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USA 2006

Trails & More auf dem Colorado Plateau

Eine Reise durch die Staaten Nevada, Arizona, Utah und Californien zu bekannten und weniger bekannten Orten, 29 Tage vom 19. September bis zum 19. Oktober 2006.

Klick mich und ich werde gross...

Die Angaben über gelaufene Touren sind nur die vom GPS GPS:
Global Positioning System ist ein satellitengestütztes Navigationssystem des US-Verteidigungsministeriums zur weltweiten Positionsbestimmung.
aufgezeichneten Entfernungen. Wenn der Empfang in Canyons schlecht war, dann stimmt diese Angabe nicht zu 100%. Natürlich sind dort normale Wege die wir zu Fuß zurückgelegt haben nicht inbegriffen. (z.B. 1 km im Walmart )

1. Woche

1. Tag - Dienstag 19. September

München - Chicago - Las Vegas

"Wake me up when September ends…" heißt es in einem Song. Endlich ist es soweit, die roten Steine, Canyons Canyons:
Ist ein schluchtartig eingeschnittenes Tal beziehungsweise Grabensystem in Gebieten mit horizontal lagernden Gesteinsschichten
und Arches Arches:
Natürlicher Steinbogen, der durch Verwitterung entsteht
rufen. Es kann wieder losgehen.

Wir stehen um 6:45 Uhr auf und haben beide schlecht geschlafen, ich bin seit gestern schon verspannt und esse nur eine Kleinigkeit und werfe mir gleich eine Tylenol 8 hour Tylenol:
amerikanische Handelsmarke, hier starke Schmerztablette
ein. In einer Stunde sind wir reisebereit und unser Onkel steht auch schon vor der Tür. Wir überlassen ihm die Route und er fährt gerne Überland nach München. Es ist natürlich eine Schaukelei, bei der es uns nicht besser wird, aber wir erreichen rechtzeitig das Terminal 2 in München.
Nachdem wir uns letztes Jahr in die Lufthansa-Schlange gestellt haben und falsch waren, wissen wir nun den Weg zum United Schalter und checken ein. Eine freundliche Dame im Dirndl empfängt uns und drückt bei unseren 2 Gepäckstücken ein Auge zu, da eines 24 kg und das andere 23,3 kg hat. Ich frage noch nach Sitzplätzen in Economy Plus und sie bietet uns 2 Plätze für 178 $ an. Elke ist auch dafür und wir akzeptieren.
So jetzt gibt's erst mal richtig Frühstück, wie immer bei der Bäckerei gegenüber dem Airbräu. Danach gehen wir durch die Security und die Passkontrolle. Im Duty Free will Elke noch eine Megarolle Mentos kaufen, aber wie wir an der Kasse erfahren, stehen die Bonbons auf dem Index und dürfen nicht mit. Begründung: weil diese Dragees einen Gelkern enthalten, der hochexplosiv sein könnte. Vor dem Gate ist dann noch mal eine Security und hier dauert es auch etwas länger. Als wir durch sind bleibt gerade noch Zeit für einen kurzen Anruf bei den Kollegen, dann können wir schon einsteigen.
Unsere Sitze sind die ersten nach der Business Class am Notausgang. Die Füße kann man dort nicht ganz ausstrecken, wir würden gerne eine Reihe weiter hinten sitzen um auch den Platz unter den Vordersitz zu haben, dafür sitzt niemand vor uns, der stören kann. Wir sind ganz froh, diesmal nicht Members der Holzklasse zu sein. Es ist eine schon etwas ältere 767, aber mit Inseat Entertainment und somit alles OK. Nach dem Start gehen auch gleich die Filme los, wir beginnen mit ‚Mission Impossible 3' und Chicken statt Pasta. Hinterher sehen wir uns ‚The Davinci Code' an und wir haben noch über 3 Stunden Flug vor uns. Die Zeit vergeht langsam - an Schlaf ist nicht zu denken.

