USA 2006
Trails & More auf dem Colorado Plateau
Eine Reise durch die Staaten Nevada, Arizona, Utah und
Californien zu bekannten und weniger bekannten Orten, 29 Tage vom 19.
September bis zum 19. Oktober 2006.
2. Woche
8. Tag - Dienstag 26. September
Escalante - Forty Mile Ridge
Es wurde in den frühen Morenstunden ganz schön
kalt. Elke schlief mit ihrer neuen Decke und fror daher nicht. Geschlafen
habe ich aber trotzdem ganz gut. Wir gehen ins Cafe und wärmen
uns bei einem Escalatte. Hier kann ich auch noch mal Emails checken,
da in der Cabin jetzt kein Empfang mehr ist. Danach essen wir Cornflakes
mit Banane und räumen das Auto ein. Ich fülle noch die Solarshower
voll und dann fahren wir an die Tankstelle um noch Eis zu holen und
natürlich wird auch noch voll getankt. Im Generalstore schauen
wir auch noch rein und kaufen einen Salat.
Bevor es richtig losgeht machen wir noch eine kurze Exkursion in die
Spencer Flat, dann fahren wir auf die HITRR
HITRR:
Hole in the Rock Road - Eine Backcountry Road im "Grand Staircase Escalante
National Monument" und zwar für 43 lange Meilen. Am
Anfang kommt man noch gut voran, ich fahre bis zu 55 mph, aber ab Dry
Fork wird die Road doch schlechter und somit langsamer.
Am Dance Hall Rock machen wir Mittag und kurze
Zeit später biegen wir auf die 4WD Road zum Willow Gulch Trailhead
ab.
Der Trail führt gleich bergab, vorbei am Hoodoo
Hoodoo:
Als Hoodoos werden Gesteinssäulen aus Kalkstein im Westen der USA benannt,
die sich durch Wind geformt haben. und verläuft dann
sogar in einem kleinen Slotcanyon
Slotcanyon:
ist die amerikanische Bezeichnung für eine enge, durch fließendes Wasser
geschaffene Schlucht und dann im Willow Creek, der auch Wasser
führt. Nach etwas über einer Stunde erreichen wir das Ziel
den Broken Bow Arch. Gebrochen ist
der Arch selber nicht, denn er sieht perfekt aus. Den Namen hat er von
einem zerbrochenen Bogen, der hier gefunden wurde.
Wir machen eine kurze Pause bevor es auf dem gleichen Weg wieder zurückgeht.
Der Hike war zwar nicht sehr lange und auch nicht anstrengend, aber
für heute hat uns das gereicht.
Back
on track auf der HITRR und wenige Meilen später ab auf die Forty
Mile Ridge. Diese Road hat ein enormes Washboard
Washboard:
Waschbrett- oder Wellblechpiste wegen Querrillen auf einer Schotterstrasse,
die enormes Rütteln im Auto verursachen Problem, es ist der
Hammer. Ab dem Forty Mile Tank, wird es dann sehr sandig. Ein Schild
warnt sogar davor, also ab hier ist auf jeden Fall HC
HC:
High Clearence - Hohe Bodenfreiheit und 4WD erforderlich.
Am Trailhead Trailhead:
Ausgangs- oder Startpunkt eines Wanderweges steht bereits
ein Auto, es ist jetzt 17:15 Uhr und wir parken unser Auto nachttauglich.
Elke füllt gleich das Permit aus und ich setze mich ans Notebook.
Beide warten wir nun auf den Sonnenuntergang, von hier aus sieht man
sehr gut den Navajo Mountain, leider liegt er im Schatten von einer
großen Wolke. Auch
geduscht wurde heute noch, die Solardusche
auf das Auto gepackt und eine herrlich erfrischende Dusche mit super
Ausblick genommen, mal eine ganz andere Erfahrung.
Kurz vor Sonnenuntergang kamen noch 2 Hiker
Hiker:
Wanderer, die darauf warten nun abgeholt zu werden und wir
unterhielten uns ganz nett mit denen, bis ihr Fahrer kam.
Es wurde dann sehr schnell dunkel und der Sternenhimmel war wieder eine
Pracht. Heute haben wir unsere Schlafrichtung auch gedreht und so die
Möglichkeit, die Beine auch etwas auszustrecken, was prima geklappt
hat.
