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USA Spring 2008

Die Tourguide Tour - (Mit einem Greenhorn unterwegs im Südwesten)

Eine Reise durch die Staaten Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah mit unserem Freund Robby. 21 Tage vom 19. April bis zum 10. Mai 2008.

Auf dieser interaktiven Karte ist der Routenverlauf der 2. Woche dargestellt.
Google-Maps-Creator by Ulrich Küster
Weitere Bilder sind in der Bildergalerie zu finden.

   
© by Andy Scheidle
 
 

3. Woche

15. Tag - Samstag 3. Mai

Bryce Canyon - Escalante

Heute - eine Stunde später - aber dies nur nach Utah Zeit - stehen wir wie gewohnt auf, machen uns fertig und starten recht früh zum Sunrise Point. Der Navajo-Loop mit dem Queens-Garden-Trail steht auf dem Programm und zu dieser frühen Morgenstunde haben wir einen Parkplatz direkt am Trailhead.
Es ist knackig kalt; knapp unter 0 °C und wir wollen uns warmlaufen. Handschuhe an, Schuhe geschnürt, mit Stöcken bewaffnet schreiten wir den Navajo-Trail hinab. Die Route hat sich seit unserem letzten Besuch aufgrund eines Felssturzes verändert; wir steigen nicht in direkter Flucht in Serpentinen hinab, sondern müssen durch einen niedrigen Durchlass nach rechts ausweichen, ab hier verlaufen die Serpentinen wesentlich kürzer und steiler nach unten. Diese Wunderwerke aus fragilem Gestein, in denen so viele verschiedene Figuren und Formen zu entdecken sind, ziehen uns in ihren Bann. Mit einem kurzen Abstecher zu den Two Bridges geht es zum Queens Garden Trail. Es ist zwar etwas wärmer geworden, aber richtig warm wird es nun durch den beginnenden Anstieg. 2 Stunden mit vielen Fotostopps und ein paar Verschnaufpausen haben wir für diesen Ausflug gebraucht.
Weiter geht es noch zum Bryce Point, doch mit dem perfekten Foto will es nichts werden - da es nun bewölkt ist.
Wir nehmen Kurs in Richtung Escalante auf, halten nochmal an den Rock Shops gegenüber dem Rubys Inn, machen unterwegs eine kurze Mittagspause und nehmen die 9 Meilen Hole in the Rock Road bis kurz vor dem Schild Harris Wash.
Auto abstellen und los geht's zum Zebra Slot. Die Tageszeit für gute Fotos ist zwar nicht optimal, doch viel wichtiger ist uns, dass es im Slot trocken ist. Wir marschieren mit leichtem Gepäck durch die Pampa; es gibt einen guten Trail, der immer wieder den Wash kreuzt, ab und an durch tiefen Sand führt, im großen und ganzen aber gut zu gehen ist. Als wir uns dem Sloteingang nähern, entdecken wir einen großen bunten Lizzard, er will uns aber nicht Modell sitzen.
Am Eingang zum Slot und innen befindet sich jede Menge Tumbleweed, doch es ist so zur Seite geräumt worden, dass wir gut daran vorbei können. Es folgt dann auch schon bald Abschnitt, wo es ziemlich eng wird. Andy und Robby stemmen sich nach oben und bewegen sich mit dem Rücken zur Wand seitwärts, während Elke auch ohne Akrobatik so durchkommt. Die zweite Engstelle packen wir auch ohne Probleme bis wir an einen Absatz kommen, wo ein wenig Kletterei gefragt ist. Mit vereinten Kräften schafft es Andy hinauf, Elke zieht nach und Robby bleibt lieber unten; ihm ist die Sache nicht so geheuer. Hat Robby gut gewählt, denn um die nächste Ecke wartet ein großes Pothole, in dem sich Wasser, Sand und Tumbleweed befinden und das wir nicht bewältigen können und wollen. Andy und Elke kehren also wieder um, krabbeln den Absatz nach unten, machen noch einige Schnappschüsse und begeben uns auf den Rückweg. Das Laufen im Sand ist nun ziemlich anstrengend und die Strecke zieht sich.
Als wir am Auto ankommen, sind wir ganz schön erledigt; es ist mittlerweile auch sehr warm. Noch ein kurzer Abstecher zu Devils Garden - hier gibt es seit unserem letzten Besuch eine neue Infotafel und eine Feuerstelle mehr. Wir rauschen auf der HITRR mit einer Staubwolke zurück nach Escalante, wo wir im Prospector Inn zwei Nächte gebucht haben. Abends geht es noch zu Escalante Outfitters zum Pizzaessen und nachdem sich Elke noch als Plumber betätigt, weil das Toilettenwasser nicht mehr abläuft, geht es auch bald ins Bett.