Die Immigration geht sehr schnell. Wir werden gefragt ob wir hiken gehen wollen, auf die nächste Frage, ob wir auch Bären füttern, fallen wir nicht rein und sagen nein. Auf die Koffer warten wir noch ein paar Minuten, gehen durch den Zoll und sind die Teile auch schon wieder los, jetzt heißt es Terminal wechseln und 4 Stunden warten auf den Anschlussflug. Mittlerweile hat unsere innere Uhr 0:30 Uhr und wir werden langsam müde. Dann wird auch noch der Startzeitpunkt um 1 Stunde 30 nach hinten verschoben. Grund: unsere Piloten sind wegen schlechtem Wetter in Florida nicht rechtzeitig da. Klasse; noch länger warten, es ist in der Halle auch sehr kühl, so dass wir uns nicht so ganz wohlfühlen und bei Starbucks einen heißen Tee holen. Um 21:15 Uhr Chicagoer Zeit können wir dann endlich in die Maschine, zum Glück ist sie nicht ausgebucht und so geht unsere Reservierungsstrategie auf und wir haben eine 3er Reihe für uns. Gleich nach dem Start verabschieden wir uns und versuchen zu schlafen. Das Gewinnspiel interessiert uns nicht wirklich, es gibt Tickets für die Blue Man Group zu gewinnen, wenn man das Abfluggewicht der Maschine errät.

Klick mich und ich werde gross...Kurz vor Las Vegas wachen wir endgültig auf und landen nach einen doch angenehmen Flug am Mc Carran Airport. Auf das Gepäck müssen wir aber noch warten, es ist jetzt 23:30 Uhr in LV. Der Bus zu National ist auch schon da, viel Betrieb herrscht dort nicht mehr, wir kommen gleich dran und dürfen uns einen SUV SUV:
Sport Utility Vehicle = Geländewagen
aus der Choice Line Choice Line:
ist die Möglichkeit, bei der Mietstation ein Auto aus den vorhandenen Mietautos aus der gebuchten Klasse auszuwählen
aussuchen. Die ist allerdings sehr mager bestückt. Ein Dodge Durango und ein GMC Envoy. Da der Durango keine ebene Ladefläche hat scheidet der leider schon aus, den hatten wir ja letztes Jahr und waren damit super zufrieden. Der GMC hat dafür eine 4WD Untersetzung und die Ladefläche ist einigermaßen eben, dafür ist er halt etwas kürzer. Gerade als wir abfahren wollen kommt noch ein Jeep Laredo mit Ledersitzen, es ist zwar ein 4x4 aber es gibt keinen Schalter für eine Untersetzung oder ähnliches, also wahrscheinlich mit permanentem Allradantrieb und nicht ganz so gut geeignet.
Wir suchen unser Motel, das Best Western Mc Carran Inn und finden es über einen kleinen Umweg auch. Der junge Mann am Frontdesk meint nur "better late than never" und so beziehen wir unser Zimmer und liegen um 1:00 Uhr früh im Bett - zu Hause ist es jetzt 10 Uhr Vormittag und wir waren damit fast 27 Stunden unterwegs.

Gefahren: 8 mi
Übernachtung: Las Vegas - BW 60,89$

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2. Tag - Mittwoch 20. September

Las Vegas - Flagstaff

Die Nacht war kurz, ich bin bereits um 5 wieder wach und stehe ne halbe Stunde später auf, dusche erst mal und schreibe am Bericht weiter und checke nun das Handy. Es will immer eine Subsidy Number haben, ich versuche ein paar standard PINs, aber es funktioniert nicht, dafür erfahre ich im Internet, dass der Highway 93 über den Hoover Dam wieder befahrbar ist, kurz noch Mails checken, für den Forumsbericht reicht die Zeit leider nicht.
Wir holen uns das Frühstück aufs Zimmer. Dann rufe ich die Hotline von Cellion an, eine deutsche Stimme meldet sich und erkennt sofort den Fehler, mein Handy ist SIM-locked, so ein Mist, das kann ich also vergessen, die einzige Alternative wäre hier ein Cingular Mobile Phone zu kaufen.

