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USA 2007

Auf Backroads und Byways durch Colorful Colorado und darüber hinaus

Eine Reise durch die Staaten Colorado, Utah und New Mexico zu bekannten und weniger bekannten Orten, 30 Tage vom 11. September bis zum 11. Oktober 2007.

Auf dieser interaktiven Karte ist der Routenverlauf der 3. Woche dargestellt.
Google-Maps-Creator by Ulrich Küster
Weitere Bilder sind in der Bildergalerie zu finden.

   
© by Andy Scheidle
 
 

3. Woche

15. Tag - Dienstag 25. September

Green River - Crack Canyon - Secret Spire - Moab

Um 7.30 h kriechen wir aus den Betten, gehen Frühstücken und starten dann auch schon bald mit Ziel Goblin Valley Junction. Für heute Vormittag haben wir den Crack Canyon im Programm, da uns gestern für einen Hike die Zeit gefehlt hat. Wir parken am Trailhead der Behind The Reefs Road und gehen los. Zuerst geht es auf einem Jeep Trail bis zu einer für Fahrzeuge nicht mehr zu überwindenden Barriere und dann beginnt auch der Canyon.
Die Löcher in den Felswänden sind schon jetzt spektakulär und nehmen noch mehr zu, je weiter wir gehen. Es ist im Schatten ganz schön frisch, doch hin und wieder bekommen wir ein wenig Sonne ab. Kurze Zeit später erreichen wir auch schon die Subway und der Canyon ändert immer wieder die Struktur. Mal weitet er sich auf, dann kommen wieder ein paar Narrows und hin und wieder sind ein paar große Boulders zu überwinden. Nach ca. 3,3 km kommt ein Absatz mit einer darunter befindlichen nicht sehr tiefen und klaren Wasserpfütze und da ich ja nicht fotografiere, steige ich schon mal ab. Ausgerechnet hier gehen Andy die Akkus aus und als er diese ersetzen will, fällt ihm ein Akku ins Wasser. Also Schuhe aus und Akku herausgefischt - so kalt wie vermutet ist es gar nicht und meine Zehen fallen nicht in Eisstarre. Andy bleibt da wo er ist und ich gehe noch um die Ecke.
Hier ist nun definitv Schluss mit Weiterkommen; es geht einen Dropoff Dropoff:
Oder auch dryfall (Trockenfälle), sind hohe Felsblöcke in einem Canyon.
mehr als 3 m nach unten und es befindet sich auch noch ein vermutlich tiefes mit Wasser gefülltes Pothole Pothole:
Ist eine mehr oder weniger tiefe Mulde, die mit Wasser gefüllt sein kann.
darunter. Eine Umgehung wäre nur durch Umkehr und Aufstieg möglich, allerdings wissen wir nicht, ob es auch einen machbaren Abstieg gibt. Wir kehren hier um und gehen wieder retour zum Auto. Als wir kurz vor der Absperrung sind vernehme ich einen unangenehmen Geruch, der stark an Schwefel erinnert. Der Grund hierfür ist eine kleine Quelle mitten im Wash. Mit einer kleinen Routenänderung geht es zurück zum Auto, allerding ist der Weg nicht immer eindeutig zu erkennen, er verläuft zeitweise in einem kleinen Wash und verliert sich dann kurze Zeit später. Wir entdecken jede Menge große und kleinere Stücke Petrified Wood Petrified Wood:
Versteinertes Holz/Baumstämme.
. Diese Stücke wären es wert, in einem örtlichen Museum ausgestellt zu werden; sie sind sehr gut erhalten.
Gegen 11.30 h sind wir wieder am Auto und es geht die Behind the Reefs Road retour zur Kreuzung mit der Head of Sindbad Road und dort gibt es auch gleich einen Mittagsimbiss, da es hier einen Campground mit Picknickplatz gibt. Nochmal kurze Lagebesprechung und es geht nach Moab mit Ziel zum Secret Spire.
Wir nehmen die Einfahrt zum Canyonlands NP und beim Plateau View Point biegen wir rechts ab. Es geht auf einer guten Garvelroad Richtung Tombstone und von dort sind es noch ein paar Meilen bis zu unserem Ziel. Von der Mainroad aus entdecke ich bereits den Secret Spire und als die Strecke dann doch etwas rauer wird und über Slickrock geht, stellen wir kurz vorher das Auto ab und nehmen die letzten Meter zu Fuß. Der Hoodoo Hoodoo:
Frei stehende Felssäule meist mit einem Wasserundurchlässigen Stein oben drauf.
ist klasse und wie wir finden die Anfahrt wert. Bei wolkenlosem Himmel lichtet Andy den Hoodoo etliche Male ab und wir lassen die tolle Umgebung noch ein wenig auf uns wirken, ehe es wieder zurück geht.
Wir fahren anschließend nochmal via Long Canyon aus dem "Park" - vor zwei Jahren sind wir den Puckers Pass schon mal gefahren und wir wollen sehen, ob sich zwischenzeitlich etwas am Zustand des Trails geändert hat.
Wir kommen gut durch und treffen gegen 17.00 h in Moab ein, wo wir im Inca Inn einchecken. Dort haben wir für die nächsten zwei Nächte ein Quartier. Nachdem wir ausgeladen haben, packen wir nochmal unser Zelt aus, das vom Wedge Overlook noch etwas feucht ist und trocknen es auf dem noch leeren Parkplatz. Da die Sonne nun angenehm wärmt sind Zelt und Plane schnell trocken und können wieder verstaut werden. Noch kurz frisch machen und dann bummeln wir noch ein wenig durch die vielen Läden, gehen noch Einkaufen und schließlich zum Moab Diner zum essen. Der Diner wurde im Januar dieses Jahres renoviert, hat aber seinen Charme nicht verloren. Wie im letzten Jahr haben wir uns ein Gutscheinheft in einem Supermarkt organisiert und bekommen auf ein Hauptgericht 50 % Nachlass.

