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USA 2007

Auf Backroads und Byways durch Colorful Colorado und darüber hinaus

Eine Reise durch die Staaten Colorado, Utah und New Mexico zu bekannten und weniger bekannten Orten, 30 Tage vom 11. September bis zum 11. Oktober 2007.

Auf dieser interaktiven Karte ist der Routenverlauf der 2. Woche dargestellt.
Google-Maps-Creator by Ulrich Küster
Weitere Bilder sind in der Bildergalerie zu finden.

   
© by Andy Scheidle
 
 

2. Woche

8. Tag - Dienstag 18. September

Gunnison - Crested Butte - Kebler Pass - Carbondale

Es ist bereits 7.15 h als wir wach werden. Der Himmel ist noch komplett wolkenverhangen und von den gut vorhergesagten Bedingungen für heute ist noch nichts zu bemerken. Das Frühstück ist reichhaltig und lecker und gut gestärkt geht es dann auch schon Richtung Crested Butte. Auf dem Weg dorthin gibt es herrlich leuchtende Espen, doch leider fehlt für die Leuchtkraft noch Sonne.
Um 9.00 Uhr erreichen wir Crested Butte und dort hat außer einigen Cafés lediglich das Visitor Center geöffnet, dem wir gleich mal einen Besuch abstatten. Es ist lausig kalt; das Thermometer zeigt gerade mal um die 2,5 °C. Der freundliche Herr vom Visitor Center erklärt auch gleich, dass es letzte Nacht - 6,5 °C hatte. Die Strecke zum Kebler Pass ist laut Auskunft problemlos zu fahren - nur sollte für uns die Wolkendecke dazu noch aufreißen.
So entschließen wir uns erst mal, in einem gemütlichen Cafe noch was zu trinken und ein paar Postkarten zu schreiben und noch einen Blick in die Läden zu werfen, um der Sonne eine Chance zu geben. Der Ort hat auch diese netten Häuschen im Victorianischen Stil, überall Blumenkästen und nette Vorgärten und die Läden haben ein vielfältiges Angebot an Kunsthandwerk und schräger Mode. Auch wenn ich nicht den Drang verspüre, mir hier etwas zu kaufen, so bereitet mir das Bummeln großes Vergnügen. Im Postoffice decke ich mich noch mit Briefmarken ein und Ruck Zuck sind 2 Stunden vergangen, ehe wir uns auf den Weg machen.
Die Wolkendecke hängt immer noch tief, aber als wir langsam an Höhe gewinnen und Richtung Kebler Pass fahren, reißt es tatsächlich auf und die Sonne kommt sogar durch. Wir machen am Irwin Lake noch Halt um ein paar Fotos mit schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund zu schießen. Am Kebler Pass gibt es den Historic Cemetary von Irwin, den wir auch noch kurz besichtigen. Auf einer halbwegs ebenen Fläche sind hier die Gräber wild verstreut und recht naturbelassen. In Germany ist so etwas schlichtweg undenkbar; da herrscht zum Teil schon fast peinliche Präzision und Ordnung. Es geht nun stetig bergab und die vielen Aspen, die es hier gibt, sind leider noch nicht so bunt gefärbt. 1.000 Höhenmeter tiefer sind wir hinter Paonia, legen dort eine Pause ein und gönnen uns ein kleines Mittagsnickerchen.
Nächstes Ziel ist dann auch schon Carbondale. Es hat nicht viele Motels zur Auswahl und das Days Inn ist uns mit 89,96 $ zu teuer, so dass wir uns für den Campground am Crystal Creek entscheiden. Dazu müssen wir nochmal ein kurzes Stück retour in die Richtung aus der wir gekommen sind und kurze Zeit später bauen wir unser Zelt bei Sonnenschein und richtig angenehmer Temperatur auf, machen uns frisch und gehen zum Abendessen in das Red Rock Diner. Die Ausstattung ist so gestaltet, als fühle man sich in die 60er Jahre versetzt. Die Burger sind klasse. Nach Sonnenuntergang wird es auch schnell kalt, auf ein Lagerfeuer verzichten wir und so kriechen wir schon bald in die Schlafsäcke, denn morgen heißt es um 5.00 h früh aufstehen.


Gefahren: 134 Meilen
Übernachtung: Campground Crystal Creek vor Carbondale

Lead King Basin

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9. Tag - Mittwoch 19. September

Carbondale - Aspen - Crystal Mill - Carbondale

Die Nacht war wie erwartet kalt, aber nicht so schlimm wie in Wheeler. Der Verkehr auf der 133, an der auch der Campingplatz liegt, ging bis nach 23.00 h, dann erst wurde es ruhiger. Unsere Nachbarn haben gestern noch ein Lagerfeuer entfacht und uns eingeräuchert, was auch nicht gerade zum schnellen Einschlafen geführt hat. Irgendwann vor Mitternacht musste ich nochmal raus und dabei habe ich wieder über den grandiosen Sternenhimmel gestaunt, der sich mir geboten hat. Vor lauter Begeisterung habe ich dabei die wohl einzige Wasserpfütze auf dem Platz übersehen und bin da natürlich hinein getreten.

