USA 2005
Red Rock Fanatic Tour
Eine Reise durch die Staaten Nevada, Arizona, New Mexico,
Colorado und Utah zu bekannten und weniger bekannten Orten, 28 Tage
vom 15. September bis zum 13. Oktober 2005.
3. Woche
15. Tag Donnerstag 29.09.05
Hurricane - Zion NP - The Subway
- Cedar City
Aufstehen um 6 und gleich packen und Auto einräumen.
In der Lobby ist eine Gruppe Japaner die momentan alles belegen, wir
bekommen aber unser Frühstück und fahren kurz nach 7 h los.
Bis zum Left Fork Trailhead ist es nicht so weit, ein Auto steht schon
da, es sind Franzosen die auf ihre Gruppe warten. Kurz nacheinander
fahren mehrere Autos auf den Parkplatz. Wir machen uns fertig und starten
um 8 die Tour durch den Left Fork des North Creek mit der Subway als
Ziel. Gleichzeitig mit uns läuft ein junger Mann los und wir kommen
schnell ins Gespräch, er ist aus Marburg und reist alleine.
Der Weg geht, wie bekannt, zuerst einfach durchs Gebüsch,
nach ein paar Minuten steht man aber am Canyonrand und muß 140
m tief in den Canyon einsteigen. Der
Weg
ist steil, doch mit Wanderstöcken geht es ganz gut. Unten wendet
man sich nach links und geht die ca. 5,4 km flussaufwärts. Das
gestaltet sich allerdings schwierig, da es keinen richtigen Weg gibt,
es sind Trampelpfade die links und rechts vom Creek entlangführen,
über Stein, Fels, Sand, umgefallene Bäume und natürlich
Wasser. Man geht ständig im Zickzack und muß schauen wie
es am besten weiter geht, die Sonne erreicht den Grund noch nicht und
es ist eigentlich angenehm kühl aber es ist schon unwahrscheinlich
anstrengend. Ohne Pause erreichen wir nach 2,5 h die Subway, jetzt wird
der Foto gezückt und auf mein Bruststativ geschraubt. Fototechnisch
bin ich nicht so gut ausgerüstet. Ich hätte natürlich
für diese Location unbedingt ein 3-Bein Stativ gebraucht, bin aber
zu faul
das
mitzuschleppen. Das Ergebnis seht ihr ja teilweise hier, mein Finger
lässt den Auslöser nicht mehr los. Es ist eines der Highlights
unserer Tour und wir sind keineswegs enttäuscht. Wir haben ja schon
viele schöne Bilder von der Subway gesehen, aber selber da sein
ist doch was anderes. Ich renne überall herum und knipse alle möglichen
Details, aber irgendwann ist doch Schluß und wir treten den Rückweg
an. Die ersten paar hundert Meter haben wir immer noch Schatten, dann
sehen wir zum ersten mal an diesem Tag die Sonne. Nachdem meine Schuhe
innen langsam etwas feucht werden, ziehe ich sie aus und schlüpfe
in meine Treckingsandalen für 7 $, die schon leicht lädiert
sind aber genau für diesen Trip gekauft wurden. Das ständige
rauf und runter am Canyonrand war mir schon am
Morgen
zuviel und so entschließe ich mich jetzt straight ahead durchs
Wasser zu gehen, wenn nicht direkt am Ufer ein gut begehbarer Weg ist.
Das Wasser ist sehr kalt, Neoprensocken wären hier super gewesen.
Elke läuft noch eine Weile Zickzack, ich kann sie aber doch irgendwann
überreden auch ins Wasser zu steigen, "Lass Dir raten, gehe
waten". So geht der Rückweg ganz gemütlich und mit einem
Trekkingstock geht man sehr sicher durch den Creek. Auf einem großen
Fels machen wir Mittag in der Sonne. Das schlimmste kommt aber noch,
der Aufstieg, die Sonne brennt erbarmungslos herunter und der Weg ist
steil, dank den Stöcken schleppen wir uns hoch und erreichen ziemlich
genau um 3 den Trailhead, das waren jetzt 7 Stunden, wir trinken 2 kühle
Diet Mountain Dew und es geht uns schon gar nicht mehr so schlecht.
Der Kolob Reservoir Road folgen wir nach Norden unser
Ziel ist heute das Ramada in Cedar City, nachdem in Hurricane diese
Nacht wegen eines Senior-Sport-Events doppelt so teuer ist, als normal.
Die Felsformation ähneln hier stark den Coyote Buttes auf dem Paria
Plateau, das sieht sehr interessant aus und wir entscheiden, das wir
dieses Gebiet auch mal erkunden wollen. Am Kolob Reservoir hört
der Teer auf und wir fahren auf Gravel, es ist wunderschön hier
oben, es gibt ein paar
Ranches und die Bäume sind sehr schön
colored. Eine Kuhherde versperrt uns mal den Weg und der Cowboy sitzt
nicht auf einem Pferd, sondern auf einem ATV, die sind halt auch modern
geworden. Wir unterhalten uns ein wenig mit ihm und fahren dann langsam
an den Kühen vorbei. Über Cedar City wechselt der Belag dann
wieder auf Teer und man hat einen wunderbaren Blick auf die Stadt und
das Land dahinter, in der anderen Richtung leuchtet Cedar Breaks aus
dem grünen Wald, sehr schön. Hier oben würde ich auch
gerne wohnen, Cedar City gefällt mir irgendwie, eine typische amerikanische
Kleinstadt.