Wir packen zusammen und fahren nun erst mal zu einem Wal Mart SC, unsere Einkaufsliste haben wir schon lange zusammengestellt, aber es dauert doch 2 Stunden bis wir alles haben. Dann lassen wir uns per GPS und Street Atlas Street Atlas:
Navigationsprogramm für PC von der Fa. Delorme
zu Caseys Camera lotsen, wo ich noch Zubehör für den Foto kaufe. Die Einkaufstour geht weiter, nach Henderson, dort habe ich bei einem Internetshop ein Garmin GPS 60 CSx bestellt, für 441 $ ein absolutes Schnäppchen.
Der Street Atlas ziert sich etwas den Weg zum nächsten Ziel, einem AAA AAA:
American Automobile Association = Amerikanischer Automobilclub
Office, anzuzeigen. Wir sind damit noch nicht so vertraut, aber finden das Office, leider ist es zu und es hängen Infos im Fenster, dass sie umgezogen sind. Also tippe ich eine andere Adresse ins Suchfeld und wir werden kreuz und quer durch eine Residential Area Residential Area:
Wohngebiet
zum nächstgelegenen AAA Office geleitet, echt Klasse, diesen Weg hätte ich mit Karte nie gefunden. Dort bekomme ich die gewünschten detailed Karten und Tourbooks Tourbook:
Ein Buch mit Informationen zu Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Restaurants, die es für jeden Bundesstaat gibt
, aber nur auf Nachfrage. Man muss schon wissen was es gibt und was man will, sonst werden nur die Standarkarten ausgegeben. Zum REI REI:
Recreation Equipment Inc. = Laden für Freizeit- und Campingzubehör
ist es von hier aus nicht mehr weit und so stehen wir nach einer kurzen Suche im Shop und suchen uns Trekking Sandalen aus. Ich nehme noch einen Leatherman und ein 10 m Seil mit, dann sind wir fertig mit der Shopping Tour und ist es noon, wir haben Hunger.
Ein Stück zurück haben wir einen Panda Express gesehen, dort gibt es unser geliebtes Orange Flavoured Chicken, hmm lecker.

Über den Hoover Dam, wo man mehrere umgestürzte Kräne sehen kann, fahren wir nach Kingman, hier ist das Benzin laut Internet am günstigsten. Wir tanken für 2,43 $ aber weiter unten kostet Regular nur 2,29 $, na ja was solls. Dann geht's ostwärts auf der I-40 und um kurz nach 18:00 Uhr erreichen wir das Days Inn in Flagstaff. Es hat hier nur kalte 12 °C und wir zippen die Hosenbeine wieder an.
Da es schon langsam dunkel wird fahren wir auch gleich in die Oldtown, Klick mich und ich werde gross...aber außer unzähligen Bars und Restaurants haben die meisten Läden schon geschlossen; zudem wird es ganz schön kalt, obwohl wir warm angezogen sind. Nächstes Ziel ist das Outback Steakhouse, außerhalb der Stadt gelegen. Wir werden per Handschlag begrüßt, man freut sich, dass wir heute Gäste sind und wir werden geseatet. Als Vorspeise bestellen wir eine Blooming Onion und ein Sam Adams dazu. Da wir gar nicht so viel Hunger haben bestellen wir ein 12 oz Sirloin Steak mit Backed Potato für uns beide, was gar kein Problem ist. Das Essen wird auf zwei Tellern verteilt serviert, sogar der Salat, und der ist als halbe Portion schon groß genug. Die Steaks sind so was von perfekt, wirklich super. Eine sehr gute Entscheidung hierher zu gehen. Zurück im Motel falle ich todmüde ins Bett und schlafe sofort ein, den Bericht schreibe ich dann lieber morgen früh.

Gefahren: 284 mi
Übernachtung: Flagstaff - Days Inn 50,15$

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3. Tag - Donnerstag 21. September

Flagstaff - Chinle

Heute ist eigentlich erst der Erste richtige Urlaubstag für uns, jetzt geht's los.
Um 5 Uhr wache ich auf und setze mich auch gleich ans Notebook, den Bericht schreiben und die Bilder von den Kameras laden und sichten. Das GPS wird für heute programmiert und um kurz nach 6 gehen wir zum Frühstück rüber in die Lobby. Es ist ein wunderbar klarer aber auch kalter Morgen, uns fröstelt es ganz schön. Das Frühstücksangebot ist groß und es gibt genügend Tische und Sitzplätze, obwohl eine ganze Reisegruppe aus Frankreich auch schon da sind. Nach dem Frühstück gehe ich noch ins Internet und lade Bilder und Bericht hoch, schreibe ein paar Mails und schon sitzen wir im Auto.

Klick mich und ich werde gross...Jetzt geht es erst mal zum Bahnhof, Züge gucken. Ich parke gegenüber dem Bahnhof und der Erste Zug dröhnt schon und fährt vorbei. Kurz darauf der Nächste. Auf den Gleisen stehen 2 Loks, die ich mir noch aus der Nähe ansehe. Elke findet einen alten Gleisnagel, dieser wir als Souvenir eingepackt, bin total happy darüber. Von Westen kommt schon der Nächste Zug, heute geht es ja Schlag auf Schlag, ich knipse und mache auch ein paar Videos.
Die Fahrt geht weiter nach Osten, vorbei an Winslow und Holbrook, dann biegen wir nach Norden ab und machen halt an der Hubell Trading Post. Ein Stück nach Ganado machen wir uns Sandwiches, es ist jetzt teilweise bewölkt und das Thermometer zeigt 15 °C an. Dafür haben wir hier ein schönes Panorama.