Unterkunft: Inca Inn, Moab zum Preis von 59,95 $ (o. Tax) pro Nacht
Gefahrene Meilen: 205
Gelaufen: ca. 7 km

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16. Tag - Mittwoch 26. September

Moab - Onion Creek - Negro Bill Canyon - Gemini Bridges - Moab

Um 7.30 h werden wir wach und kurze Zeit schicken wir via Skype ein Lebenszeichen an die Family. Im office gibt es ein einfaches Frühstück, sprich Kaffee und Muffins, und dann sind wir auch schon unterwegs zum Onion Creek. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel, die Temperatur ist mit knapp 50 °F noch ein wenig frisch; im Laufe des Tages wird es angenehm warm.
Da wir früh dran sind, haben wir den Onion Creek noch für uns allein und können anhalten, wo es uns beliebt, ohne den Weg zu blockieren. Der Weg schlängelt sich durch einen Canyon, wobei immer wieder der Onion Creek durchfahren werden muss. Mit jeder Kurve rücken die Felswände näher zusammen und es gibt immer wieder faszinierende neue Farbspielereien, die uns da präsentiert werden. Von tief-dunkelrotem Cutler Sandstein zu den grau-weiß-schattierten Gips/Salz-Formationen und noch allerlei anderem mehr in allen möglichen Farbschattierungen glüht der Auslöser der Kamera. Nach ca. 14 Meilen bis zur Weggabelung, die links zum Kokopelli Trail und rechts zur Farm hinter führt, machen wir noch einen kleinen Schlenker auf dem Trail, der uns jedoch innerhalb kurzer Zeit zu steinig und anstrengend wird. Offroadfahren macht zwar Spaß, aber unnötig quälen wollen wir uns nicht, da eine Beschreibung aus dem Internet verheißt, dass diese Strecke mit 4+ bewertet ist und an und für sich nicht die Mühe den Berg hinauf lohnt, es sei denn, man hat einen Jeep gemietet und will mal so richtig austesten, was mit so einem Gefährt möglich ist. Also wieder retour und nochmal etliche Fotostopps einlegen. Auf dem Rückweg haben wir nun etwas Gegenverkehr.
Es geht wieder zurück Richtung Moab und wir wollen noch einen Blick auf den Trailhead zum Negro Bill Canyon werfen. Der Hinweis ist uns vorher aufgefallen und wir sind neugierig, was es dort zu sehen gibt. Gegen 11.30 h sind wir dort und es geht ein 2 Meilen Onewayhike am Negro Bill Creek den Canyon hinter und am Ende ist die Morning Glory Bridge zu sehen. Wir entscheiden uns für den Hike, ich packe den Rucksack und los geht es. Der Hinweis am Trailhead, dass es hier Poison IvyPoison Ivy:
Giftige Blattpflanze, die bei Berührung eine starke allergische Reaktion auslösen kann.
gibt und ich anhand des Fotos nicht ausmachen kann, welche nun die entsprechende Pflanze in Natura ist, kreist mir etwas im Kopf. Also, wer dringend mal in die Büsche muss, sollte sich dafür nicht gerade das Unterholz aussuchen. Dies hat wohl auch eine ältere Dame gedacht, die kurze Zeit nach unserem Aufbruch uns mitten am Weg ihr blankes Hinterteil ungeniert entgegenstreckt. Und so was in USA? Wat mut, dat mut geht es mir durch den Kopf. Mir gefällt die Umgebung und es lässt sich flotten Schrittes laufen. Nach ca. 1 Stunde erreichen wir unser Ziel; die BridgeNatural Bridge:
Natürliche Felsbrücke, die durch fliesendes Wasser entstanden ist.
ist beeindruckend schön und groß, allerdings völlig ungeeignet, ein Foto davon zu machen. Hier tritt eine Quelle aus den Felsen, die wohl im Frühjahr aus den Felsen sprudelt; jetzt ist es eher ein Rinnsal, das hier munter vor sich hin plätschert. Wir verweilen hier ein wenig im Schatten, ehe es dann auch schon wieder zurück zum Auto geht.