Gefahren: 88 mi
Gelaufen: 9,5 km
Übernachtung: Forty Mile Ridge - Im Auto 0$
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9. Tag - Mittwoch 27. September
Forty Mile Ridge - Escalante
Die Nacht war angenehm, es war nicht zu kalt, Decke und
Long Johns Long Johns:
lange, warme Unterwäsche brauchte ich nicht. Als es anfing
zu dämmern, standen wir auf und räumten erst mal das Auto
um und Frühstückten hinterher, als wir fertig zum Abmarsch
waren kam noch ein Auto und der Fahrer stellte sich als Ron vor. Wir
unterhielten uns nur kurz denn es sollte ja sobald als möglich
los gehen.
Nun beginnt das Abendteuer Coyote Gulch
Gulch:
Ein tiefes V-förmiges Tal das durch Erosion geformt wurde.,
auf das wir so lange warten mussten. Hoffentlich haben wir uns nicht
zuviel zugetraut. Es ging zunächst ca. 2,3 km bergab und zwar durch
tiefen Sand, deshalb waren die Hiker gestern so fertig. Der Weg ist
wirklich mörderisch, wenn man ihn in der Hitze bergauf gehen muss.
Bei Crack in the wall stiegen wir dann vom Rim
ab, was aber gar nicht so easy ist. Das Fortbewegen in den engen Felsspalten
ist teilweise nur seitwärts möglich. Elke ging vor und ich
wartete oben, bis sie unten zu sehen war, dann seilten wir unsere Rucksäcke
ab. Dies war der erste Einsatz von unserem neuen Seil, die 30 ft. langten
dazu gerade. Von dort aus muss man über eine große Sanddüne
weiter nach unten gehen, zum Glück für uns nicht hoch.
Der
Anblick des Escalante Canyons ist mit dem Grand Canyon schon vergleichbar,
nur geht es nicht so weit runter. Auf der anderen Seite ist auch schon
der Stephens Arch
zu
sehen, leider ist er noch im Schatten. Wir erreichen den Coyote Creek
und müssen auch sofort auf die andere Seite, was noch ohne Probleme
möglich ist. Die Zweite Überquerung ging dann nur noch im
Wasser, also Schuhe aus und die neuen Sandalen an. Das Wasser ist eisig,
aber es hilft nichts und wir müssen uns daran gewöhnen, da
wir nun ständig wieder ins Wasser müssen. Der Trail ist ähnlich
dem zur Subway, aber auch mit den Narrows im Zion vergleichbar.
Immer wieder geht's auch
direkt durch grünen Jungle, was uns gar nicht so gefällt.
Um 12 machen wir Pause auf einem Fels in der Sonne, da es nicht so ganz
gemütlich ist zum sitzen, passiert mir das Ungeschick und die Dose
Chicken Breast verteilt sich auf dem Fels und darunter. Klasse, das
war ein Teil unseres Mittagsessen, ich versuche wenigstens einen kleinen
Teil zu retten, ansonsten bleibt uns nur noch das Beef Jerkey und Äpfel.
Wir
marschieren auch bald weiter und erreichen die Coyote Natural
Bridge Natural Bridge:
Ein natürlicher Felsbogen, der durch fließendes Wasser geschaffen wurde,
wo gerade eine größere Gruppe Pause macht. Die sind alle
erstaunt, dass wir nur einen Day Hike machen, sie selber sind bereits
4 Tage unterwegs, allerdings mit Endpunkt Egypt. Wieder ein Stück
weiter sehen wir zwei ältere Hiker, an einer Engstelle. Der Mann
hält noch seinen Stock ins Wasser um die Tiefe zu messen und Elke
steigt sofort rein, da es höchstens etwas mehr als Knietief scheint,
da rutscht sie ab und taucht bis zur Hüfte ein. Wir gehen den Weg
über die Felsen außen rum, obwohl die anderen nun durch die
Engstelle gehen.
