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USA 2007 Auf Backroads und Byways durch Colorful Colorado und darüber hinaus Eine Reise durch die Staaten Colorado, Utah und New Mexico zu bekannten und weniger bekannten Orten, 30 Tage vom 11. September bis zum 11. Oktober 2007. Auf dieser interaktiven Karte
ist der Routenverlauf der 1. Woche dargestellt.
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1. Tag - Dienstag 11. September München - Denver Der Tag beginnt früh, bereits um 5:50 Uhr werden wir
von Erhard abgeholt. Frühstücken ist um diese Zeit nicht drin,
da alles schon fertig gepackt ist, brauchen wir uns nur anzuziehen und
können los. Um diese Zeit hält sich der Berufsverkehr auf der
A8 noch in Grenzen und wir sind bereits nach einer Stunde am Flughafen
in München. P.S. Denver City haben wir am Schluss unserer Reise noch einen kleinen Besuch abgestattet; hierzu folgt also noch ein wenig Info. Gefahren: 81 mi |
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2. Tag - Mittwoch 12. September Denver - Estes Park Ich bin um 6:00 Uhr am Notebook und stelle fest, dass ich
mich um eine Stunde verrechnet habe, also wird das nichts mit dem skypen
Skype: Gefahren: 121 mi |
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3. Tag - Donnerstag 13. September Rocky Mountain NP Um 6 Uhr bin ich wach, noch ne halbe Stunde bleibe ich liegen
dann schalte ich das Notebook an. Das Wetter sieht gut aus, aber mit 6
°C Grad beginnt der Tag kalt - wir befinden uns auch auf 2.300 m Höhe.
Um 7 Uhr klingle ich per Skype daheim mal durch und es klappt prima. Danach
gehen wir zum Frühstück nach oben, der Kaffee ist gut, nur zu
Essen gibt es nicht allzu viel - no problem, wir holen unsere Cornflakes
und runden das Frühstücksangebot ab. Gefahren: 50 mi |
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4. Tag - Freitag 14. September Estes Park - Fairplay - Alamosa Wir stehen um 6:30 Uhr auf und fangen schon mal an alles
ins Auto zu packen. Das Wetter sieht wieder gut aus, natürlich ist
es kalt, aber dagegen kann man was machen. Das Frühstück sieht
genauso aus wie gestern, Muffins, Cinnamon Teile, Bagels und unsere Bran
Flakes.
Gefahren: 299 Meilen |
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5. Tag - Samstag 15. September Alamosa - Wheeler Geologic Area Mit Sonnenaufgang werden wir wach, Andy sitzt kurze Zeit
später beim Skypen mit der Family. Nach dem üblichen morgendlichen
Ablauf sitzen wir um 8.00 h bereits im Auto mit Kurs auf Wheeler. Bei
Sonnenschein, ein paar Wolken und stahlblauem Himmel geht es auf der 160
westwärts nach Monte Vista; vielleicht erreichen wir ja doch noch
jemandem vom National Forest Office. Die Hausnummer finden wir jedoch
nicht und ein Anruf bestätigt die Annahme, dass hier am Samstag nicht
gearbeitet wird. Weiter dann nach South Fork und auf der 149 noch ein
paar Meilen am Rio Grande entlang bis zu unserem Startpunkt zur Wheeler
Geologic Area. Gefahrene Meilen: 81 Meilen |
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6. Tag - Sonntag 16. September Wheeler Geologic Area - Durango Als es um 6:30 Uhr langsam hell wird, wachen wir auch auf.
Die Nacht war nicht gerade erholsam, das Zelt ist nicht für so kalte
Temperaturen gedacht, da das Innenzelt ab halber Höhe nur noch mit
Netz ausgerüstet ist und das Überzelt auch nur bis knapp darunter
reicht - es zieht also ständig durchs Zelt. Die Schlafsäcke
sind zwar gut isoliert, aber für unsere Maße viel zu breit
und man kann sie oben nicht ganz zu ziehen und so bleibt immer ein Spalt,
wo es kalt hinein zieht. Auch muss Elke nachts mehrmals raus und das heißt,
die mühsam erzeugte warme Höhle wieder zu verlassen. Da wir
das Feuer nicht komplett gelöscht haben, kokelt jetzt noch der Rest
Holz vor sich hin und räuchert uns die Nacht über im Zelt ein.
Am morgen riechen wir auch dementsprechend und witzeln darüber. Wir
wollten es so und meckern nicht; das gehört eben auch zu so einem
Abenteuer mitten in der Wildnis. Gefahren: 141 Meilen |
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Durango - Animas Forks - Cinnamon Pass - Wager Gulch - Gunnison Ich wache genau um 7 auf und klemme mich gleich hinters
Notebook zum skypen. In der Nacht hat es nochmal gedonnert, das Wetter
ist nicht so gut, wie vorhergesagt. Nun gut, was machen wir dann heute?
Erst mal was frühstücken, dann entschließen wir uns wenigstens
mal bis Silverton zu fahren. Es regnet wieder und die Berge sind von tiefhängenden
Wolken eingehüllt. Bei den Pickerton Hot Springs halten wir, diese
haben wir beim letzten mal übersehen und sind daran vorbei gefahren.