So langsam knurren unsere Mägen und obwohl wir etwas zum Essen dabei haben, wollen wir uns lieber eine schöne Rest Area suchen. Wieder eine knappe Stunde später sind wir am Auto und biegen beim nächsten Campground am Colorado ab und machen Mittag. Dann geht es weiter zum Canyonlands NP, da wir noch zu den Gemini Bridges wollen. Etwas unschlüssig, welche denn nun die richtige Zufahrt ist, lesen wir nochmal die Hinweise an der Tafel, die am Wegweiser zu den Gemini Bridges am Highway 191 steht. Demzufolge ist der Trail hier wieder mit 4+ angegeben, also heißt es nochmal umdrehen und wir fahren nun eben von oben her an. Hier treffen wir am Wegweiser ein Pärchen mit Jeep und ich erkundige mich bei denen, wie es von hier zu den Bridges geht. Das sei kein Problem und wenn wir die letzten Stufen bis zum Ziel nicht fahren wollen, dann könnten wir das in nicht zu erwähnender Zeit auch Laufen. Gesagt getan, wir rumpeln die gut ausgeschilderte Road zu den Bridges und kurz vorher stehen auch schon einige parkende Autos. Wir stellen unseres dazu und gehen bis zum Ziel.
Die Stufen, die sich uns präsentieren sehen wirklich im ersten Moment übel aus, doch wenn man sich das Ganze etwas näher betrachtet, scheint es mit richtigem Gefährt absolut machbar. Man muss sich das ganze Unterfangen nur zutrauen. An den Bridges ist einiges los und eine Gruppe hat von Rim to Rim vor der ersten Bridge ein Seil gespannt, auf dem einer aus der Truppe gesichert darüber balancieren will. Zuerst bringt noch eine junge Frau mit Sitzgurt frei über dem Abgrund schwebend ein paar Tapes an, die wohl eine Unterteilung nach Metern darstellen soll. Als sie damit fertig ist, springt wiederum ein anderes Gruppenmitglied mit Fotoapparat rum und der Seiltänzer versucht seinen Auftritt, der ihm nicht so recht gelingen will. Er macht drei Versuche und nach zwei Schritten verliert er das Gleichgewicht - meiner Meinung nach, ist hier einfach zu viel Rummel im Hintergrund was seine Konzentration stört. Wir harren noch ein wenig aus und sehen uns die Bridges an; schon irre, wie tief es da runter geht - wie viele Meter kann ich nicht schätzen, aber allein der Blick hinunter, verursacht ein flaues Gefühl im Magen.
Wir machen kehrt und nehmen noch den Abzweig zum 4 Arches Trail. Wie weit der Trail geht und was uns erwartet, davon haben wir keine Ahnung - wir testen mal, was da so kommt. Es geht durch ein Seitental mit tollen Felsformationen, der Trail bietet viel Abwechslung, es geht durch Sand und über Slickrock, über kleinere Felsstufen und einige Bumps sind auch drin, dann geht es in einen Wash mit etlichen Steinbrocken - ganz nett zu fahren und dann ist plötzlich Schluss, ohne ein Schild oder einen Trailhead. Wir sind etwas baff, steigen aus und inspzieren nochmal die Umgebung nach den angekündigten Arches. 3 davon, nicht allzu spektakulär, können wir ausmachen, wo der vierte abgeblieben ist oder ob der schon Feierabend macht, bleibt offen. Also wieder retour, die heiklen Stellen sind sind gar nicht mehr so heikel zu fahren, die nehmen wir mit links und Schmackes und dann sind wir auch schon wieder auf der 131, die uns auf die 191 nach Moab führt.
Dort suchen wir uns noch einen Car Wash, um unseren treuen Gefährt eine Dusche zu gönnen und ihm wieder zu seinem ursprünglichen Aussehen zu verhelfen. Mit den 1,75 $ schaffen wir es fast, es von sämtlichen Ablagerungen aus der Swell und den diversen Strecken hier zu befreien. Noch kurz ins Motel, jetzt sind wir mit Frischmachen an der Reihe, und dann starten wir nochmal in zwei Outfitter-Läden zum Stöbern und werden in einem auch fündig. Es gibt hier die lange gesuchten Neoprensocken und für mich noch ein paar Warm-Up-Gloves.
Dann endlich ist Essenfassen angesagt. Heute geht es ins Branding Iron; das Essen ist gut, jedoch ist die Atmosphäre im Restaurant etwas dürftig und erinnert eher an eine Sportgaststätte mit gefliestem Boden und ein paar Bildern an der Wand. Ein junger Bursche in sehr saloppem fast ein wenig schlampigen Outfit weist uns einen Tisch zu und wenig später kommt ein noch jüngerer Typ und nimmt die Bestellung auf. Wir vermuten, dass zu seinen Lieblingsfilmen "Der Terminator" zählt; sein Standardsatz im tiefsteen Brustton der Überzeugung lautet: "I'll be back". Fehlt nur noch das Asta la vista baby. Das Essen ist prima und einige Bissen später geht es satt und zufrieden retour ins Motel und wir planen die kommenden Tage, da wir noch ein wenig "Luft" für ein zusätzliches Programm haben.