Somit war die Nacht kurz und um 5.00 h morgens klingelt uns Andys Wecker aus dem Schlaf, wir schlüpfen in die eisig kalten Klamotten und waschen uns noch. Dann geht es auch schon los Richtung Aspen. Wir wollen zum Sonnenaufgang bei den Maroon Bells sein und der ist bereits um 6.50 h. So früh morgens durch die Nacht zu fahren ist ganz schön anstrengend; wir könnten gut und gerne noch eine Mütze voll Schlaf brauchen, doch dann würden wir ja auch was verpassen. Um 6.00 h erreichen wir Aspen und finden auch gleich die Beschilderung zu den Maroon Bells, die wir dann auch gegen 6.30 erreichen.

Vor 8.00 Uhr und nach 19.00 h kann man kostenlos in den Park fahren; ansonsten sind 10 $ Eintritt zu entrichten.

Es beginnt schon zu dämmern und wir sind dort nicht die Einzigen; jede Menge Fotografen haben sich bereits am Ufer des Sees für den besten Spot postiert. Wir mischen uns unters Volk und harren der Dinge die da kommen. Es ist eisig kalt; Temperatur unter 0°C, gefühlt jedoch - 10°C. Da kommt die lange Unterwäsche gerade richtig, um Schlimmeres zu verhindern. Der Maroonlake ist glatt und so spiegeln sich der Maroon Peak darin. Es ist kein Wölkchen am Himmel, also beste Bedingungen. Und dann klettert allmählich die Sonne immer höher und beleuchtet den ersten Gipfel - grandios, wie dieser zu leuchten beginnt und so nach und nach wird die Gipfelkette beleuchtet. Jeder steht andächtig da und bestaunt die Szenerie.
Nach gut 1 ½ Stunden lasse ich Andy weiter das beste Motiv suchen und mache in der Zwischenzeit am Auto mit unserem neuen Gaskocher zwei Tassen Tee, wovon eine dem ausgefrorenen Fotografen gereicht wird. Der unterbricht auch für einen Moment sein Vorhaben und wärmt sich dankend die Finger an der heißen Tasse. Wir wollen dann eigentlich aufbrechen, sind uns aber nicht sicher, ob wir nicht doch noch das Leuchten der Aspen im Vordergrund verpassen und so entscheiden wir uns, doch noch ein Stück am See entlang zu gehen und abzuwarten. Die Bewegung ist besser als das Herumstehen und so kehren wir gegen 9.30 h den Maroons mit unzähligen Bildern im Kasten den Rücken.
Es geht erst mal nach Aspen, das uns ehrlich gestanden ein wenig enttäuscht. Wir hatten mit mehr Atmosphäre gerechnet, doch die fehlt hier unserer Meinung nach. Erst auf den zweiten Anlauf finden wir die Fußgängerzone, die im Grunde nicht so viel bietet. In einem T-Shirt Laden erstehen wir für meine Eltern Leute zwei Schildmützen und für Andy ein T-Shirt und der Rest ist entweder viel zu teuer oder für uns nicht von Interesse.
Hier hält uns somit auch nichts und wir fahren wieder nach Carbondale zu unserem "Haus", um dort Mittag zu machen. Mittlerweile ist es richtig schön warm und wir genießen nach diesem eiskalten Morgen die Sonne. Anschließend geht es weiter nach Marble, die Crystal Mill steht für heute noch auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin überkommt uns doch die Müdigkeit und wir gönnen uns auf dem Weg noch einen kurzen Mittagsschlaf. Um 14.00 h starten wir kurz vor Marble und auf dem Abzweig Richtung Crystal weist uns ein Schild darauf hin, dass die eigentliche Straße 314 wegen Bauarbeiten gesperrt und nur die 315 nach Crystal befahrbar ist und diese "only for 4 WD" and "severe" sei. Dass die Gravelroad es in sich hat, haben wir aus Photographing the South West Vol. 3, doch bezieht sich die Wegbeschreibung auf die gesperrte Variante, die gesamt 5.5 Meilen beträgt, wovon 4 Meilen "non technical", dafür aber "extremely rocky road" ist. Da wir nicht davon ausgehen, dass die 315er Wegvariante viel schlimmer ist, fahren wir los und lassen uns da auf etwas ein, was wir - hätten wir es vorher gewusst - so sicherlich nicht gemacht hätten. Aber hinterher ist man immer schlauer. Die erste Meile ist schon mehr als heftig und von Weg kann hier kaum mehr die Rede sein; die Strecke ist völlig von den letzten und vorvorletzten Regenfällen zerfurcht und Geröll und große Steine liegen wild verstreut oder stecken mitten in der Spur - zudem ist die Strecke schon zu Beginn sehr steil. Wir sind ja Einiges gewöhnt, doch das hat es in sich. Erst später stellt sich heraus, dass die Umleitungsstrecke (FR 315 Lost Creek Trail to Lead King Basin) fast doppelt so lang als die von L. Martres beschriebene (FR 314 Crystal Creek Road) ist. Es geht steil in engen Kehren nach oben, manchmal bleibt gerade noch eine Reifenbreite zum Abgrund und es kommen uns immer wieder Fahrzeuge entgegen.
8 Meilen später und ziemlich angespannt geht es über ein Geröllfeld und wieder in den Wald, wo es nochmal eine Spur heftiger wird. Hier erwartet uns eine Herausforderung, die wir dann aber - knapp einen Kilometer Luftlinie vom Ziel entfernt sein lassen, das Auto abstellen und uns die letzten Meter zu Fuß aufmachen. Selbst zum Laufen ist der Weg nicht easy; bei jedem Schritt muss man sich auf den Weg konzentrieren, um sich bei dem mit mehr als groben und großen Steinen durchsetzten Weg nicht den Fuß zu vertreten. 20 Minuten später - es geht bergab - erreichen wir den Ort Crystal, der 1880 als Silberminen Camp entstand und eigentlich Crystal City heißt.