Dann
erreichen wir endlich um 14:45 Uhr den Jacob Hamblin Arch, dort
befindet sich auch eine Pit Toilet
Pit Toilet:
Plumsklo, die ich mal benutze. Wir säubern unsere Sandalen
von dem ganzen Mud und ziehen die Trekkingschuhe wieder an. Jetzt kommt
der große Moment, schaffen wir den Ausstieg aus dem Canyon, wenn
dann ist es nur hier möglich, falls nicht, habe ich wenigstens
die Stirnlampe dabei, da wir dann in die Dunkelheit kommen und möglicherweise
hier unten übernachten müssen. Der Anfang ist sehr schwer
zu gehen, es ist sehr steil und der Fels bietet nur wenige Haltemöglichkeiten.
Ich drehe sogar noch mal um, um an einer anderen Stelle hochzusteigen.
Elke
erweist sich wieder als Mountain Goat und klettert vor, wirft mir dann
das Seil zu, damit ich eine zusätzliche Haltemöglichkeit habe.
Einmal rutsche ich auch aus und schürfe mir den Ellenbogen auf,
finde aber zum Glück wieder Halt und es geht ein Stück weiter.
Dann findet Elke einen Fels, an dem man das Seil fest machen kann und
ich kann einfach gerade nach oben steigen. Wenn man die ersten 50 Meter
geschafft hat, wird es einfacher und Klettereinlagen sind nicht mehr
nötig.
Anstrengend ist der Weg allemal und es sind noch über
3 km zurück zum Trailhead, dazu noch in der Hitze. Jetzt verbrauchen
wir auch das meiste Wasser. An einem schattigen Platz, wo der Fels in
Sandsteppe übergeht, machen wir nochmals Rast und dann geht es
durch Sand und zwischen stacheligen Sträuchern Cross Country zurück.
Um 16:30 Uhr haben wir es geschafft, wir sind überglücklich
und total k.o.. 2 kühle Cola helfen und werden als Siegprämie
getrunken, dann geht es auf die sandige Washboard Piste zur HITRR. Diese
presche ich dann wieder im hohen Tempo zurück, zum Glück mussten
wir nur ein weiteres Auto überholen.
Im Escalante Outfitters bekommen wir wieder die Cabin Nr. 6 und duschen
erst mal ausgiebig, dann holen wir unser verdientes Abendessen im Cowboy
Blue Restaurant. Auf dem Heimweg treffen wir noch Rainer und Nicole
und berichten.
Gefahren: 78 mi
Gelaufen: 25 km
Übernachtung: Escalante Outfitters 49,90$
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10. Tag - Donnerstag 28. September
Escalante - Blanding
Wir lassen diesen Tag ruhig angehen und stehen erst kurz
vor 8 auf und gehen ins Escalatte zum Kaffeetrinken. Da in der Cabin
kein Internet Empfang ist, nehme ich das Notebook mit, meine Brille
ist nun in Moab, es gab wohl noch irgendwelche Zollprobleme, sonst wäre
sie schon ausgeliefert. Wir holen uns im General Store noch Milch und
Eis für die Kühlbox, da sehen wir gegenüber im Escalantees
ein schönes T-Shirt für 10 Bucks. Das muss natürlich
gleich mit. An der Tankstelle füllen wir noch auf und es ist schon
10 als wir die Stadt verlassen.
Die
Aussichtspunkte an der 12 kennen wir schon zu gut, so dass wir direkt
durchfahren und das erste Mal erst auf dem Buirr Trail halten,
um die schöne Laubfärbung zu bewundern. Zum Strike Valley
Overlook fahren wir heute nicht, die Aussicht von dort ist zwar wunderbar,
aber wir waren letztes Jahr schon da und für heute reicht die Zeit
wohl nicht mehr.
Am Abstieg kommt uns nur ein Auto entgegen und wir fahren auch direkt
durch, es ist sehr wenig Verkehr, was uns natürlich nicht stört.
Unten biegen wir nach
Süden
ab um nach Bullfrog zu fahren. Nicht sehr weit von der Kreuzung steht
ein Auto am Straßenrand und ein Schild weist auf den Surprise
Canyon hin. Wir wären vermutlich vorbeigefahren, hätte
nicht das Auto da gestanden. Diesen Canyon wollten wir schon lange mal
gehen. Nach kurzer Überlegung geben wir uns 1 Stunde Zeit dafür,
da er eigentlich nicht geplant ist.
