USA 2005
Red Rock Fanatic Tour
Eine Reise durch die Staaten Nevada, Arizona, New Mexico,
Colorado und Utah zu bekannten und weniger bekannten Orten, 28 Tage
vom 15. September bis zum 13. Oktober 2005.
4. Woche
22. Tag Donnerstag 6.10.05
Page - Wahweap Hoodoos - Glen Canyon
Dam - Page
Heute will keiner von uns beiden aus den Federn, dabei
ist wieder perfektes Wetter und wir sollten uns doch beeilen. Um 7:30
Uhr schaffen wir es dann doch, in Ruhe Frühstücken und los,
auf unseren geliebten Highway 89. Die Anfahrt zu den Wahweap Hoodoos
dauert 1:15 h und ist auf der Gravelroad ganz schön holprig. Dafür
ist es mit einer Meile zur ersten Location nur ein gemütlicher
Walk. Es hat 15 C und ist recht frisch, da ich bereits Halsschmerzen
habe ziehe ich mir heute einen Fleece über.
Wir sind etwas zu spät dran, aber das wussten wir
ja schon, denn die Hoodoos sind nur bei Sonnenaufgang alle schön
beleuchtet. Jetzt liegt der Großteil bereits wieder im Schatten
und für Profifotografen können keine perfekte Bilder mehr
gemacht werden, aber dazu zähle ich mich ja nicht. Wir gehen alle
Locations ab und sind schon schwer beeindruckt von diesen weißen
fragilen Strukturen, auch Cryptobiotische Kruste ist überall vorhanden.
Nach einer Stunde haben wir alles gesehen und machen uns wieder auf
den staubigen Rückweg.
Es ist noch viel Tag übrig aber jetzt noch eine anderen
Canyon anfahren dazu habe wir keine Lust. In den letzten Tagen war doch
viel Programm und eine Pause tut gut, aber was dann tun? Page bietet
für diese Fälle für uns nicht genügend Abwechslung,
den Walmart kennen wir bereits und in der Elm Street Shopping Mal sind
wir ja auch schon durch. Aber den Glen Canyon Staudamm haben wir noch
nicht besichtigt und fahren jeden Tag daran vorbei, also los.
Kurz
vor halb eins sind wir durch die Sicherheitskontrollen durch und stehen
am Desk, die nächste Tour startet um 12:30 Uhr, aber die ist schon
voll, also tragen wir uns auf die Liste für 13:30 Uhr eintragen
und haben so noch Zeit was zu essen. Das wird heute bei BK eingenommen
und pünktlich sind wir zurück und sehen uns das große
Modell des Lake Powell an, als ein Guide auf mich zu kommt und mir verschiedene
Punkte zeigt. Als ich auf seine Frage, woher wir sind antworte aus Germany,
spricht er deutsch mit uns. Er war lange Zeit in Wien und hat hier im
Kraftwerk als Elektroingenieur gearbeitet, nach seiner Pensionierung
hat er den Job als Guide im Visitors Center angenommen. Unsere Tour
starten, wird aber nicht von ihm geleitet, wir fahren mit dem Aufzug
auf den Dam und sehen uns dort zu beiden
Seiten
um, bevor es ganz nach unten zum Kraftwerk geht. Ich könnte jetzt
mit Zahlen umherwerfen aber das lasse ich lieber. Nach 45 Minuten endet
die Tour wieder oben, wo gerade eine Rangerin die Skorpione des Südwesten
erklärt, auch welche folgen ein Stich hat, bislang haben wir Glücklicherweise
keine Bekanntschaft damit gemacht, ich kann darauf verzichten. Um den
Dam vollständig gesehen zu haben, fahren wir noch zum Dam View
Point und schießen auch hier noch 2 Fotos, bevor es zum Safeway
nach Page hoch geht. Ich brauche dringend Halsbonbons, da die schmerzen
schlimmer geworden sind, danach fahren wir noch etwas durch die Straßen
auf der Suche nach einem Antik Shop, aber so was hat Page anscheinende
nicht, ist ja erst 1957 gegründet worden, als Wohnort der Arbeiter.
Im Motel lege ich mich eine Stunde aufs Ohr und erledige
das Tagesgeschäft am Notebook hinterher. Zum essen gehen wir heute
ins Glen Canyon Steakhouse, der Laden ist propevoll, aber wir bekommen
gerade noch einen Tisch. Nebenan sitzt eine Gruppe Asiaten und die haben
die T-Bone Steaks bestellt. Ich glaube die haben hier einen Jurassic
Park, den die Steaks müssen von Dinos sein, so dick und riesig.
Ich bestelle die Baby Back Ribs, Elke die Beef Ribs, sie sind Klasse,
das Fleisch fällt vom Knochen und schmeckt lecker. Die Beef Ribs
sind glaube ich auch von einem Dino, die Knochen sind ja Wahnsinn. So
das wars für heute, Good Night.