Der Name rührt von dem Kristallähnlichen Quartz, den man entlang des Creek entdeckt hatte. Der Weg von Crested Butte nach Crystal via Schofield Pass war seit jeher anstrengend und beschwerlich. Der ungwegsame Trail machte es unmöglich, etwas nach oder aus Crystal zu transportieren. Letztendlich wurde ein Weg errichtet, der Crystal mit Carbondale verband. Etwa um 1885 zählte Crystal 500 Einwohner. Auch hier wurde eine Zeitung gedruckt, es gab einen General Store, etliche Wohnhäuser, einige Saloons und den Crystal Club, der den Männern vorbehalten war. Das Gebäude ist bis heute erhalten geblieben. Die Lead King war die Hauptmine der Region und förderte bis ins Jahr 1913. Silber aus der Black Queen Mine wurde im Jahr 1893 auf der Chicagoer Weltausstellung präsentiert. Crystal überlebte den Silver Crash im Jahr 1893, da neben Gold und Silber auch Kupfer, Blei und Zink gefördert wurde. Die Crystal Mill, die zur Stromerzeugung diente, ist noch gut erhalten und thront auf einem Felsvorsprung direkt am Wasserfall.

Wir machen jede Menge Fotos und sind froh, das Ziel erreicht zu haben. Schließlich müssen wir uns an den anstrengenden Aufstieg aufmachen. Um 17.00 h sind wir wieder am Auto und löschen erst mal unseren Durst. Als wir gut eine Stunde später wieder im Tal in Marble ankommen schicke ich einen Dank nach oben, dass wir wohlbehalten, ohne platten Reifen wieder Teer unter den Rädern haben. Zum Abendessen geht es ein letztes Mal nach Carbondale in den Diner und danach zum Campground. Die Nacht scheint heute nicht ganz so kalt zu werden wie gestern. Was für ein langer, ereignisreicher und eindrucksvoller Tag!

Gefahren: 168 Meilen
Übernachtung: Campground Crystal Creek vor Carbondale (für zwei Nächte 48,99 $)

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10. Tag - Donnerstag 20. September

