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USA Herbst 2008 Rocky [Mountains] Trails - Mit dem Jeep und per Pedes durch Colorado Eine Reise durch die Staaten Colorado, Utah und New Mexico zu bekannten und weniger bekannten Orten, 30 Tage vom 15. September bis zum 14. Oktober 2008. Auf dieser interaktiven Karte
ist der Routenverlauf der 1. Woche dargestellt.
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1. Woche1. Tag - Dienstag 15. SeptemberMünchen - Denver Endlich ist es soweit, der Wecker klingelt uns um 5.00 h aus den Federn, weil wir 45 Minuten später bereits abgeholt und zum Flughafen nach München gebracht werden. Colorado, wir kommen, doch bis dahin, dauert es noch eine ganze Weile. Kurz vor 7.00 h sind wir am Flughafen und geben ganz gemütlich unser Gepäck auf. As usual gibt es noch ein Frühstück, bevor wir uns zum Gate begeben und gegen 10.00 h heben wir mit etwas Verspätung ab. Die 10 h 20 Min ziehen sich; wir haben kein Inseat-Entertainment und die dargebotenen Filme sind von Andy’s Fensterplatz ohne Verrenkung nicht zu sehen, zum anderen wecken sie nicht wirklich unser Interesse – Kung-Fu-Panda?? Dann schon lieber Kung Pao Chicken bei Panda-Express. Wir versuchen, zwischen etlichen Runden gereichtem Wasser und den Essenszeiten ein wenig Augenpflege zu betreiben, was nur so recht und schlecht gelingt. Pünktlich um 12.15 h landen wir in Denver, gehen durch die Immigration, bekommen auch bald unser Gepäck und begeben uns zu Alamo. Einchecken über Automat geht nicht, also doch anstehen und obwohl nicht allzuviel los ist, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis wir an der Reihe sind. Dann geht es doch fix und wir sollen uns draußen melden, damit wir auch ja einen IFAR bekommen. Pustekuchen, wir gehen einfach durch den 2. Ausgang und straight zur Choiceline, die allerdings mehr als mager bestückt ist. Wir nehmen den einzigen Trailblazer, verlassen Alamo und kehren wenige Meilen später wieder zurück; die Schaltung hat ne Macke und der Motor dreht schon auf der Ebene auf, als würden wir zum Pikes Peak hinauf fahren. Beim Car Return dürfen wir durchfahren mit dem Hinweis, das Auto dort zurückzugeben, woher wir es haben. Andy fährt gar nicht erst zum Counter, sondern sucht sich gleich ein Ersatzauto aus der höherwertigen Choiceline aus, da in unserer Klasse nun gar kein Auto mehr steht. Neben etlichen Dodge Durangos fällt Andys Wahl auf einen Jeep Commander und er gibt am Counter Bescheid über den Tausch. Das sei schon o.k. – für uns auch. Nun geht’s ohne Zwischenfälle Richtung Denver – den Einkauf bei Walmart nehmen wir gleich in Angriff. Anschließend geht es zu Bass Pro, wo wir uns einen Wasserfilter besorgen und Andy trotz einsetzender Ermüdungserscheinungen noch Wanderschuhe findet. Zwei Anläufe zu ACE-Stores, wo wir Campingaz-Kartuschen suchen aber nicht finden, lassen uns allmählich auf dem Zahnfleisch daher kommen; nach unserer Zeit ist es bereits nach Mitternacht und bei sonnigen 28 °C sind wir kurz davor, im Stehen einzuschlafen. Höchste Zeit, ins Motel zu kommen, das wir ohne Probleme finden. Noch ein kleiner Imbiss bei Wendy’s und um 21.00 h ist nach fast 24 Stunden Schicht im Schacht.