Gefahren: 104 mi / 167 km
Gelaufen: 5,2 km
nach oben
23. Tag Freitag 7.10.05
Page - Buckskin Gulch - Kanab
Diese Nacht habe ich schlecht geschlafen, immer noch Halsschmerzen
dafür ist es wieder ein perfekter Tag. Heute müssen wir alles
zusammen packen und gehen danach runter zum Frühstück. Das
Super 8 hier kann man wirklich empfehlen, schöne große Zimmer
mit Balkon leider haben sie kein WiFi und Kühlschrank sonst wäre
es perfekt. Bei Maverick tanken wir den Dodge noch voll und fahren zum
letzten mal in diesem Urlaub auf die 89. Das Ziel ist heute wieder der
Wirepass Trailhead. Leider dürfen wir heute nicht zur Wave, es
wäre wirklich der perfekte Tag dafür. Es ist auch wieder warm
geworden mit 28 C, das sind doch wieder Temperaturen so wie wir sie
gewöhnt sind, allerdings ziehen wir uns trotzdem warm an, da wir
ja in den "Untergrund" absteigen.
Wir
gehen den Wirepass hinunter und springen über die beiden Drop Off.
Dann wenden wir uns nach rechts in die Bucksin Gulch, Wir wurden ja
vorgewarnt, das es muddy ist und Pools hat und das geht gleich am Eingang
los. Hier stehen schon 3 paar dreckige Stiefel und wir ziehen auch die
Trekkingschuhe aus und schlüpfen in die Sandalen, krempeln die
Hose hoch und tasten uns mit den
Trekkingstöcken
vor. Die Stöcke sind wirklich von Vorteil, da der Untergrund in
den Pools rutschig, nicht zu sehen und uneben ist, so kann man sich
abstützen und langsam geht es durch den eiskalten Schlamm. Eigentlich
braucht man hier Neoprensocken und gute Sandalen, haben wir leider nicht.
Es ist sehr mühsam sich da durch zu kämpfen, ich glaube es
waren 6 Pools bis eine Strecke kam die relativ trocken war. An einem
Punkt als die Gulch genau nach Süden verläuft und so die
Mittagssonne
mal den Boden berührt, machen wir Pause und wärmen uns wieder
auf. Mit geht es immer noch nicht so gut und das kalte Wasser trägt
bestimmt nicht zur Besserung bei. Nach einer halben Stunde machen wir
auch hier wieder kehrt und gehen zurück. Ein Paar kommt uns entgegen,
voll bepackt, sie wollen 3 Tage lang runter gehen und in den Paria River.
Am Wirepass wärmen wir uns wieder und ziehen wieder die Schuhe
an, der Schlamm klebt so heftig, das man ihn gar nicht ganz weg bringt.
Beim hoch klettern des größeren Drop Offs hat sich Elke auch
noch das Knie an. Zum Glück nichts schlimmes, nur eine Blessur
mehr.
Am Trailhead machen wir noch Mittag und fahren dann gemütlich
die 40 Meilen nach Kanab, dort suchen wir uns ein Motel und landen im
Bob-Bon-Inn, es sieht aus wie Blockhäuschen, die Zimmer sind verdammt
klein, aber OK. Internetanschluß, Kühlschrank und Micro gibt's
im Zimmer, irgendwie hat das auch noch Platz, aber leider kein Frühstück.
Wir duschen uns den Schlamm ab und heute bekommt der Dodge auch noch
eine Dusche. Der gröbste Dreck ist nun weg und er sieht wieder
sauber aus. Wir schauen uns noch zwei Läden an, die noch offen
haben, wir sind ja wieder in Utah und die sind eine Stunde voraus. Es
fahren zwei Busse mit French People vor und überfluten die Shops,
da verziehen wir uns und essen in einem Burgerladen einen Red Burger
mit Onion Rings und French Fries.
Gefahren: 101 mi / 163 km
Gelaufen: 7,4 km
nach oben
24. Tag Samstag 8.10.05
Kanab - Sand Wash Slot - Hurricane
Heute stehen wir ja durch die Utahzeit erst um 8:00 Uhr
auf, obwohl der Wecker um 7 piept. Frühstück gibt´s
hier leider nicht, nur Kaffee und heißes Wasser. Elke hat noch
Teebeutel, Cornflakes und Milch, ich habe gestern noch 3 Donuts für
1 $ gekauft. Es ist mit 9 C sehr frisch und ich muß mir dringend
was überziehen, sonst werde ich noch richtig krank. Die Halsschmerzen
haben etwas nachgelassen.
Wir verlassen Kanab und sind kurz darauf in Mt. Carmel Junction, dort
wollen wir daheim anrufen, da meine Mami heute Geburtstag hat, aber
mit diesem Telefon funktioniert unsere Karte nicht, also weiter. Nicht
weit danach geht es auf eine private Gravelroad die als Zufahrt zu einem
Grundstück dient und für uns den Zugang zum Sand Wash Slot.
Der Slot Canyon hat keinen Namen und verläuft im Lower und Upper
Sand Wash. Wir parken vor dem Zaun, da auch hier schon ein Schild mit
Private Property steht, direkt dahinter fließt der Virgin River,
was nun? Die Road geht durch den Fluß und mit unserem Dodge könnten
wir gut durch, aber da es Privatgelände ist hat Elke doch bedenken
und will zu Fuß weiter. Also noch mal zurück die kleinen
Handtücher holen und ein Kneipp Bad im kalten Fluß genommen.