Carbondale - Grand Mesa - Grand Junction

Es ist bereits nach 8.00 h als wir aus dem Zelt kriechen. Es ist doch ziemlich kalt (was sonst) und während Andy das Frühstück herrichtet, rolle ich schon mal Schlafsäcke und Isomatten zusammen und räume das Zelt. Es ist bewölkt und die Sonne nicht in Sicht. Die bräuchten wir jetzt allerdings dringend, um das Zelt trocken zu bekommen. Das Überzelt ist feucht vom Kondenswasser und die Unterlegmatte auch. Schließlich packen wir um 9.00 h das Zelt eben nass ein; wir wollen mit unserem Programm fortfahren.
Über Carbondale geht es auf der I 70 Richtung Westen nach Rifle zu den Rifle Falls. Nun ist die Sonne da und die Temperatur steigt auf angenehme 18 °C. Im Statepark angekommen entrichten wir den 6 $ Obulus und packen unser Zelt nochmal aus. Es gibt eine Wiese mit Picknickplätzen und da kaum Leute im Park sind, breiten wir unsere Planen nochmal zum Trocknen aus, während wir uns die Falls ansehen. Ein sehr schönes Fleckchen hier, wo man auch gut eine Nacht verbringen kann; alles sehr schön angelegt und die Falls sind toll. Wir gehen den kleinen Loop, kommen an kleinen Grotten vorbei, in denen es auch Tropfsteine gibt. Am Ende steht man oberhalb der Fälle und sieht die nach unten stürzenden Wassermassen. Eine halbe Stunde später sind wir wieder zurück und unser Equipment ist trocken.
Alles wieder eingepackt und weiter geht es zurück zur I 70 und am Colorado entlang nach bis zur Ausfahrt nach Mesa. Am Grand Mesa Creek geht es durch einen Canyon und die Gesteinsformationen haben mit denen in den Rocky Mountains gar nichts mehr gemeinsam. Mesa ist ein winziger Ort, der für einen Autostopp nicht lohnt. Vom Tal (1.500 m) gewinnt die Straße stetig an Höhe bis auf über 3.000 m. Die Landschaft ist unbeschreiblich; die Aspen haben bereits herrliche Verfärbungen und wenn die Sonne dann auch noch darauf scheint leuchtet das Laub wie Gold …. Andy kommt aus dem Fotografieren nicht mehr raus und so folgt ein Fotostopp nach dem anderen. Auf der Mesa geht es Richtung Oberservatory, von dort hat man bei klarer Sicht einen tollen Blick auf die umgebenden Bergketten. Leider ist es kurz nach Mittag schon sehr diesig und man kann die La Sal und San Juan-Mountains nur schwer ausmachen. Dennoch lohnt sich die Fahrt zu "Lands End", diese Weite ist einfach unbeschreiblich. Auf der Mesa geht es weiter zu Land O' Lakes, wo wir den kurzen Trail zum Aussichtspunkt gehen. Von hier aus sieht man etliche Seen, die man selbst mit Weitwinkelobjektiv nicht alle auf ein Foto bringt.
Weiter geht es zum Visitorcenter, wo uns eine ältere Dame sehr nett empfängt und erst mal fragt, woher wir denn sind. Nach einem kurzen Smalltalk und den besten Wünschen für einen schönen Urlaub für uns, stöbern wir noch etwas in den ausliegenden Büchern und ein 4 WD-Trail-Book von Colorado geht gegen Bares in unseren Besitz über. Wir entdecken, dass der gestrige Trail zur Crystal Mill mit "more difficult" und dem Schwierigkeitsgrad 5 von 10 bewertet wird. Es ist bereits 16.00 h als wir nach Cedaredge fahren. Leider ist auf der Strecke dorthin noch eine Baustelle und das übliche Procedere mit Pilot Car wegen Nichts zieht sich über eine halbe Stunde in die Länge bis wir endlich an der Reihe sind und fahren dürfen. Diese Tatsache ist für uns immer wieder aufs Neue unverständlich.
In Cedaredge wollten wir uns noch die Historic Town ansehen, doch dafür sind wir um eine Stunde zu spät dran. Die nette ältere Dame im office bedauert dies außerordentlich und erklärt uns anhand des Schaukastens, der das Freiluftmuseum darstellt, was es hier alles zu sehen gibt und ein wenig mehr um den Ort Cedaredge selbst. Wäre sicherlich sehr interessant gewesen, doch so richtig für eine Nacht hier und einen morgigen Besuch können wir uns nicht entscheiden.
Grand Mesa Die letzte Etappe via Delta und auf der 50 nach Grand Junction beträgt noch 30 Meilen und wir fahren noch ein wenig umher, um endlich ein Motel zu finden. Die liegen, wie wir später sehen, genau in der entgegen gesetzten Richtung an der I 70 wie an einer Perlenschnur aufgereiht; aus der Ecke, aus der wir kommen weist kein einziges Schild darauf hin. Endlich das von uns gewünschte Best Western gefunden - es gibt davon zwei, und wie sollte es sein, sie liegen auch nicht nahe beieinander - quartieren wir uns dann ein, gehen noch ins Golden Corral zum Buffet Essen (lecker und preiswert). Wieder im Motel gehe ich noch Wäsche waschen, während Andy sich um die "Technik" kümmert. Um kurz vor 24 h ist dann endlich Schluss für heute.

Gefahrene Meilen: 270
Unterkunft: Best Western Grand Junction, 88,71 $

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11. Tag - Freitag 21. September