Übernachtung: La Quinta, Denver-Westminster 56,08 $ |
2. Tag - Mittwoch 16. SeptemberDenver - Colorado Springs Eine Krone, ein Dentist und ein Cowboy Um 4.00 h rumort Andy bereits im Zimmer. Eine Stunde später quält sich auch Elke aus dem Bett und eine ausgiebige Dusche weckt die Lebensgeister, vor allem dann, wenn man im Halbdämmer die Funktion der Duscharmatur nicht sofort erfasst. Anschließend werden die Koffer umgeräumt. Beim Zähneputzen fällt Elke eine Zahnkrone heraus; na prima. Andy sucht im Internet sofort nach einem Dentist in der Nähe (für was Google alles gut ist) und nach dem Frühstück suche wir einen auf. Der Zahnarzt ist heute in Urlaub, obwohl seine Sprechstundenhilfen arbeiten. Als Elke ihr Anliegen schildert bekommen wir den Tipp, wir könnten uns auch bei Walmart in der Pharmacy behelfen, was uns doch sehr wundert. Zwei Stunden später werden wir uns daran dankbar erinnern. Wir versuchen es einen Block weiter, warten fast eine Stunde und Elke muss einen Bogen ausfüllen. U.a. wird gefragt, ob sie ihre Zähne behalten möchte oder nicht …?? Nochmal eine gefühlte Ewigkeit später wird sie endlich ins Behandlungszimmer gebeten; Andy wartet derweil im Auto. Die Helferin legt einen Röntgenschurz um und meint ganz fröhlich, wir machen jetzt ein Bild. Dass sie nicht auch noch sagt „jetzt kommt gleich das Vögelchen“ fehlt in ihrem Ansagetext. Elke mag aber kein Röntgenbild, sondern nur die Krone wieder festgeklebt haben, woraufhin die Hilfe den Doktor zu Hilfe holt. Er müsse ein Bild machen und erst mal gründlich untersuchen, dafür sei er „liable“, anders würde er nicht behandeln. Elke mag aber kein Bild, der Doc ist ein wenig angesäuert; Widerspurch scheint nicht sein Ding zu sein. Die Entscheidung fällt gegen den Zahnarzt; Elke muss hier gar nichts und schon gar nicht, wegen so einer Lappalie. Weiter geht es nach Downtown, wir wollen zu Joe, einem Cowboy dem wir letztes Jahr bei Wheeler begegnet sind und versprochen haben, ihm ein Foto zu schicken. Mit dem Schicken ist es nichts geworden, jetzt geben wir das Foto eben persönlich ab. Die Mariposa Street ist bald gefunden, die Hausnummer fehlt, aber wir klopfen mal an die Fensterscheibe, die wir als richtig einstufen (Google Streetview sei Dank). Zu fest klopfen sollte man hier allerdings nicht, sonst fällt nicht nur die Scheibe, sondern gleich das ganze Fenster raus. Wir sind erstaunt, dass sich gleich was rührt; wir haben Joe wohl soeben geweckt. Er ist noch schlaftrunken, doch als er das Foto sieht und wir Wheeler erwähnen, bittet er um eine Sekunde Geduld – er müsse sich schnell was anziehen. Kurz darauf werden wir eingelassen, Joe ist trotz Schlafdefizit ganz aus dem Häuschen. Eigentlich wollten wir nur auf einen Sprung bleiben, es werden zwei Stunden, die wie im Flug vergehen und die hauptsächlich Joe spricht. In dieser Zeit kramt er zig Fotos hervor und verteilt sie auf dem Bett und erzählt uns fast seine gesamte Lebensgeschichte. Er würde uns gerne zum Essen einladen, oder zum Frühstück, oder auf seine Farm zum horseback riding, doch wir haben ja schon Pläne für die nächste Zeit. Aber er gibt uns noch einen guten Tip mit, für die Strecke Colorado Springs – Creeple Creek und seinen Colorado Atlas mit dazu. Nach zwei Stunden schwirrt uns die Birne – es war sehr kurzweilig, doch seine Gedankensprünge sind auch nicht ohne.
