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USA Spring 2008 Die Tourguide Tour - (Mit einem Greenhorn unterwegs im Südwesten) Eine Reise durch die Staaten Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah mit unserem Freund Robby. 21 Tage vom 19. April bis zum 10. Mai 2008. Auf dieser interaktiven Karte
ist der Routenverlauf der 1. Woche dargestellt.
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1. Tag - Samstag, 19. April München - San Francisco Heute geht es also los - der erste USA-Urlaub seit 2004 beginnt bereits im April - unser bisheriger Reisemonat war der September. Und es gibt noch etwas Außergewöhnliches - diesmal ist ein Greenhorn namens Robby mit dabei. Er bereist zum ersten Mal die USA und somit auch den Südwesten - - wir haben ihm mit unserer Schwärmerei so richtig Appetit gemacht. Die Reiseutensilien sind nach mehrmaliger Absprache gepackt und Robby
trifft am späten Vormittag bei uns ein. Um 12.00 h steht unser privater
Flughafenshuttle vor der Tür und eine Stunde später sind wir
auch schon beim Einchecken und haben hinterher noch viel Zeit bis zum
Boarding. Gefahren: 12 Meilen |
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San Francisco Andy wacht das erste Mal um 3 h auf, da Robby ganz schön
schnorchelt, kann er auch nicht wieder einschlafen. Kurz nach 5 sind alle
wach. Wir duschen uns und genießen den Kaffee im Zimmer, bis wir
kurz nach 7 h zum Frühstück nach unten gehen. Es ist ein sonniger
Morgen und der Tag verspricht sehr schön zu werden. Leider wird die
Temperatur nicht über 11 Grad steigen, aber das Manko kann man ja
mit warmer Kleidung ausgleichen. Gefahren: 49 Meilen
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San Francisco Andy ist bereits wieder um 5 wach und während die anderen
Beiden noch schlummern sitzt er schon am Notebook, tippt den Reisebericht
und checkt die Parkmöglichkeiten in der Stadt. Kurz nach 7 sitzen
wir alle beim Frühstück und machen einen groben Plan, was wir
uns heute ansehen wollen. Es wird ein langer und auch anstrengender Tag,
da wir viel zu Fuß unterwegs sein werden. Gefahren: 7 Meilen
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San Francisco - South Lake Tahoe Jeden Tag können wir nun etwas länger schlafen,
der Körper gleicht sich langsam an den Zeitunterschied an, Andy ist
trotzdem um kurz nach 5 wach, duscht und tippt bereits wieder am Bericht.
Das Wetter wird schlechter, draußen ist es zwar sonnig und nicht
mehr so kalt, aber die Vorhersage ist nicht gut und in den Bergen soll
es auch schneien. Wir packen unseren Kram ins Auto und verlassen nach
dem Frühstück San Francisco über die Oakland Bay Bridge.
Auf Treasure Island machen wir noch mal Halt und sehen die Stadt aus einer
ganz anderen Blickrichtung. Nach Placerville wird die Strasse enger und verläuft entlang einem
Fluss stetig bergauf. Die Landschaft ist mit runden Felsen durchsetzt,
wie sie auch im Yosemite vorkommen, nun wir sind ja direkt nördlich
von diesem bekannten Park. Es geht weit hinauf auf über 2000m und
die Wolken hängen hier tief, die Sonne scheint schon lange nicht
mehr, es liegen immer noch Schneereste herum, die mehr als einen Meter
haben. Auf der anderen Seite des Passes geht es steil begab und wir erreichen
South Lake Tahoe, an der Kreuzung befindet sich ein Outlet und wir entschließen
uns dort mal kurz rein zu schauen, da Elke immer noch einen warmen Fleecepulli
braucht. Für Elke gibt's den gewünschten Pulli und ein Thermounterhemd,
Andy ersteht eine winddichte leichte Jacke zum Schnäppchenpreis und
Robby zwei Gürtel. Gefahren: 196 Meilen
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South Lake Tahoe - Carson City Um 6.00 h ist die Nacht für Andy beendet und eine knappe
halbe Stunde später sitzt er am Laptop. Ein Blick nach draußen
verheißt leichtes Schneetreiben und ab und zu sieht man auch blauen
Himmel. Gegen halb acht ist auch Robby startklar und wir begeben uns zu
einem Schnell-Frühstück in die Lobby. Schnell, weil heute die
Auswahl nicht so üppig ist. Als wir das Auto beladen, regnet es schwallartig
vom Dach des Motels - soeben kommt die Sonne durch und der eh schon nasse
Schnee nimmt wieder flüssige Form an. Wir nehmen Kurs auf die Emerald
Bay und je mehr wir an Höhe gewinnen, desto tiefer hängen die
Wolken und es schneit wieder. Der Aussichtspunkt ist noch "closed
for season" - wir parken direkt vor der Absperrung und gehen die
paar Schritte. Die Infotafeln sind verschneit und müssen erst mal
frei geräumt werden. Unser Ziel ist Virginia City, die ehemalige Goldgräberstadt. Hier
stehen noch viele alte Gebäude aus der Zeit des Goldrausches, die
heute jede Menge Souvenirläden und Saloons beherbergen. Wir sehen
uns in aller Ruhe um. Schade, dass in den meisten Saloons Slotmachines
stehen; damit ist das Flair dahin. Mittagessen gibt es im Palace Saloon,
dieser ist bis auf die beiden Fernseher noch ziemlich ursprünglich.