Gefahrene Meilen: 137
Unterkunft: Inca Inn Motel in Moab zum Preis von 59,95 $ (o. Tax) pro Nacht
Gelaufen: 6,4 km

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17. Tag - Donnerstag 27. September

Moab - Druid Arch - Monticello

Es ist bereits nach 7.30 h und bis wir alles wieder im Auto und ein Frühstück im Magen haben, eine gute Stunde später. Wir kehren Moab den Rücken mit Kurs auf den Needles District im Canyonlands NP. Heute steht als Alternative zum Angel Arch, für den wir dieses Mal noch nicht die richtige Planung bzw. auch keinen Shuttle haben, der Druid Arch auf dem Programm. Ziemlich spät, nämlich nach 10.00 h erreichen wir den Trailhead am Elephant Hill. Die Rucksäcke mit Wasser und Proviant gepackt und schon spurten wir los. Wir haben einen guten Tritt drauf und überholen schon mal einige Mitwanderer. Wir kommen gut voran und als wir zu den übrigen Wanderern genügend Abstand haben, drosseln wir ein wenig unser Schritttempo. Immerhin liegen fast 18 km Wegstrecke vor uns. Die Wetterbedingungen sind optimal, es ist sonnig und nicht zu heiß und wir haben auf dem Weg auch immer wieder mal schattige Passagen. Wir gehen Richtung Chesler Park und nach ca. 3,5 km gabelt sich der Weg und wir gehen weiter im Wash.
Wer noch nie im Needles District war und gerne wandert, dem würde ich den Hike zum Chesler Park empfehlen, denn der bietet mehr Einblicke auf die Needles selbst. Der Hike zum Druid Arch verläuft meist eben im Wash und man sieht dabei nicht so viel von der Umgebung. Da wir ja bereits im letzten Jahr hier waren, können wir uns heute ganz auf den Weg konzentrieren. Einmal übersehen wir die Cairns, die sonst sehr zahlreich und gut sichtbar den Weg markieren und marschieren geradewegs den Wash weiter, der dann vor einem großen unüberwindbaren Pothole endet. Da hier keine Möglichkeit für einen Aufstieg besteht, bleibt uns nur, wieder zurückzugehen. Es geht aber nicht nur uns so, ein Ehepaar hat ebenfalls den Abzweig übersehen und sie müssen umkehren - mit dem Unterschied, sie motzt.
Kurz vor dem Ziel gibt es noch einen knackigen Aufstieg über Geröll und dann stehen wir vor dem großen Druid Arch. Wir lassen die Umgebung auf uns wirken und machen erst mal Mittagspause. Zwischenzeitlich kommen auch noch andere Wanderer. Es gibt genügend Platz, so dass keiner den anderen stört. Wir machen noch ein paar Fotos und dann geht es wieder zurück auf dem gleichen Weg, den wir gekommen sind. Mittlerweile hat sich der Himmel mit Wolkenschleiern überzogen und dies deutet wohl auf einen Wetterumschwung hin. Um 16.00h sind wir zurück am Auto und ziemlich erledigt. Zwei kalte Colas später geht es schon etwas besser und wir sichten auf dem Weg aus dem Park noch den Abzweig zur Salt Creek Road, die zum Peek a boo Campground führt und Ausgangspunkt für den Weg zum Angel Arch ist. Für diesen Trail ist jedoch ein Permit erforderlich; nur bis zum Campground ist der Trail auch ohne befahrbar. Noch ein kurzer Abstecher zur Roadside Ruin - wenn man diese nicht gesehen hat, hat man auch nichts versäumt - und dann geht es gen Monticello und wir freuen uns auf eine ausgiebige Dusche.
Wir haben gottlob eine Reservierung, denn das Best Western ist completely booked out. Nachdem Staub und Sand abgewaschen sind, gehen wir ins MD Ranch Restaurant. Der Black Angus Burger hat uns letztes Jahr gut geschmeckt und den soll es heute wieder geben. Dieses Mal müssen wir allerdings viel Geduld aufbringen; unsere Bestellung haben wir aufgegeben, aber es kommen weder Getränke noch der Salat. Beim Bier gibt es ein Problem, die Bedienung ist noch nicht volljährig und darf nur die Bestellung aufnehmen, das Bier bringt dann die ältere Kollegin - welche aber wohl die Bestellung nicht lesen kann oder das Bier nicht findet. Sie springt jedenfalls 3 mal zum Eisschrank und wieder zurück, ehe die nicht Bierbringbefugte ihr zeigt, wo die besagte Flasche steht, die dann doch noch unseren Tisch erreicht. Kaum 30 Minuten später erhalten wir den Salat und dann nochmal eine lange Pause und es kommt der Burger - leider schon kalt. Ketchup und Senf brauchen nochmal ein paar Minuten, dann können wir endlich loslegen. Die vielen "Sorry about that" machen den Burger leider auch nicht mehr warm, aber wir haben Hunger und der will gestillt werden. Zwischenzeitlich hat sich ein Alleinunterhalter, der Ähnlichkeit mit einer Vogelscheuche hat, aufgestellt und spielt Gitarre, singt und bläst - wenn er nicht sing - auf der Mundharmonika. Die Musik ist ganz gut, doch es sind einfach zu wenig Leute hier und das Publikum, das auf so etwas steht ist nicht so zahlreich vertreten. Zwei Opas sind jedenfalls ganz angetan, doch dann kommt deren Essen und damit sind die beiden erst mal beschäftigt. Jeder hat einen Krug Milch vor sich stehen während am Nebentisch nun drei weitere ältere Herren eingetroffen sind, von denen jeder erst mal 2 Bier ordert und dann auch gleich mal einen kräftigen Schluck aus der ersten Flasche nimmt. Unsere nichtbierbringbefugte Bedienung bringt dann nach einer weiteren halben Stunde die Rechnung und hat sich um 2 Dollar zu ihren Gunsten verhauen. Noch ein "sorry about that", sie korrigiert aber anstandslos. Wir ziehen von dannen und als wir im Auto sitzen rast ein Sheriffauto im Affenzahn mit Christbaumbeleuchtung und Horn an uns vorbei, kurz darauf rückt die Feuerwehr aus. Heute ist ja hier richtig was geboten. Wir schauen noch im hiesigen Supermarkt vorbei und kommen wieder mit einem Buch heraus - ein dicker Wälzer 4 WD-Trails in Utah. Für heute ist dann so allmählich Schluss, morgen müssen wir früh raus.

Übernachtung in Monticello, Best Western zum Preis von 92,70$
Gefahrene Meilen: 139
Gelaufen: 17,2 km

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18. Tag - Freitag 28. September