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3. Tag - Donnerstag 17. SeptemberColorado Springs - Old Stage Coach Road - Phantom Canyon Road - Lathrop State Park Auf der Railroad Grade nach Cripple Creek Andy ist wieder sehr zeitig munter, verhält sich aber bis kurz nach 6.00 h ruhig, bis Elke dann auch aus den Federn kriecht. Wir gehen noch vor 7.00 h zum Frühstück und holen uns bei Safeway was zu grillen für heute Abend. Ein Sterntaler-Kaffee muss auch noch mit und es ist bereits 8.30 h, als wir endlich on the road sind. Jetzt kann der Urlaub endlich beginnen. Den Tipp von Joe, die Old Stage (Coach) Road hinter dem Broadmore-Hotel Richtung Cripple Creek zu fahren, wollen wir in die Tat umsetzen. Nicht nur das Hotel heißt Broadmore, es handelt sich um einen Stadtteil von Colorado Springs und wir finden gut hin. Auch die Old Stage Road wird gefunden, die sich innerhalb kurzer Zeit die Berge hoch schraubt (Gravelroad in sehr gutem Zustand). Das erste Stück ist nicht so spektakulär, eigentlich wird es erst interessant, als wir auf der ehemaligen Railroad Grade sind. Die Sprengungen, die für die Verlegung der Schienen erforderlich waren, kann man noch deutlich sehen. Ab und an wird die Strecke ziemlich schmal und wir können uns gut vorstellen, dass hier mal eine Lock ein paar Wagen mit Mühe nach oben gezogen hat. 21 Meilen geht es mit vielfältig abwechselnden Ausblicken bis zur 67, die dann wieder geteert ist und nach Cripple Creek führt. Die ehemalige Goldgräberstadt besteht aus gut erhaltenen alten Gebäude, in denen sich ein Casino an das andere reiht. Nach kurzem Aufenthalt ziehen wir weiter nach Victor und auf der Phantom Canyon Road wieder hinab zur 50. Auch diese Gravelroad ist einfach zu fahren und bietet schöne Ausblicke. Gegen 12.00 h machen wir an einer Rest Area Picknick und beratschlagen, wie es heute noch weiter gehen soll. Bis zum Great Sanddunes NP zu fahren, wird ein wenig knapp, wenn wir abends noch in die Dünen wollen. Also muss ein Plan B her, und der führt uns auf der 50 bis nach Canon City und schließlich auf der 69 nach Westcliffe. Dort wollen wir auf einen Campground im National Forest, doch als wir in Westcliffe ankommen türmen sich in den Sangre de Christo Mountains Wolken, die nichts Gutes verheißen. Nun ist guter Rat teuer, wir beschließen nach einer kurzen Fuß-Vertret-Pause in Westcliffe nach Walsenburg weiterzufahren, dort gibt es an der 160 den Lathrop State Park, wo man auch zelten kann. Die 69 Meilen dorthin ziehen sich wie Kaugummi; im Rückspiegel wird der Himmel immer noch dunkler. Gegen 17.00 h treffen wir im Statepark bei Walsenburg ein, berappen 20 $ für eine Nacht und suchen uns einen schönen Platz. Den finden wir nicht wie von der Rangerin geheißen nahe der 160, sondern im hinteren Bereich des Sees; die Plätze haben E-Anschluss und sind eigentlich für Motorhomes und ein paar Dollar teurer. Da noch viele Stellplätze frei sind, bleiben wir hier und zahlen notfalls den Aufpreis. Zelt aufbauen, Grillkohlen anzünden und eine halbe Stunde später bruzzeln bereits unsere Steaks. Wir haben noch Zeit, „trocken“ zu essen, ehe es dann auch hier ein paar Tropfen regnet. Ist aber alles halb so wild; die Temperatur ist immer noch angenehm. Wir verfeuern noch einen Teil unseres Firewood, und kriechen gegen 21.00 h in die Schlafsäcke. Übernachtung: Lathrop State Park nähe Walsenburg, 20,00 $ |