Klick mich und ich werde gross...So nun wollen wir aber im Programm Fortfahren und unseren Ersten Trail fahren und gehen. Wir biegen auf eine Gravel Road Gravel Road:
ungeteerte Strasse
ab, die große Pfützen aufweist, der Batz schmiert die Reifen zu und bleibt im Radkasten kleben, wirKlick mich und ich werde gross... kommen aber trotzdem noch ganz gut durch, da es auch immer wieder trockene Stellen gibt. Allerdings erweist sich die Beschreibung, die ich erhalten habe als falsch. Klick mich und ich werde gross...Wir stehen immer wieder vor einem Privatgrundstück und es geht nicht weiter. Dank GPS und der Delorme Topo Map finden wir einen anderen Weg, der sich als schöne 4WD 4WD:
4 Wheel Drive = Allradantrieb
Strecke rausstellt und fahren so nahezu bis vors Ziel. Die Felsen hier sind wirklich schön und es gefällt uns ausgesprochen gut, auch dass wir den Arch jetzt gefunden haben. Wir steigen in den Arch und laufen dann querfeldein zum Needle, dabei sehen wir einge Rinder sowie ein totes Pferd.

Klick mich und ich werde gross...Da wir sehr früh in Chinle ankommen entscheiden wir uns noch zum Canyon de Chelly zu fahren, der eigentlich heute nicht auf dem Programm stand. Auf Klick mich und ich werde gross...dem South Rim Drive Rim Drive:
Strasse entlang einer Abbruchkante
fahren hinter bis zum Spider Rock Overlook. Auf dem Rückweg sehen wir uns auch noch die anderen Aussichtspunkte an. Ein schöner Ausklang eines doch sehr schönen Tages. Im Best Western in Chinle haben wir vorgebucht und beziehen unser Zimmer. Essen gibt es heute von der schnellen Sorte bei BK.

Gefahren: 247 mi
Gelaufen: 2,4 km
Übernachtung: Chinle - BW 106,29$

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4. Tag - Freitag 22. September

Chinle - Page

Aufgewacht bin ich schon um 5, aber ich habe noch eine Stunde länger weitergedöst. Frühstück gibt's im Restaurant nebenan, das aber nicht im Zimmerpreis eingeschlossen ist. Also nutze ich die Gelegenheit und bestelle mir ein Tsegi Overlook Breakfast. Das besteht aus Rührei, Bacon und Hashbrowns, sowie 2 Pancakes mit Sirup. Für mich der Frühstücksklassiker.
Der Tag beginnt stark bewölkt und auf dem Weg nach Kayenta beginnt es leicht zu regnen und mit nur 9 °C ist das eigentlich nicht das Wetter, dass wir von Arizona gewöhnt sind. In Kayenta tanken wir noch auf, mit 2,43$ ist es etwas günstiger als in Chinle.
Klick mich und ich werde gross...Über ein Viehgatter geht aus auf einen zunächst sandigen 4WD Trail. Die Wegbeschreibung stimmt wieder nicht ganz, bzw. es fehlen Details und so fahren wir nach Topo Map und GPS. Der Schwierigkeitsgrad des Trails nimmt zu und es geht jetzt auch über Fels auf und ab, es sind auch immer wieder sehr sandige Passagen zu durchfahren, die wir uns erst mal zu Fuß ansehen. Der Weg geht auch über nackten Fels, so dass man gar keine Spuren mehr sieht. Ein Auto ist hier eh schon lange nicht mehr gefahren, dafür sehen wir viele wilde Pferde. Auf einem Hügel lassen wir den GMC dann stehen, denn die Abfahrt von dort uns doch zu heftig und laufen die letzten 1,5 km.
Klick mich und ich werde gross...Der Arch war früher mal ein Alcove, wobei der innere Teil abgestürzt ist und den Bogen zurück gelassen hat. Es geht senkrecht und weit nach unten, der Blick unter dem Arch durch auf den darunter liegenden Canyon ist fantastisch, da es dort sehr grün ist und Wasser im Creek fliest. Wir steigen auf den Arch, was nicht sehr schwierig ist und machen im Windschatten Brotzeit. Dann Klick mich und ich werde gross...lockern die Wolken endlich auf und die Sonne kommt zum Vorschein, was ein ungleich schöneres Bild auf die Landschaft und den Arch bietet.
Wir machen uns auf den Rückweg und kommen durch die warme Kleidung jetzt ins schwitzen. Die Rückfahrt hat dann an den etwas schwierigeren Stellen noch etwas Aufregung zu bieten, aber der GMC ist gut geländetauglich.

