälber und Kühe auf einer Auktion zu verkaufen, dann wird er weiter sehen. Er bittet uns noch am Ende, wir möchten im rechtzeitig Bescheid geben, wenn es für uns im Frühjahr nach Arizona geht; eventuell macht er eine Pause und begleitet uns für ein paar Tage. We will see.

Nun ist es Zeit, zurück ins Motel zu fahren, auf dem Weg dorthin gehen wir noch bei Blackeyed Pea essen; das war keine besonders gute Wahl. Es ist ein Southwestern Cooking Restaurant mit keinem aufregenden Angebot. Neben Steakdinner gibt es auch Burger. Andys Essen ist o.k., hingegen Elkes fast kalt und das medium Top Sirloin ist trocken. Wir lassen es nochmal zurückgehen, das was dann kommt ist zwar eine Spur besser, aber es haut uns nicht vom Hocker. Na ja, hier handelt es sich um eine Kette und eventuell hatten wir mit der Auswahl gerade dieses Ladens einfach Pech. Zurück im Motel wird der Rest noch verpackt, nochmal E-Mails gelesen und dann endet der Abend mit einem Coors bei einem seltsamen Film mit dem Titel „Little Children“ – in der Hauptrolle spielt Kate Winslet.

Gefahrene Strecke: 81 km
Übernachtung: La Quinta Inn & Suites in Lakewood zum Preis von 60,18 $

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28. Tag - Montag 13. Oktober

Denver - München

Homward bound

Auch heute Morgen ist keine Eile angesagt. Es scheint zwar die Sonne, aber die Scheiben auf dem Auto sind gefroren – Temperatur gerade mal 1 °C – winter is coming. Wir frühstücken gemütlich, beladen unser Auto und begeben uns in den Berufsverkehr, kommen aber relativ gut durch. Eigentlich wollen wir noch in das Wildlife Refuge, das auf einem ehemaligen Militär- und Firmengelände zwischen City und Flughafen liegt. Als wir dort noch vor 10.00 Uhr ankommen werden wir leider abgewiesen; ausgerechnet am Montag „is closed for public“. Es befinden sich einige Kies- und Sandhalden auf dem Gelände und die Arbeiter sind heute zugange. Come tomorrow – ja schön, wenn wir da noch hier wären. Was jetzt, einen Plan B müssen wir uns erst ausdenken und aufgrund der fehlenden Zeit, können wir nicht mehr weite Fahrstrecken zurücklegen. Außerdem hat sich die Tankanzeige nun auch gemeldet.

Wir fahren noch ein Stück Richtung Zoo bzw. zum Naturhistorischen Museum, wozu auch ein großer Park mit See gehört. Dort spazieren wir durch jede Menge Gänsedreck von Unmengen kanadischer Graugänse in der Sonne. Von hier hat man einen zwar nicht spektakulären, aber immerhin ganz netten Blick auf Downtown. Schade, dass die Berge im Hintergrund kaum zu sehen ist; erahnen kann man jedoch, dass es hier jede Menge geschneit hat. Wir laufen um den See und machen uns gegen 10.30 h auf den Weg zum Flughafen. Andy setzt Elke mit dem Gepäck ab, bringt das Auto zurück und ist keine halbe Stunde später auch schon wieder da. Die fast noch volle Gaskartusche von Coleman wurde bei der Autorückgabe dankbar vom Servicemitarbeiter entgegengenommen; er geht campen und kann diese gut brauchen. Die restlichen Flaschen Wasser finden sicher unter den Kollegen auch noch einen Abnehmer.

Wir checken ein und gehen nach den letzten Dosen Cola, die wir noch leeren, durch die Security. Bei Panda Express gibt es noch Lunch und wir begeben uns für die letzte Stunde zum Gate. Die Maschine wird wie beim Hinweg voll, weshalb wir unsere Plätze nicht mehr ändern können. Pünktlich um 14.05 h heben wir ab und es geht back to normal. Wenn alles wie angekündigt passt, sind wir nach knapp 10 Stunden Flugzeit um 7.00 h in München; wir haben Rückenwind.

Klick mich und ich werde gross...
Abflug in Denver
Klick mich und ich werde gross...
Wie gern wären wir jetzt da unten

Gefahrene Strecke: 92 km

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Klick mich und ich werde gross... Dinoalarm Klick mich und ich werde gross... Kanadisch Graugänse Klick mich und ich werde gross... Kanada Gänse Klick mich und ich werde gross... Ein Squirrel Klick mich und ich werde gross... Partnerjagd Klick mich und ich werde gross... Denver
 
 

Fazit:

Es war wieder ein toller, ereignisreicher und teils abenteuerlicher Urlaub. Bereits auf dem Nachhauseweg – etwas wehmütig – kommen einem Gedanken, ob so etwas noch zu toppen ist. Wir hatten schon dieses Mal ein wenig Zweifel, ob wohl alles klappen würde. Diese Zweifel waren völlig unbegründet, das Glück war wettertechnisch voll auf unserer Seite. Wir haben viele Meilen zurückgelegt, sicher auch manche deshalb, weil wir Teilstrecken doppelt gefahren sind. Die Hikes waren anstrengend, haben aber alle Mühe gelohnt. Als wir den Secret Tarn im Rocky Mountains NP gefunden haben, haben wir uns riesig gefreut – obwohl dieser kleine See für den ein oder anderen Betrachter vielleicht nichts besonderes ist. Der Hike dorthin erfolgte nur per GPS; einen Trail gibt es nicht und wir waren den gesamten Tag allein unterwegs. Schade nur, dass wir trotz aller Abgeschiedenheit kaum Tiere zu Gesicht bekamen. Das Lagerfeuer am Abend war absoluter Luxus; auch das Feuerchen am Morgen haben wir genossen. Ein weiteres Highlight war Grand Mesa – jederzeit wieder, auch wenn die Nächte Anfang Oktober schon sehr kalt und die Campingplätze bereits geschlossen sind. Dafür konnten wir mit ein paar wenigen Nachbarn die Natur so richtig genießen. Canyonlands NP Salt Creek, Angel Arch: Trotz fast 30 Mückenstichen, die Elke abbekommen hat und die Tage lang geschwollen und feuerrot waren, waren diese Tage der Hit. Wir kommen sicher wieder und dann von Cathedral Butte her und erkunden den Rest des Trails, den wir schon gut zur Hälfte gelaufen sind. Dass wir am zweiten Tag die Four Faces-Ruin und den All American Man gefunden haben, war super klasse. Tja und zum Schluss noch unsere White Rim Tour mit der Übernachtung am White Crack – ein ganz toller Abschluss dieser 4 Wochen. Der Jeep Commander war ein treuer Begleiter, hat alle Strecken – insbesondere die Pässe gut gepackt – dank Andy – auch wenn diese Kiste für solche Strecken zum Teil zu groß und wuchtig ist.

Bleibt nur noch sagen – good bye, hoping to see you soon and we will come back!

Gesamt gefahrene: 6092 km
Getankt: 193,08 gal / 731,8 l
Kosten: 703,76 $
Verbrauch: 13,29 l/100km
Übernachtungen gesamt 29 für 1334,93 $ macht im Schnitt 46,03 $

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