Gefahren: 97 Meilen
Übernachtung: Prospector Inn Escalante, 69.60 $
Gelaufen: 4,6 km Bryce Canyon + 7,5 km Zebra Slot

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Zebra Slot
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16. Tag - Sonntag 4. Mai

Escalante

Heute morgen ist der Wurm drin - als wir uns fertig machen funktioniert die Toilette wieder nicht - es will einfach nicht ablaufen. Also muss wieder der Plunger her und das ist keine so angenehme Sache wie gestern. 3 WC-Besuche innerhalb kurzer Zeit packt das Abwassersystem nicht. Als Elke die beiden Herren davon in Kenntnis setzt, tun beide, als würde sie das nicht die Bohne angehen. Wir brechen dann auf, Elke ist genervt und die Laune erstmal im Keller.
Wir fahren zur Spencer Flat und müssen das Auto an der "Schranke" parken, was für uns bedeutet, dass wir insgesamt 4 Meilen mehr zu unserem Ziel zurücklegen müssen. Das Auto ist schnell im Schatten einer Juniper abgestellt, noch ein wenig Proviant und Wasser eingepackt und wir stapfen los. Teils geht es durch tiefen Sand, bis wir uns dann überwiegend auf Slickrock vorwärts kämpfen. Wir wollen zum Vulcano und den Weg ein wenig abkürzen, was heißt, dass wir aufsteigen müssen und da wir keine Karte sondern nur das GPS haben, können wir auch nicht haargenau abschätzen, ob hinter dem nächsten Felsen den wir erklimmen, auch wieder ein tiefer Abstieg auf uns wartet. Wir schlagen uns quasi mittendurch nach Süden und das ständige bergauf-bergab ist anstrengend.
Wir haben Sonnenschein, doch es ist mit einem leicht kühlenden Wind gerade richtig und nicht zu heiß. Nach 2,5 Stunden und nachlassender Motivation haben wir dann endlich unser Ziel erreicht; das allerdings entgegen unserer Vorstellung auf einem Felsen liegt und nicht in der Ebene. Die Bilder, die wir bisher gesehen haben, haben auf die Lage nicht so eindeutig schließen lassen.
Jetzt werden erst mal Fotos en masse gemacht, so lange der Sand im Volcano noch unberührt ist, weil Andy und Elke auf jeden Fall hinab steigen wollen. An der steilsten Wand, die in den Volcano ragt, sind Steps in den Fels geschlagen und so kann man gut hinunter und auch wieder hinaufsteigen. Andy befestigt als zusätzliche Aufstiegshilfe noch ein Seil an einem direkt über uns herausragenden Gewächs. Gigantisch ist der Volcano schon, an der "Rückseite" ist der Sand ganz hoch aufgetürmt und mitten drin liegen jede Menge Moquis. Elke hat jede Menge Spaß daran, diese über die harte Sandoberfläche kullern zu lassen. Während Robby oben sitzt und Mittag macht, erkunden die anderen beiden dieses Naturwunderwerk. Dann geht es auch für sie wieder hinauf, noch einen kleinen Snack und es geht wieder zurück.
Damit wir jetzt nicht zu steile An- und Abstiege haben wie beim Hinweg, halten wir uns so gut es geht auf halber Höhe. Das Schräggehen auf Slickrock macht sich nun deutlich in den Kniegelenken bemerkbar. Nach insgesamt 5 Stunden und 20 Minuten sind wir wieder am Auto und auch erledigt.
Es gibt ein verspätetes Lunch und dann fahren wir Richtung Boulder. An einem Viewpoint mit Blick auf den Weg zu den Lower Calf Creek Falls halten wir noch kurz und machen dann Stopp in der Tradingpost. Während Robby einen Kaffee trinkt, stöbern Andy und Elke durch den Laden und finden ein interessantes Buch über Halbedelsteine, die man in Utah finden kann. Beim Stöbern stoßen wir auf das Buch von Aron Ralston, der seine tragische Geschichte im Blue Canyon im Canyonlands NP beschreibt und es gibt ein paar Bilder, als er dort festsaß. Beim Durchblättern läuft es mir eiskalt den Rücken runter - ich kann mir nicht vorstellen soviel Mut aufzubringen, mir selbst den Arm zu amputieren und bei Bewusstsein zu bleiben. Wir blättern noch in einem 4WD-Buch mit Routenvorschlägen, als wir plötzlich seltsame Geräusche hinter uns vernehmen. Der Haushund stillt soeben seinen Durst aus der Toilette.
Zurück geht es über Hells Backbone nach Escalante. Andy meint, das dauert bestimmt nicht so lange - 1,5 Stunden sind wir dann aber doch durch die Berge und den Wald unterwegs. Die Gravelroad ist bis auf einige heftige Washboardabschnitte gut zu fahren und so stauben wir auf fast 2.600 m Höhe hinauf, ehe es wieder ins Tal hinab geht. An der Turn-About-Ranch vorbei kommen wir wieder nach Escalante zurück. Auf einer weiteren Ranch, möglicherweise gehört die aber auch zur Turn-About-Ranch, üben ein paar junge Cowboys gerade das Fangen eines Kalbes mit dem Lasso. Interessant, da ein wenig zuzusehen.
Es ist vor 18.00 h als wir im Motel eintreffen, Elke geht noch das Auto von innen entstauben und die Herren nehmen eine Dusche. Anschließend geht es noch ins Cowboy Blues Restaurant auf einen Burger und ein Cutthroat. What a day!