Nach 10 Minuten sind wir an den Felsen und weitere 10 Minuten und wir
befinden uns im kühlen Schatten des Canyons. Es wird immer enger
und endet schließlich an einem zu engen Crack. Wir drehen um und
da sehe ich Cairns Cairns:
von Menschen geschaffene Steintürme zur Wegkennzeichnung,
die einen Weg markieren, diese Engstelle zu umgehen. Wir klettern hoch
und sehen dahinter das Ende des Canyons. Möglicherweise geht es
noch rechts um die Ecke weiter, aber wir entscheiden uns hier umzudrehen
um im Zeitplan zu bleiben. Der kurze Ausflug hat sich dennoch gelohnt,
da es keiner großen Anstrengung bedarf in diesen Canyon zu gelangen
und er ein typisches Beispiel für diese Gegend ist.
Wir fahren weiter und bekommen langsam Hunger, aber es ist keine Rest
Area oder so was in Sicht. Als der Belag von Gravel auf Teer wechselt,
gibt es noch die Möglichkeit eine Abkürzung über die
Berge auf die UT-95 zu nehmen. Wir nehmen jedoch den vermutlich schnelleren
Weg über Bullfrog und fahren dafür einen Umweg. Kurz nach
Bullfrog sind wie in Page große Boat Storages und Tankstellen
mit Fastfood, dort gibt es auch Sitzgelegenheiten draußen. Da
jetzt schon sehr viel geschlossen hat, spielt es auch keine Rolle, wenn
wir unsere Brotzeit mitbringen. Wir genießen in Ruhe und im Schatten
unsere Bagels und fahren dann weiter bis zur UT-95. Dort geht
es ostwärts, vorbei am Leprechaun Canyon Trailhead und der Hog
Springs Rest Area. Unterhalb der Moki Queen steht jetzt ein Schild,
das letztes Jahr noch nicht da war. Ab hier ist die Strecke traumhaft
und wirklich zu empfehlen.
Am Hite Overlook erreicht man den Lake Powell sowie den
Colorado River, dann geht es vorbei am Natural Bridges NM und wir kommen
doch früher als gedacht in Blanding an. Im Super 8 Motel ist schon
die Express Sendung mit meiner Brille eingetroffen und darüber
bin ich sehr froh. Die dunklen Tage am Abend sind nun vorbei. Wir checken
ein und gehen noch kurz gegenüber in den Supermarkt ein paar Kleinigkeiten
einkaufen. Direkt daneben sehen wir einen Indian Crafts Shop und gehen
auch da rein. Es ist alles reduziert, da der Shop wohl geschlossen wird.
Die Regale sind aber auch schon relativ leer und die Auswahl somit nicht
mehr groß. Wir erstehen eine CD und einen Magneten für den
Kühlschrank.
Im Old Tymers Restaurant direkt neben unserem Motel gehen wir zum Essen.
Heute gibt es mal Baby Back Ribs, die sehr lecker schmecken. Dann stürmt
wieder mal eine Busladung Franzosen das Lokal und schon kommt der Service
ins Stocken, da sich dann alles um die "Bullfrogs" dreht.
Vom Nebentisch winkt uns ein Mann zu - der saß mit Frau und einem
weiteren Ehepaar gestern im Cowboy Blues Restaurant in Escalante am
Nebentisch und hat sich wohl unsere Gesichter eingeprägt.
Gefahren: 227 mi
Gelaufen: 3 km
Übernachtung: Blanding - Super 8 61$
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11. Tag - Freitag 29. September
Blanding
Der Wecker klingelt uns um 7:15 Uhr raus, wir stehen etwas
widerwillig auf und holen uns Kaffee und Tee ins Zimmer. Dann frühstücken
wir unsere Bran Flakes mit Banane. Um 8 sind wir startklar und tanken
den Envoy noch auf. Heute wollen wir 3 Locations mit Anasazi
Anasazi:
ausgestorbener Indianerstamm, Vorfahren der heutigen Navajo Indianer
Ruinen auf der Cedar Mesa besuchen.
Los geht es mit dem leichtesten Trail zum wohl schon bekannten
House of Fire. Wir fahren das kurze Stück von der UT-95
bis zum South Fork des Mule Canyon und bezahlen 4$ für das Day
Permit. Der Pfad durch den Canyon ist leicht zu gehen und nach 30 Minuten
sind wir schon da. Der Anblick ist wirklich sehr schön, wir knipsen
einige Bilder und sind schon nach 1,5 h wieder am Auto.