Es liegt jede Menge Schrott und Müll herum, zig
Container und alte Wohnwägen und auch zig alte ATV´s. Der
Besitzer selber wohnt wohl in dem am Besten aussehenden Wohncontainer,
auch davor nur Gerümpel. Wir befürchten schon einen großen
bissigen Hund, aber bislang ist nichts zu hören. Ich gehe vor den
Eingang und rufe ein freundliches "Hello" als sich die Tür
öffnet noch ein "Good morning Sir" hinterher. Neben der
Tür steht sein Gewehr und ein kleiner harmloser Hund springt mit
heraus. Wir fragen ob es erlaubt sei sein Land zu betreten um in die
Cave zu gelangen. Er fragt erst woher wir sind und meint dann, ja das
ist OK. Erklärt uns noch den Weg und meint dann, wir können
auch mit dem Auto fahren wenn wir 4WD haben. Als ich das Auto holen
will, sagt er, dass er uns mit seinem ATV rüber fährt, er
muß aber erst noch Schuhe anziehen. Also los, er setzt uns an
unserem Auto ab und wir fahren bis vor seinen Wohnwagen und steigen
aus. Er zeigt uns dann seinen Garten, mit Grind Steinen, die er auf
seinem Grundstück gefunden hat, auch einen Stein der wohl als Steinhammer
benutzt wurde. Dann geht er in den Wohnwagen und holt zwei Bilderrahmen
heraus, in dem einen sind lauter Steinspitzen von Pfeilen und Scherben,
im anderen Rattles von den gleichnamigen Schlangen. Er erschießt
die meisten, da seine Enkel hier spielen, zum Schluß schenkt er
uns noch Pfauenfedern, die einfach so am Boden rumliegen. Wenn wir auf
der Straße weiter fahren, sollen wir mal einen Blick in den alten
Barn werfen, dort hält er Pfauen. Die Angler benutzen die Federn
wohl als Köder, ansonsten baut er Heu an und verkauft das, überall
läuft ja auch die Bewässerung, Wasser hat er ja im Fluß.
Sein Großvater ist aus Dänemark hierher gekommen als noch
viele Indianer hier gelebt haben und seitdem gehört dieses Land
seiner Familie. Wir waren wohl eine willkommene Abwechslung für
ihn, da er so gesprächig ist.
So
nun fahren wir aber los, kurz nach seinem Barn geht die Strasse in den
Sand Wash und Reifenspuren gehen diesen hinauf, also folgen wir. Dann
teilt sich der Wash, wir fahren erst rechts, sehen aber kurze Zeit danach
auf dem GPS, dass dies der Lower Sand Wash ist, wir aber wollen zu Upper.
Also umdrehen und dann weiter den Wash hoch. Der Wash macht seinem Namen
alle Ehre, ich hoffe dass ich überall durchkomme und nicht stecken
bleibe. Dann ist ein Zaun quer über den Wash gezogen und davor
hat der alte Mann, mit seinem Bagger eine Furche gezogen, so dass keiner
mehr durchfahren kann. Hier ist für die Fahrt Endstation. Zu Fuß
geht es weiter den Wash hoch, was sehr anstrengend ist. Wenn der Wash
einen Bogen macht kürzen wir direkt ab, da es auch hier besser
zu gehen ist. An einer
Abkürzung
ist ein ATV Pfad der immer weiter auf einen Hügel ansteigt, da
ich auf dem GPS sehe, das wir hinter dem Hügel wieder auf den Wash
stoßen, gehen wir. Mittlerweile sind wir nicht mehr ganz sicher,
ob der Upper oder der Lower nun für uns die einfachere Variante
ist. Wir sind geteilter Meinung, da wir aber nun schon so weit gegangen
sind, gehen wir weiter. Auf dem Hügel hat man eine schöne
Sicht auf die Berge, nur ist es mittlerweile total bewölkt. Wir
sehen den Wash von hier oben auch nicht mehr, also muß der Slotbereich
hier schon sein, also steigen wir in einer Rinne ab, wie geahnt verläuft
unter uns schon der Slot und es ist viel zu steil dort einzusteigen.
Wir müssen nun in diesem steilen Gelände einen Weg suchen
um wieder in den Wash zu kommen. Direkt vor dem Eingang rutschen wir
den Berg runter, unten steht ein Pickup und ein paar junge Leute sitzen
im Sand, ich frage wie sie hierher kommen, anscheinend geht von Mt.
Carmel eine
Gravelroad
über den Hügel, die dann in den Wash mündet.
Kurz nach dem Eingang hört auch der sandige Wash auf und wir gehen
nur noch über glatt geschliffenen Sandstein, der sich ständig
windet. Der Slot ist auch dermaßen hoch, dass man fast nie den
Himmel sehen kann. Durch die Wolken ist es auch sehr dunkel, aber ein
sehr schöner Slot Canyon. Ein paar Biegungen weiter ist ein Absatz
und darüber liegt noch ein großer Chuckstone, ich schätze
mal 3 m sind das gesamt. Es wäre wohl möglich da rauf zu klettern,
aber runter erscheint mir viel schwerer, Elke versucht es, aber ich
dränge doch zum abbrechen und wir gehen wieder zurück.