4. Tag - Freitag 19. SeptemberLathrop State Park - Medano Pass - Great Sand Dunes Der Erste Pass und Feuer unter den Sohlen Die Nacht war angenehm; nur in den Morgenstunden wurde es merklich kühler, doch die Schlafsäcke haben warm gehalten. Gegen 6.45 h krabbeln wir aus dem Zelt; die Sonne geht gerade auf. Foto ist leider keines möglich, es hat hier zu viele Bäume. Mit Frühstücken und Zusammenpacken ist es im Handumdrehen 8.00 h. Es ist noch ein wenig frisch, die Sonne wärmt aber immer mehr. Bei fast wolkenlosem Himmel fahren wir wieder über Walsenburg zurück bis hinter Gardner, wo der Abzweig der 559 über den Medano Pass zum Great Sand Dunes NP führt; wir stellen den Meilenzähler auf 0 und Elke lotst Andy nun lt. Offroad Tourbook über unseren ersten Backroad Pass. Ca. 21 Meilen sind es bis zum NP, bewertet ist die Strecke mit einer 4; wir sind gespannt, was auf uns zukommt. Die ersten Meilen bis zum Erreichen des San Isabel National Forest sind unproblematisch, dann wird es richtig steil und die Strecke stellenweise sehr schmal. Aber auch das kein Problem; wir haben keinen Gegenverkehr. Bei fast 3.000 Höhenmeter haben wir auch schon den Medano Pass erreicht. So steil wie es bergauf ging, müssen wir nun auch wieder runter. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche sehr schön gelegene Campgrounds für die kein Permit erforderlich ist - gut zu wissen. Die Strecke ist sehr idyllisch und wir haben optimale Bedingungen. An einer Engstelle kommt uns dann doch noch ein Jeep entgegen, wir setzen zurück und lassen diesen passieren. Der Fahrer ist sichtlich in Eile und fragt, ob wir einen Stift haben. Elke schaut wohl etwas entgeistert ob dieser Bitte und er erzählt, dass er gerade von der Jagd kommt und ein Bighorn Sheep geschossen hat, was er dokumentieren muss. Das Schaf liegt ausgeweidet im Auto und als Elke einen Blick darauf werden darf, steigt ihr der Geruch von warmem Tier, Fleisch und Blut in die Nase. So schnell wie der Hunter aufgetaucht ist, macht er sich auch wieder vom Acker, nicht ohne uns noch eine gute Fahrt zu wünschen. Um kurz vor 12.00 h erreichen wir den Great Sand Dunes NP und fahren auch gleich zum Campground. Dort ist jede Menge los, ein Plätzchen ist aber im Nu gefunden. Wir bauen unser Zelt auf, machen Picknick in der Sonne – der Wind ist allerdings sehr kühl. Andy kontrolliert noch die Luft in den Reifen; einer hat etwas zu wenig Luft und muss aufgepumpt werden. Dann ziehen wir los in die Dünen. Gleich beim Exit vom Campground parken wir das Auto und laufen auf einem Trampelpfad zu den Dünen. Als der Sand beginnt, ziehen wir die Schuhe aus und Andy lässt seine bei einem Schild stehen. Keine gute Idee, wie sich kurze Zeit später herausstellt. Der Sand ist im unteren Abschnitt so heiß, dass man kaum darauf laufen kann. Andy geht trotzdem barfuß weiter. Kurze Zeit später ziehen Wolken auf und beginnt es zu regnen, ist zwar unangenehm, aber dadurch kühlt auch die Sandoberfläche ab. Nach ein paar Minuten wird die Dusche abgestellt, der Wind bläst uns trocken und die Sonne kommt wieder durch. Mit einigen sehr steilen Abschnitten erreichen wir den ersten höheren Kamm, von dem man schon eine tolle Aussicht hat. Es drängt uns noch weiter hinauf und je höher wir steigen, desto besser wird die Sicht auf das beeindruckende Dünenmeer. In den angrenzenden Sangre de Christo’s türmen sich wieder die Gewitterwolken und es donnert von dort ganz gewaltig, während wir auf der Düne im Sonnenschein sitzen. Andy will zwar noch bleiben, aber der Gedanke, dass sich der Sand im unteren Abschnitt erneut aufheizt und wir doch noch was vom Gewitter abbekommen lässt uns umdrehen. Bis zur Hälfte können wir ohne Probleme absteigen, dann wird der Sand wieder so