Jetzt fahren wir weiter westlich und biegen auf die UT-261
ab. Dort fahren wir ein gutes Stück bis zum Abzweig Cigarette Springs
Road. Diese gehts hinter, wir verstehen aber den Meilenhinweis von Steffen
nicht ganz genau und finden den Trailhead nicht gleich. Nach etwas hin
und her suchen, haben wir den Hinweis verstanden und parken am richtigen
Trailhead. Da es schon halb zwölf ist und der Hunger sich meldet
machen wir hier auch gleich Mittag. Hinterher laufen wir los, es geht
immer bergab, vorbei an sehr gut entwickelten Stellen mit Cryptobiotic
Crust Cryptobiotic Crust:
Bakterien und Microorganismen die sich auf unbewachsener Erde ansammeln
und so die Erde zum "leben" erwecken. Auf dieser Kruste können dann
andere Pflanzen wurzeln.. Der Geruch der Cedars liegt überall
in der Luft, ich rieche das sehr gerne. Im Wash trennen wir uns dummerweise.
Elke geht im Wash weiter und taucht zwischen grünem Gebüsch
unter. Ich nehme einen Weg links die Felsen hoch und der Weg führt
immer höher. Da es ein gut zu gehender Pfad ist und immer wieder
Cairns zu sehen sind, denke ich mir nichts dabei. Als es wieder Zeit
wäre von der Höhe abzusteigen, geht das nicht und ich muss
in ein Seitental ausweichen, der Pfad ist immer noch mit Cairns markiert,
als ich aber im Seitental eine weitere Biegung nehmen muss, kommt mir
das schon sehr komisch vor. Als ich dann in diesen Wash gehen kann und
ein Drop Off Drop Off:
senkrechter Felsabsatz, trockener Wasserfall kommt sehe ich
auch keine Cairns mehr. Von Elke sehe und höre ich schon lange
nichts mehr. Ich muss mir den Weg selber suchen, was nicht ganz einfach
ist, da ich zuerst einen falschen Weg einschlage und wieder zurück
muss. Dann bin ich endlich wieder Back-on-Track und Elke wartet schon
besorgt vor den Granaries.
Das
Fallen Roof House ist sehr schön, die Handabdrücke
an der Decke sehe ich erst gar nicht. Während ich fotografiere
geht Elke noch um die Ecke und sichtet weitere Granaries
Granaries:
Vorratskammern -häuser der Pueblo Indianer und eine Hausruine.
Wir steigen auf eine mittlere Ebene ab und gehen um die Biegung. Dort
müssen wir wieder aufsteigen, was aber
gut möglich war und sehen uns die weiteren Behausungen an. Hier
gefällt es uns sehr gut und wir sind froh allein zu sein. Dann
begeben wir uns auf den etwas anstrengenden Rückweg und bleiben
diesmal zusammen. Der Weg führt immer bergauf, was sich ganz schön
laufen lässt. Nach 2,5 h Stunden sind wir wieder am Auto und trinken
erst mal ein kühles Mountain Dew und dann noch eins.
Da
noch genügend Zeit ist, fahren wir noch zum Owl Canyon,
der Weg dorthin führt zunächst wieder auf die UT-261 zurück
und dann nördlich auf eine weitere Dirtroad für 5 Meilen auf
die Mesa. Am Ende der Road ist auch der Trailhead, der Pfad zu den Owl
Canyon Ruins ist nicht weit und führt wieder in einem Wash bergab.
Der Canyon ist sehr tief und am Rim gibt es einen hohen Dry Fall, der
im groben Fels und Geröll zu umgehen ist. Wir folgen den Cairns
und steigen eigentlich zu tief ab und müssen wieder ein Stück
zu den Ruinen nach oben. Unter einem tiefen Alcove liegen 2 Granaries
und eine Kiva Kiva:
Eine Kiva ist ein Zeremonien- und Versammlungsraum der Pueblo-Kulturen.
Die kreisrunden Kivas sind halb oder ganz unterirdisch angelegt.
im Schutz vor Wind und Regen. An der Decke befinden sich wieder Handabdrücke.