Auf dem Rückweg bleiben wir im Wash, man geht zwar sehr schwer
in dem tiefen Sand, aber so kann man sich nicht verlaufen. Mit dem Auto
kommen wir auch wieder gut zurück und halten noch kurz vorm Wohnwagen,
aber es ist keiner mehr da, also noch den Fluß durchqueren und
ab.
Da unser Nationalparks Pass abgelaufen ist, können
wir nicht mehr den Highway durch den Zion nehmen und fahren so aussen
herum. Wir nehmen aber die Straße am Coral Pink Sand Dunes State
Park als Abkürzung, obwohl ich nicht wusste dass diese auch mal
für ein Stück zur Sandpiste wird. Die zwei große Löcher
hat, die ich beide mit hoher Geschwindigkeit zielsicher traf. Das Gepäck
hinten hat sogar vor Freude gehüpft, aber die Kronkorken blieben
auf den Bierflaschen, also alles halb so wild.
Dann komme wir nach Colorado City, die Stadt wurde 1985 gegründet,
es stehen auch überall relativ große Häuser herum, das
ist für die Gegend schon ungewöhnlich. Wie wir später
erfahren, handelt es sich um streng gläubige Mormonen, die mit
ihren Großfamilien dort leben. Wir fahren durch bis Hurricane,
wo wir diesmal in der Travelodge einchecken. Fürs Days Inn konnten
wir per Internet nicht vorbuchen. Die Zimmer hier sind etwas älter
als im DI aber es ist OK. Im Zimmer bereiten wir unseren Lunch und können
auch telefonieren, prima.
Dann wollen wir zum shoppen, wir übernachten nur in Hurricane,
da die Zimmer in St. George so teuer sind, obwohl das nur 20 Meilen
sind und wir hier ja noch näher am Zion liegen. Das Outlet ist
zwar nur sehr klein, aber es hat ein paar schöne Läden. Wie
immer schlage ich bei Eddie Bauer zu und auch bei IZOD finden wir was,
zum Schluß gibt's in dem Schuhladen noch neue Sneakers und Stiefel
für den Winter. Als Abschluß essen wir im Panda Express unser
lieblings Chicken, es hätte natürlich auch noch ein Carl´s
Junior und ein Outback Steakhouse gegeben, da fällt die Wahl schwer.
Gefahren: 119 mi / 191 km
Gelaufen: 5,3 km
nach oben
25. Tag Sonntag 9.10.05
Hurricane - Valley of Fire - Las
Vegas
Wir können uns Zeit lassen und in Ruhe Frühstücken
auch wenn die Auswahl nicht so groß ist. Meine alten Sneakers
bleiben hier in Hurricane, sie sind zu ausgelatscht und seit Gestern
habe ich ja Ersatz. Bei Maverick tanken wir noch einmal und in Washington,
bei St. George, gehen wir noch in den Walmart, da wir noch was zu trinken
brauchen. Hier ist das Beef Jerkey auch viel billiger als bei Albertsons,
wir ärgern uns etwas und packen zwei Tüten mit ein, auch meinen
Starbucks Vanilla Frapucino bekomme ich hier wieder.
Bis
zum Valley of Fire ist es nicht allzu weit, man muß nur ewig durch
den langen Ort Overton fahren, das Wetter ist prima, mit 26 C nicht
zu heiß, gerade richtig. Am Elephant Rock stoppen wir, legen die
6 $ in den Umschlag und machen das erste Bild. Dann sehen wir uns nochmals
das Visitors Center an und fahren ganz hinter zu den White Domes. Für
den Trail war es uns letztes Jahr viel zu heiß, heute ist es perfekt
und wir gehen los. Halt, auf einem Schild steht, das der Trail 1,25
Meilen lang ist und kein Wasser verfügabar, also noch mal zum Auto
zurück eine Flasche holen, ich habe jetzt schon Durst. Der Trail
ist wunderbar, die vielen Farben sind fantastisch, auch einen kleinen
engen Canyon gibt es. Bis man sich
umsieht
ist man wieder am Parkplatz und dort lunchen wir unter dem Dach, wie
letztes Jahr. Der Wind bläst immer wieder ganz stark, so dass man
alles festhalten muß was davon fliegen kann. Bei den Mouses Tank
halten wir auch noch und gehen an den schönen Petroglyphs vorbei
bis hinter zu den Wasserlöchern, auch heute steht genügend
Wasser darin. Der Weg hierhinter ist nicht weit aber wieder mal sandig,
aber auch zu empfehlen. Von hier aus fahren wir schon zum Ausgang und
wieder auf die I-15 nach Las Vegas.
