USA 2005
Red Rock Fanatic Tour
Eine Reise durch die Staaten Nevada, Arizona, New Mexico,
Colorado und Utah zu bekannten und weniger bekannten Orten, 28 Tage
vom 15. September bis zum 13. Oktober 2005.
2. Woche
8. Tag Donnerstag 22.09.05
Moab - Canyonlands NP - Dead Horse
Point SP - Fisher Towers - Moab
Heute ist ein ereignisreicher Tag, soviel kann ich schon
mal sagen. Um 5:30 Uhr piept meine neue Timex, vom Walmart, Kaffee kochen
und fertig machen für die Abfahrt. Es ist noch dunkel aber es hat
einen schönen Sternenhimmel, ich glaube wir haben Glück, den
jetzt ist der "Sunrise under Mesa Arch" im Canyonlands NP
angesagt. Kurz nach 6 fahren wir los, ein paar Autos sind schon unterwegs,
ich fahre etwas schneller, wir wollen ja rechtzeitig da sein. Als wir
schon das Visitors Center passiert haben, bekommen wir beide ein Schreck,
plötzlich taucht vor uns eine weise Wand auf, ich denke noch, das
sieht aber aus wie ein Gletscher, und schon fahren wir rein, es ist
Nebel der in der Hochebene liegt. Am Parkpaltz ist es bereits so hell,
das man
keine Taschenlampe mehr braucht und ich habe vorher noch ewig
nach der neuen Stirnlampe gesucht und nicht gefunden. Der Trail ist
kurz und wir stehen schnell vor dem Arch. Die Sonne ist noch hinter
den La Sal Mountains. Ein Fotograf ist schon da, ein weiterer kommt
kurz hinter uns und baut sein Equipment auf, kurz bevor es soweit ist
kommt noch einer, alle außer mir sind mit Spiegelreflexkameras
und Objektiven ausgerüstet, ich kniepse mit meiner kleinen Sony
Digicam ohne Stativ, da komme ich mir schon etwas minderwertig vor.
Die Bilder davon seht ihr hier, entscheidet selber, ich habe übrigens
74 mal auf den Auslöser gedrückt.
Nach einer Stunde sind wir dann zum Grand View Point gefahren
und den Trail gelaufen, eine sehr schöne Stimmung und wie am Arch
absolut ruhig, man hört nur ab und zu den Flügelschlag von
Vögel die vorbeifliegen. Absolut zu empfehlen so früh im Park
zu sein, der Blick ist überwältigend. So dann habe ich aber
hunger und wir bereiten unser Frühstück am Orange Cliff Outlook.
Hinterher sind wir in den Dead Horse Point State Park
gefahren, 7 $ Eintritt muß man dort berappen, aber sie sind es
wert. Elke hat gerade ihren Toten (Horse) Punkt und bleibt im Auto und
schläft etwas. Im Visitors Center bekomme ich Antworten auf meine
Fragen, ich weis jetzt was es mit den Salzseen von gestern auf sich
hat, warum der Park so heißt und lerne etwas über die Geologie
des Colorado Plateau, kann ich wirklich nur empfehlen, das Visitors
Center dort zu besuchen. Der Ausblick vom Dead Horse Point ist Wahnsinn,
man sieht sehr gut die Potash Road auf der wir gestern gefahren sind.