Im Ramada steigen wir als erstes mal in den Pool, den
haben wir bislang noch nirgends genutzt. Der Hunger macht sich auch
schon bemerkbar und wir ziehen los, auf dem Weg zum Panda Express, sehe
ich gegenüber vom Days Inn noch einen Antiquitäten Laden und
wir machen einen U Turn, da muß ich doch hin. Es gibt eine riesen
Auswahl an License Plates zu günstigen Preisen, ich erstehe 2 davon,
dann fragen wir noch Silverware und bekommen jede Menge angeboten, zum
halben Preis. Auch da schlagen wir noch zu und erstehen einige Löffel
und Gabeln. Der Shop hat alles Mögliche, auch gut sortiert, leider
will die alte Dame gleich schließen, aber wir kommen bestimmt
nächstes Jahr wieder und stöbern dann mal in Ruhe. So nun
geht's endlich zum Panda, natürlich gibt's das obligatorische Orange
Flavoured Chicken, es schmeckt einfach lecker. Heute statten wir dem
Home Depot auch noch einen Besuch ab, finden aber nichts, dafür
kaufen wir im Walmart noch Grillkohle und Steaks für unser BBQ
in Escalante ein. Neues Beef Jerky brauchen wir auch und ich sehe ein
Blooming Onion Kit, lasse es aber da. Dann fahren wir zurück ins
Motel, ich mache mich noch über die Bilder her und mache den Bericht
hier fertig, dann reicht es mir auch für heute, morgen dürfen
wir etwas länger schlafen.
Gefahren: 73 mi / 117 km
Gelaufen: 10,6 km
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16. Tag Freitag 30.09.05
Cedar City - Red Canyon - Devils
Garden - Escalante
Ausschlafen ist schön, heute war es erlaubt und zwar
bis 8:20 Uhr. Das Frühstück im Ramada ist reichhaltig und
gut, der Morgen erstrahlt wie jeden Tag in goldenem Sonnenschein, die
Temperatur liegt bei 14 C. Bei Maverick gegenüber tanken wir noch
voll und dann verlassen wir meine Lieblingsstadt Cedar City. Nach einem
kurzen Stop am Navajo Lake, diesmal bei Sonnenschein und im Duck Creek
Village, dort habe ich mal nach den Mietraten für ein ATV gefragt,
fahren wir zum Red Canyon. Der Red Canyon liegt direkt vorm Bryce Canyon
und die Mehrzahl fährt eigentlich nur durch und stoppt höchstens
für ein oder zwei Fotos. Wir haben es in der Vergangenheit nicht
anders gemacht, aber diesmal wollen wir mehr davon sehen. Das Gebiet
ist kein Park und gehört zum Dixie National Forest, deshalb ist
auch keinerlei Eintritt fällig, unser National Parks Pass läuft
heute ab, aber wir ziehen heute diese roten Steine dem Bryce vor. Im
Visitors Center, ist die Rangerin ganz erstaunt als ich nach einer Tour
für 2-3 Stunden frage. Sie empfiehlt uns den Golden Wall Trail
in Verbindung mit dem Buckhorn Trail, das ist das ein Rundweg, der 5
Meilen lang ist.
Wir lassen das Auto am Visitor Center stehen und gehen
los, es geht Richtung Osten und der Weg führt immer höher.
Die Formationen und Hoodoos sind sehr schön, die Farben sind orange
und rot. Der Trail ist vergleichbar mit dem Queens Garden Trail im Bryce
Canyon, es fehlt aber die Farbenvielfalt und die vielen Leute. Wir sind
auf dem ganzen Trail komplett allein, sehr schön, als Abwechslung
durchaus zu empfehlen, für all jene die Zeit dafür aufbringen
können, allen anderen würde ich schon den Queens Garden Trail
im Bryce empfehlen.
Es geht ständig bergab und wieder hinauf und das
macht es nicht leichter, die Höhenunterschiede machen uns zu schaffen.
Gestartet sind wir bei 2.198, dann geht's hinauf bis auf 2.397 und immer
wieder mal 80 Meter hinab und wieder 60 hinauf, schon anstrengend. 3
Stunden haben wir dafür gebraucht, die sich aber für uns gelohnt
haben, belohnt haben wir uns hinterher mit einem Lunch im Campground,
durch den man wieder den Highway 12 erreicht.
Ein
kurzer Stop in Tropic für ein Eis und weiter geht's bis Escalante,
dort kommen wir nun einen Tag früher als geplant an, aber im Prospector
Inn können wir einchecken. Nach einer kurzen Pause, fahren auf
die Hole-in-the-Rock Road, diese ist sehr gut zu befahren und hat nur
ab und an etwas Washboard, so düse ich mit 50 Meilen die 12 Meilen
hinter bis zu Devils Garden. Diesen Spot haben wir uns schon letztes
Jahr für ein Sunset Bar-B-Q ausgesucht und heute wird es wahr.
Den Grill von Sand und alten Kohlen befreit, schütte ich unsere
Briquettes rein, die mit einem Streichholz von selber anfangen zu brennen,
klasse diese Kohlen, ich hatte schon befürchtet, das das ewig dauert
und mir die Streichhölzer ausgehen. Bis die Glut soweit ist, machen
wir noch ein paar Fotos von den
schönen
Hoodoos und dem Metate Arch, dann holen wir unsere Top Sirloin Steaks
raus, die wir gefroren und bereits eingelegt gekauft haben. Ich kann
nur sagen Klasse, die Steaks schmecken super und sind so was von zart,
dazu gibt es gegrilltes Garlic Bread und Heinz Sauce, natürlich
darf ein Bier auch nicht fehlen, alles ist perfekt und wir sind zufrieden.
Das machen wir bestimmt mal wieder. Als es schon dunkel ist düsen
wir wieder zurück. Der morgige Tag wird noch geplant und ab in
die Falle.