Wenn man aus den Bergen kommt und den ersten Blick auf
Las Vegas in dem Wüstental hat ist es doch immer wieder beeindruckend,
wie der Mensch mitten in dieser Wüste so eine Stadt erschaffen
hat und sie wächst immer weiter. Wir finden die Abfahrt in die
Downtown und stehen schon vor unserem Hotel für diese Nacht. Im
Lady Luck haben wir vorgebucht, zum einen weil es recht günstig
ist, zum anderen weil ich schon lange nicht mehr in Downtown war und
man von dort aus alles zu Fuß machen kann und das Auto kostenlos
im Parkhaus steht. Leider ist kein Nichtraucherzimmer mehr frei und
die Dame am Empfang meint, sie könne das Zimmermädchen vorher
mit einem Raumspray durchs Zimmer schicken, davon sind wir nicht so
begeistert und wir bekommen statt dessen eine Junior Suite angeboten.
Ohne Aufpreis versteht sich, das ist OK und wir machen uns auf den langen
Weg in den West Tower 19. Stock. Die Suite ist schön, natürlich
nicht alles nagelneu aber das haben wir ja auch nicht erwartet, es gefällt
uns. Leider gibt's hier kein WiFi und keinen Fön, na ja für
eine Nacht ist das wohl auch OK.
Wir
gehen dann die Fremont Street auf und ab, sehen uns das ganze bei Tageslicht
an, es hat sich schon einiges verändert als ich 91 das letzte mal
hier war. Zum Essen gehen wir dann wieder ins Lady Luck zurück
und nehmen das Buffet für 10,99. Es ist zwar nicht das super Buffet,
aber das Prime Rib ist gut und auch sonst kann man nicht meckern, auf
jeden Fall qualitativ besser als im Sahara. Mittlerweile ist es dunkel
und die erste Light Show in der Fremont Street haben wir nur kurz verpasst.
Jede volle Stunde gibt es was zu sehen, also ziehen wir nochmals durch
die Straße, es weht immer wieder ein kalter Wind durch und so
richtig heiß
ist
es heute auch nicht. Um 8 ist dann die Außerirdischen Show auf
dem riesen Display zu sehen. Ich finde die Show jetzt nicht so toll,
die Technik dagegen schon. Wir schlendern noch durch ein paar Souvenirläden
und Elke probiert den ein und anderen Kopfschmuck aus. Dann kommt schon
die nächste Show, mit verschiedenen Musiktiteln untermalt, gibt
es Tänze mit Feuer. Finden wir jetzt auch nicht so gut und verabschieden
uns dann in unsere Suite.
Gefahren: 180 mi / 290 km
Gelaufen: 1,6 km
nach oben
26. Tag Montag 10.10.05
Las Vegas
Der Wecker piept um 7, die Sonne scheint auch schon über
die Berge und erleuchtet das Tal. Wir quälen uns mühsam aus
den Federn und essen wieder unsere Cornflakes und Müsliriegel.
Ich hole das Auto aus dem Parkhaus, Elke stellt sich für den Checkout
an, dann sind wir schon in den Straßen von Las Vegas. Wo der Charlston
Blvd. ist wissen wir und diesen fahren wir nun ab. Der Erste Stopp ist
der Carl´s Jr. den hier brauchen wir noch mal Eis für die
Kühlbox, im Hotel habe ich keine Eismaschine gefunden. Der Nächste
Halt ist bei Walgreens, dort werden noch die benötigten Salben
und Tabletten gekauft, dann geht's weiter zum Boca Park. Hier finden
wir bei Target endlich die ganz ordinären Plastik Pitcher, die
sich Heinz-Peter, Elkes Bruder, gewünscht hat. Wir durchsuchten
in den vergangenen Wochen jeden Laden nach dem Teil und auch hier war
er im Haushaltswarenbereich nicht zu finden, ganz vorne bei den Kassen
gab es dann eine 1 $ Stand, dort stehen die einfach so rum, Klasse.
Direkt daneben ist ein "Ross - Dress for less" Laden, der
wurde uns von Anja empfohlen, es gibt dort Markenkleidung zu ermäßigten
Preisen. Der Laden ist eigentlich nichts für mich, alles hängt
auf Kleiderstangen, zwar schon nach Art und Größe geordnet,
aber man braucht Zeit dies alles zu durchforsten. Für mich springen
dann doch ein paar T-Shirts raus, Elke schlägt auch zu. An der
Kasse dauert es dafür wieder ewig, eine Kundin reicht wohl gerade
eine Beschwerde ein, die nicht so leicht zu lösen ist.
So jetzt habe ich aber Hunger, es ist noch nicht 12, aber
ich weis noch ein Stück weiter rauf Richtung Red Rocks ist ein
Panda Express und da will ich jetzt hin. Kung Pao und Orange Flavoured
muß es sein. Von hier aus ist es dann nicht weit zu einer Umgehungstraße
die noch nicht ganz fertig ist, Las Vegas wächst und wächst.