Auf einer Karte und einem 4WD Buch habe ich eine Straße gesehen,
die vom Parkanfang über den Puckers Pass durch den Long Canyon
geht, genauso heißt der Trail auch, Long Canyon Trail. Den will
ich jetzt fahren, ebenso habe ich eine Abkürzung auf der Karte
gesehen, die dann auf den Trail mündet. Diese 4WD Road sind wir
dann entlang gefahren, zunächst verläuft die Road durch die
Steppe auf Sand, recht eng und auch etwas ausgefahren, so dass die Sträucher
am Boden streifen. Dann wechselt die Grassteppe mit einem dünnen
Wald ab und die Straße wird steiniger, bis es ein paar Washes
zu durchqueren gilt, die schon etwas verblockt mit Felsen sind, es geht
Treppenartig nach unten und wieder rauf, Elke kriegt etwas Angst, ob
wir da durchkommen, die Absätze sind schon recht hoch, aber der
Dodge schafft das problemlos. 50 m vor der Kreizung auf die Long Canyon
Road versperrt ein Zaun den Weg. Sch
. Jetzt müssen wir umdrehen
und alles wieder zurück, das GPS zeigt mir zwar an, das die Straße
hier weiter geht, aber in Live sieht die Sache anders aus. Elke ist
jetzt etwas genervt, Super Abkürzung, meint sie. Na ja, mir hat
es Spaß gemacht mal etwas mehr ins Gelände zu kommen.
Die Gravel Road ist bis zum Puckers Pass breit und gut
befahrbar, aber sobald es bergab geht, wird sie eng und sehr rauh, die
Felsen liegen maßenweise rum und es ist steil. Nach der zweiten
Kehre kann man sagen wir befinden uns in einem Slotcanyon für Autos,
der steil bergab geht, es ist nicht immer ganz einfach über die
Felsen und dem Sand nach unten zu kommen, die Federung ist natürlich
nicht auf diesen Straßentyp ausgerichtet und gibt oft zu stark
nach. Als Krönung geht der Trail dann unter einem herabgestürzten
Felsen durch, danach ist es nicht mehr so rau und man kommt wieder besser
vorwärts. Am Ende des Trails ist dann links oben der Jughandle
Arch zu sehen, bevor man auf die bereits geteerte Potash Road kommt.
Fazit: macht Ungeheuer Spaß den Long Canyon runter zu fahren und
macht Lust auf mehr Offroad. Vielleicht mieten wir uns das nächste
mal einen Jeep und fahren die Gemini Bridges.
An der großen Rest Area am Colorado River machen
wir dann im Schatten Mittag, es ist heute gar nicht so heiß mit
26 C, aber ein wunderschöner Tag, genau richtig. Wir entscheiden
uns noch auf der 128 zu den Fisher Towers zu fahren. Die Straße
verlauft direkt neben dem Colorado, der heute ganz in Schlamm gekleidet
ist. Die Strecke ist sehr schön, und man bekommt ein little Grand
Canyon Gefühl. Zwischen Milepost 20 und 21 geht die Gravelroad
zum Trailhead ab, nicht zu verfehlen, da ausgeschildert. Wir packen
das nötigste in den Rucksack und los geht's. Der Trail führt
ab und wieder auf und direkt um die Towers herum. Die Farbe ist tiefrot
und die
Towers sind hoch, was wieder einen besonderen Eindruck macht,
auch verschieden Formationen sind zu entdecken. Der Trail ist gut gekennzeichnet
und endet auf einem Felsen mit einem Schild "Trail Ends".
Eine sehr schöne, wenn auch leicht anstrengende Wanderung, da viele
Höhenmeter zu überwinden sind, aber nach 2,5 h sind wir wieder
zurück am Auto und machen uns gleich auf den Rückweg nach
Moab. Während der Fahrt fällt uns auf, das wir beide unseren
Hochzeitstag gestern vergessen haben, also muß heute gefeiert
werden.
Nach einer Dusche und frischer Kleidung, begeben wir uns
in die Moab Brewery zum Abendessen. Das Elephant Hill Hefeweizen lässt
sich ganz gut trinken und der Jack Daniels Burger war auch gut. Der
lange Tag macht aber auch müde und die Bilder wollen auch noch
geladen werden, genauso wie der Tagesbericht geschrieben werden muß,
deshalb bleiben wir nicht viel länger und kaufen noch ein, da wir
in den nächsten 3 Tagen keinen größeren Supermarkt zu
Gesicht bekommen. Da die Sonderangebote nur gelten wenn man eine Customer
Card hat, holen wir uns gleich eine und haben wieder eine Karte mehr,
aber es lohnt sich, da es ja der einzige Supermarkt in Moab ist und
wir so 5 $ gespart haben. Ein sehr schöner Tag geht zu Ende und
morgen stehen schon die nächsten Abenteuer an.