Gefahren: 164 mi / 264km
Gelaufen: 7,6 km
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17. Tag Samstag 1.10.05
Escalante - Bighorn Canyon - Escalante
Heute haben wir doch glatt verschlafen, ich bin um 8:45
Uhr aufgewacht, der Parkplatz draußen ist fast leer. "What
shells", wir richten uns und Elke holt Kaffee und Tee, aber kommt
nicht mehr. Nachdem wir auch noch Eis brauchen, gehe ich mit dem Bucket
auch vor. Dort quatscht sie mit zwei Guys from Virginia und ich steige
auch gleich ins Gespräch mit ein. So nachdem dieser morgendliche
Austausch auch beendet wurde, frühstücken wir erst mal.
Heute
wollen wir den Bighorn Canyon und Harris Wash erkunden, die Wegpunkte
habe ich im GPS eingegeben und schon kann es losgehen. Man geht den
Bighorn hinab, der zu Beginn recht breit ist, aber sehr sandig. Nach
kurzer Zeit werde ich schon müde und hänge hinterher. Das
Müsli und die Banane war mir doch zu wenig, ich brauche noch eine
kleine Stärkung, nach einem Brot und Beef Jerkey, das Zeug ist
wirklich gut gerade auf Hikes, geht es mir gleich besser und es geht
weiter. Der erste Slot ist zu eng und auch nicht lange, so dass ich
ihn umgehe, Elke geht durch. Dann wird der Wash wieder breiter und sandig,
die Farben der Felsen sind wunderbar, es ist wieder alles vertreten.
Der
zweite und dritte Slot ist schon super und einfach zu gehen, nach 5,5
km erreicht man die Einmündung des West Fork und diesen gehen wir
dann auch hinauf. Die Struktur des Sandsteines ist einfach Klasse und
ich
schalte den Foto gar nicht mehr aus. Dann erreichen wir einen weiteren
Slot und es wird etwas dunkler, auch Wasser steht in den Pfützen,
wobei man nicht sieht wie tief die sind. Wir können in die Wand
gepresst die Stellen überklettern, dann wird es aber für mich
zu heftig, die Wände gehen senkrecht nach oben und es gibt keinen
Halt wo man sich reindrücken kann, auch müsste man jetzt mehr
als 2 m nach oben und ich habe keine Ahnung wie ich da wieder runter
kommen soll. Wir brechen hier ab, aber das Umdrehen ist auch nicht gerade
einfach, Elke hätte es gerne noch weiter versucht, dreht aber auch
um und rutscht aus und landet mit einem Bein im Wasser.
Wir
steigen vor dem Slot hoch und umgehen diesen, bis wir wieder in den
Wash steigen können was auch nicht so leicht ist. Ab hier kommen
nun bis zum Ende 5 Dropoffs, die ersten beiden können wir leicht
umgehen, die nächsten 2 sind schon sehr heftig und wir müssen
wieder weit zurück gehen um eine geeignete Stelle zu finden um
den Wash zu verlassen. Das Gestein ist teilweise sehr brüchig und
man
muß
acht geben wo man hinlangt und tritt. Der fünfte Dropoff soll auch
sehr heftig sein und uns reicht es jetzt eigentlich, nur sind wir noch
3 km Luftlinie von unserem Auto entfernt, wir steigen noch höher
auf und gehen in direkter Linie zurück, das geht zunächst
ganz gut, aber wie ich schon im GPS gesehen habe, kreuzt der Middle
Fork unseren Weg und es geht dort steil hinab. Dieser Abstieg war dann
nicht ganz einfach und in mehreren Etappen haben wir es dann geschafft.
Wir bleiben in diesem Wash und folgen diesen noch oben, aber auch dieser
Wash ist sehr sandig und mühsam zu laufen, für die Landschaft
haben wir jetzt weniger Interesse und wollen nur zurück. Das mitgenommene
Wasser wird heute zum ersten Mal aufgebraucht, sonst haben wir immer
zuviel dabei. Nach 6:17 Stunden und 14,6 km sind wir wieder am Auto
und für heute reicht das erst mal. Die Lower Calf Creek falls lassen
wir lieber, obwohl ein erfrischendes Bad jetzt genau das Richtige wäre,
aber dafür noch eine Stunde latschen, ne. Außerdem hat sich
heute ein Teil meiner Schuhsohle verabschiedet und ohne ist es nicht
so gut laufen, die Schuhe haben sowieso nach dieser Reise ausgedient,
aber eine Woche müssen sie noch halten. Deshalb kaufe ich im General
Store in Escalante einen Kleber für nen Dollar und versuche ob
ich damit die restlichen Hikes noch überbrücken kann.
Im Motel gehen wir gleich duschen und machen uns frisch,
danach gehen wir gleich ins Prospector Restaurant und bestellen uns
beide ½ lb Cheeseburger mit Fries and Onion Rings and Salad Bar.
Das passt jetzt alles sehr gut in unsere Mägen und schmeckt auch.
So jetzt sitzen wir im Escalante Outfitters bei einem Coors und surfen
im Internet.