Gefahren: 80 Meilen
Übernachtung: Prospector Inn Escalante, 69.60 $
Gelaufen: 15,7 km

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17. Tag - Montag 5. Mai

Escalante - Cedar City

Heute verlassen wir Escalante bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Das Ziel für heute heißt Cedar City und soll über eine alternative Route angesteuert werden. Zunächst geht es auf der UT-12 ca. 4 Meilen in Richtung Westen, dann biegen wir auf die Old Escalante Road ab, das ist eine breite Gravelroad die über die Berge nach Widtsoe führt. Es geht durch einen Wald nach oben und man hat immer wieder mal etwas Aussicht durch die Bäume, alles problemlos zu fahren, nur am Pass muss man sich etwas orientieren, da es dort zig Abzweigungen gibt. Widtsoe besteht aus einem bewohnten Haus und älteren, verlassenen Cabins.
Von dort aus geht es wieder Richtung Bryce Canyon und zum Duck Lake, wo wir nochmal nach den Preisen für eine ATV-Tour fragen. Die kostet für 2 Stunden aber immer noch über 70,00 $ pro Nase und das ist Andy und Robby eindeutig zu viel. In den Bergen liegt immer noch jede Menge Schnee und der Navajo Lake ist nur als weiße Fläche auszumachen; so wie es scheint, ist gar kein Wasser drin. Den Abstecher zu Cedar Breaks können wir auch nicht nehmen, da hier noch geschlossen ist und so fahren wir weiter nach Cedar City.
Den Trödelladen neben dem ehemaligen Bahnhof gibt es nicht mehr, also wird auch nichts aus unserem Vorhaben, in alten Sachen zu stöbern. Wir fahren zum Panda Express zum Mittagessen, während Robby lieber zu Starbucks geht, der gleich nebenan ist. Es geht noch zu Walgreens und zum Walmart und anschließend zu Bettys Antiques, wo wir nun schon aus Tradition rein schauen müssen. Leider ist die alte Dame nicht da, die uns letztes Mal mit einer Umarmung verabschiedet hat. Groß ist unsere Ausbeute nicht, aber eine License Plate und ein paar alte Waschklammern gehen in unseren Besitz über. Robby müssen wir den Ranch Store zeigen, der für ihn der absolute Shopping-Höhepunkt ist. Für uns gibt es nur eine kleine Kühlbox und Andy kauft sich den lange gewünschten Stetson. Robby macht "fette Beute" und taucht erst nach einer guten Stunde wieder auf. Neben etlichen Kleidungsstücken hat es ihm auch ein Lasso angetan.
Es geht kurz ins Motel zum einchecken, wo uns eine Lady mit einer sagenhaften Sturmfrisur in perfektem deutsch begrüßt und uns alles weitere erklärt. Wir laden nur schnell aus und fahren dann zum Waschsalon. Die Maschinen dort sind um klassen besser, als die im Motel, hier wird die Wäsche wirklich durcheinandergewirbelt und nicht nur umgerührt. Während unsere Maschinen ihren Dienst tun, spricht uns eine Frau auf bayerisch an und fragt, wo wir denn her wären. Wie wir auch gleich erfahren, kamen ihre Eltern in den 60ern nach Cedar City und haben mit ihren Kindern zu Hause nur bayrisch gesprochen, wovon sie es auch so gut kann. Hin und wieder kommt ein bisschen Slang durch, aber nur ganz wenig. Wir haben innerhalb kurzer Zeit eine angeregte Unterhaltung und sie bedauert, keine Visitenkarte dabei zu haben; ihre Brüder betreiben einen Shop in Brian Head, einem Skigebiet, wo jetzt saisonbedingt nicht mehr viel los ist. Wir sollen doch mal zum Skifahren kommen. Als unsere Wäsche sauber und fast trocken ist, geht es zurück ins Motel, wo schon mal einen Teil in die Koffer verpacken.
Abendessen gibt es noch bei Sonic, wo wir im Freien sitzen. Leider schmeckt es heute sehr fad und wir werden auch nicht richtig satt. Bei Wendys gibt es noch ein Chilli und dann ist Schluss für heute. Im Motel räumen wir die restlichen Sachen zusammen und bestücken den Rucksack für morgen; es wartet die letzte Wanderung auf uns, für die lt. Angabe des NP etwa 8 Stunden zu veranschlagen sind.