Gefahren: 160 mi / 257 km
Gelaufen: 7 km
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9. Tag Freitag 23.09.05
Moab - Horseshoe Canyon - Little
Wild Horse Canyon - Green River
Die Timex piept um 6, wir wollen auch heute früh
los, da 2 längere Hikes auf dem Plan stehen. Es wird schnell zusammen
gepackt und ein Kaffee mit Cornflakes verzehrt, dann geht's gleich los.
An der Maverick Tankstelle, bei der wir seit vorgestern auch eine Kundenkarte
haben, tanken wir noch voll und Elke holt sich noch einen Tee. Hinter
dem Arches geht gerade die Sonne auf, wir schießen noch ein Foto
und weiter. Den Abzweig von der 24 erreichen wir um 8:30 Uhr. Es ist
eine lange Dirtroad bis zum Trailhead, 32 Meilen auf einer Sandpiste,
die aber sehr gut in Schuss ist. Ich fahre zwischen 40 und 60 Meilen,
es staubt zwar ganz schön hinter uns, aber es ist gut zu fahren,
kaum Washboard, auch für PKW´s kein Problem. Nur vom letzten
Abzweig weist ein Schild auf "Road Damage, 4WD recommended"
hin, es wird dann teilweise felsig und die Piste ist ausgewaschen.
Am Trailhead geht gerade eine Gruppe los, zwei andere
haben hier wohl übernachtet. Wir packen die Rucksäcke und
schützen und vor Sonne und Mücken. Dann geht es recht felsig
hinab in den Horseshoe Canyon, der Weg ist die ganze Zeit gut markiert.
Kurz vor uns geht ein Ranger mit 2 Besen, keine Ahnung was er damit
vorhat. Auf halben weg ist ein Dino Track im Fels und später läuft
man auf tiefem Sand, was besonders beim Aufstieg anstrengend ist. Im
Canyon selber läuft man die ganze Zeit im Wash, teils auf Stein
überwiegend im Sand. Wir haben eine guten Tag erwischt, da es etwas
bewölkt ist und auch nicht so heiß, am Besten ist es wohl
sehr
frühzeitig
abzusteigen da man dann noch Schatten im Canyon hat. Nacheinander passieren
wir das High-, Horseshoe Shelter- und Alcove-Panel, an dem sich auch
Cowboys verewigt haben, ganz hinten ist das Great Panel und der Ranger
warten auch da auf Besucher und erklärt uns die Zeichnungen. Nach
20 min. drehen wir um und machen uns auf den Rückweg, im Augenwinkel
fällt mir etwas ungewöhnliches auf und siehe da an einem angeschwemmten
Baum im
Schatten
hängt ein Schlange, ziemlich lang und braun beige gestreift, eine
Rattle Snake ist das nicht, aber keine Ahnung, ich will es auch gar
nicht wissen. Der Aufstieg wird heftig, wie erwartet. Wir machen einmal
im Schatten Pause und essen 2 Äpfel, nach genau 4 Stunden sind
wir wieder oben am Trailhead. Über 8 km waren das nun und dann
noch der Aufstieg mit 200 Höhenmeter, aber es hat sich gelohnt,
die Zeichnungen sind wirklich außergewöhnlich. Mittlerweile
weht ein ganz netter Wind, das Zelt der Camper hat sich schon auf den
Kopf gedreht, aber keiner von denen ist zu sehen. Wir machen hier gleich
Brotzeit und preschen wieder vor zum Highway 24.
Um kurz vor 3 sind wir an der Entrance Station zum Goblin
Valley und wollen keinen Eintritt bezahlen was den Ranger verwundert.