Gefahren: 28 mi / 45 km
Gelaufen: 14 km
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18. Tag Sonntag 02.10.05
Escalante - Brimstone Arch - Lower
Calf Creek Fall - Escalante
Die Timex piept um 7, keiner will raus und so geben wir
uns noch 30 Minuten. Dann wollen wir den Tag aber angehen, die Sonne
scheint, was wäre auch anders zu erwarten gewesen. Heute brauche
ich zu meinem Müsli mit Bananen auch noch ein Brot mit Peanut Butter,
das ich auch fit bin für den Hike. Wir packen unsere Sachen
und fahren wieder auf die Hole-on-the-Rock Road, diesmal für 24
Meilen. Meine Reisegeschwindigkeit liegt bei 55 mph, es staubt, aber
es lässt sich gut fahren, irgendwann wird die Straße bestimmt
geteert, zumindest bis zum Devils Garden und vielleicht richten sie
dann auch noch eine Carpool Line ein, es ist wieder mal einiges los
auf dieser Road. Ab dem Abzweig zu Egypt wird die Strasse rauer und
besteht nur noch aus üblen Washboard, wir nehmen die nächste
Ausfahrt zur Early Weed Bench, fahren dort aber gleich mal falsch, weil
wir den Reifenspuren folgen und
landen im Wash, wo die Spuren auffhören, also umdrehen. Man muß
gleich nachdem man von der HITRR abfährt gleich wieder links und
den Wash queren, bis hierhin hätte man es auch mit einem PKW geschafft,
aber was jetzt kommt ist nur für High Clearance Fahrzeuge möglich,
4WD braucht man, wenn es die letzte Zeit trocken war nicht, aber bei
Regen kann man diesen Trip sowieso vergessen. Nun gut wir fahren die
8,7 km hinter bis dieser Jeep Trail aufhört und stellen unser Auto
ab.
Von
hier aus sind es 1,5 km Luftlinie zum Arch, man müsste ihn schon
sehen können, tun wir aber nicht. Aus einer Beschreibung weis ich,
das der direkte Weg nicht geht, da es ein paar Canyons zu überwinden
sind und der beste Weg in einem Bogen zum Ziel führt. Ich habe
mir am Notebook ein Route von ca. 2,5 km errechnet. Jetzt muß
man einfach irgendwo den Anfang finden und erst mal
absteigen.
Das Gelände ist gut zu begehen, sehr viel glatter Fels auf dem
es sich gut laufen lässt, auch mit meinem bandagierten Schuh, an
dem Elke gestern noch mit Kleber die Sohle angekittet hat. Ich versuche
den Bogen nicht zu groß werden zu lassen und wir müssen doch
das eine und andere mal etwas weiter gehen, da es sonst zu steil wird.
Nach 2,7 km für die wir etwas über eine Stunde gebraucht haben
erreichen wir den Brimstone Arch. Er liegt direkt am Canyonrand und
hat von daher Ähnlichkeit mit dem Mesa Arch. Wir machen ein paar
Fotos, aber auf den Arch klettern wäre zu gefährlich, da auch
noch ein heftiger Wind aus Süden weht.
Den Rückweg gehen wir in einem noch gößeren
Bogen, um so das auf und ab weiter zu umgehen. Wir treffen auf einen
wenig benutzten Pack Trail, der fast ausschließlich im Sand verläuft,
aber immer in etwas auf derselben Höhe bleibt. Ich mache mir ein
paar Wegpunkte, den über diesen Weg erreichen wir das Auto unter
einer Stunde. Meine Sohle hat sich übrigens wieder vom Schuh gelöst,
aber das merkt man in diesem Gelände nicht, nur über Felsen
gehen wird jetzt schwieriger, da der Halt fehlt. Im Kofferraum machen
wir es uns gemütlich und lunchen erst mal. Unnötig zu erwähnen,
das man den Arch von hier aus bereits sehr gut sieht.
Dann
fahren wir wieder komplett zurück auf den Highway 12 und überholen
sogar einige Autos. Heute nehmen wir noch den Lower Calf Creek Fall
in Angriff. Am Calf Creek Campground parken wir und bezahlen die 2 $
Fee pro Fahrzeug, nachdem ich die kaputten Trekkingschuhe schonen will,
meine Sandalen auch schon in Fetzen hängen, ziehe ich halt die
Sneakers an, der Weg soll ja recht einfach sein. Am Register nehmen
wir eine dieser Beschreibungen mit und ziehen los. Der Canyon ist ein
wunderbares Naturereignis und zusammen mit markierten Punkten und der
Beschreibung erfährt man einiges über Natur und die Menschen
die früher mal hier gelebt haben. Der Weg verläuft nur zum
Großteil im Sand, was das Gehen sehr schwer macht. In 1:20 h erreichen
wir den Lower Calf Creek Fall, die
Gischt
weht uns direkt ins Gesicht und erfrischt sehr schön. Das Baden
im See verkneifen wir uns, da das Wasser eisig kalt ist, ich halte es
kaum eine Minute mit den Füßen im Wasser aus. Nach einer
kurzen Rast drehen wir wieder um und gehen die 5,4 km wieder zurück,
jetzt laufen wir die meiste Zeit im Schatten, das ist ganz angenehm
und so erreich wir in etwas über einer Stunde den Parkplatz. Es
geht direkt ins Prospector Inn nach Escalante. Elke näht noch an
meiner Hose die eingerissenen Hosentaschen wieder zu, damit der Autoschlüssel
auch drin bleibt und nicht mehr auf die Strasse durchfliegt.
Abendessen gibt es wieder direkt nebenan im Restaurant,
heute probieren wir die Mexikanische Variante. Hinterher gehen wir wieder
ins Escalante Outfitters und müssen wieder einen Muffin zum Bier
bestellen, den so will es das Gesetz in Utah.