unangenehm heiß, dass Andy nur im Laufschritt vorwärts kommt und sich immer wieder setzen muss. Mittlerweile haben sich an seinen beiden großen Zehen Brandblasen gebildet und die Fußsohlen haben eindeutig zu viel Hitze abbekommen. Das letzte Drittel legt Elke im Laufschritt zurück und holt Andys Schuhe. Auf dem Rückweg zum Auto beginnt es richtig zu gießen und der Regen ist mit kleinen Hagelkörnern durchsetzt. So einen irren Wetterwechsel innerhalb von Minuten haben wir noch nie erlebt. Völlig durchnässt, durchgefroren und verdreckt erreichen wir endlich unser Auto. Wir fahren zum Visitorcenter, wo wir uns im Restroom erstmal säubern um überhaupt eingelassen zu werden. Als der Regen nachlässt, die Sonne wieder rauskommt geht es zurück zum Campground. Wir entfachen die Holzkohle und wärmen uns am Feuer. In der nächsten Stunde nimmt der Wind wieder zu und es kühlt ab bis auf 13 Grad und das Essen im Freien bereitet nicht wirklich viel Spaß. Die Sonne ist am Untergehen und wir versuchen, noch das ein oder andere Foto davon zu machen und fahren dafür noch ein Stück Richtung Parkeingang. Wieder zurück beim Zelt macht Andy nochmal Feuer, während Elke im Auto bei angenehmer Musik von Sirius 12 - The Bridge, die letzten zwei Tage Bericht tippt. Hoffentlich wird es heute Nacht nicht so kalt. Übernachtung: Great Sand Dunes NP Campground 14 $ |
5. Tag - Samstag 20. SeptemberGreat Sand Dunes - Saguache - Gunnison Nur ein Fahrtag. Während Andy sich in seinem Schlafsack bestens erholt hat, hat Elke sehr schlecht geschlafen und in den frühen Morgenstunden wurde es knackig kalt. Hatten wir im Zelt noch um die 10 °C, erwarten uns im Freien gerade mal 4 °C. Nach 7.00 h stehen wir auf und funktionieren den bärensicheren Metallschrank, der fürs Aufbewahren der Lebensmittel bereit steht, in eine Küche um. In kurzer Zeit haben wir durch den Windschutz heißen Kaffee. Die Sonne braucht noch einige Zeit, bis sie über die Berge kommt und uns beim Zelttrocknen hilft. In der Nacht hat es nochmal geregnet, somit ist unser Überzelt auch außen feucht. Die Unterlegplane ist zudem noch voller Sand und Erde, weshalb wir mit dem Aufräumen länger als normal brauchen und erst nach 9.00 h aufbrechen. Es geht erst mal nach Alamosa, von wo wir das Motel für die nächsten Tage vorbuchen wollen. Aber als wir zur Kreuzung mit der 150 kommen, sehen wir ungewöhnlichen Rauch in der Ferne aufsteigen und erkennen eine Dampflok. Also fahren wir schnell ein Stück in entgegen gesetzter Richtung um uns einen guten Foto Standort zu suchen. An einem Bahnübergang können wir dann in Ruhe auf das herannahende Dampfroß warten. Über Saguache, wo die Rio Grande Foresters heute ein Jubiläum feiern und auf dem Dorfplatz buntes Treiben herrscht und wir auch kurz anhalten, geht es nach Gunnison. Unsere Planung hat heute leider ein Manko; wir haben nicht bedacht, dass es von Gunnison noch fast 70 Meilen bis zum North Rim des Black Cannyon of the Gunnison sind und für die Fahrt samt einer halbwegs vernünftigen Besichtigung reicht uns die Zeit nicht mehr. Somit beschließen wir, doch schon am frühen Nachmittag in Gunnison im Motel einzuchecken und dafür morgen früh zeitig aufzubrechen. Wir haben die ursprüngliche Planung wegen des Wetters umgeworfen, denn eigentlich wollten wir erst in der 2. Woche in den "Süden" fahren. Mit Brot-Besorgen, Fotos laden, ausgiebiger Körperpflege nach zwei Nächten im Zelt und der Planung für die nächsten Tage vergeht die Zeit recht schnell. Bei Mario gehen wir eine Pizza essen und dann ist für heute auch schon bald Schluss.