Nein wir wollen nur eine Info über den Zustand des Little Wild
Horse Canyon, angeblich OK. Also los, die Gravelroad ist zunächst
wie erwartet gut, das durchqueren der Washes ist allerdings für
einen PKW etwas kritisch, tiefe Furchen in der Spur und auch etwas matschig.
Am Trailhead stehen einige SUV´s, ein paar kommt uns gerade entgegen
und wir fragen wie es im
Canyon aussieht, der Mann meint, Wasser bis zur Schulter. Tja mal sehen
wie weit wir kommen, am Anfang ist ja der große Drop Off Stone,
diesmal klettern wir direkt hoch, man kann ihn ja auch umgehen. Der
weitere Weg hat sich im vergleich zum letzten Jahr schon etwas verändert.
Nach den Narrows stehen wir wieder vorm gleichen Wasser in den zweiten
Narrows wie letztes Jahr. Tja so wie es hier aussieht ist kein Durchkommen
ohne Nass und rot zu werden, das Wasser steht auch tiefer als letztes
Jahr, also wieder umdrehen auch dieses Jahr kommen wir nicht weiter.
Wir entschließen uns den Bell Canyon hoch zu gehen, er ist nicht
ganz so
eng,
macht aber auch Spaß. An einer Stelle spreizen wir uns mit Händen
und Füßen in den Fels um eine Wasserstelle zu übergehen,
beim runterspringen fällt mir das GPS in den Mud, jetzt ist red
Dirt dran. Wir können noch ein Stück weiter, stehen dann aber
genauso vor einem Wasserloch und drehen auch hier um. Auf dem Rückweg
trete ich noch 2x in den Mud und habe jetzt die Schuhe complete covered
with red dirt. Wir fahren noch mal zum Ranger zurück, jetzt sitzt
eine Frau im Kabuff, heute möchte ich ein T-Shirt mitnehmen, das
mich letztes Jahr schon gereizt hat. Wir erkundigen uns noch der Dirt
Road im Mudy River nach Hanksville, aber die ist momentan unpassierbar.
Also entschliesen wir uns heute nicht in Hanksville zu übernachten,
sondern in Green River, da gibt es mehr Auswahl und ist günstiger,
dafür fahren wir die Strecke doppelt, what shells.
Im Super 8 bekommen wir ein schönes Zimmer mit King Bed und Fridge
für 59 $. Einen schönen Pool hätte es auch, aber wir
wollen nicht, gegenüber ist ein Burger King und dort testen wir
heute den Angus Steak Burger, schmeckt OK, aber ein Whopper ist mir
lieber. Internet bekomme ich per LAN an der Rezeption, das ist ja auch
was wert.
Gefahren: 233mi / 375 km
Gelaufen: 16,1 km
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10. Tag Samstag 24.09.05
Green River - North Temple Wash
- Leprachaun Canyon - Blanding
Wieder früh aufstehen, zur Abwechslung gibts heute
mal selbst gemachte Waffeln im Motel. Während des backens der Waffel,
schaue ich mir die ausliegenden Brochüren an und entdecke ein Heft
mit Driving Tips für das San Rafael Swell. Das ist ja klasse, es
sind verschiedene Touren drin auch Offroad strecken mit genauen Instruktionen.
Der North Tempel Wash sieht interessant aus und benötigt wenig
Zeit, wir entschließen uns spontan diese Tour zu machen.
Schnell sind wir am Startpunkt, der an der Kreuzung Goblin
Valley und Heart of
Sinbad
liegt, von dort geht eine Gravel Road Richtung Norden. Bald geht diese
Raod in den North Temple Wash und man folgt diesen nach Westen. Der
Wash wird enger und man befindet sich in einem art Slot Canyon für
Autos, wunderschön und gut mit einem SUV zu fahren. Es ist teilweise
tiefer Sand in den Kurven ansonsten steiniger Boden, der trocken ist.