Der Aufstieg zurück in den Wash
Wash:
ausgetrocknetes Flussbett, das bei starken Regenfällen Wasser führt
ist sehr steil und anstrengend. Der Weg mit Besichtigung hat zwar nur
eine Stunde gebraucht aber hinterher langt es uns für heute und
wir fahren nach Blanding zurück und erfreuen uns an den schön
gefärbten Bäumen.
Nach einer Dusche gehen wir wieder nebenan ins Restaurant. Hinterher
holen wir uns im Supermarkt noch einen halben Liter Ben & Jerry´s
Pistachio und vertilgen das leckere Eis vorm TV. Morgen wird es "Fabelhaft"
soviel sei schon verraten, was uns genau erwartet wissen wir aber auch
noch nicht.
Gefahren: 116 mi
Gelaufen: 11,7 km
Übernachtung: Blanding - Super 8 61$
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12. Tag - Samstag 30. September
Blanding - Monticello
Das Aufstehen fällt uns heute schwer, wir schaffen
es aber dennoch um kurz nach 8 startbereit zu sein. An der Tankstelle
checke ich mal das Öl und stelle fest, dass ich am Peilstab keines
mehr entdecken kann. Die Ölwechsel Kontrolllampe leuchtet zwar
schon seit ein paar Tagen, aber das hat ja damit nichts zu tun. Also
kaufe ich im Shop einen Liter und fülle diesen komplett ein. Jetzt
ist wieder was am Peilstab zu erkennen, gut so.
Über
die Blue Mountain Road fahren wir zu den Manti-La-Sal-Mountains.
Die Laubverfärbung ist wunderschön. Unser Ziel heute soll
das Fable Valley sein, aber soviel schon mal vorweg, wir haben es nicht
erreicht. Zunächst geht es die Berge hoch, die Gravelroad ist sehr
gut, aber es staubt dermaßen. Wir fahren dann den Causeway
zur Elk Ridge. Wir sehen viele Deers und auch einen Elk, leider
auch viele Hunter, die ihr Wild schon auf dem Pickup gelegt haben. Wir
befinden uns hier in etwa 2.600 m Höhe über dem Meer und fahren
durch schön Wälder, eine willkommene Abwechslung.
Die Abfahrt vom North Long Point wird dann immer heftiger. Es
geht nur noch über Felsbrocken und wir kommen nur mehr sehr langsam
vorwärts. Dann kommt ein steiles und sehr felsiges Stück,
wir wären zwar runter und wahrscheinlich auch wieder rauf gekommen,
aber nach längerem Überlegen haben wir die Fahrt hier
abgebrochen.
Bis zum Ziel, dem Anfang des Fable Valleys sind es von hier nur noch
2,5 km, aber wir können nicht sehen wie der weitere Weg aussieht
und den mehrstündigen Trail durch das Valley können wir aus
Zeitgründen auch nicht machen. Das Fable Valley mündet
in den Gypsum Caynon und der wiederum in den Cataract Canyon des Colorado.
Wir haben zwar vor gehabt ein Stück weit zu gehen, aber dieser
Tag sollte eigentlich überwiegend eine Offroad Fahrt durch die
Berge sein, was es ja auch ist.
Also
fahren wir wieder hoch und machen an einer alten Feuerstelle im Schatten
erst mal Rast. Wir fahren dann über die Salt Creek Mesa
und streifen somit den Needles District vom Canyonlands NP. Vom Trailhead
haben wir einen superschönen Ausblick auf das Salt Creek Valley,
man kann auch von hier oben zu den Arches laufen.
Der Weg wird auch hier wieder schlechter und die Landschaft
wechselt von grün in rot, wir befinden uns jetzt unverwechselbar
im Canyon Country. Um 15:00 Uhr erreichen wir die geteerte UT-211 und
fahren nach Monticello. Von Blanding wären es zwar nur knapp über
20 Meilen gewesen, wir haben 137 draus gemacht.
Dort checken wir im Days Inn ein, es macht von außen gar keinen
so schlechten Eindruck, die Zimmer jedoch sind schon etwas älter
eingerichtet, aber es gibt eine schnelle DSL Internetverbindung mit
Kabel. So kann ich, während ich schreibe und die Bilder ansehe
Bayern 3 hören. Zum Dinner sind wir dann ins Lamplight Restaurant
gefahren. Wir bestellten beide das Special, Prime Rib and Crab Legs
- All you can eat. Das Steak hätte mich schon fast erschlagen,
aber es war auch sehr viel Fett dran, die Crab Legs waren genauso riesig.