Gefahren: 95 mi / 153 km
Gelaufen: 16,1 km
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19. Tag Montag 3.10.05
Escalante - Kodachrome Basin -
Grosvenor Arch - Cottonwood Canyon Road - Yellow Rock - Page
Der Ablauf in der Früh war wie üblich, noch
volltanken und ein kurzer Stop im Visitors Center, fuhren wir zügig
zum Kodachrome Basin State Park. 5 $ Fee für ein Daypermit ist
der Standard und wir schieben die Dollars in den Umschlag und werfen
ihn ein. Der erste Stop ist am Shakespeare Arch, noch keiner da außer
uns, wir gehen den kurzen walk und bestaunen den Arch, der eher ins
Goblin Valley passt. Es ist hier noch recht kühl, wir sind aber
heute beide nicht ganz so fit. Den Chimney Rock sehen wir nur vom Auto
aus. Auch ganz hinten am Trailhead zum Eagle Point gehen wir keinen
Schritt zuviel. Am liebsten würden wir den Panorama Trail laufen,
aber für die 3 Meilen kann sich keiner aufraffen, heute ist irgendwie
die Luft raus. Waren die letzten Tag doch zu anstrengend?
Wir
verlassen den Park wieder und hätten uns den Eintritt eigentlich
sparen können. Hier am Parkeingang beginnt auch die Cottonwood
Canyon Road, eine Gravelroad die die Highways 12 und 89 verbindet. Die
Straße ist gut mit einem PKW befahrbar es staubt nur fürchterlich
und es fängt mit Washboard an. Bei Meile 9 biegt man links ab und
gelangt so zum Grosvenor Arch, vom Parkplatz geht ein betonierter Weg
bis zum Arch vor. Ein sehr schöner Anblick, leider sind wir noch
etwas zu früh da, die Sonne scheint noch nicht auf die Vorderseite,
aber ich glaube
die Fotos sehen auch so nicht ganz übel aus. Wieder zurück
auf die CCR, jetzt beginnt hier der Scenic Part dieser Straße,
sie windet sich um Felsen und Täler die wieder alle möglichen
Farben aufweisen. Recht markant sind die Cockscombs (Hahnenkämme),
auch das Washboard hört auf nur an den Steigungen ist es etwas
holprig. Es macht richtig Spaß hier zu fahren und wir halten bald
im Meilenabstand um wieder und wieder ein Foto zu schießen.
Beim Abzweig zur Brigham Plains Road, ist rechts ein Trailhead.
Von dort kann man in den Hackberry Canyon starten, es stehen schon 2
Autos da. Wir schauen noch mal in unserem Tourbook nach und stellen
fest, das wir tatsächlich schon da sind. Von hier aus wollen wir
zum Yellow Rock, dieser Berg hat keinen Namen und ist auf der Karte
zwar verzeichnet, aber nur mit seiner Höhenangabe, er hat aber
den Namen Yellow Rock bekommen, weil er halt überwiegend gelb ist.
Wir lunchen noch ein klein wenig, da es schon halb zwölf ist und
der Hike auch etwas länger dauert, mittlerweile sind
wir
auch wieder fit so dass wir es angehen können. Ich ziehe heute
meine Trekkingschuhe an, obwohl am linken der vordere Teil der Sohle
fehlt. Vom Cottonwood Creek aus biegen wir in den Hackberry Wash ein,
es fließt uns mit hoher Geschwindigkeit Wasser entgegen, ist aber
nicht tief, verwundert mich aber. Es gibt keine genaue Wegbeschreibung
und so gehen wir bis zum Anfang des Canyons, der gleich mächtig
hoch ist und versuchen links hoch zu klettern. Es gibt ein paar Spuren
und so denken wir, dass das schon stimmt, als es aber ein Stück
höher kein Weiterkommen mehr gibt und es zu steil ist, drehen wir
wieder um. Tja und nun?
Elke
ist schon leicht genervt. Vielleicht muß man um den ganzen Hügel
herum und es von der anderen Seite versuchen. Wir laufen im Wash wieder
zurück zum Cottonwood Creek und entdecken wieder Spuren, denen
wir folgen. Es ist nicht immer ganz einfach die Spuren zu entdecken,
da wir ja keine Indianer sind, aber sie führen uns durch Dickicht
in einen kleinen Seitencanyon. Von dort sieht man einen steilen Weg
durch ein Geröllfeld nach oben, hier müssen wir richtig sein.
Trekkingstöcke wären jetzt von Vorteil, aber wie soll es anders
sein, liegen diese schön verpackt im Kofferraum. Es ist sehr mühsam
nach oben zu steigen, dazu kommt noch die Hitze von über 30 C und
ein starker Wind aus Süd. Nach einer Stunde seit Aufbruch können
wir den Yellow Rock sehen, er ist nicht mehr weit weg und der Weg dorthin
ist jetzt meistens deutlich zu sehen. Wirklich unbeschreibbar ist
was
wir da sehen, eigentlich ein Highlight des Südwestens, die Farben
und der Fels gefallen uns super. Wir steigen natürlich auch noch
auf, der Wind bläst jetzt so stark, das der Schweiß sofort
wieder abtrocknet. Farben von Weis über Rosa zu Gelb, dann Orange
und Rot, der Wahnsinn. Die Kamera läuft ebenso heiß wie ich.
Der Blick vom Gipfel ist noch die Krönung des Ganzen. Man kann
andere Täler und Canyons ausmachen, wie z.B. den Redrock über
dem Paria Movie Set, das nicht weit entfernt ist, auch der Blick ins
Cockscomb Valley ist sehr schön und dann natürlich immer wieder
andere Farben auf dem Fels. Glücklich steigen wir wieder ab und
nach über 3 Stunden sind wir am Parkplatz. Dort unterhalten wir
uns noch mit zwei Kanadier die auf einen 2-tages-Trip in den Hackberry
Canyon aufbrechen.
Von dort führt unser Weg weiter auf der staubigen
CCR zum Highway 89, die Landschaft ändert sich in Badlands und
ich schätze eine Rechstkurve falsch ein und bin zu schnell. Der
Wagen kommt aus der Bahn und landet am linken Rand, der durch den Grader
einen kleinen Haufen aufweist und bleibt dort zum Glück stehen.