Diese Straße bringt uns in die Nähe des Flughafens und von
dort zum Bass Pro Shop. Das ist ein Megateil von einem Laden, er hat
alles für die gesamte Outdoorworld. Überall sind ausgestopfte
Tiere zu sehen, dann ein riesen Aquarium in dem Fishing Vorführungen
gehalten werden, ein künstlicher Berg mit Wasserfall und hinten
noch mal ein Teich in dem Enten, Fische und Schildkröten schwimmen
dar rum. Bekleidung gibt es natürlich auch, das interessiert uns
mehr. Hier will ich mir ein paar neue Trekkingschuhe kaufen und fange
an zu probieren. Das Schuhkaufen dauert bei mir heute mal wieder besonders
lang ich probiere erst mal einge Modelle und dann noch verschiedene
Größen. Die Verkäufer machen schon Witze, das ich immer
noch probiere, Elke hat wieder mal viel Geduld und hilft dabei. Auch
hier nehme ich noch ein T-Shirt mit, die sind ja so billig! Im oberen
Stock gibt es alles für den Hunter, von Pistolen, Revolver, Gewehre
und Bogen, natürlich auch das komplette Zubehör. Na ja wir
können hier ja doch nichts kaufen und gehen wieder. Draußen
ist es noch hell und wir fahren noch zu einem Walmart, dort kaufen wir
Jeans für die Neffen und Heinz-Peter sowie ein paar Dinge die wir
noch mitnehmen wollen. Es ist immer noch hell, aber jetzt reicht es
uns und fahren zum Hotel.
Eigentlich waren wir uns ziemlich sicher im Excalibur
gebucht zu haben, also dorthin, vom Walmart aus, der direkt an der Tropicana
liegt fahren wir einfach entlang und biegen zum Hotel ab. Elke springt
rein zur Registration, ich muß leider um die Ecke fahren, die
hier sehr groß sind. Gehe dann wieder vor und finde Elke nicht,
auch auf meinen Funkspruch kommt lange keine Antwort, dann taucht sie
doch auf. Leider war unsere Buchung nicht da und sie hat ein Zimmer
für 49,95 $ die Nacht bekommen, da werde ich doch etwas stutzig
und wir gehen zum Auto zurück. Ich werfe das Notebook an und siehe
da, wir haben ja gar nicht hier gebucht sondern gegenüber im Tropicana,
na so was! Also um den ganzen Block herum fahren, Elke springe wieder
rein, das Zimmer zu stornieren und ich werde vorm
Eingang weggescheucht
und soll wieder auf den Parkplatz fahren. Will ich aber nicht, ich fahre
ein Stück weiter und stelle mich vor einen roten Randstein, soll
man zwar nicht, aber ich bleibe ja im Wagen. Dann kommt Elke, sie konnte
das Zimmer wieder stornieren und wir fahren rüber zum Tropicana
und müssen dort erst mal lange in der Schlange stehen bis wir unser
Zimmer im 18. Stock mit Blick aufs MGM und den Strip bekommen. Sehr
schön ist es hier, aber gleich geht's wieder runter, das Auto wird
komplett ausgeräumt und alles nach oben geschleift und dort im
Zimmer verbreitet. Ich springe erst mal in die Dusche und danach fange
ich an den Papierkram auszusortieren und Elke macht schon mal die erste
Tasche reisefertig.
So es ist schon nach 8 und wir wollen dann mal los und
was essen, das Ziel heißt "Spice Market Buffet" im Aladdin.
Es ist zwar nicht so weit zu gehen, aber wir benötigen trotzdem
einige Zeit dazu. Auch kühl ist es heute Abend, mit 18 C haben
wir nicht gerade gerechnet. Vorsorglich haben wir heute noch ein Hemd
zusätzlich dabei, das wir auch benötigen. Wir sehen uns die
Desert Shops an und halten uns dort lange auf, bis Elke auf die Uhr
sieht da ist es schon 9 und das Buffett schließt in einer halben
Stunde, also das wird wohl nichts. Recht unentschlossen laufen wir nun
rum, was tun? Etwas essen wäre schon nicht schlecht, aber die Restaurants
die es hier gibt wollen wir nicht. Nachdem ich schon lange mal einen
In-and-Out-Burger ausprobieren will, gehen wir schnell ins Hotelzimmer
und holen den Autoschhlüssel und fahren dorthin. Die Karte dort
beschränkt sich ja nur auf Hamburger, Cheeseburger und Doppelcheeseburger,
da fällt die Wahl nicht so schwer. Es schmeckt uns ganz gut, allerdings
war der Doubledouble doch zu wenig. Im Radio läuft ständig
die BK Werbung über den Doppelcheeseburger für 99 Cent und
da es dorthin nicht weit ist, holen wir uns auch noch je einen, das
reicht dann. Zurück ins Hotel und pennen.
Gefahren: 57 mi / 92 km
nach oben
27. Tag Dienstag 11.10.05
Las Vegas
Ich wache kurz nach 7 auf, die Sonne strahlt schon wieder
über die Berge ins Zimmer, der Ausblick von hier oben ist sehr
schön. Nachdem Elke noch etwas liegen bleiben will, schalte ich
das Notebook ein und schreibe etwas. Nachdem die Local Calls 1$ pro
Tag kosten, stecke ich doch mal das Telefonkabel ein und benutze den
Netzero Account. Es funktioniert, allerdings sehr langsam. Elke steht
auch auf und fängt sofort wieder mit auf und einräumen an,
bevor wir die letzten Flakes essen.