Gefahren: 125 Meilen
Übernachtung: BW El Rey Cedar City, 67,69 $


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18. Tag - Dienstag 6. Mai

Cedar City - St. George

Andys Uhr klingelt wie jeden morgen und wir laden auch gleich das Auto ein - gestern hatten wir ja bereits alles zusammengepackt. Wir gehen in die Lobby zum Frühstücken und kurze Zeit später sitzen wir im Auto mit Ziel Richtung Kolob Canyon Visitor Center.
Es ist gerade mal 8.00 Uhr als wir dort eintreffen. Elke legt den Nationaparkpass vor und erkundigt sich gleich nach dem Hike zum Kolob Arch. Laut Ranger sei das eine gute Wahl für heute, der Trail ist trocken und quert nur im ersten Drittel den Creek, der aber nicht viel Wasser führt. Wir sollten doch aber auf dem Rückweg vor dem Aufstieg noch genügend Wasser filtern, denn dann gibt es keine Quelle mehr. Wir haben zwar keinen Filter dabei, doch der Tipp veranlasst uns, an besagter Stelle für den Rückweg ein paar Wasserflaschen zu deponieren.
Der Parkplatz zum Lee Pass Trailhead ist wenig später erreicht und wir machen uns marschbereit, es warten gesamt 22 km Wegstrecke auf uns. Mit 8 Flaschen Wasser à 0,5 l, Wegzehr und sonstiger Ausrüstung bepackt, ist der Rucksack ziemlich schwer und Andy trägt diesen bis zum "Wasserdepot", das wir nach dem Abstieg am ersten wasserführenden Creek einrichten. Der Trail ist einfach zu laufen und er führt im weiteren Verlauf mal am Creek entlang und dann wieder durch lichten Waldbewuchs. Die ersten Overnight Camper kommen uns entgegen, alle mit reichlich Gepäck beladen.
Als wir den ersten "Fall" des La Verkin Creek erreichen, der bei uns keine Begeisterungsrufe entlockt, versucht Andy trotzdem, die Szene fotografisch festzuhalten, was aufgrund der ziemlich schlechten Lichtverhältnisse nicht so recht klappen will. Mittlerweile ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden und es ist etwas kühler geworden. Nach kurzem Fotostopp setzen wir unseren Weg weiter am La Verkin Creek entlang fort, der Weg wird stellenweise sehr sandig und hätten wir die Fähigkeit fürs Beamen, dann wären wir längst am Ziel. Die Strecke zieht sich aber noch über eine Stunde hin, bevor wir endlich hoch oben in einem Seitenarm des Canyons den Kolob Arch bestaunen können.
Er sieht imposant aus und ist wohl der größte freistehende Arch, doch von unten ist er nicht als solcher auszumachen. Näher kommt man an den Arch leider nicht heran, also verweilen wir hier auch nicht sooo lange. Andy macht noch einige Bilder und wir suchen uns einen Platz für die Mittagspause. Gerade als wir auspacken, fängt es an zu tröpfeln, geht in Regen über und es wird ungemütlich. Als wir uns entscheiden, jetzt doch nicht Mittagspause zu machen hört es wieder auf und es dauert nicht lange, bis die Sonne herauskommt und es noch richtig warm wird, na was für ein Glück.
Der Rückweg dauert nun etwas länger, da die Lichtverhältnisse besser sind und Andy viele lohnende Motive findet. Robby marschiert voraus, ihn nerven die Fliegen, die nun auch mit der Sonnenwärme richtig munter sind und ihn umschwirren. Irgendwann treffen wir dann wieder zusammen und marschieren im Gleichschritt. Als wir uns langsam aber sicher wieder unserer Wasserdepotstelle nähern, quakt es ziemlich laut aus dem Creek, obwohl kein Frosch zu sehen ist. Robby hält Zwiesprache mit dem Tier und es antwortet sogar auf seine Unkenrufe, die von Robby als solche zwar nicht zu erkennen sind, von dem Tier aber wohl akzeptiert werden. Wir laden schließlich unsere Wasserflaschen wieder ein und nehmen den Anstieg zurück zum Ausgangspunkt in Angriff. Dieser hat es auch in sich und wir müssen immer wieder mal verschnaufen. Da die Wolken vor uns allerdings schon wieder sehr dunkel sind, treibt es uns zur Rückkehr an und nach gesamt 7,5 Stunden Marsch mit Pausen sind wir wieder am Auto.
Nun heißt es erst mal ein wenig relaxen, etwas Kühles trinken und dann geht es weiter nach St. George. Wir haben im Best Western Travel Inn ein Zimmer gebucht und es gibt sogar einen Pool, den wir auch gleich testen. So ein warmes Bad nach einem anstrengenden Marsch ist wirklich toll. Robby will für heute nichts mehr unternehmen, Andy und Elke hüpfen noch schnell in die Dusche und starten nochmal los zum Outlet Center. Eigentlich steht nichts Besonderes auf dem Programm, nur mal schauen und beim schauen bleibt es natürlich nicht. Ein Painted Pony geht noch in ihren Besitz über und anschließend geht es zum Golden Corral zum Buffet Essen. Nach so einem Tag erscheint es wie eine Belohnung und es schmeckt prima, außerdem sind die Steaks dort wirklich zu empfehlen. Es ist auch nicht viel los und der Laden ist ordentlich geführt. Noch einen kurzen Abstecher zu einem Best Buy Laden und es geht zurück ins Motel.