Na ja so schnell war ich auch wieder nicht und gefährlich war das
ganze auch nicht, nur erschrocken haben wir uns beide. Die Büsche
die dort direkt am Straßenrand standen haben dann Kratzspuren
aus Staub auf der linken Wagenseite hinterlassen, auch halb so schlimm,
sieht nur dramatisch aus.
Dann erreichen wir auch die 89 und es geht das letzte
Stück bis Page, der Blick ab Church Wells auf den Lake Powell und
die Landschaft mit dem Navajo Kraftwerk ist doch immer wieder schön
(bis auf die drei qualmenden Kamine). In Page, hier haben wir ja wieder
eine Stunde gut, gehen wir erst mal in die "Mall" und sehen
uns um. In einem Hardware Shop kaufe ich Spezialkleber für Schuhe,
mal sehen ob das was hilft. Im Super 8 haben wir gestern vorgebucht
und können einchecken. Das ist auch wieder ein Vorteil wenn man
Internetanschluß hat, man kann vorbuchen und ist trotzdem noch
flexibel in der Route. Das Motel hat recht geräumige Zimmer mit
2 Queensize Betten und Balkon, leider kein Kühlschrank und kein
WiFi, da muß ich mich doch wieder vor ein Best Western stellen
zum Upload. Jetzt fahren wir erst mal den Berg hoch, an den 14 Kirchen
vorbei (im Motel lag ein Ordner mit Informationen über Page, dort
konnte ich es nachzählen) und wieder runter in die Main Street.
Heute probieren wir mal das Buffet im Napoli, was soll ich sagen hervorragend,
riesige Auswahl an Salaten, Suppen, Pasta mit versch. Saucen, Pizza
und Nachspeise, die Getränke sind im Preis auch inbegriffen und
alles schmeckt super. Wirklich zu empfehlen, das muß jetzt erst
noch verdaut werden, auf der Rücksitzbank zwischen den beiden Best
Western, aber die wollen ein Passwort. Beim Quality Inn ist das Signal
zu schwach, dafür bekomme ich vorm Big M einen einigermaßen
Empfang, komischerweise auch vom BW ohne Logon, also los.
Gefahren: 134 mi / 216 km
Gelaufen: 7 km
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20. Tag Dienstag 4.10.05
Page - The Wave - Paria Movie Set
- Page
Die Sonne scheint, es hat ein paar Wolken und etwas Wind,
nichts was uns von unserem heutigen Plan abhalten sollte. Das Frühstück
hier ist OK und bietet genügend Abwechslung. Wir fahren wieder
los auf den Highway 89, den wir schon so oft auf und abgefahren sind
und es kommen wohl noch etliche Meilen dazu. An der Paria Contact Station
des BLM stoppen wir, es ist 9:45 nach Utah Zeit und es befinden sich
noch einige Leute im Office die um 9 bei der Lotterie waren. Heute waren
25 und gestern 35 Leute da, die eines der 10 begehrten Permits haben
wollen. Der Ranger, der uns schon letztes Jahr den Weg zur Wave erklärte,
ist auch heute wieder da. Unser Permit, das ich vor 6 Monaten im Internet
bestellt hatte, liegt schon bereit. Dazu bekommen wir einen farbigen
Karte mit eingezeichnetem Weg und dazu eine 3-seitige Beschreibung des
Weges mit Fotos und GPS Koordinaten. Mit dieser Beschreibung findet
wirklich jeder zum Ziel. Für mich verliert der Weg zur Wave damit
den abenteuerlichen Touch, den ich so liebe, leider.
Wenige Meilen weiter, verlassen wir die 89 und biegen
auf die Houserock Valley Road ein. Es fängt an zu regnen. Bis jetzt
ist der Slickrock ja noch gut zu befahren, aber was wenn es mehr regnet?
Die Straße ist in sehr gutem Zustand, durch den Regen staubt es
nicht. Es hört wieder auf zu regnen und nach 8 ,5 Meilen erreichen
wir den
Wirepass
Trailhead. Dort stehen schon etliche Autos und auch 3 kleinere RV´s,
bei diesem Straßenzustand aber auch kein Problem. Die Temperatur
ist heute sehr kühl mit 17 C und es weht wieder ein starker Wind.
Wir packen unsere Rucksäcke und wollen los, aber irgendwie ist
es ganz schön kalt, der Himmel ist mit dunklen Wolken überzogen
und es stürmt. Wir haben unsere Kleidung jetzt natürlich im
Motel gelassen, Elke hat zum Glück eine Weste die ich mir überziehe,
auch wenn sie mir nicht gut passt, hält sie doch warm. Die Jacke
von Elke liegt auch noch im Auto so dass auch sie was zum überziehen
hat. Nun kann es los gehen, der Weg ist uns
ja
bekannt, trotzdem lese ich die Beschreibung und es passt wirklich alles,
vielleicht haben sich zu viele Leute Beschwert die das Ziel nicht gefunden
haben, aber damit ist es wirklich ein Spaziergang. Auch der Weg selber
ist deutlich sichtbar, über den Sandhügel ist eine breite
Spur gezogen. Der erste sandige Wash hat sich aber sehr zum Vorjahr
verändert, ab dort läuft man ja auf Fels. Wir bekommen immer
wieder Sandsturm Böen ab, nach den Twin Buttes sieht man ja Top
Rock und die Wave und was wir da sehen lässt uns schon etwas zweifeln,
den immer wieder ziehen Sandstürme über diese Region.