Monticello - Moon House Ruin - Cortez

Um 6.30 h klingelt der Wecker und es fällt uns mehr als schwer, das Bett zu verlassen und uns für den Abmarsch bereit zu machen. Das übliche Prozedere am Morgen muss heute fix gehen, dann noch schnell ein Frühstück und exakt 45 Minuten später sitzen wir im Auto. Es geht auf die Cedar Mesa und heute wollen wir zum Moonhouse. Auf der 191 liegen etliche tote Deers am Straßenrand - die Huntingseason hat begonnen, auch wenn ich in erster Linie an Schüsse im Unterholz denke und nicht ans Erlegen per Truck etc. Nach Blanding geht es auf der 95 und von dort sind 35 Meilen bis zur Junction zur 261. Auf einmal tauchen vor uns Deers auf und Andy steigt in die Eisen. Zum Glück ist das nochmal um Haaresbreite gut gegangen; ich habe die Tiere rechtzeitig entdeckt und die traben von dannen, als sei nichts geschehen.
Weitere 10 Meilen folgen wir der 261 bis zum Abzweig Snow Flat Road. An der ersten Weggabelung müssen wir uns links halten und es geht ca. 0,9 Meilen bis zur ersten Registerbox, wo wir 4 $ in den Umschlag stecken. Weitere 8 Meilen Gravel, zum Teil gut befahrbar, dann wieder etwas rau, denn die letzten Regenfälle haben ganz schön Sediment ausgespült. Auf dem Trail liegt dann fast mittig ein richtig großer Steinquader, der wohl erst vor kurzem dorthin gerutscht ist. Unser erster Gedanke, jetzt können wir eh umdrehen bestätigt sich bei näherem heranfahren gottlob nicht; wir kommen gerade so eben dran vorbei und der Abhang auf der Fahrerseite ist nicht ohne. Die nächsten Meilen geht es immer wieder über Slickrock und wir hoppeln dahin bis nach 8,1 Meilen ein Weg links abzweigt, an dem eine weitere Registerbox steht. Nun noch die letzten 1,2 Meilen auf einem schmalen Trail mitten durch Pinionpines und Junipers und dann sind wir am Trailhead.
Schuhe wechseln, Rucksack umschnallen und los geht's den Cairns nach Richtung Canyonrand und dann steil nach unten; zum Teil auf einem Trail, der in einer Geröllrinne verläuft oder auf Slickrock - nichts für Leute mit Höhenangst. Nur so nebenbei erwähnt; dieses Ziel ist nur realisierbar, wenn es absolut trocken ist. Vor einigen Tagen hatte es auch hier heftige Regenfälle, die für starke Auswaschungen der Straße gesorgt haben und zum Zeitpunkt unseres Besuchs gab es noch einige große Wasserpfützen mit Schlamm zu durchqueren.
Wir steigen vom Canyonrand ab und auf der gegenüberliegenden Seite wieder nach oben. Vom Ausgangspunkt sind die Cliff DwellingsCliff Dwellings:
Alte Indianer Behausungen, die meist unterhalb eines Felsüberhangs, zwecks Wetter- und Sonnenschutz, gebaut wurde.
bereits zu sehen und schon von hier aus faszinierend. Als wir nun endlich davor stehen, sind wir mehr als beeindruckt, was sich uns da für ein Anblick bietet. Voller Ehrfurcht betrachten wir das Moonhouse Cliff Dwelling. Wir lassen uns für die Besichtigung viel Zeit, um auch kein Detail zu übersehen. Für's Fotografieren haben wir es wohl gut erwischt; die Sonne steht jedenfalls noch nicht zu hoch, so dass die Cliff Dwellings im Schatten liegen. In den GranariesGranaries:
Vorratskammern
kann man noch jede Menge Überreste von kleinen Maiskolben sehen; Scherben von Tongefäßen sind jedenfalls keine zu entdecken.
Wir inspizieren noch den Rim zu beiden Seiten und geht man vom Hauptgebäudekomplex aus nach rechts, sind dort noch zwei weitere Granaries und ein Stück weiter nochmals sehr gut erhaltene Gebäude zu besichtigen. Geht man nach links weiter so gelangt man zu weiteren Ruinen, vermutlich einer KivaKiva:
Meist runder Bau, der unterhalb der Erde liegt und für rituelle Handlungen und Versammlungen gedient hat.
und Nebengebäuden. Nach gut 1,5 h Stunden haben wir alles gesehen und machen uns auf den Rückweg. Der Aufstieg kostet einige Anstrengung, gestaltet sich für uns aber nicht problematisch. Es ist 11.45 h als wir vom Trailhead aufbrechen und eine halbe Stunde später sind wir wieder auf Teer. Wir halten noch an der Rangerstation und machen dort Mittagspause. Immer noch völlig beeindruckt von dem, was wir gesehen haben geht es dann wieder zurück via Blanding und Monticello nach Cortez.
Dort treffen wir gegen 16.00 h ein und das Wetter verschlechtert sich zusehends. Mittlerweile weht ein starker Wind, der Staub von den Feldern aufwirbelt und im Nordosten zieht eine große Wolkenfront heran. Für morgen soll es scatterd thunderstorms geben und wir hoffen, dass wir es gerade noch ohne schaffen, denn wir wollen nach Ridgway und den Last Dollar Highway fahren. Wir kommen in der Travellodge unter, die Zimmer sind geräumig und sauber. Ich gehe noch eine Maschine Wäsche waschen und dann geht's zu Dennys zum Abendessen. Wir nehmen noch einen Vanilla Shake zum Nachtisch und der wir uns in zwei Bechern als Take away serviert, da die Menge für eine Becher zu groß war und das für schlappe 1,99 $. Via Walgreens bei dem wir noch Diverses mitnehmen geht es ins Motel. Als wir dort ankommen, geht die Schließanlage immer noch nicht, d.h. der Hausherr muss das Zimmer aufsperren, da die Karten von den Lesegeräten an der Tür nicht gelesen werden können. Na, dann gute Nacht.