Gefahren: 67 Meilen
Übernachtung: BW Travel Inn St. George, 66,29 $
Gelaufen: 23,8 km

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Kolob Canyon Klick mich und ich werde gross... Kolob Arch Klick mich und ich werde gross... Kolob Canyon Klick mich und ich werde gross... Kolob Canyon
 
 

19. Tag - Mittwoch 7. Mai

St. George - Las Vegas

Heute lassen wir uns ein wenig mehr Zeit bei der morgendlichen Prozedur. Frühstück gibt es wieder in der Lobby und das reichlich und gut. Wir haben heute Vormittag Little Finland auf dem Programm und so geht es auf der I 15 Richtung Süden.
In Nevada machen wir wieder eine Stunde Zeit gut, also sind wir sehr früh dran. Als wir die Interstate verlassen zieht sich die Strecke schon lange hin, bis wir endlich von der breiten Gravelroad abbiegen und uns Richtung Wash bewegen. Irgendwann sieht Elke, dass in noch weiterer Entfernung etwas auf der Fahrspur liegt, sich aber wohl bewegt und drängt Andy zum anhalten. Sie und Robby stürmen aus dem Auto und laufen auf das "Objekt" zu - es handelt sich um eine Desert Tortoise, die langsam und gemächlich den Weg überquert. Das Tier ist ziemlich groß und weil wir nichts riskieren wollen, nimmt Robby es kurzerhand am Panzer - er hat mit einer Hausschildkröte ja bereits Erfahrung - und setzt die Turtle in sicherem Abstand zur Fahrbahn wieder ab. Das Tier ist so verängstigt, dass es erst mal auf Tauchstation geht. Ob er oder sie jemals schon eine Begegnung mit der anderen Art hatte?
Wir setzen unsere Fahrt fort bis zur markanten Palme, parken das Auto und gehen auf Erkundungstour. Wir staunen über die verschiedenen Formen und Figuren, die fragilen Gebilde und lassen der Fantasie freien Lauf.
Etliche Fotos später kehren wir zum Auto zurück und fahren bis Whitney Pocket, wo wir ein letztes Lunch im Freien machen. Robby zieht es vor, Augenpflege zu betreiben.
Wenig später geht es weiter nach Sin City, wo wir noch zwei Nächte im New York New York verbringen. Gegen 14.00 Uhr tauchen dann im Dunst vor uns die Hochhäuser der Hotels auf und wir müssen Robby wecken, damit er einen Blick darauf werfen kann. Er hat sich vorgenommen, trotz Höhenangst das Karusell auf dem Stratosphere Tower zu fahren und dort geht es jetzt erst mal hin. Andy hat versprochen, mit ihm hochzufahren und ihn zu fotografieren; Elke wartet lieber bei Starbucks im Casino. Gerade als sie es sich gemütlich macht, sind die beiden auch schon wieder da -wegen starken Windes wurde vor einer Minute der Betrieb eingestellt und die beiden konnten gar nicht erst auf den Tower hinauffahren. Nur die Fahrt auf den Turm kostet 14 $, der Ride nochmal 6 $ extra. Wir verbringen den Nachmittag noch mit diversen Besorgungen; Andy möchte zu Frys und gönnt sich einen Ipod, bei Walmart stehen auch noch ein paar Dinge aus und gegen 17.00 h trödeln wir dann im Hotel ein. Andy kann auch gleich einchecken und nachdem wir einen ellenlangen Weg durchs Hotel zurücklegen, kommen wir auch endlich aufs Zimmer, welches im 22. OG mit Blick auf den Strip ist.
Kurz frisch machen, umziehen und dann geht es ins Orleans zum Buffetessen und wir lassen es uns schmecken. Nachdem wir hinterher alle ziemlich erledigt sind - sei es von zu viel Nahrungsaufnahme oder den Nachwehen von gestern - verschieben unseren Hotel- und Casinobummel auf morgen. Dafür fahren wir noch an den Stadtrand und versuchen dort ein paar schöne Fotos von Las Vegas zu schießen. Überraschend erscheint rechts vom Stratosphere Tower ein Feuerwerk, aber ohne geeignetes Zoom Objektiv werden die Fotos leider nicht so gut.