Die Rückwand der Theke ist verspiegelt, auf der gegenüberliegenden
Seite hängen jede Menge Fotos aus der Zeit um 1900. Wir sehen uns
anschließend noch den Friedhof an, der immer noch genutzt wird.
Da der Wind so stark und eisig bläst und teilweise Sand und kleinste
Teilchen wie Geschosse mit sich führt, halten wir uns da nicht allzu
lange auf und kehren zum Auto zurück. Virginia City ist zwar wegen
der vielen Shops sehr touristisch, konzentriert man sich aber auf die
Gebäude und weniger auf das Innenleben derselben, ist der Besuch
auf jeden Fall zu empfehlen. Gefahren: 86 Meilen
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6. Tag - Donnerstag, 24. April Carson City - Tonopah Um kurz nach 6.00 Uhr klingelt Andys Wecker und er wirft uns erbarmungslos aus den Federn. Wir packen zusammen, verstauen auch gleich das Gepäck im Auto, Andy und Elke gehen zum Frühstück und lösen den Gutschein ein. Mit je einem großen Teller Porridge und heißem Getränk versorgt gesellt sich noch Robby dazu und dann geht es um 7.30 h los mit Zielrichtung Bodie. Die Sonne scheint, der Wind hat nachgelassen, es hat um die 0 °C. Gemütlich, da um diese Zeit ziemlich viel Verkehr ist, fahren wir auf der US-395 Richtung Südosten, zu unserer Rechten begleiten uns die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. Kurz bevor wir nach Bodie abbiegen, halten wir noch an einer Rangerstation und erkundigen uns nach den Straßenverhältnissen. Die beiden netten Herren berichten, was Ihnen ein dort zuständiger Ranger erzählt hat, nämlich das der Weg schneefrei sei, allerdings sind sie sich nicht sicher, ob man bis nach Bodie selbst fahren kann, oder ob die letzten zwei Meilen zu Fuß zurückzulegen sind. Das hört sich auf jeden Fall schon mal gut an. Wir nehmen noch ein paar Postkarten mit und als Elke zahlt, bekommt sie noch einen ausführlichen Prospekt mit, der nicht nur Bodie, sondern auch einige Ziele in der näheren Umgebung gut beschreibt. Wir nehmen den richtigen Abzweig und umfahren gleich die erste Schranke;
10 Meilen werden uns von hier aus bis zum Ziel angezeigt und wie schon
angekündigt, ist die Schranke ca. 1,5 Meilen vor Bodie wegen Roadwork
geschlossen. Hier ist gerade der Grader zugange und wir packen unsere
Rucksäcke. Es geht ein Stück bergauf und als wir den Kamm erreichen,
hat man von dort schon in der Ferne Bodie im Blick. Die Höhe macht
sich beim Laufen bemerkbar - wir befinden uns immerhin auf 8.000 feet.
Dann heißt es erst mal zahlen, wir stecken die 9 $ fee in den Umschlag
und werfen diesen am unbemannten Wärterhäuschen ein. Erste Station
ist der Friedhof, dem Andy und Elke einen kurzen Besuch abstatten, um
ein Gefühl für die Zeit zu bekommen, in der hier die Menschen
gelebt haben. Im Jahre 1859 wurde hier Gold gefunden und damit kam der
Stein ins Rollen. Der Entdecker, Waterman S. Bodey, der diesem Ort seinen
Namen gab, kam allerdings nicht weit. Als er kurz nach seiner Entdeckung
nochmal loszog, um das notwendige Equipment für den Abbau des edlen
Materials zu beschaffen, wurde er auf dem Rückweg zu seiner zukünftigen
Arbeitsstätte von einem Blizzard überrascht und seine sterblichen
Überreste wurde erst im Frühjahr des darauffolgenden Jahres
gefunden. Sein Mitstreiter Taylor überlebte den Sturm, zog anschließend
jedoch nach Benton weiter, wo er im Jahr 1861 seinem Schicksal erlag,
als Paiute Indianer ihn mit Pfeilen attakierten und sein Haus in Brand
setzten. Mit der Entdeckung des Goldes von Bodie entstand ab 1860 ein
Minendistrikt, der innerhalb von weniger als 10 Jahren 21 Mio $ in Gold
förderte und die Stadt auf bis zu 12.000 Einwohner anwachsen ließ.