Die weitere Fahrt nach Page verläuft unspektakulär und das Wetter ist jetzt wieder super. Im neuen Walmart sehen wir uns noch etwas um und Elke versucht sich wieder mal am Self-Checkout. Ich rufe dann noch beim BLM BLM:
Bureau of Land Management = Behörde des amerikanischen Innenministeriums, die öffentliches Land verwaltet
Office in Kanab an, da wir morgen Permits Permit:
Genehmigung zum Betreten eines Gebietes
für die Coyote Buttes South brauchen, es gibt noch welche, die können wir an der Paria Contact Station abholen. Dann checken wir im Super 8 ein, da klingelt das Mobile Phone, Rainer (Wiley E. Coyote) ist dran, wir machen einen Treffpunkt für heute Abend zum essen aus.
Rainer und Nicole haben wir auf dem Safeway Parkplatz aufgegabelt und sind zu Zapatas gefahren. Es gab natürlich von allen viel zu berichten und so war das Abendessen sehr kurzweilig. Hinterher sind wir dann vor das Empire Motel gefahren um dort ein WLAN zu erwischen und den Bericht hochzuladen.
Da im TV nichts mehr sehenswertes kam haben wir uns auch ziemlich bald schlafen gelegt.

Gefahren: 193 mi
Gelaufen: 4,4 km
Übernachtung: Page- Super 8 67,50$

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5. Tag - Samstag 23. September

Page - Vermilion Cliffs NM

Ich bin schon wieder um 5 wach, verhalte mich aber bis halb 7 ruhig, dann gehen wir Frühstücken und ich buche noch für Sonntag ein Zimmer hier. Beim Brille putzen bricht mir der rechte Bügel ab, das darf doch nicht wahr sein, so eine Sch…e. Was nun? Wir packen zusammen und fahren erst mal tanken, dann zum Walmart. Der Optiker macht erst um 9 auf, also eine Stunde rumbringen, im Walmart kein Problem. Dann ist endlich 9 Uhr, die Frau beim Optiker kann uns leider nicht helfen, sie braucht ein Rezept, sonst darf sie keine Kontaklinsen oder eine Brille verkaufen. Der Arzt macht aber erst am Montag wieder auf. Ich krieg voll die Krise, tagsüber hab ich ja noch die Sonnebrille, aber was mach ich am Abend?
Wir fahren jetzt aber erst mal los, dann fällt uns ein, dass ich ja zuhause eine Ersatzbrille habe, nur wie bekommen wir die? Nach dem Staudamm halte ich noch mal und rufe die ADAC Notrufnummer an, dort wird mir zwar nicht geholfen, aber unser Gedanke, die Brille per Express schicken zu lassen, scheint wohl die beste Idee, also fahren wir weiter und verschieben den Anruf daheim auf morgen Abend, jetzt am Wochenende geht sowieso nichts und wir wollen endlich mit unserem Programm anfangen.

Schnell sind wir an der Paria Contact Station und bekommen für morgen 2 Permits für die Coyote Buttes South. Heute wollen wir zur White Pocket. Der Ranger warnt uns noch vor dem tiefen Sand und fragt uns, ob wir auch eine Schaufel, genügend Wasser und Essen bei uns haben. Wir können die Fragen mit einstimmigem "Ja" beantworten und sind somit besser ausgerüstet, als manch anderer. Dann geht's auf die House Rock Valley Road und vorbei am Wirepass Trailhead. Der Weg zur Poverty Flat ist dann schon etwas heftiger, aber nach der Ranch wird es richtig wild.
Tiefer Sand und ausgefahrene Spuren fordern doch große Aufmerksamkeit, wir kommen aber überall noch durch. Auf dem letzen Hügel vor der White Pocket halten wir und gehen den Weg ab, es ist steil, sandig und ein Kurve hat die Abfahrt auch noch. Wir überlegen ob wir da auch wieder rauf kommen und entscheiden uns doch runter zu fahren, was kein Problem ist. Schnell erreichen wir die White Pocket, den kleinen Hügel kommen wir nicht hinauf, was mich doch etwas nachdenklich Klick mich und ich werde gross...macht, wenn wir morgen den weitaus größeren Hügel wieder hoch wollen.