An einer Stelle muß man über den Fels nach oben, es sieht
schlimmer aus als es ist und wir kommen gut drüber, dann geht der
Weg aus dem Wash raus und kreuzt diesen immer wieder. Das Ziel der Tour
ist ein alte Uranium Mine. An einer der Hütten ist Genehmigung
für diesen Claim angeschlagen, diese ist am 1.09.05 abgelaufen,
es sieht aber nicht so aus, als wenn erst kürzlich hier gearbeitet
wurde. Es liegen einige verrostete Autos, sowie andere Überreste
des Camps herum.
Can
County?
Die Straße geht weiter um den Temple Mountain und
mündet vielleicht in die Heart of Sinbad Road, ob dies möglich
ist, ist ungewiss und es wird empfohlen umzukehren. Da die Hinfahrt
schön war fahren wir auch durch den Wash wieder zurück.
Bald sind wir in Hanksville und schauen uns dort etwas
um, denn vielleicht wollen wir hier mal übernachten. Der Ort ist
zwar nicht groß, aber so übel sieht es dort gar nicht aus,
Motels und Restaurant gibt es auch, von außen macht das alles
einen guten Eindruck.
Wir
fahren die 95 nach Osten und halten an der Hog Springs Rest Area, von
dort geht ein kurzer Fußmarsch zu einem großen Alcove mit
einer Indianer Zeichnung, ähnlich der im Horseshoe Canyon. Ein
kurzes Stück zurück ist die Zufahrt zum Trailhead des Leprachaun
Slot Canyon. Es stehen schon zwei Autos dort, wir parken und ziehen
los, durch den Wash der stark mit Sträuchern und Büschen zugewachsen
ist. Als der eigentlich Slot Canyon los geht, steht wieder Wasser drin,
es ist auch ein sehr enger Canyon. Wir können die Stelle jedoch
über den Fels umgehen und von oben rein schauen. Danach wird der
Canyon wieder weiter und zieht sich aber dann komplett zu, man läuft
im Schatten und es wird immer enger und dunkel. Für diesen Zweck
habe ich ein Headlight mitgenommen,
aber
nach wenigen Metern steht wieder Wasser im Canyon. Wir gehen ein Stück
zurück und brechen von einem Busch einen abgestorbenen Ast ab um
die Wassertiefe auszuloten, es geht zunächst bis zum Knie, dann
hören wir Stimmen von der anderen Seite. Zwei Väter mit ihren
Söhnen kommen uns entgegen, sie sind alle noch sauber und steigen
ins Wasser, dies reicht den Männern bis zur Hüfte. Sie sind
einen anderen Canyon hoch geklettert und diesen von hinten rein, hier
ist der einzige Punkt mit Wasser im Canyon. Für den Aufstieg brauchten
sie aber einmal ein Seil und hinten im Leprachaun ist der Einstieg nur
ca. 20 cm breit und schräg es sind aber alle durchgekommen. Wir
kapitulieren wieder und gehen zurück, das ist uns doch zu heftig.
An
der Hog Springs Rest Area machen wir Mittag und fahren danach die 95
weiter bis zum Natural Bridges NM. Dort gibt es drei große Bridges,
die auf einer Loop Road abgefahren werden können. Die Lookout Points
sind alle nicht weit vom Parkplatz enfernt, zu einer Bridge laufen wir
runter und sehen uns das mal von unten an. Nach einer Stunde verlassen
wir den Park wieder und düsen nach Blanding wo wir ein schönes
Zimmer im Super 8 mit Internet aus der Steckdose (Strom) bekommen. Auch
heute ist wieder Fast Food angesagt bei A&W, das wir bislang noch
nicht getestet hatten, schmeckt gut, wird aber nicht mein Favorit werden.