Geschmeckt hat das ganze recht gut, wir brauchten aber keinen Nachschlag
mehr. Billig war das Ganze nicht, 64$ ist schon recht viel, da müssen
wir in den nächsten Tagen wohl etwas sparen.
Gefahren: 137 mi
Übernachtung: Monticello - Days Inn 67$
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13. Tag - Sonntag 1. Oktober
Monticello
Der Himmel ist heute stark bewölkt, keine so guten
Aussichten. Wir kommen erst um kurz vor halb 9 los. Bis zum Canyonlands
NP brauchen wir eine gute Stunde. Am Gate kaufen wir erst mal einen
National Park Pass und gehen dann ins Visitor Center. Die Frau, die
uns bedient ist nicht gerade freundlich und die Informationen die wir
bekommen sind auch nicht sehr nützlich. Also überlegen wir
im Auto nochmals, was wir nun unternehmen wollen und entscheiden uns
für den Squaw Valley und Big Spring Valley Loop.
Vom
Squaw Canyon Trailhead gehen wir los und entscheiden uns für den
Hinweg für den Squaw Canyon. Der Trail ist anfangs nicht anstrengend
zu gehen, da es immer noch ziemlich bewölkt ist, ist es auch nicht
zu heiß nur die
Bilder werden nicht so gut. Am Scheitelpunkt zwischen den Canyons hat
man eine super Aussicht - hier geht der Weg teilweise ziemlich steil
über Slickrock nach oben (für Leute mit Höhenangst wird
der Trail nicht empfohlen). Dort machen wir auch Mittagspause. Dann
zeigt sich die Sonne doch noch und wir gehen den Big Spring Canyon zurück.
Dieser
Canyon ist optisch viel schöner, die Needle Formationen sind sehr
schön, die Felsen sehen aus, als wenn sie alle ein Hamburgerbrötchen
oben drauf hätten. In gut 4 Stunden haben wir die 11,5 km hinter
uns gebracht und
stärken uns am Auto mit ein paar belegten Bagels, natürlich
selbst gemacht.
Da ich mit den Augen etwas Probleme habe, sie tränen mir ständig,
fährt Elke weiter, damit ich etwas Schonzeit habe. Wir machen an
den Potholes noch Halt, aber alle Holes sind ausgetrocknet. Anschließend
besuchen wir nochmals das Visitor Center und fahren zurück nach
Monticello.
Diesmal gehen wir ins Best Western Motel und bekommen
ein schönes Zimmer, es gefällt uns hier besser als im Days
Inn, auf einen Pool legen wir keinen großen Wert, denn der ist
hier schon geschlossen, dafür können wir mit dem Auto direkt
vors Zimmer fahren. Erst mal wird geduscht und Elke schreibt ein paar
Karten, dann wollen wir nochmals ins Lamplight Restaurant, aber das
ist heute geschlossen. Also U-Turn und wir schauen ob das MD Ranch Cookhouse
open ist. Da einige Autos davor stehen ist dem auch so und wir gehen
rein. Beide bestellen wir den Big Angus Burger und sind sehr zufrieden.
Auch wird einem hier nicht gleich ein übertriebener Tip auf die
Rechnung geschlagen. Da ein kleiner Souvenir Shop mit angeschlossen
ist, nehme ich mir noch eine neue Cap mit.
Gefahren: 118 mi
Gelaufen: 12,5 km
Übernachtung: Monticello - BW 72$
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14. Tag - Montag 2. Oktober
Monticello - Moab
Der Wecker klingelt, wir wollen heute früher aufstehen,
also raus aus den Federn und Frühstücken. Dann geht es wieder
ab in den Park, um 8:15 Uhr fahren wir an der Entrance Station vorbei,
aber es ist noch keiner da. Es ist übrigens total bewölkt,
keine Sonne zu sehen, schade. Wir fahren bis zum Elephant Hill
Trailhead, dort sind wir auch die Ersten.