Gefahren: 248 Meilen
Übernachtung: New York New York Las Vegas, 101,90 $

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20. Tag - Donnerstag 8. Mai

Las Vegas

Der vorletzte Tag unserer Reise ist angebrochen und Robby zieht es vor, den Tag erst mal im Hotel zu verbringen. Somit ziehen Elke und Andy alleine los und gehen erst mal zu Starbucks zum Frühstücken. Da sie schon mal auf der Tropicana Ave sind, fahren sie raus Richtung Red Rock State Park, wo es einen AAA gibt und sie noch Kartenmaterial holen. Danach geht es wieder Richtung City und zum Outlet Center, wo die beiden nach Herzenslust stöbern und auch das ein oder andere erstehen. Sie lassen sich richtig Zeit und sind erst gegen 14.00 Uhr gesättigt. Es geht zu Carls jr. auf einen Imbiss um auch den Magen zu sättigen und dann zurück ins Hotel, wo Robby vor sich hin schlummert und erst mal gar nicht mitbekommt, dass sie wieder komplett sind.
Jetzt heißt es Kofferpacken, alles Unnötige entsorgen und gegen 17.00 h sind sie damit auch durch. Sie ziehen gemeinsam los, denn Robby hat noch die Rechnung mit dem Karusell offen, was er jetzt in Angriff nehmen will. Elke bleibt im Auto und dieses Mal dauert es eine Stunde, bis die beiden zurück sind. Robby ist mit dem Teil gefahren und ganz stolz, nicht gekniffen zu haben.
Weiter geht es ins Ellis Island, wo Andy und Elke noch das Steakdinner mitnehmen wollen; Robby enthält sich und trinkt ein Glas Wein. Bevor es allerdings zum Essen geht, wird noch an den Slotmachines ein wenig gespielt und Elke gewinnt sogar 4 $ mit einer Dreier-Sieben-Kombination. Das Essen ist wie immer super für den Preis und gut gestärkt geht es nun zum Strip.
Wir parken mit ein wenig Umweg im Paris, laufen durchs Casino und machen erst mal beim Bellagio Halt. Zwei Minuten später ertönt Glockengeläut und die Wasserspiele beginnen. Zu Andrea Bocellis Time to Say Goodbye schießen die Wasserfontänen in die Höhe und die Szene ist wirklich toll. Wir schießen auch - jede Menge Fotos - und dann kommt auch gleich in knapp 15 Minuten die nächste Show. Dieses Mal gibt sich Elton John die Ehre mit Your Song - ist auch gut. Wir ziehen weiter und auf einmal steht eine große schlanke Blondine mit Federschmuck und kurzem Corsagenanzug auf dem Gehweg, die sich gegen ein Trinkgeld mit Interessierten ablichten lässt. Robby nimmt die Chance wahr und lässt von Andy ein Foto für seinen Freund Peter machen. Die große Blonde soll einen von Robby vorbereiteten Zettel sichtbar in die Kamera halten, was sie auch prompt macht. Anschließend darf Robby noch mit aufs Bild und er ist im Vergleich zu der Lady ziemlich klein. Für einen Dollar bedankt sich die Posierdame und wir marschieren weiter.
Der Weg bis zum Venetian zieht sich ganz schön und wir müssen am irre lauten Rockhaus vorbei, bei dem es einem fast das Trommelfell zerreist. Vorbei an den vielen Mexikanern, die visitenkartengroße Kärtchen von Hot Girls verteilen, die man aufs Zimmer ordern kann, sofern man eines gebucht hat. Robby ist ein dankbarer Abnehmer und bekommt gleich einen Schwung voll in die Hand gedrückt.
Endlich erreichen wir das Venetian, wo wir wieder mal über das Interieur staunen - die Deckenmalerei bei den Shops und ein Brooks-Laden mit allerlei Dingen, die wir in San Francisco schon bestaunt haben. Während Andy und Robby durch den Laden stöbern, macht es sich Elke in einem Massagesessel bequem und lässt sich den mittlerweile schmerzenden Rücken massieren. Schon irre, was das Teil alles auf dem Programm hat, auch wenn natürlich massierende Hände damit nicht zu ersetzen sind. Nach 10 minütiger Massage- und Stöberpause probieren die beiden Herren noch einen irren Sitz aus, der ähnliche Bewegungen wie beim Reiten auslöst. Robby lacht sich schlapp und zwei Jungs neben ihm finden ihn irre komisch. Auch Andy darf mal auf den Sitz und lässt sich durchschaukeln.
Dann geht es weiter zur Piazza und wir verlassen den Tempel. Wir queren die Straße, doch der Vulcano beim Mirage ist zur Zeit in Reparatur. Egal, von der anderen Straßenseite aus kann man ebenso gute Fotos den Strip hinunter machen. Wir machen uns auf den Rückweg und als wir endlich wieder im Paris ankommen, schmerzen die Beine. Für heute ist gut, Robby will noch in einen Walgreens und wir lassen ihn vor dem New York raus und gehen aufs Zimmer. Es ist bereits nach 0.00 Uhr, als wir noch schnell einen Blick auf unsere E-Mails werfen und in die Falle kriechen. Eine knappe Stunde später kommt auch Robby und für heute ist Feierabend.