Um 9:30 Uhr stehen wir dann am Premium Outlet Center und
alles ist noch zu. Zum Glück hat der Starbucks schon offen, da
kann ich dann noch einen Kaffee und ein Bear Claw frühstücken.
Um 10 geht's dann los "Shop till you drop". Für meine
2 paar Schuhe hätte ich hier 25 $ weniger bezahlt, das nächste
mal kaufe ich hier, es gibt aber noch ein paar Timberland Schuhe für
mich, Elke kauft sich Winterstiefel. Weiterhin gibt es noch Hosen, T-Shirts,
Polos und Hemden. Die Hände voller Tüten machen wir uns wieder
auf den Weg ins Hotel, was das nur wieder alles kostet, aber es ist
auch so günstig hier einzukaufen. Ich verfahre mich und wir müssen
noch mal durch Downtown, das gibt uns aber die Chance noch mal an einer
Bank anzuhalten,
wo
ich Bargeld abhebe, dann fahren wir den Strip entlang zurück. Es
ist schon nervig an jeder Ampel stehen zu müssen, aber so sieht
man auch etwas. Dann räumen wir das Auto komplett aus und ich schmeiße
meine guten alten Adidas Trekking Schuhe aus Neuseeland weg. Im Zimmer
versucht Elke den Rest unserer Sachen und das neu gekaufte in die letzte
Tasche zu packen, wenn das nicht klappt dann hilft nur eine weitere
Tasche aus dem Walmart.
Tja die vierte Tasche wird nötig und wir fahren nochmals
los. Auf der anderen Seite des Flugplatzes gibt es noch einen Walmart.
Die Anfahrt wäre genauso lang gewesen als gestern, aber egal. In
diesem Walmart waren wir schon als wir ganz am Anfang nach Flagstaff
gefahren sind. Wir springen rein und sehen die gleiche Tasche wie in
Cedar City nur für 39 statt 29 $ und können uns noch nicht
so recht entscheiden. Nebenan ist auch ein Ross Markt, da die ja auch
Koffer haben, laufen wir erst mal dahin. Dort gibt es Taschen mit Rollen
und Griff genug, wir suchen lange rum und entscheiden uns dann für
eine kleinere die uns 19 $ kostet. Während ich an der Kasse ewig
stehe, anscheinend dauert das immer so lang, findet Elke noch ein Bündel
Hilfiger Socken und die kommen dann mit dazu.
Der Hunger kommt jetzt auch langsam durch, über den
Highway fahre ich zurück zum Strip, wo jetzt natürlich eine
Menge los ist. Wir finden gleich in die Koval Lane zum Ellis Island.
Genau daneben haben wir letztes Jahr im Super 8 gewohnt und sind nicht
zum essen rüber gegangen. Leider gibt es momentan keine freien
Plätze und wir werden auf die Warteliste gesetzt. Was tut man,
wenn man warten muß, klar an Slotmachines ein paar Dollar verzocken.
Es waren aber nur 4 und ein Bier und Cola haben wir dann auch bekommen.
Eine weile noch beim Karaoke zugesehen und dann durften wir endlich
an den Tisch, der schon lange frei war. Elke ist ein bischen aufgebracht,
weil das alles so lange dauert und jetzt steht das Steak Special nicht
auf der Karte. Als dann endlich die Bedienung kommt, frage ich nach
dem 4,95 Steak Menu und sie fragt gleich howwouldyoulikeyoursteak souporsalad
whichdressing
die übliche Leier, na also nur keine Panik.
Der Salat kommt sofort und wenig später 2 schöne Steaks, einmal
mit fries, einmal mit baked potatoe. Schmeckt super und ist wirklich
günstig. Da es jetzt schon halb elf ist und wir immer noch packen
müssen und dazu morgen früh um 5 raus, verschieben wir den
Besuch im Luxor auf das nächste Mal und fahren ins Hotel zurück,
packen den Rest in die neue Tasche und nun sind alle Koffer und Taschen
prope voll. Die Tasche hätte doch etwas größer sein
können, aber wir versprechen, nächstes Mal schon nicht so
viel von daheim mitzubringen, was man eh nicht anzieht und schlummern
ein.
Gefahren: 29 mi / 47 km
nach oben
28./29. Tag Mittwoch/Donnerstag 12./13.10.05
Las Vegas - IAD Washington - München
Um 5 gehen die beiden Wecker los und ich stehe auch sofort
auf und ziehe mich an. Elke kriecht auch aus den Federn und wir verpacken
nun die letzten Dinge und ziehen auch schon mit den 4 Gepäckstücken
los. Checkout ist um diese Zeit kein Problem, aber die neue Tasche lässt
sich nicht sehr gut fahren, sie kippt immer von einer Seite auf die
andere. Im Unbeladenen Zustand war das natürlich nicht so. Alles
rein in den Dodge und zum letzten mal starten, Ganghebel auf Drive und
los. Die Ampeln nerven Kolossal, es ist zwar schon Verkehr aber jedes
Mal rot. Die Alamo Niederlassung finde ich sofort und wir geben unser
gutes Stück ab, das tut schon weh. Alles in den Bus und los geht's.