Grand Junction - Rattle Snake Canyon - Fruita

In den Best Western-Betten haben wir so gut und fest geschlafen, dass es bereits nach 8.00h ist, als wir aufstehen. Obwohl das Motel mitten in der Stadt liegt, hatten wir ein Zimmer nach hinten raus und es war sehr ruhig. Im Office gibt es eine reichhaltige Frühstücksauswahl und wir nehmen unser Tablett mit nach draußen, wo Tische, Stühle und Sonnenschirme bereit stehen. Es ist angenehm warm in der Sonne und an die Umstellung von knapp über 0 °C am morgen auf jetzt fast 18 °C müssen wir uns erst gewöhnen, auch dass nun kurze Hose und Sandalen angesagt sind und die warmen Jacken erst mal im Kofferraum verstaut werden können. Noch kurz zum Safeway für billig tanken und dann geht es via Colorado National Monument (CNM) zum Rattlesnake Canyon (RSC).
Da die Wettervorhersage für heute nur Gutes verheißt, haben wir den RSC auf heute "vorverlegt", denn dafür ist absolute Trockenheit Voraussetzung. Die Fahrt durch das CNM bietet viele Viewpoints, die wir uns für den Rückweg am Nachmittag oder für morgen aufheben. Nach ca. 8 Meilen geht es nach dem Highland View von der Teerstraße rechts weg zur Black Ridge Road und von dort sind es exakt 11 Meilen bis zum Trailhead. Die Gravelroad hat von den letzten Regenfällen auch Einiges abbekommen und ist stellenweise ziemlich ausgewaschen. An der nächsten Gabelung gilt es, die lower Road zu nehmen - bis 15. August ist die upper Road befahrbar, danach die lower. Wir verpassen allerdings den fast unscheinbaren Abzweig und fahren erst mal falsch zur Sendestation hoch. Als wir uns der Radio/TV-Sendestation nähern, schaltet das GPS mehrmals ohne Hinweis ab und wir können uns dieses Phänomen nicht erklären. An den Batterien kann es nicht liegen - ob es mit den Sendemasten zusammenhängt? Da uns einleuchtet, dass dies mit dem Hinweis lower nicht übereinstimmen kann, drehen wir um und finden die richtige Strecke.
Bis zum Schild des RSC geht es gut zu fahren; manchmal etwas kurvenreich durch lichten Bewuchs mit Junipers. Ein aufgescheuchter Coyote läuft direkt vors Auto und spurtet dann vor unserem Auto ein Stück lang, ehe er sich dann in die Büsche verschlägt. Die letzten 1,5 Meilen bis zum Trailhead sind ein wenig tricky; eine etwas höhere Steinstufe und mehrere grob-steinige Abschnitte sind zu bewältigen, doch das gestaltet sich nicht problematisch. Es ist bereits 11.30 h als wir am Trailhead ankommen und der Planet sticht (oder kommt es uns nur so vor - das Thermometer zeigt 24 °C).
Ich packe den Rucksack, Eintrag ins Trailregister und es kann losgehen. Vor uns liegt ein kleiner Abstieg und dann geht es meist eben durch schon erwähntes lichtes Pinion- und Junipergewächs auf dem Trail. Von hier aus sieht man auf Fruita und den Colorado River, von den Arches allerdings erst nach ca. 3 km. Die Arches liegen alle auf der linken Seite direkt am Trail und sind nur von unten zu bestaunen. Wir legen im Schatten eine kurze Mittagsrast ein, ehe es bis zum eigentlichen Trailende weiter geht. Wir nehmen den Aufstieg durch den Rainbow Arch retour zum Trailhead, dadurch kann man den Rückweg um Einiges abkürzen. Der Aufstieg ist steil und glatt und sieht von unten nicht ohne aus, doch zu zweit schaffen wir das. Für den Loop mit Aufstieg durch den Rainbow Arch (gesamt 7,1 km) haben wir ca. 2,5 h gebraucht (gemütliches Gehen und etliche Fotostopps inkl. kurzer Mittagspause). Um Punkt 14.00 h sind wir wieder am Auto und starten nach kurzer Verschnaufpause den Rückweg. Außer einem Motocrossfahrer, der ziemlich flott unterwegs ist, kommt uns keiner entgegen. Wir haben Glück, dass wir noch ausweichen können, sonst hätten wir jetzt eine Kühlerfigur. Da wir noch genügend Zeit haben, halten wir - wieder zurück im CNM - noch an ein paar Viewpoints und machen Halt im Visitor Center.
Es geht nach Fruita ins Super 8 Motel, einchecken und duschen und dann nochmal los nach Grand Junction, wo wir noch in diversen Stores stöbern. Zum Abendessen geht es zu Carls Junior. Man bzw. Frau lernt ja nie aus und so gibt es heute eine Lektion. Da ich mich zwischen einem Salat und einem Six-Dollar-Burger nicht so recht entscheiden kann und Beides zu viel wäre, fällt mein Blick auf den Low-Carb-Burger, der mit viel Salat und Tomaten abgebildet, angepriesen wird. Das scheint mir eine gute Zwischenlösung zu sein und somit wird das Teil bestellt. Als wir dann unsere "Lieferung" bekommen staunen wir nicht schlecht, da beim Low-Carb-Burger auf das Brötchen verzichtet wurde und dieser Burger nun statt zwischen zwei Knautschbröchtchenhälften von einem Megasalatblatt umhüllt ist. Auf dem Bild war nicht zu erkennen, dass hier zugunsten von mehr Salat das Brot fehlt. Zum Essen aus der Hand total ungeeignet - dafür bräuchte man Messer und Gabel um nicht hinterher wie ein Schw …. auszusehen. Geschmeckt hat es dann auch ohne Brot. Um 21.30 h sind wir wieder in Fruita und zappen noch ein wenig durch das TV-Programm.

Gefahrene Meilen: 86
Gelaufen: 7,1 km Übernachtung: Super 8 Motel Fruita, 72,15 $

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12. Tag - Samstag 22. September