Übernachtung: Super 8 Motel, Gunnison 64,66 $
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6. Tag - Sonntag 21. SeptemberGunnison - Lake City - Engineer Pass - Animas Forks - California Pass - Hurricane Pass - Corkscrew Gulch - Ouray - Montrose Auf dem Alpine Loop in die Alpine Tundra Wir stehen um 6.30 h auf und sind mit Frühstück und allem drum und dran um 7.30 h auf dem Weg nach Lake City. Der Himmel ist voller Wolken und es regnet ab und an; doch die sonnigen Abschnitte lassen nicht lange auf sich warten. Ca. 1 Stunde später erreichen wir Lake City und fahren dort auf den Alpine Loop mit Ziel Engineer Pass. Die Gravelroad ist staubtrocken und lässt sich bis Capitol City gut fahren. Hier stehen lediglich noch zwei Gebäude, was einst mal eine Hauptstadt werden sollte. Wir haben immer noch einen Sonne-Wolken-Mix, als wir die Whitmore-Falls erreichen. Beim Hinunterlaufen fängt es an zu nieseln, der Wind frischt auf und es wird unangenehm kalt, also schnell ein paar Fotos gemacht und nichts wie zurück zum Auto. Die Stufen zum Auto hinauf fordern ihren Tribut; auf 3.400 m Höhe merkt man jeden Schritt und die Lunge brennt.
Die Landschaft ist traumhaft schön, um jede Biegung gibt es neue Ausblicke. Am Pass auf 3.930 m Höhe weht ein heftiger Wind und es graupelt leicht. Wir machen ein paar Fotos und warten ab, ob es noch aufreißt und wir haben Glück. Kurze Zeit später, ist die schneebedeckte Gipfelkette, die soeben noch kaum sichtbar war, frei und es gibt sogar noch einen Regenbogen. Jetzt geht es wieder hinunter und wir fahren nach Animas Forks, wo wir gegen 12.30 h eine kurze Mittagspause einlegen. Hier ist heute richtig was geboten; etliche Sonntagsausflügler sind unterwegs. Gut gestärkt geht es wieder aufwäerts zum California Pass. Der Pass hat es in sich, es geht sehr steil nach oben; manche Kehren sind sehr eng, dafür ist der Blick wieder unbeschreiblich. Der Pass liegt 3.980 m hoch, wir befinden uns über der Baumgrenze und die Luft ist wirklich recht dünn. So steil wie es hinauf geht, geht es dann auch wieder hinunter zum Lake Como. Hier könnte man über die Poughkeepsie Gulch nach Ouray fahren, wir fahren jedoch wieder hinauf und nehmen unseren den Hurricane Pass, unser 3. Pass für heute, unter die Räder. Überreste des Minenbooms gibt es überall hier oben zu sehen. Die Abraumhalden, auf denen kein Gras mehr wächst, weil sie Quecksilber und Arsen enthalten fallen einem ständig ins Auge. Bis jetzt ließ sich die Strecke gut fahren; einige felsige Abschnitte erfordern Aufmerksamkeit, erst der letzte Abschnitt, durch die Corkscrew Gulch hinunter ins Tal wird ziemlich heftig. Der Weg führt durch eine große Abraumhalde und schließlich durch den Wald. Hier gibt es jede Menge Schlaglöcher und felsige Abschnitte. Gegen 15.30 h sind wir wieder auf Teer und befinden uns vor Ouray. Eine Stunde später treffen wir bei 27 °C in Montrose ein, checken im Best Western ein und machen uns nochmal auf, noch ein wenig Kontrastprogramm – Bummeln. Unsere Entdeckung vom letzten Jahr, Ghengis Grill, gibt es leider nicht mehr – dort befindet sich nun ein Pizzaladen und wir entscheiden uns dann für City Ribs zum Abendessen; ist ganz o.k. Noch zum Tanken und wir verpassen um einige Minuten den spektakulären Sonnenuntergang – schade. Mit einem guten Standpunkt hätte das sicher ein paar gute Fotos gegeben. Vielleicht klappt es ja morgen. Gefahrene Strecke:238 km nach oben |