Gefahrene Meilen: 215
Unterkunft: Travellodge in Cortez zum Preis von 56,89$
Gelaufen: 4,6 km

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19. Tag - Samstag 29. September

Cortez - San Juan Skyway - Telluride - Last Dollar Road - Montrose

Um 6.00 h werde ich von jeder Menge Lärm vom Motelparkplatz wach und als ich sehe, dass es noch zu früh zum Aufstehen ist, hole ich mir Ohrstöpsel und drehe mich nochmal um. Um 8.00 h ist dann Schluss und während ich zusammenpacke, holt Andy Kaffee und heißes Wasser für Tee in der Lobby, als Beiwerk gibt es Toast und einen Bagel mit Creamcheese. Wir starten dann auch gleich, Schlüssel gibt es keinen zum Abgeben und so geht es auf die 145, den San Juan Skyway.
Der nächste Ort ist Dolores, ein sehr nettes ursprüngliches Örtchen mit alten Häusern und einer kleinen Kirche in einem schönen Tal gelegen. Die Seitenstraßen sind ungeteert und das absichtlich, um eben diesen Charme zu erhalten. Durch dieses Tal geht es eine zeitlang am Dolores River entlang, Aspen in herrlicher Gelbfärbung schmücken die Berghänge und das Tal. Leider fehlt die Sonne, die das Ganze erst so richtig zum Leuchten bringt; heute ist es bewölkt und es hat einen heftigen Wind. Weiter nördlich ist der Himmel nur noch grau und das heißt Regen. Rico ist ebenso "charming" und noch einen Halt mit etlichen Fotos wert. Hier gibt es etliche Halden und wie es scheint, wird hier immer noch abgebaut. Silber gab es hier, ob das heute noch gewonnen wird, können wir leider nicht erfahren. Es geht weiter den Pass hinauf und nächstes Ziel ist Telluride.
Ursprünglich wollten wir eigentlich nicht hinfahren, da es von der Junction aber nur 4 Meilen sind, machen wir einen Abstecher, den wir hinterher keinesfalls bereuen. Telluride ist ein ursprünglicher und sehr hübscher Ort mit viktorianischen Häusern und Flair und obwohl ein Ski El Dorado, keineswegs versnobt oder massenturimäßig aufgezogen. Erster Stopp ist im Visitor Center, wo wir erfahren, dass die Gondel zum Mountain Village kostenlos benutzt werden kann, so oft wir wollen. Wir machen den Abstecher und haben von dort oben einen guten Blick auf die Berge. Da es hier ganz schön windig ist und zudem noch s..kalt, fahren wir auch bald wieder ins Tal und gehen dort noch ein wenig Bummeln. Es gibt jede Menge Läden und wir erstehen in einem Store einen Stetson für meinen Vater und das zu einem absolut akzeptablen Preis. Andy findet dann auch noch ein T-Shirt und es ist bereits 13.30 h als wir zum Auto zurückkehren. Dort gibt es noch einen raschen Imbiss und wir machen uns auf zum Last Dollar Highway, der unmittelbar nach der Junction auf die 145 nach rechts abzweigt.
Es geht wieder die Berge hinauf und ab und an kommt sogar mal ein Sonnenstrahl durch, der die Aspen so richtig aufleuchten lässt. Die umliegenden Berge werden mehrmals abgelichtet und es geht über den Pass. Die Gravelroad ist in trockenem Zustand gut befahrbar; zweimal geht es über Geröllfelder und hier hätte ein normaler PKW vermutlich Schwierigkeiten . Nach dem Pass geht der Highway erst mal durch Nadel- und schließlich Aspenwald - hier liegen von dem heftigen Wind jede Menge Äste auf dem Weg und es sind auch schon einige Bäume geknickt. Die Straße ist davon gottlob nicht betroffen, es hat auch jede Menge Verkehr. Nach den Wäldern kommen die Weideflächen und hier gibt es diese wohl für Colorado typischen Zäune zu sehen, die auf manchen Postkarten abgelichtet sind.
Vor Ridgway ist dann von der Straße aus die Sneffels Range zu sehen und mittlerweile scheint die Sonne, wenn auch immer noch jede Menge Wolken am Himmel sind. Wir fahren nach Ridgway rein und biegen gleich nochmal auf die CR 5 ab, die uns nochmals in die Berge hochführt. Der Weg wird zum Schluss allerdings mehr als matschig und nun ziehen die Wolken erneut auf, so dass es für Fotos nicht mehr günstig ist. Allzu lange warten wir nicht mehr ab, dann fahren wir zurück und machen noch bei einem Antiquitätengeschäft Halt. Dort gibt es jede Menge Krims Krams, u. a. auch von John Wayne. Wie wir erfahren, wurde hier, 2 Meilen nach dem Abzweig auf den Last Dollar Highway auf einer Farm - die wir nichtwissend fotografiert haben, weil sie wie eine Ghosttown aussah - der Film (True Grit) "Der Marshal" gedreht, weshalb es hier im Ort auch ein True Grit Café gibt. Mit einer gestickten USA-Fahne kommen wir wieder aus dem Laden, werfen auch noch einen Blick ins Nachbargeschäft, das für uns allerdings nichts hat.
Die letzten 26 Meilen nach Montrose sind bald geschafft und die Landschaft ändert sich kollosal; hier gibt es zur rechten Seite Badlands, auf der linken ist Weideland - keine hohen Berge mehr und die Grand Mesa ist von hier aus noch nicht zu sehen. Montrose ist überraschend groß und langgezogen. Wir haben im Super 8 Motel reserviert und müssen das erst mal suchen. Dann kurz ausladen und duschen und schon geht es los zum Abendessen. Es gibt jede Menge Auswahl und wir probieren heute mal was Neues, es geht ins Ghengis Grill Restaurant. Da wir noch nie hier waren, wissen wir nicht so recht, wie es hier abläuft. Wir werden geseatet und bekommen eine Art Speisekarte, die uns einige Bowls vorschlägt. Dann bekommen wir eine Metallschüssel hingestellt und wissen Nichts damit anzufangen. Auf die Frage bei einer jungen Bedienung, wie wir zu was Essbarem kommen, erhalten wir sehr umfangreich Antwort. Sie erzählt was von "Choose your Protein", than "Choose your vegetable", "you can choose the suggested Bowl or create your own and than choose your sauce and starch". Kapiert haben wir das ganze zwar noch nicht ganz, nach unauffälliger Beobachtung anderer Gäste läuft es dann aber wie folgt ab: Mit der Schüssel (sieht aus wie eine Hundenapf) begibt man sich zur Selbstbedienungstheke, an der man verschiedene Fleisch- und Fischsorten - alles roh - auswählen kann. Man kann sich entweder nach dem Vorschlag für eine Bowl auf der uns vorgelegten Karte richten (z. B. Mongolian Beef, Terriyaki Chicken etc. … - da sind die verschiedenen Zutaten mit Nummern aufgelistet, die man auch am Buffet wieder findet) oder man wählt "Frei Schnauze". Wir nehmen Soul of Seoul, da ist Beef, Chicken und Shrimps drin, in die Schüssel kommen noch Zwiebeln, Champignons, Paprika, eine Würzmischung und dann großer Fehler, die Soße muss in ein extra Schüsselchen gegeben werden und nicht auf Fleisch und Gemüse. Diese zwei Schüsseln werden dem Bratmeister übergeben, der kippt das auf eine heiße Platte und brät das Ganze an. Zum Schluss kommt die Sauce darüber und wird mit der gewünschten Beilage (div. Reis, Nudeln) in einer großen Bowl wieder retour gereicht. Hat man die Sauce vorher bereits über Fleisch und Zutaten gekippt, verbrennt die Sauce beim Anbraten und schmeckt dann nicht mehr so doll. Dann heißt es endlich Essen fassen und es schmeckt prima. Bestellt man eine Bowl, kann man für 1 $ ein Bier dazu haben (Bud, Miller oder Coors). Ist zwar ungewöhnlich, aber lecker und man wird satt. Zurück im Motel noch ein Blick in den weatherchannel und noch ein paar Karten geschrieben; der Bericht wird gebastelt und Bilder des Tages laden. Wieder ein toller Tag geht zu Ende.