Es kommt aber auch immer wieder die Sonne durch, aber
der Wind bläst stetig. So macht es keinen Spaß man muß
sich dermaßen vor dem Sand schützen, dass man die wunderbare
Umgebung gar nicht wahrnehmen kann. Nach etwas über einer Stunde
erreichen wir die Wave, sie ist immer noch ein Highlight auch wenn man
schon mal dort war. Nur ist es dort so windig und dieser Wind bläst
den Sand genau durch die Wave durch. An Armen und Beinen schmerzt das
richtig und sehen kann man nicht viel, da man sich das Gesicht schützen
muß. Auf diesen Bildern sieht man diesen Sandsturm jetzt gar nicht,
sieht eigentlich perfekt aus.
Sehr
widrige Bedingungen, wir steigen sofort hinten wieder raus und in die
Höhe. Setzen uns im Windschatten hinter einen der Brainrocks, aber
auch dort bläst es uns den Sand ins Gesicht. Obwohl die Sonne jetzt
ständig scheint, ist es nicht viel wärmer geworden und nun?
Eigentlich hatten wir vor auf den Top Rock aufzusteigen und drüben
wieder hinunter und evtl. zu den Tipis hinüber, so dass wir am
späten Nachmittag noch die 2nd Wave machen können und dann
wieder zurück, sogar die Headlampe ist dabei falls es später
wird. Unter diesen Umständen können
wir
das alles vergessen und es sieht nicht so aus, als ob der Sturm nachlässt.
Der Foto scheint den Sand auch nicht zu mögen und macht Mucken,
bitte jetzt nicht! Wir kauern uns eine Stunde hinter einen anderen Rock
weiter oben, aber der Sand steckt schon überall, Elkes Mütze
hat es auch schon weggeblasen,
zum
Glück ist sie direkt in der Wave gelandet. Ich binde sie mit meinem
Gürtelan ihr Halstuch, mein Hut sitzt sehr gut, ich muß ihn
aber auch immer wieder festhalten. Wir brechen ab und gehen zurück,
leider. Es tut schon
weh, wennman sich ein halbes Jahr auf diesen Tag und diese Felsen freut
und es dann nicht genießen kann. Der Sand sticht wie Nadeln in
die Haut und weht um jede Ecke, wir werden Zeuge wie all diese Steinformationen
durch den Wind, Sand und Regen geformt werden. Unterhalb der Wave im
Wash sind wir wohl am "Lost Cow Point gelandet" wie man auf
dem Foto sieht.
Um 2 sind wir wieder am Auto und entschließen zum
Lunch zum Paria Movieset zu
fahren,
der Weg ist ja nicht weit, wenn es dort auch so stürmt, dann können
wir ja wieder im Lost Lady Saloon essen, wie letztes Jahr als es dort
zu heiß war. Diesmal hat es nur 20 C, weiter klettert das Thermometer
heute wohl nich. Wir können draußen lunchen, es windet etwas
und ist eben kalt, aber es geht. Im Red Rock Saloon werde ich von einer
Westernlady überfallen, auch das noch nun ist mein ganzes mühsam
geschürftes Gold futsch und sie nimmt auch noch meinen letzten
Silberdollar. :-)
Der "Shoe Goo" Kleber ist übrigens zu empfehlen,
meine Sohlen halten jetzt wieder am Schuh und nicht am Fels.
Dann fahren wir die 89 bis Page und sehen uns im Walmart
um, ich kaufe mir eine schöne Wintermütze, die die Ohren schön
warm hält und Handschuhe dazu. Auch dicke Socken zum Skifahren
liegen schon im Kart. Ein Walmart ist immer eine gelungene Abwechslung
für uns, auch wenn wir das Sortiment bald schon komplett kennen.
Es gibt noch günstige Magnesium Tabletten mit den wir unseren nächsten
Jahresbedarf aufstocken und ein Duschgel. Nebenan ist der Basha´s
Supermarkt, dort erstehen wir unsere ersten Bear Claws, ein Blätterteig
geback mit Mandeln, Nussmasse und Zuckerglasur, sehr lecker, danke an
Anita Schütt aus deren Reisebericht ich diese Leckerei habe. Da
der Käse hier mit Customer Card günstig ist, brauchen wir
auch noch diese und haben somit wieder eine Karte mehr im Geldbeutel.
So jetzt ist aber genüg geshoppt und neban ist unser Motel. Duschen
und Elke will noch waschen, ich kümmere mich wie immer ums GPS
und die Bilder, natürlich muß auch der Bericht geschrieben
werden. Gegessen wird bei Denny´s ein Philli Melt und vorm Big
M gibt´s wieder Internet für lau.
Gefahren: 117 mi / 188 km
Gelaufen: 9,8 km
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21. Tag mittwoch 5.10.05
Page - Cobra Arch - Alstrom Point
Page
Ein perfekter Tag, keine Wolke, kein Wind und die maximale
Temperatur erreicht heute nur 20 C, eigentlich immer noch 10 Grad zu
kalt, aber zum hiken OK. Wir fahren wieder zur Paria Contact Station,
heute fragen wir nach dem Weg zum Middle Trailhead den Startpunkt zum
Cobra Arch. Wir bekommen die gewünscht Info und machen uns auf
den Weg. Die letzte 2 Meilen sind sehr sandig, einmal ist plötzlich
im Sand ein großes Loch vor uns zu sehen. Dort steckte mal einer
fest, um uns nicht dem gleichen Schicksal auszuliefern, hilft nur Gas
geben, die Federung schlägt durch aber wir sind drüber weg.
Kurz dahinter hören die Reifenspuren auf und wir sind wohl seit
langem die Ersten die auf diesem Weg fahren, auch am Parkplatz am Middle
Trailhead ist alles unberührt. Ich stelle den Dodge unter einen
Baum in den Schatten und nachdem wir uns registriert haben kann es losgehen.
Man kann von hier aus auch wunderbar den Bryce Canyon sehen.