Fruita - Colorado Nat´l Monument - Green River

Colorado National Monument Um 7.30 h kriechen wir aus den Federn, gehen in die Lobby frühstücken und sitzen kurze Zeit später bereits im Auto. Noch ein kurzer Schlenker zum Vietnam Veteranen Memorial gleich neben dem Motel und dann geht es nochmal ins Colorado National Monument. Der Himmel ist bewölkt, doch scheint die angekündigte Schlechtwetterzone noch etwas auf sich warten zu lassen. Wir halten nochmal an etlichen Viewpoints und gehen den kurzen Trail zu Devils Kitchen schon fast am Parkausgang. Der kurze Hike in der nunmehr prallen Sonne bringt uns ins Schwitzen.
Da wir noch jede Menge Zeit haben, es für Lunch aber noch zu früh ist, fahren wir noch in die Grand Mesa Mall und stöbern noch ein wenig durch die Geschäfte. Es ist ziemlich viel los, kein Wunder, am Samstag ist meist Einkaufen angesagt. Dann wieder auf die I 70 und nochmal in Fruita für einen Mittagsimbiss beim Welcome Center angehalten. Hier gibt es jede Menge überdachte Picknickplätze; allerdings ist hier auch jede Menge los - beim Memorial treffen sich zu dem Zeitpunkt eine Menge Biker und die kommen nacheinander angeknattert. Es ist bereits 14.00 h als wir auf die I 70 Richtung Greenriver fahren und nun erst mal Colorado verlassen. Als wir ein Schild an der I 70 sehen, "please beware of Eagles on the highway" fragt Andy, was das denn heißen soll. Im selben Augenblick ist der Radiosender weg und als wir einen weiteren suchen, ertönt aus dem Radio "One of these nights" von den Eagles. Zufall? Die Gegend gibt nach der Stateline nicht viel her; ziemlich öde zieht sich karge Steppenlandschaft dahin.
Als das Utah-Welcome-Center in Sichtweite liegt, fühlen wir uns "heimisch". Am Welcome Center legen wir erst mal einen Stopp ein und gönnen uns ein Mittagsschläfchen. Das Thermomether zeigt 28 °C und es ist drückend schwül. Eine halbe Stunde später sind wir wieder fit und es geht zum Sego Canyon. Als wir durch Thompson Spring am Thelma & Louise-Café vorbeifahren fällt auf, dass die ehemalige Neonreklame abgebrochen ist und nun auf dem Dach liegt. Die 3 Meilen zum Sego Canyon sind schnell gefahren, die Petroglyphs sind ausgeschildert und sind schon von der Straße aus zu sehen. Auf der linken Seite in der Day Use-Area liegen 3 Panels, leider von Leuten, die das Bedürfnis hatten, sich gerade hier verewigen zu müssen, sehr in Mitleidenschaft gezogen. Ein Stückchen weiter noch vor dem Cattle Guard gibt es auf der rechten Seite noch ein paar Panels zu sehen; diese liegen jedoch auf Private Property. Auch hier die gleiche traurige Erscheinung - die Panels sind mit Inschriften aus der Neuzeit versehen.
Als wir wieder in Thompson Spring sind kommt doch tatsächlich ein Zug und die Alarmglocke am Bahnübergang beginnt Sturm zu läuten. Andy hüpft aus dem Auto, denn das ist hier die Gelegenheit, wieder mal einen Zug abzulichten. Da das Stativ leider nicht griffbereit ist, erfolgt die Aufnahme eben freihändig. Die letzte Etappe nach Green River ist nicht mehr der Rede wert, zwischenzeitlich beginnt es zu regnen und es weht ein heftiger Wind. Die Wettervorhersage für morgen ist nicht so toll und wir haben Bedenken, dass die San Rafael Swell wieder mal ins Wasser fällt. Wir haben im Super 8 Motel reserviert und checken ein. Die Zeit bis zum Abendessen verbringe ich mit Karten schreiben, während sich Andy um den Rest der Technik kümmert. Um 18.00 h geht es nach nebenan zu Burger King.

Gefahrene Meilen: 139
Gelaufen: 2 km
Unterkunft: Super 8 Motel Green River, 65,11 $

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13. Tag - Sonntag 23. September