Klick mich und ich werde gross...Wir essen erst mal Mittag und gehen dann los, das Gebiet ist wirklich fabelhaft und wie der Ranger schon sagte, schöner als die Wave. Wir steigen überall herum und sehen uns alles an, die Area ist nicht so riesig. Dann gehen Klick mich und ich werde gross...wir zurück zum Auto und da sehen wir zwei große, zwar schon ziemlich trockene, breite Bretter herrenlos herumliegen, die wir vorsichtshalber entnageln und mitnehmen, für den Fall, dass wir morgen bei der Auffahrt auf Klick mich und ich werde gross...den Hügel etwas zum Unterlegen benötigen. Wir fahren ein Stück zurück und parken auf einer ebenen Fläche, hier wollen wir unser Nachtlager aufschlagen, wir sammeln noch Klick mich und ich werde gross...Feuerholz (der Ranger im BLM hat uns dafür grünes Licht gegeben) für den Abend und machen uns dann zu Fuß wieder auf den Weg um die Golden Hour einzufangen. So gehen wir am Abend noch mal das ganze Gebiet ab und sehen auch in der Ferne den Bryce Canyon, Cobra Arch und Yellow Rock, auf der anderen Seite sind der Top Rock und die Teepees zu sehen, einen super Blick hat man von hier. Dann tauchen noch 3 andere Personen auf, verschwinden aber wieder ziemlich rasch.

Klick mich und ich werde gross...Wir gehen zum Auto zurück und räumen alles für die Nacht um. Ich mache Feuer und wir essen gemütlich zu Abend. Es wird ganz schön kalt, aber das Feuer wärmt uns gut, mal sehen wie die Nacht wird.

Gefahren: 75 mi
Gelaufen: 7,7 km
Übernachtung: White Pocket - Im Auto 0$

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6. Tag - Sonntag 24. September

Vermilion Cliffs NM - Page

Die Nacht war bitter kalt, wir sind immer wieder aufgewacht, wegen der Kälte und weil wir uns nicht ganz ausstrecken können. Die Erholung war somit nicht gegeben. Am Morgen hatte es um die 0 °C und ich war froh als die ersten Sonnenstrahlen zu sehen waren.
Klick mich und ich werde gross...Wir gingen auch sofort los um die White Pocket bei Sunrise zu erleben, das Laufen brachte auch wieder Wärme in den Körper. Nach einer nicht ganz so ausgiebigen Begehung, gingen wir auch wieder zum Auto zurück.
Zuerst wurde alles wieder umgebaut und an seinem Platz verstaut, dann gab es Frühstück. Was Warmes zum trinken gab es leider nicht, so gut sind wir dann doch nicht ausgerüstet. Dafür gab die Asche noch genügend Wärme ab, um die Hände zu wärmen. Nach dem Frühstück noch ne Katzenwäsche aus der Solardusche, die natürlich auch kalt war. Um uns vor der gefürchteten Auffahrt im Sand vorzubereiten, Klick mich und ich werde gross...legte ich schon mal den Klappspaten parat und ließ etwas Luft aus den Reifen.
Das Abenteuer Rückfahrt kann beginnen. Durch etliche Kurven, die ich schon etwas zügig nahm, kam unsere Dachlast ins Rutschen und krachte herunter. Dabei bekamen die Seitentüren oben ein paar Schrammen ab; die Bretter wieder aufs Dach gepackt, noch mal fest verschnürt und weiter gings. Ich war die ganze Zeit auch am Überlegen mit welchem Gang ich da hoch sollte, wenn ich die Untersetzung zuschalte, dann büße ich dadurch Geschwindigkeit ein und damit, zeigte meine Erfahrung im Sand, hat man immer noch die besten Chancen durch tiefen Sand zu kommen. Gerade wenn die Reifen nicht das nötige Profil haben. Also ließ ich den Schalter auf 4H, um mit genügend Schmackes auf den Hügel zu kommen und was soll ich sagen, es klappte, wir wurden zwar gefährlich langsam, aber ich achtete immer nicht zu viel Gas zu geben um optimale Traktion zu haben. Oben angekommen musste ich erst mal tief durchatmen und dann die Bretter abladen. Wer also an dieser Stelle ein Problem haben sollte, kann die angeschleppten Bretter nun gerne benutzen.
Ca. 1 km weiter stehen 2 Jeeps Laredo auf der Piste und sind wohl gerade am wenden. Es sind 6 Münchner, die sich nicht mehr sicher sind auf dem richtigen Weg zur White Pocket zu sein. Wir erklären ihnen den weiteren Weg und warnen vor der Abfahrt. Die wollen aber plötzlich nicht mehr weiter und überlegen von hier aus zu laufen. Ich hoffe ich konnte sie überzeugen doch zumindest auf den Hügel zu fahren und von dort aus zu starten, da sie ihrem Jeep auch nicht allzu viel zutrauen, der permanente Allrad und die niedrigere Bodenfreiheit ist nicht gerade hilfreich für diese Strecke, ja sogar gefährlich.