Gefahren: 41 Meilen
Übernachtung: New York New York Las Vegas, 101,90 $

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21. Tag - Freitag 9. Mai

Las Vegas - München

Heute ist unser letzter Tag, doch da wir erst nachmittags abfliegen, haben wir noch jede Menge Zeit und es ist keine Eile geboten. Die Koffer sind gepackt und das restliche wenige Zeug ist schnell verstaut. Noch einmal Koffer wiegen und da bricht der Zeiger der Handwaage ab. Nun ist nur noch schätzen angesagt, doch es müsste passen. Während Robby noch duscht bringen wir schon mal den ersten Schwung ins Auto, aber auf einmal schaffen wir das alles nicht. Dann noch ein letztes Mal zurück in den 22. Stock und auschecken.
Die Koffer ins Auto gepackt und als erstes geht es die Tropicana nach Westen zum Starbucks Frühstück. Unsere letzten Flakes werden verputzt und dazu gibt es Kaffee und Tee. Zu unserem Erstaunen sitzen heute die gleichen Leute im Cafe wie gestern; klar, wir sind auch die selben wie gestern.
Anschließend fahren wir zum Bass Pro Shop, den wir Robby zeigen wollen. Wir schlendern gemütlich durch den Laden, betrachten die vielen ausgestopften Tiere und das Angebot. Hier gibt es auch gleich Ersatz für die kaputte Waage. Wir machen noch kurz Halt bei einem Ross, weil Elke noch ein T-Shirt für ihren Bruder sucht. Während sie stöbert, gehen Andy und Robby zu einem K-Mart, auch zum Stöbern. Als das T-Shirt gefunden ist, geht es auf einen letzten Imbiss zum Panda Express und dann ist guter Rat teuer.
Wir hätten noch jede Menge Zeit, wissen aber nicht so recht, was damit anzufangen. Wir meinen, wir wüssten wo sich Caseys Camera befindet, finden den Laden aber nicht dort, wo vermutet und verfahren uns. Ein wenig im Kreis und nicht so recht wissend, wohin entscheiden wir uns dann doch, jetzt schon zum Flughafen zu fahren.
Es ist nach 14.00 Uhr, um 15.00 Uhr sollten wir wohl da sein, wenn es um 17.15 h losgehen soll. Also dann dorthin und dort steppt der Bär. Es ist schon schwierig nur eine Parklücke zu ergattern, um lediglich die Koffer auszuladen. Andy wirft uns also raus, wir müssen die Koffer gleich aus dem Weg räumen, da hier ständig Leute vorbei wollen, die ihren Airlineschalter suchen. Mit soviel Gepäck ist das nicht so einfach, doch wir finden eine Ecke, wo wir auf Andy warten können, der nun zum Car-return fährt.
Nach einer guten halben Stunde kommt er wieder zurück und wir können uns zum Schalter begeben. Dort stehen wir ewig in einer Schlange und als wir endlich am Schalter sind, verweist uns die junge ziemlich genervte Lady an einen Automaten, an dem wir den Checkin machen müssen. Na super, warum sagt man einem das nicht bevor man sich ewig anstellt? Wir müssen das Gepäck stehen lassen, weil es keine andere Möglichkeit zum Abstellen gibt und Andy zwängt sich durch die Schlange an den Automaten, gibt sämtliche Daten ein und kehrt nach einer gefühlten Ewigkeit zurück zum Schalter, wo er sich dann natürlich vordrängen muss. Wir können das Gepäck aufgeben, erhalten Tickets und können uns zur Security begeben.