Am Flughafen wieder alles raus und den TED Schalter suchen. Zum Glück
keine Schlange und wir werden auch gleich ganz freundlich bedient. Das
Gewicht der Koffer ist auch kein Problem, wir hatten noch die 2x 32
kg Regelung. Ich bin jetzt erst mal ins schwitzen gekommen, die Aufregung,
das rumwuchten des Gepäckes und so. Im ersten Stock ist gleich
ein Starbucks, also dort in die Schlange und Kaffee bzw. Tee und dazu
einen Muffin bestellt, nur gibt es hier keine Sitzgelegenheit. Wir gehen
langsam zur Sicherheitskontrolle und stellen fest, dass dort ein großer
Andrang ist, aber mit den Getränken wollen wir da jetzt nicht durch
und stellen uns an einen kleinen Tisch, an dem man kleinere Dinge, die
nicht durch die Security kommen abschicken kann. Nachdem die heißen
Getränke endlich weg sind, lassen wir uns durchchecken, was dann
doch sehr schnell geht.
Jetzt haben wir noch ca. eine Stunde Zeit und setzen uns
erst mal hin damit ich meinen Muffin essen und wieder abkühlen
kann. Gehen dann zum Gate, wo es auch noch einen Starbucks gegeben hätte
und warten dort neben einem Haufen Chinesen. Beim boarden kann ich für
ein paar Sekunden den Blick ins Cockpit werfen und der Kapitän
fragt ob ich es mir ansehen will. Na klar, also rein in die enge Stube,
in der Gerade die 2 Kapitäne Platz finden, mir wird die komplette
Armatur erklärt, das finde ich jetzt mal richtig toll ich bedanke
mich und gehe zu Elke und unseren Plätzen nach hinten. Die Maschine
ist recht voll, aber diesmal geht unsere Strategie auf und es will niemand
den Platz zwischen uns haben, so dass wir nun 3 Plätze beanspruchen
können. Nach dem Start haben wir schöne Sicht auf den Lake
Mead, Grand Canyon und die weißen Rockies. Wir schlafen beide
etwas, essen gibt es ja keines. Die Landung in Washington ist perfekt
und auch das Umsteigen hier problemlos, da es keine weiteren Kontrollen
mehr gibt. Wir gehen nur den Gang bis ganz hinter und sind an unserem
Abfluggate nach München. Es ist noch 30 Minuten Zeit und Elke holt
uns bei Aunt Annie noch 3 frische Softprezels. Haben wir jetzt auch
noch nie gegessen, die Dinger sind recht fettig, der Geschmack ist OK
und gegen Hunger hilft das auch. Beim boarden gibt es Verzögerungen,
aber irgendwann sitzen wir auf unseren Plätzen am Fenster und heben
wieder ab in den regnerischen Abendhimmel über Washington.
Über dem Atlantik gibt es dann heftig Turbulenzen
und wir werden so richtig durchgeschüttelt, da hilft bei mir nur
der Versuch zu schlafen und es gelingt mir auch. Die Filme interessieren
mich nicht so, zum Glück sind es auf dem Rückflug nur 7:40
h. Über Irland klart es dann auf und man kann schön die dunklen
Küstenorte auf dem Ring of Kerry sehen, wo wir auch schon waren.
Dann gibt es noch ein Frühstück, das seinen Namen nicht verdient
und wir sehen noch Donauwörth, bevor südlich der Donau alles
im Nebel liegt und wir abschwenken. Nach einer großen S-Schleife
landen wir in dichtem Nebel, aber genauso perfekt und sind wieder in
Deutschland. Am liebsten würde ich mich jetzt auf einen der Stühle
am Gate setzen und auf das Boarding warten und wieder losziehen, geht
natürlich nicht. Die Passkontrolle ist kein Problem und unsere
Koffer sind eine der Ersten die auf dem Band liegen. Eine neue Tasche
habe ich gar nicht erkannt und lasse sie weiter fahren, Elke rennt hinterher
und zieht sie runter. Der Zoll will auch nichts von uns und Erhard erwartet
uns schon. Nach einer kurzen Begrüßung gehen wir zum Auto
und versuchen alles unterzubringen, was auch klappt und fahren auf die
Autobahn. Im Nebel erreichen wir unser kaltes Zuhause, es hat am Morgen
nur 1 C gehabt, ich hole gleich mal Holz und mache ein Feuer, dann sehe
ich die Post durch und schon werden die Koffer ausgepackt.
Fazit:
Wieder viel gefahren, 3961 mi oder 6374 km in einem sehr schönen
Auto. Sehr viel gelaufen nur die aufgezeichnete GPS Strecke beläuft
sich auf 147,7 km, die Trails haben uns großen Spaß gemacht.
Alles in allem ein sehr schöner Urlaub, der nach Wiederholung ruft.
Es gibt ja noch viele Points of Interest im Westen, die wir noch discovern
möchten.
To be continued ...
nach oben