Klick mich und ich werde gross...An der Ranch biegen wir rechts ab und fahren hinter bis zum Cottonwood Trailhead, auch diese Piste ist sehr sandig und man muss schon gut aufpassen sich nicht fest zu fahren. Dort packen wir unseren Rucksack und ziehen los in die Coyote Buttes South. Die ersten Teepees sind schon super und davon gibt es hier jede Menge. Die Farben und Formen sind Wahnsinn. Das Gebiet ist riesig und hinter jedem Butte Butte:
Fels oder Hügel der einzeln steht
ist eine neue spektakuläre Ansicht zu sehen,Klick mich und ich werde gross... ich komme aus dem Knipsen nicht mehr raus. Wir steigen dann in das Tal ab und auf der anderen Seite wieder rauf. Was aber auffällt sind etliche zerstörte Felsplatten, das ganze Gebiet ist doch sehr fragil, es lässt sich aber nicht immer verhindern auf zerbrechliche Stellen zu treten. Viel los ist heute hier nicht, wir sehen nur in der Ferne 2 Leute laufen, es standen aber schon 3 Autos am Trailhead, aber wie schon gesagt, Klick mich und ich werde gross...das Gebiet ist groß und so bleibt genügend Freiraum für jeden.
Super ist auch die Fernsicht von hier aus, genau wie weiter östlich von der White Pocket hat man von hier einen Super Überblick auf das Paria Plateau. Man sieht in der Ferne den Bryce, Mollis Nipple, Yellow Rock, Castle Rock, das Hoodoo Gebiet östlich der 89, den Cobra Arch und natürlich den Top Rock mit den Teepees von der Rückseite. Einfach der Wahnsinn und diese Ruhe dazu, traumhaft und um einiges schöner als die Wave. Klick mich und ich werde gross...

Nach 4 Stunden und einem steilen Aufstieg mit Klettereinlage auf das Plateau sind wir wieder zurück am Trailhead. Die Rückfahrt klappt gut, mittlerweile habe ich das "im Sand fahren" ganz gut drauf. Nach der Ranch ist der Großteil des tiefen Sandes vorbei und es kommen wieder mehr felsige Abschnitte, deshalb fülle ich in die Reifen wieder Luft nach, so dass wir wieder normalen Reifendruck haben. Bis wir allerdings die House Rock Valley Road erreichen dauert es ziemlich lange.
Wir entscheiden uns, nach Süden abzubiegen um auf der 89A zurück nach Page zu fahren. Die Vermilion Cliffs sind bei Cliff Dwellers sehr beeindruckend, allerdings ist der Sonnenstand für gute Fotos ungünstig, genauso wie an der Navajo Bridge. Um 16:30 Uhr sind wir im Motel und treffen am Parkplatz Jochen und Rosi aus dem Forum mit ihrer frisch verheiraten Tochter und Ehemann. Die ziehen noch mal los zum Toadstool. Wir verabreden uns eventuell beim Italiener und gehen aufs Zimmer. Dort steigen wir sofort in die Dusche, das tut gut. Elke wirft dann die Waschmaschine an und ich buche die nächsten Übernachtungen und schreibe eine Email nach Hause, wegen meiner kaputten Brille.
Um 18:30 Uhr haben wir uns mit Rainer und Nicole beim Italiener verabredet, der hat allerdings zu, so dass wir als Alternative zu Strombolis (ein anderer Italiener) gehen. Wir warten lange auf unser Essen, haben uns aber auch viel zu erzählen, so dass die Zeit kein Problem ist. Was auch hier wieder auffällt ist, dass der Tip bereits auf der Rechnung steht. Beim gehen sehe ich dass jochenrosi auch im Restaurant sind, leider haben wir uns vorher nicht gesehen. Zurück im Motel, widme ich mich dem Tagebuch und sichte erst mal die Vielzahl an Bildern.