Green River - San Rafael Swell - The Wedge

Mitten in der Nacht fängt es wieder stark an zu regnen, da das Fenster noch einen Spalt geöffnet ist schließen wir es und legen ein Handtuch auf die schon feuchte Stelle. Dabei stelle ich fest, dass es an mehreren Stellen über dem Fenster herein regnet, ein richtiger Wasserstrahl ergießt sich ins Zimmer. Wir legen noch 2 Handtücher dazu und schlafen weiter.
Um 7:30 Uhr habe ich mit Robby einen Skype Termin ausgemacht, mal sehen ob das klappt. Ja diesmal ist er auch online und wir reden miteinander, seine Kamera hat jedoch ein Problem, so dass ich ihn nicht sehen kann. Aber was ist eigentlich mit dem Wetter heute, ein Blick nach draußen verrät, dass es gar nicht so schlecht aussieht, Sonne im Westen und noch ein paar Wolken. Der Wetterbericht sagt jedoch was anderes, es soll den ganzen Tag bewölkt bleiben und auch regnen. Nun denn, wir gehen erst mal frühstücken und packen hinterher alles zusammen, um dann endlich die Swell zu erkunden.
An der ersten Abfahrt fahren wir schon vorbei und sehen uns die San Rafael Swell von der Rest Area aus an. Auf der anderen Straßenseite liegt ein LKW auf der Seite, der ist wohl von der Strasse abgekommen und ein gutes Stück durchs Gelände gerast bis er umgekippt ist, das ist aber wohl schon gestern passiert. Wir fahren weiter und suchen einen Wendepunkt über den Meridian, das ist eigentlich verboten aber es hilft nichts wir müssen zurück. Endlich erreichen wir das Viehgatter bei Milepost 146. Wir fahren vorsichtig, da alles noch nass ist. Es ist zwar etwas schmierig, aber großteils felsig oder sandig. Dann erreichen wir schon den Black Dragon Canyon und gehen zu Fuß weiter. Ein kalter Wind weht, aber auch der Fußweg ist nicht so weit und wir können die Petroglyphs bestaunen. Auf dem Rückweg kommt uns ein älterer Herr mit ATV entgegen. Er fragt, ob es da hinten noch was zu sehen gibt und auf meine Antwort "Yes, you can see Petroglyphs there" reißt er verwundert die Augen auf und meint "(What the hell) Who lives up there?". Aufgrund seines Alters kommt mein Satz ganz anders in seiner Ohrmuschel an und als ich nochmal etwas lauter wiederhole, dass er direkt an der Einzäunung auf der rechten Seite oben an der Canyonwand Petroglpyphen sehen kann, gibt er zu, mich nicht richtig verstanden zu haben.
Wieder zurück am Auto, geht es erneut auf die 70 gen Westen, am Ranch Exit 131 wieder raus und auf einer Gravel Road einige Meilen übers Land, an der Stelle wo wir unter dem Highway durch müssen, ist vor und im Tunnel nur Schlamm, das ist uns doch zu riskant, denn wenn wir hier stecken bleiben oder an die Tunnelwand gedrückt werden, ist er mal guter Rat und vielleicht noch Weiteres teuer. Also entschließen wir uns das Programm zu ändern und fahren noch weiter bis Swaseys Cabin. Eine kleine Hütte ohne Fenster, hier hat die Familie Swasey gelebt. Wir erkunden noch ein wenig die Umgebung bis zur Ice-Cave, dann müssen wir aber los und die Gravel Roads zurück auf den Highway, es ist schon nach 12.00 h und allmählich meldet sich der Magen. An der Ghost Rock View Area gibt es dann endlich was zu beißen, leider weht hier ein starker und kalter Wind und wir sitzen ungemütlich auf den Felsen. Von den angekündigten Tischen samt Bänken ist weit und breit nichts zu sehen.
Nach ein paar Meilen auf der 70 geht es schon wieder raus und wir fahren über eine sehr gute Gravelroad, der Moore Cutoff Road, Richtung Emery. Auf halbem Weg wandelt sich die Landschaft in typische Badlands und wir fahren dicht an den Bookcliffs entlang, auch hier finden wir einige Petroglyphs. Als wir das Ende der Straße erreichen, biegen wir nach Süden ab und sind schon bald auf der nächsten Gravelraod, die uns zum Rochester Panel führt. Ein kurzer Fußweg führt uns dort hin. Ein Pärchen ist dort ausgiebig mit fotografieren beschäftigt und ich warte einige Zeit, bis ich sie bitte, das Motiv mal frei zu geben.
Jetzt geht es auf der 10 nördlich durch die Ortschaften Ferron und Castle Dale, dann wieder östlich runter vom Teer und einige Meilen auf der Green River Cutoff Road, bis wir zum Abzweig zu "The Wedge" kommen, von dort ist es nicht mehr weit bis zum "Little Grand Canyon" des San Rafael Rivers. Wir suchen nach einer schönen Site, aber die schönste ist leider vergeben, nun denn, dann halt eine andere. Wir bauen unser Zelt auf und erhitzen das Chili aus der Dose, als es zu regnen beginnt. Also kochen wir im Zelt weiter und essen auch dort - es schmeckt. Dann sehen wir uns noch ein wenig um und lernen unseren Zeltnachbarn Jason, der sich auf Site 10 niedergelassen hat, mit seinem Dackel Randy kennen. Er zeltet, weil er nur ungern im Motel übernachtet und ihm das auf Dauer zu teuer kommt; er liebt die Natur und die Freiheit und da er seinen Hund nicht überall mitnehmen kann (Nationalparks) zeltet er am liebsten mitten im Nirgendwo. Wir erfahren, dass er einen Job als Rafting Tourguide in Idaho hatte und so langsam auf dem Weg heim nach Phoenix ist; vorher will er aber noch ein wenig Ruhe tanken. Wir machen noch ein Lagerfeuer und trinken ein Bier zusammen, als es wieder zu regnen beginnt, diesmal bleiben wir beim Feuer stehen und warten den Regen ab. Danach trocknen wir uns noch vorm Feuer und dann ist es auch Zeit in die Poftüte zu steigen.Wedge Overlook

Gefahrene Meilen: 163
Gelaufen: ca. 5 km
Übernachtung: Wedge Overlock Campground, 0 $

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Wer nicht bremst verliert auch Klick mich und ich werde gross...
Black Dragon Canyon Klick mich und ich werde gross... Black Dragon Canyon Klick mich und ich werde gross... Black Dragon Canyon Klick mich und ich werde gross... Swaseys Icebox Klick mich und ich werde gross... An der Moore Cutoff Road Klick mich und ich werde gross... Rochester Panel Klick mich und ich werde gross... Krokodile? Klick mich und ich werde gross... The Wedge Klick mich und ich werde gross... The Wedge Klick mich und ich werde gross... Camp am Wedge Overlook
 
 