Die Standard Mine war die produktivste, auch nach dem Zusammenbruch im
Jahr 1874 war diese Mine noch die reichste Ader des Bezirks. Im Jahr 1881
waren die Minen größtenteils erschöpft und 1886 sank die
Zahl der Bevölkerung auf 1.500. In den Jahren 1892 und 1932 vernichteten
Brände die meisten Gebäude. Seit 1960 werden die restlichen
Gebäude erhalten und geschützt, jedoch nicht erneuert. Der Ortsname
wurde übrigens dann nicht Bodey geschrieben sondern wie heute bekannt
Body, damit man es nicht wie Body (Leiche) ausspricht und verwechselt. Gefahren: 263 Meilen
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Tonopah - Death Valley Um 5.30 h rumort Robby im Zimmer und Elke kann nicht mehr
schlafen - was die Stimmung etwas trübt. Kurz vor 7.00 h sitzen wir
im hoteleigenen Restaurant zum Frühstück und noch vor halb acht
sind wir bereits "on the road again". Wir fahren nach Goldfield,
das zu dieser frühen Morgenstunde erst recht ausgestorben wirkt,
als es wohl ohnehin schon ist. Wir schleichen schon fast durch die kleine
Siedlung, blicken ausgiebig nach rechts und links und befinden, dass sich
ein Stopp hier nicht lohnt. Weiter geht es zum nächsten Ziel Goldpoint;
die Ghosttown, die nun in mühevoller Arbeit wieder zum Leben erwacht;
die ehemaligen Cabins der Goldsucher wurden zum Teil schon restauriert
und liebevoll für Übernachtungsgäste hergerichtet. Als
wir dort wenig später ankommen, ist bis auf zwei Männer, die
offensichtlich die Nacht hier verbracht haben und gerade ihr Auto beladen,
niemand zu sehen. Elke fragt nach, ob man von hier aus direkt ins Death
Valley gelangen kann und ob der Weg gut befahrbar ist - leider erhält
sie nicht die gewünschte Auskunft, da sich die beiden hier nicht
auskennen und sonst ist niemand hier, den man noch fragen könnte.
Wir schlendern etwas durch die Häuschen, bestaunen einige noch intakte
Feuerwehrautos und begeben uns wieder zurück zum Auto, als doch noch
jemand von den hier lebenden Leutchen auftaucht und uns mit Rat weiterhelfen
kann. Wir quatschen ein wenig und bekommen schließlich noch zwei
Gutscheine für ein Bier und einen Werbemagneten. Gerne können
wir wieder hierher kommen, natürlich auch über Nacht. Da die
Route ins Death Valley machbar ist, fahren wir los und nehmen das GPS
zu Hilfe, da die vielen Abzweige leicht in die Irre führen. Es geht
bis zur Stateline Mine, wo wir noch einen kurzen Abstecher zu einer Cabin
und den Überresten der Mine sowie einigen Goldgräberunterkünften
machen. Wir sehen uns in aller Ruhe um; etliche Blumen stehen in voller
Blüte und hin und wieder lässt sich auch ein Lizzard blicken.
Dann wieder back on track und wir fahren hinunter Richtung Death Valley.
Leider übersehen wir einen Abzweig und müssen nochmal wenden,
ehe es auf einer breiten Gravelroad mit ausgeprägtem Washboard Richtung
Ubehebe Crater geht. Die Strecke zieht sich ganz schön und gegen
11.15 h sind wir am Crater angelangt. Bevor wir beratschlagen, ob wir
am Rand entlanggehen oder hinunter steigen, ist Robby auch schon losgestapft
und nicht mehr zu halten. Wir gehen dann hinterher, wenn auch nicht bis
ganz hinunter - der Weg ist stellenweise steil und tief sandig, was den
Aufstieg bei Temperaturen um die 20 °C ziemlich schweißtreibend
macht. Eine halbe Stunde und etliche Fotos später sind wir wieder
oben und Robby gesellt sich atemlos auch kurz danach zu uns. Gefahren: 210 Meilen |