Eine Infotafel besagt, dass die Hotsprings nach einem Farmer benannt wurden,
der hier unweit der Springs Landwirtschaft betrieben und die damaligen
Gold- und Silbersucher mit seinen Erzeugnissen versorgt hat. Sein Geschäft
lief sehr gut - das Pfund Butter hat er für 1 $ verkauft. Später
mit genügend Kapital hat er die Farm verlassen und hat es noch zu
einem Titel gebracht - Governor? Eureka: Von der im Jahr 1870 gegründeten Town, steht heute lediglich noch das gewaltige Sekelett der Sunnyside Mill und es ist kaum vorstellbar, dass hier mal etwa 2.000 Leute gelebt haben. Die Stadt hatte ihr eigenes Postoffice und eine monatliche Zeitung "The San Juan Expositor". Bis 1931 war die Sunnyside Mill intakt, als sie für einige Jahre geschlossen und dann im Jahr 1937 noch einmal eröffnet wurde. Zwei Jahre später traten die Bergleute in Streik und die Mine wurde erneut geschlossen und das für immer. Infolge dessen wurde der Zugverkehr zwischen Silverton und Eureka im Jahr 1939 eingestellt und die Eisenbahn wurde verkauft. Von dort geht es weiter nach Animas Forks, eine sehr schöne Ghost Town; die Häuser sind noch sehr gut erhalten und haben teilweise neue Dächer bekommen, damit sie nicht gänzlich verfallen. Animas Forks hieß ursprünglich La Plata City.
Die ersten Silberadern wurden im Jahr 1875 entdeckt. Die Regierung bot
Siedlern kostenlos Grundstücke und Unterstützung beim Bau von
Häusern an. Innerhalb eines Jahres errichteten die Siedler 30 Hütten,
ein Postoffice, einen Saloon, einen General Store, ein Hotel und zwei
Mühlen. Die Einwohnerzahl maß 200 Personen. Das Gefängnis,
ein derb gezimmertes schachtelartiges Gebilde mit zwei Zellen und einem
Büro für die Aufsicht, war eine Ausnahme der ansonsten sehr
soliden und mit gut bearbeitetem Holz konstruierten Häuser mit Schindeldächern.
Im Jahr 1877 wurde eine Straße für Fuhrwerke nach Eureka angelegt;
für die von Silverton nach Lake City Zoll zu bezahlen war. Animas
Forks wurde eine wichtige Kreuzung für Strecken in alle Richtungen
zu den vielen Minencamps in der Umgebung. Die vielen Aktivitäten
konzentrierten sich bei der Mühle, welche Gold von der Red Cloud
Mine in Mineral Point förderte.
Da Carson eine der noch sehr gut erhaltenen Mining Ghosttowns ist, wollen wir diese noch mitnehmen, Zeit haben wir noch. Carson war seit jeher eine der am schlechtesten zugänglichen Gold- und Silvermining Camps (im Winter völlig von der Außenwelt abgeschnitten) und deshalb verwundert es auch nicht, dass der Weg dorthin mehr als steil bergauf durch die Wager Gulch geht und teils mit groben und losem Geröll durchsetzt ist. Die Nässe vom heutigen Regen macht es auch nicht einfacher, die Strecke zu fahren. Da es nur 4 Meilen bis dorthin sind, siegt wieder mal der Wille. Nach ca. 3 Meilen ist der Trail nicht mehr ganz so steil, jedoch immer noch Herausforderung genug. Endlich am Ziel angekommen erkunden wir die Häuser, die zwar noch gut erhalten, jedoch von den jüngeren Generationen arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Schade, dass es eben auch Leute gibt, denen die Zeugnisse aus einer früheren Zeit absolut egal sind. So wurden in einigen Häusern offene Feuerstellen errichtet und es grenzt an ein Wunder, dass die Behausungen nicht in Flammen aufgingen. Im Jahr 1882 ließ sich hier Christopher Carson nieder, der den ersten Claim in dieser Gegend abgesteckt hat. Einige Jahre später bearbeiteten etwa 100 Arbeiter 150 Claims. Auch gabe es zwei Orte mit dem gleichen Namen, gerade mal zwei Meilen voneinander entfernt und zu verschiedenen Zeiten in Betrieb. Die etwas tiefer gelegene Siedlung war ein Gold Camp; die ältere Siedlung baute Silber ab. Von der Bachelor Mine, dem Zentrum der Aktivitäten,
ist bis auf die Abraumhalde, auf ein paar Gerätschaften und eine
große Stahlwinde samt Seil nicht mehr viel übrig; hier hat
sich ein Murmeltier ein zu Hause eingerichtet. Wir hören es Alarm
pfeifen und Andy sieht es noch kurz, ehe es in seiner Behausung verschwindet.
Da es nun wieder komplett bewölkt ist und erneut zu regnen beginnt,
machen wir uns auf den Rückweg, für den wir doppelt so lange
benötigen, da der Untergrund teilweise matschig und rutschig ist.
Ein wenig mulmig ist uns schon, doch unser Auto hat hier noch einige zusätzliche
Funktionen zu bieten, die man beim Bergabfahren zuschalten kann und wir
kommen sicher und wohl behalten, wenn auch sehr sehr langsam, wieder runter.
Gefahren: 166 Meilen |