Um 8:40 Uhr gehen wir los, es geht gleich bergauf über Stufen im
Fels. Mir ist nun gar nicht so wohl und ich falle daher gleich mal zurück.
Was ist nur los, meine Beine sind ganz schwer und mein Kreislauf macht
auch Probleme. Die ersten 2 Kilometer schleppe ich mich so dahin, sehr
langsam. Jetzt kann ich sagen, zum Glück scheint die Sonne nicht,
aber was soll das? Dann geht es etwas besser, aber nun fangen die Probleme
mit meinen Augen wieder an, ich merke, wenn ich die Hände seitlich
an die Brille lege, dass es besser wird. Der Wind verleitet meine Augen
zu brennen und tränen, also bindet Elke mir ein Halstuch so um
den Kopf, dass kein Wind mehr an die Augen kommt und es funktioniert.
Als wir endlich den Chesler Park erreichen geht es mir wieder
gut, ich bin fit und kann laufen, als wenn nichts gewesen wäre.
Jetzt kann ich auch die Landschaft richtig genießen, leider ist
es immer noch bewölkt und so fotografiere ich sehr wenig, da die
Fotos nicht so wirken.
Wir
gehen dann den Joint Trail und kommen in die Slot Section, hier
ist es natürlich von Vorteil wenn keine Sonne scheint. Die Engstelle
ist doch sehr lange und tief, man geht zwischen den hoch aufragenden
Felsen entlang, Wahnsinn. Um 12 erreichen wir den Trailhead des Joint
Trails, denn man auch mit
Jeeps erreichen kann und da es dort einen Tisch gibt, machen wir auch
hier Pause. Genau wie gestern kommt am Nachmittag die Sonne raus, was
für ein Glück.
Wir gehen weiter und jetzt komme ich natürlich aus dem Knipsen
nicht mehr
raus.
Eigentlich sieht die ganze Landschaft hier aus wie ein Fast Food Laden.
Ich benenne den Chesler Park in Burger Park um. Ich sehe Big Mac und
Whopper und die Fries sind teilweise schon mit Ketchup überzogen,
nur eine kalte Coke kann ich nirgends sehen. Um 15:00 Uhr erreichen
wir wieder unser Auto und ziehen eben diese kalte Coke aus der Kühlbox,
sehr gut. Wir haben die 17,4 Kilometer in 6 Stunden 29 geschafft, aufgrund
meiner Startschwierigkeiten gar nicht so schlecht.
Am
Visitor Center essen wir noch einen Happen und fahren dann zum letzten
Mal aus dem Park und bewundern beim Newspaper Rock die schöne
Foliage Foliage:
Laubfärbung im Herbst. Die Fahrt nach Moab verläuft
ereignislos und so fahren wir direkt den City Market an. Hier hat sich
ja Einiges seit letztem Jahr verändert, es gibt eine Tankstelle
und ein Schild weist auf die Wiedereröffnung hin. Der Supermarkt
wurde innen renoviert und neu gestaltet. Wir kaufen die nötigsten
Dinge ein, unsere Customer Card funktioniert noch und fahren raus zum
Super 8 Motel. Hier sind wir bislang noch nie abgestiegen, aber die
Zimmer sind schön und die Dusche haben wir jetzt auch bitter nötig.
Danach fahren wir zum Moab Diner, hier waren wir hingegen schon öfters,
heute haben wir einen Coupon und sparen so bei einem Dinner 50%. Das
Essen ist wieder sehr gut und auch die Portionen sind reichlich.
Hinterher gehen wir mal
wieder die Läden ab, als es plötzlich zu regnen anfängt.
Wir glaubten es zwar nicht, aber es wurde vorhergesagt. Als der Schauer
vorbei ist, ist auch die Strasse sofort wieder trocken, es hat nämlich
unglaubliche 29 °C und das um 21:00 Uhr. Wir holen uns noch 2 kleine
Becher Ben & Jerrys Ice Cream und fahren zurück ins Motel,
jetzt tröpfelt es wieder etwas, mal sehen ob wir unser weiteres
Programm durchziehen können.
Gefahren: 140 mi
Gelaufen: 17,4 km
Übernachtung: Moab - Super 8 61$
nach oben