Gefahrene Meilen: 176
Unterkunft im Super 8 Motel in Montrose zum Preis von 65,95$

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20. Tag - Sonntag 30. September

Montrose - Sneffels Range - Silverton - Shiprock - Farmington

Sneffels Range Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel bei knapp über 0 °C und das gegen 8.30 h. Als wir das Auto einladen sehen wir einige Heißluftballons über uns, allerdings sieht es so aus, als wollten die hier runtergehen. Von einem Ballonwettbewerb war gestern im Radio dauernd die Rede, nur konnten wir in dem Kauderwelsch nicht verstehen, wo das stattfinden sollte. Wir fahren bis Ridgway und dort nochmal hoch zum Ausblick auf die Sneffels Range. Das Thermometer sinkt bei jedem Höhenmeter und als wir in den Aspenwald kommen ist der Boden gefroren. Dafür präsentiert sich uns die Range und die Aspenwälder in bestem Morgenlicht. Wir fahren noch ein Stück weiter, allerdings ohne einen weiteren guten Platz für noch bessere Fotos zu finden und drehen wieder um. Hier ist am morgen schon jede Menge los - Reiter samt Pferd und Hund, ATV-Fahrer und Fotografen. Die Zeit vergeht rasch und wir sind fast eine Stunde hier - ich genieße die Sonne, die immer mehr Kraft bekommt und mittlerweile wärmt, während Andy mit der Kamera auf Jagd geht.
Retour nach Ridgway und dann nach Ouray, wo wir nochmal einen Stopp einlegen, um das Courthouse aus dem Jahr 1888 zu fotografieren. Hier wurden einige Gerichtsszenen aus "The True Grid" gedreht, (you remember - John Wayne alias Der Marshal) und das Bild kann ich meinem Dad mitbringen, der schon am Telefon geäußert hat "Bring mir was vom John mit". Es ist Sonntag und das merkt man deutlich am Verkehr; hier ist was geboten. Weiter geht es nach Silverton, nicht ohne ein paar Fotostopps. Am Uncomphagre River halten wir noch einmal und auch hier kann man etliche Eiszapfen bewundern; es ist wirklich eisig und es weht ein dementsprechend kalter Wind. Wir entdecken nun auch die Abzweige zum Imogene Pass, zum Black Bear Trail sowie zum Ophir Pass. Erster und letztgenannter Trail wollen wir eventuell nächstes Jahr in Angriff nehmen, vom Black Bear Trail ist uns strikt abgeraten worden, der ist mit 5 + bewertet und extremely difficult and dangerous.
Gegen 13.00 h sind wir in Silverton und eine Garnitur der Durango-Silverton-Narrow Gauge Railway steht zum Austausch am Visitor Center, die andere in Downtown. Wir fotografieren natürlich beide und schlendern noch ein wenig durch Silverton mit Stopp im Railway Shop. Dort kommen wir auch nicht ohne etwas zu kaufen wieder heraus; ein Pin sowie ein Emailschild müssen mit. Der Zug verlässt um 14.00 h Silverton und wir fotografieren nochmal die Abfahrt etwas außerhalb von Downtown.
Weiter nach Durango, dorthin sind es nun 50 Meilen und wir sind schon etwas spät dran. Die Strecke zieht sich wegen des Verkehrs nun doch ganz schön, als wir dann wieder im Tal sind wird die Strecke vierspurig und man kann auch mal überholen. In Durango geht es noch schnell zu JC Penny; dort haben wir vor zwei Wochen für Andy eine Winterjacke von Columbia gesehen, die statt 120,00 $ nur 69,00 $ kostet. Gestern in Montrose waren wir bei der selben Kette und dort gab es keine Ermäßigung. Auf Nachfrage hieß es, Columbia-Produkte seien nur ganz selten im Sale. Mittlerweile gibt es noch eine weitere Jacke derselben Marke, die es vor zwei Wochen noch nicht gab und die nehmen wir mit. Statt 150,00 $ kostet die Jacke nun 99,99 $ - das ist ein Deal. Nun noch die 50 Meilen bis Farmington und wir haben vor, noch einen Abstecher zum Shiprock zu machen.
Auf dem Weg durch Farmington halten wir Ausschau nach dem Best Western, wo wir für heute gebucht haben, wir können es aber nicht entdecken. So fahren wir weiter und suchen dann nachher. Die Fahrt bis Shiprock beträgt nochmal 26 Meilen und an der Junction zur 491 geht es nochmal 6 Meilen südlich und schließlich nochmal einige Meilen bis zur Wall. Dort geht rechts eine Gravelroad ab, die direkt zum Shiprock führt. Wir fahren aber nur ein kurzes Stück, da wir hier im Navajo Reservat sind - was man auch an den unzähligen leeren Bierflaschen und Dosen, die hier wild verstreut sind, erkennen kann. Die Sonne steht zwar schon ziemlich tief, allerdings beginnt gegen 6.00 h erst die Golden Hour. Wir müssten jetzt noch mindestens eine halbe Stunde warten, um noch bessere Fotos zu bekommen, dafür fehlt uns aber einfach die Zeit. So kehren wir um 18.15 h wieder zurück und eine Stunde später sind wir wieder in Farmington und finden direkt zum Best Western. Kurz einchecken und dann geht es zum Essen. Heute ist nochmal Golden Corral dran; hier kann man gut und preiswert Buffet essen und es gibt auch Steaks, die sehr lecker sind. Satt und zufrieden geht es ins diesmal ziemlich große Motel, es ist bereit kurz vor 21.00 h als wir eintreffen und ich gehe noch eine Maschine Wäsche waschen. Da die Laundry im 2. OG out of order ist, geht es eben ein Stockwerk höher und hier kann ich loslegen. Um kurz vor 23.00 h ist Schluss für heute. Die vielen tollen Eindrücke von den Bergen und der Herbststimmung der Aspens wollen noch verinnerlicht werden.