Es
gibt keinen markierten Weg und mehrere Möglichkeiten zum Ziel zu
kommen, welche davon nun die beste und einfachste ist wissen wir nicht.
Der Ranger meint wir sollen am Canyon Rim entlang gehen und am Arch
absteigen, diese Möglichkeit können wir nicht so recht glauben
und so entscheiden wir uns auf die erste Stufe gleich abzusteigen und
dort am Rim entlang zu gehen. Wir steigen dann auch noch weiter ab und
gehen um die letzte Biegung, es geht über große Sanddünen,
der Sand ist sehr tief und anscheinend komplett unterhöhlt, so
dass wir immer wieder einbrechen. Es ist sehr anstrengend aber glücklicherweise
haben wir heute an unsere Trekkingstöcke gedacht, darüber
sind wir sehr froh. Dann stehen wir wieder vor einem Absatz und der
Arch soll noch 300 m entfernt sein, wir sehen aber nichts, also runter
da und die Felsformation umrunden und siehe da, ein Prachtstück
wir haben es geschafft. 1:45 h haben wir gebraucht,
jetzt
werden natürlich Bilder gemacht, die Kamera gibt wieder komische
Geräusche von sich, aber sie geht noch. Wir besteigen abwechselnd
den Arch und machen noch etwas Pause, dann geht's auf den Rückweg.
Elke tritt beinahe auf eine kleine Schlange, die sich schnell aus dem
Staub macht, keine Ahnung was das für eine war. Wir können
etwas den Weg abkürzen da wir ja jetzt wissen wie man am Besten
geht. Dieser Hike ist eigentlich ganz nach unserem Geschmack, man hat
ein Ziel aber keinen Weg, der muss erst gefunden werden und durch das
Gelände ist das nicht so einfach, den viele Stellen sind zum absteigen
zu steil, ein kleines Abendteuer. Auch den Toprock entdecken wir unterwegs,
man hat einen prima Blick auf das Paria Plateau. Dann sehe ich im Augenwinkel
schon wieder etwas auffälliges und es ist schon wieder eine Schlange,
diesmal größer aber die gleiche Art, sie flieht schnell in
einen dieser Büsche und schlängelt sich über die Äste
ganz nach oben.
Zurück
am Auto gibt's erst mal Lunch, es ist erst 14:00 Uhr das passt doch
sehr gut den Alstrom Point zu erreichen. Wir fahren wieder zurück
auf den Highway kommen auch diesmal über das Sandloch hinweg und
ich biege noch zum Visitors Center in Big Water ein. Der Weg sollte
mit 4WD möglich sein, Elke schläft im Auto, ich sehe mir die
ausgestellten Dino Skelette und Knochen an, dann starten wir. Es geht
14 Meilen auf der Smoky Mountain Road, die nach Escalante
führt.
Die Straße ist in gutem Zustand und man fährt durch fantastische
Badlands. Dann geht es rechts ab und die Straße wird schlechter.
Ich habe mir die vorhandenen Kreuzungen auf der Karte markiert und ins
GPS übertragen. Wir müssen noch mal abbiegen und die Straße
wird übel, eigentlich ist es nur eine Fahrspur die übers Gelände
geht. Bei der Überschreitung eines Washes geht es so steil runter
und sofort wieder hoch, das ich mit der Stoßstange am Fels anstoße
und nicht weiter komme, dank Vierradantrieb schaffe ich es wieder rückwärts
hoch und versuche es in einem anderen Winkel noch mal, diesmal klappt
es und nur der Spoiler schleift, leider ist die vordere Stoßstange
nun rechts verkratzt und hat eine Delle. Am nächsten Abzweig sehe
ich das man dieses schlechte Stück auch auf einem anderen Weg umfahren
kann, das probiere ich auf dem Rückweg aus. Jetzt ist die Straße
wieder besser wird aber sandiger, dann erreicht man den ersten Aussichtspunkt,
ab dort fährt man eigentlich nur noch auf blanken Fels, ganz schön
rau und wir werden auch nicht schlecht durchgeschüttelt, erreichen
aber das Ende der eingezeichneten
Straße.
Nur ist von dort nichts vom Lake Powell zu sehen, wir sind zu weit vom
Rim entfernt, also fahren wir weiter, aber es ist dermaßen rauh,
das wir das Auto auf dem Fels stehen lassen und zu Fuß weiter
gehen, der Alstrom Point ist von hier noch 1,8 km entfernt. Da es schon
nach 5 ist und der Sonnenuntergang um 18:06 Uhr ist beeilen wir uns.
Wir haben einen schönen Blick auf den See und sehen die Boote in
den Buchten liegen. Irgendwann mal wollen wir auch für ein paar
Tage so ein Hausboot mieten und den Lake Powell erkunden, wenn das nur
nicht so viel kosten würde. Wir gehen zum Auto zurück und
treten den Rückweg an, durch die Tiefstehende Sonne sieht man sehr
schlecht den Weg. Die Umfahrung der schlechten Passage ist aber prima
und so erreichen wir wieder die Smoky Mountain Road,
mittlerweile
hat der Himmel im Osten eine rot-lila Färbung angenommen, Wahnsinn.
Gleichzeitig geht der Mond auf, morgen ist wohl Neumond, alles sehr
schön. Als es schon dunkel ist, fahren wir auf der 89 nach Page
und essen im KFC das All-You-Can-Eat-Buffet. Um jetzt noch den Bericht
zu schreiben und die Bilder zu laden ist es zu spät, also mache
ich das hinterher. Und wieder geht ein schöner, ereignisreicher
Tag zu Ende.
Gefahren: 134 mi / 216 km
Gelaufen: 9,4 km
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