Die letzten Getränke hinuntergeschüttet und wir werden gescannt, dann in den Zug einsteigen und das Terminal suchen, von dem es losgehen soll. Nun haben wir mehr als 2 Stunden Zeit, die Elke nutzt, noch mal einen Teil des Berichts zu tippen. Mittlerweile erfahren wir, dass sich der Abflug um eine halbe Stunde nach hinten verschiebt, es geht also endlich um 18.00 h nach LA.
Der Flug dauert nur 40 Minuten und ist sehr wacklig - die Stewardessen haben Mühe, mit einem Tablett Wasser und O-Saft durch die Gänge zu schwanken und die Leute zu bedienen. Dann schnell alles wieder einsammeln und wir befinden uns im Landeanflug. Im Flieger wird noch durchgegeben, wo wir für Anschlussflüge hin müssen, doch im Flughafen von LA sind wir noch nie umgestiegen und so muss man sich erst mal ein wenig orientieren, da nicht eindeutig ausgeschrieben ist, wo Transitreisende hin müssen. Wir müssen an der Gepäckausgabe vorbei zu Ground Transportation und dann die Buslinie A nehmen, die uns zum International Terminal bringt, wo Lufthansa abfliegt. Es geht in Etage 3 hoch - aber das auch erst, nach wir nachgefragt haben - und an den Schalter von LH, wo wir noch mal andere Tickets ausgestellt bekommen. Die Dame ist sehr freundlich und nett und sucht für Robby noch einen besseren Sitzplatz, den er im letzten Moment auch noch bekommt. Er sitzt in einer 4er Reihe ganz außen, ohne Nebenmann. Andy und Elke haben auch ne 4er Reihe mit freiem Sitzplatz, also auch besser.
Die Zeit drängt und wir müssen zur Security und dann zum Gate, das noch ein paar Schritte entfernt liegt. Bis zum Boarding bleiben uns nun noch 15 Minuten, die wir noch für einen Restroom benötigen. Dann heißt es auch schon einsteigen und wir heben pünktlich um 20.30 h ab. Nach München sind es 10 h 50 Minuten und die werden wir hoffentlich gut rumbringen. Es gibt ein paar interessante Filme und kurz darauf Abendessen. Gegen 12.00 h fallen uns die Augen zu und wir versuchen, eine Runde zu schlafen, was auch ganz gut gelingt. Als es Frühstück gibt, wird Elke von Andy geweckt und dann ist der Landeanflug auch schon in greifbare Nähe gerückt.
Um Punkt 17.00 h sind wir gelandet, und zu allem Erstaunen erscheint unser Gepäck bis auf zwei Stücke als erstes auf dem Laufband. Wir warten, warten, warten und ja, warten, doch die zwei fehlenden Stücke kommen nicht mehr. Dann gibt es bereits Gepäck eines Fluges aus Tokio und wir machen uns auf zur Verlustmeldung, die gleich nebenan ist. Wir füllen einen Meldezettel aus und hoffen, die Koffer in den nächsten Tagen zu bekommen. Unser Abholservice ist schon lange da, wir werden begrüßt und dann nur noch Koffer einladen und nach Hause. Gegen 18.30 treffen wir dort ein.

Gefahren: 30 Meilen

THE END


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