Gefahrene Meilen: 276
Unterkunft in Farmington im Best Western zum Preis von 79,63$

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21. Tag - Montag 1. Oktober

Farmington - Grants

Der heutige Tag beginnt entgegen aller Erwartung stark bewölkt und der Wetterbericht sagt auch nichts Gutes voraus - Thunderstorms für die Four Corner Region. Wir dürfen heute im Restaurant frühstücken, das ist im Zimmerpreis inbegriffen und da wir erst gegen 8.30 h dort aufschlagen und um 9.00 h Schluss ist, kommen wir gerade noch rechtzeitig. Andy bestellt sich zwei Scrambled Eggs mit Bacon, ich halte mich lieber an meine Flakes und es gibt frische Ananas und Melonen. Danach noch schnell zum Walmart Brot besorgen, doch die haben um diese Zeit noch nichts Frisches da. Dann eben zu Safeway, weil wir eh noch Tanken müssen und da dasselbe in Grün. Wir nehmen nur zwei Bagels mit und gehen noch auf einen Abstecher in die Mall.
Der Abstecher dauert dann doch viel länger als gewollt und so geht es recht spät Richtung Greater Bistis, doch da es dort schon vorher mehr als dunkel war, wird das heute eh nichts mit Erkundungstour. Die Gravelroad ist in gutem Zustand, doch wenn es regnet, sollte man das besser lassen. Wir haben also nur ganz kurz Zeit ein wenig rumzustrolchen, dann drehen wir ab und das ist gut so. Muss halt dieses "To do" auf nächstes Jahr warten. Als wir wieder Teer unter uns haben beginnt es stark zu regnen und als wir doch noch ein Stück auf Gravel fahren müssen, kommen wir ganz fix ins rutschen - das gottlob bei nur geringer Geschwindigkeit; die Oberfläche ist wie Schmierseife. Das Stück Gravel zieht sich noch ein ganzes Stück, das wir jetzt nurmehr in Schrittgeschwindigkeit zurücklegen können und das Auto sieht wieder mal aus wie S .. .
Alles nochmal gut gegangen und wir erreichen heil wieder den Teer. Da es nun komplett zugezogen hat und nur noch regnet, steht heute auch nichts mehr auf dem Plan; das holen wir morgen nach. Endziel ist Grants, ein kleines Städtchen an der I-40 und der Bahnlinie, die von Westen nach Santa Fe führt - hier fährt die BNSF - Burlington Northern Santa Fe Railroad. Wir kommen im Best Western unter, welches ein ganzes Stück von den Schienen entfernt liegt und so hören wir vom doch regen Verkehr nichts, sondern sehen nur ab und an die ellenlangen Züge in der Ferne dahinrollen. Abendessen gibt es heute ganz fix; wir probieren mal Sonic aus. Hier bestellt man das Essen, welches dann ans Auto geliefert und dort auch verzehrt wird. Zwar nicht so unser Ding, im Auto zu essen, aber das Angebot in Grants ist nicht gerade riesig. Die Burger schmecken gut, sind preiswert und die Tator Tots finde ich prima. Der Abend geht schnell vorbei; ich gehe wieder eine Maschine Wäsche waschen und dann wird das Auto ein wenig aufgeräumt.

Gefahrene Meilen: 195
Unterkunft im Best Western Inn & Suites in Grants, zum Preis von 64,80$

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