14. Tag - Montag 24. September

The Wedge - San Rafael Swell - Green River

Die Nacht war wie erwartet kalt und am Morgen geht nochmal ein Regenschauer über uns hinweg. Es ist bereits nach 8.00h als es aufhört und wir aus dem Zelt kriechen. Wir kochen uns Tee und wärmen uns die Hände daran; es ist noch bewölkt und die Sonne kommt nicht durch. Danach heißt es wieder alles zusammenpacken und wir müssen unsere Unterlegplane erst mal ein wenig trocknen; also hängen wir diese einfach über einen niedrigen Juniperstrauch. Als wir wieder alles im Auto verstaut haben ist es schon später Vormittag und es geht noch auf einen Abstecher zu Jason, mit dem wir noch ein paar Worte wechseln. Er hat gut geschlafen und wartet wohl auch ab, dass das Wetter noch besser wird, damit er seinen Hike in den Canyon starten kann. Er zeigt uns noch seinen Schatz, einen ausgebleichten gut erhaltenen Schädel eines Elks und gibt uns für's Backpacken noch ein paar Tipps, was er so an Literatur verwendet, die Lightpacks Suppenmahlzeiten und seinen Megariesenrucksack. Hätte ich den vollbepackt auf dem Rücken, dann würde man glauben, da kommt ein Rucksack mit Beinen daher. Wir tauschen noch E-Mail-Adressen und als ich ihm zum Abschied zwei Duplos schenke, besteht er darauf mir dafür zwei Snickers zu geben.
Wir starten zur Railroad Grade, ein kurzer Abstecher den ich noch "mitnehmen" will. Wir erwischen zuerst den falschen Abzweig und die Strecke sieht ziemlich übel aus, so dass Andy die Strecke lieber nicht fahren will. Ich lese also nochmal die Beschreibung und kurz darauf geht die richtige Road ab, die easy zu befahren ist. Wir sehen uns noch einige Rockart's an und dann geht es mit einer Abkürzung mitten durch die Pampa auf einem ziemlich rauen Weg zurück Richtung Buckhorn Wash. Auch hier gibt es entlang der gegradeten und einfach zu befahrenen Gravelroad einige Rockarts zu sehen, Hauptattraktion ist das Buckhorn Wash Panel, das gut sichtbar direkt an der Straße liegt. Zum Teil sind die Petroglyphs und Pictographs nicht mehr so gut sichtbar, doch lässt man sich lange genug Zeit, entdeckt man viele Details, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen. Es geht sehr malerisch durch den Canyon bis hin zur San Rafael Bridge. Dort gibt es nochmal einen schönen Campingplatz und Picknicktische, doch der Wind bei 10 °C lädt nicht ein, hier zu halten - für ein Mittagessen im Freien ist es uns definitiv zu kalt. Wir halten noch am Sinkhole und essen im Auto, als endlich die Sonne richtig durchkommt - allerdings wird es nicht merklich wärmer.
Zurück zur I 70 und nun zur Head of Sindbad Road, die uns auf die andere Seite des Reefs führt. Als wir uns dem Temple Mountain nähern nehmen wir den Abzweig zum Crack Canyon. Hier habe ich allerdings übersehen, dass wir einige Meilen zurücklegen müssten, um bis zum fotogenen Bereich zu gelangen. Da es schon 15.30 h ist, passt das leider nicht mehr in unseren Zeitplan. Eventuell machen wir den Hike mit gesamt 7 km morgen früh, denn dafür sind min. 2,5 h zu veranschlagen. Also weiter, da wir noch zum Wild Horse Window wollen. Wir nehmen den richtigen Abzweig parken unser Auto und gehen den Bogen für den Aufstieg zu weit. So wird der Hike zum Window noch zu einer ausgiebigen Kletterpartie, da wir immer wieder kleinere Canyons überwinden müssen, um endlich die richtige Richtung einzuschlagen. Es ist genau das eingetreten, was Steffen schreibt - man sollte sich die Richtung gut einprägen, denn ist man mal im Wash, kann man das Window nicht mehr sehen und verliert allzu leicht die Orientierung. Wir finden letztlich auf Umwegen und einigen Auf- und Abstiegen hin und sind überwältigt von dem, was wir sehen. Nicht nur dieser riesige Alcove mit dem Loch in der Decke ist faszinierend, sondern auch die Pictographs die es im Alcove selbst und in der näheren Umgebung zu sehen gibt. Wir verweilen hier noch einige Zeit und nehmen dann den Abstieg und kommen ziemlich punktgenau an unserem Auto an. Der Abstieg geht schneller als der Hinweg, ab und an bleiben wir nochmal stehen und genießen die Aussicht von hier oben auf die Ebene und die Henry Mountains.
Nun aber zurück zur I 70 und nach Green River. Es ist bereits nach 18.00 h als wir wieder im Motel 8 einchecken, uns frisch machen und zum Abendessen in Rays Tavern gehen (highly recommended from the locals of Green River preist jedenfalls unser Tourbook den Laden an). Von außen eher ein Schuppen, aber innen steppt der Bär. Alle Tische sind besetzt und wir finden lediglich an der Bar einen Platz, wo wir dann auch essen. Die Speisekarte ist sehr übersichtlich, also fällt die Wahl nicht schwer. Der Cheeseburger für Andy und mein Terriyaki Chicken mit Baked Potatoe sind sehr lecker, auch das Uinta Bier schmeckt gut. Das hier ist Atmosphäre und mit Burger King einfach nicht zu vergleichen. Satt und zufrieden geht es ins Motel in der Vorfreude auf ein warmes und weiches Bett.San Rafael Swell

Gefahrene Meilen: 133
Gelaufen: ca. 2 km
Übernachtung im Super 8 Motel in Green River, 65,84 $ incl. Tax

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