Gefahren: 98 mi
Gelaufen: 7,0 km
Übernachtung: Super 8 - Page 67,50$

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7. Tag - Montag 25. September

Page - Escalante

Heute habe ich das erste Mal bis um 6 geschlafen, Aufstehen war dann um 7. Im Frühstücksraum war es zum Glück nicht so voll und ich hab erst mal Emails gecheckt, Meine Ersatzbrille wurde per UPS aufgegeben und ich habe jetzt eine Tracking Number und kann die Sendung verfolgen, am 27. soll das Paket in Blanding ankommen, also einen Tag früher als wir.
Vor unserem Zimmer haben wir dann noch Jochen und Rosi getroffen und uns kurz ausgetauscht, dann hat Elke noch ein paar Sachen gebügelt, die sie gestern gewaschen hat. Um 8:30 Uhr sind wir los, erst zum Tanken dann zum Walmart, Lebensmittel und wärmende Unterwäsche für mich einkaufen, Elke hat sich eine Fleecedecke mitgenommen, damit es beim nächsten Outdoorcampen etwas wärmer ist.

Klick mich und ich werde gross...Wir verlassen Page und fahren von der 89 auf die Cottonwood Canyon Road. Heute sehen wir uns nochmals den Yellow Rock an, allerdings nicht direkt sondern von der Brigham Plains Road aus. Die Auffahrt ist extrem steil und sehr schmal, die Kehren eng, aber da es trocken ist, durchaus machbar. Der Blick auf den Yellow Rock ist von hier oben sehr schön auch Mollis Nipple kann man direkt dahinter gut sehen. Wir fahren langsam wieder bergab und weiter Richtung Cannonville.
Am Trailhead zu den Cottonwood Narrows halten wir und gehen in den Canyon rein, wir wollen nur mal sehen wie es darin so aussieht. Gleich zu Beginn liegt Klick mich und ich werde gross...eine kleine Schlange auf dem Weg und ich wäre beinahe drüber gelatscht. Sie bewegt sich aber auch gar nicht vom Fleck. Nach einem kurzen Stück mit großen Felsbrocken und steil aufragenden Canyonwänden weitet sich dieser wieder und ist nicht mehr sonderlich spektakulär. 15 Minuten später drehen wir wieder um; der Trail würde 3 Meilen nördlich wieder auf die CCR münden.
Kurz vor der Durchfahrt des Paria Rivers, stehen Autos und Menschen auf der Strasse, was ist da los? Ein Bagger hat ein Loch quer über die Strasse gegraben und ist dabei ein Drainagerohr zu versenken. Es dauert wohl nur 10 Minuten dann kann es weiter gehen.

In Cannonville gehen wir noch kurz ins Visitor Center und informieren uns über diverse Trails an der CCR; die Auskunft ist aber recht mager. Schnell erreichen wir Escalante und gehen auch dort ins Visitor Center, um uns für die bevorstehenden Trails zu informieren. Da auch das Wetter mitspielt, dürfte alles kein Problem sein. Wir checken im Escalante Outfitters ein und treffen auch gleich Rainer und Nicole im Laden. Natürlich ratschen wir ein paar Minuten bevor wir unsere schnuckelige Cabin beziehen.
Klick mich und ich werde gross...Sie ist zwar nicht sehr groß, aber gerade das macht es doch aus. Da wir hier auch Internet haben, können wir endlich wieder mit dem Notebook Online sein und Mails lesen und den Bericht abliefern. Ich schmeiße auch gleich die Kohlen in den Grill und zünde das ganze an, schon Klasse diese One Match Kohlen, denn die brennen wirklich sofort. Nach ein paar Minuten sind die Kohlen heiß genug und wir können unsere 3 Sirloin Steaks brutzeln, dazu gibt es mixed salad und Garlic Bread.
Es riecht schon ganz lecker und das Miller schmeckt auch schon beim Grillen. Die Steaks sind wirklich super im Geschmack, obwohl wir sie nur mit Salz und Pfeffer würzen, auch super zart, ein echt gelungenes BBQ im Sonnenuntergang.
Nach dem Essen schreibe ich den Bericht und sichte die Bilder, damit ihr auch wieder was zu lesen habt, dann werde ich noch die Dusche testen und in die Heia gehen. Morgen gibt es schon wieder keinen Bericht, da wir dann wieder Outdoor übernachten.

Gefahren: 112 mi
Gelaufen: wenig
Übernachtung: Escalante Outfitters 49,90$

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Karte von Delorme
© by Andy Scheidle