Gefahren: 242mi / 390 km
Gelaufen: 4 km
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11. Tag Sonntag 25.09.05
Blanding - Valley of the Gods -
Moki Dugway - Arsenic Arch - Bull Creek Pass - Torrey
Heute durften wir bis 7 schlafen, es war sehr warm in
der Nacht, Elke wollte nicht das Fenster aufmachen weil sonst jemand
hätte einsteigen können. Im Motel gibt es nur Kaffee und Tee,
das reicht auch, denn Cornflakes und Milch haben wir selber.
Nach
dem üblichen tanken, die Rechnung dafür wird dieses Jahr besonders
hoch werden, wir tanken täglich für 30 - 40 $, fahren wir
nach Bluff. Dort sehen wir uns die Historic Site an und denken an letztes
Jahr, als wir im Kokpelli Inn übernachteten. Ein paar Meilen weiter
fahren wir in das Valley of the Gods, ein Tal ähnlich dem Monument
Valley, nur leider nicht so schön dafür kostenlos. Die Gravelroad
staubt sehr stark, ist aber gut zu befahren, ein paar mal geht es recht
steil auf und ab, normale PKW´s bekommen da vielleicht Probleme
mit dem Frontspoiler. Über den Moki Dugway, der auch größtenteils
unpaved ist geht es
bergauf.
Auf dem Weg treffen wir Tex, der mit seinem Flugzeug gestern hier auf
dem Highway notlanden musste, er hat hier geschlafen und wird nun von
seinen Freunden abgeholt, sein Österreichischer Rotax Motor hat
wohl nicht mehr gewollt, meint er. Ein witziger Kerl, der viele Stories
erzählen kann, aber wir
wünschen ihm noch einen guten Flug und fahren weiter. Bei Hog Springs,
machen wir genau wie gestern wieder Rast. Ein paar Meilen weiter fahren
wir wieder von der Strasse ab zum Arsenic Arch. Der Fußweg ist
nicht weit, aber es gibt keinen Pfad, also muß man selber suchen,
der schwierige Teil dabei ist einen Abstieg auf das Plateau zu finden.
Das Gestein ist hier überall sehr porös und man muß
sehr aufpassen, dass man nicht abrutscht. Der Arch selber ist ganz niedlich
und gefällt uns gut.
Am
Punkt an dem man wieder den Highway 95 erreicht fahren wir direkt drüber
hinweg und auf der anderen Seite wieder auf die Gravelroad, die zum
Bulls CreekPass geht. Die Strasse ist in sehr gutem Zustand und führt
an zwei
alten Cabins vorbei immer höher in die Henry Mountains. Am Pass,
auf 3.250 m Höhe mache ich eine kurzen Fußmarsch auf den
Berg, Elke schläft etwas da die kurvige Fahrt und die Höhe
ihr zu schaffen macht. Die Strasse geht auch direkt über einige
der höchsten Punkte der Henry Mountains und nicht über einen
Sattel wie wir dachten. Die Aspens sind hier auch schon schön gefärbt.
Die Fahrt hinunter in die Waterpocket Fold zieht sich ganz schön.
Unten ist die Landschaft wieder zur Steppe und Wüste geworden mit,
typisch für die Gegend mit unterschiedlicher Färbung, sieht
einfach Klasse aus.
Die kurze Fahrt durchs Capitol Reef ist auch immer atemberaubend
und gefällt mir immer wieder. Im Days Inn in Torrey, mieten wir
uns wieder ein. Wir waren letztes Jahr auch schon hier, kurz das Zimmer
beziehen und dann fahren wir auch schon wieder. Es geht zum Essen nach
Bicknell ins Aquarius Inn, kennen wir ja auch schon. Genau wie letztes
mal sind wir die einzigen Gäste, nur werden wir heute von einer
älteren Lady bedient die gerne "oki doki" und "a-ham"
sagt. Zurück im Motel versuche ich das WiFi in Gang zu bringen
und Elke benutzt das zimmereigene Bügeleisen und -brett, da sie
gestern noch Wäsche gewaschen hat.
Gefahren: 269 mi / 432 km
Gelaufen: 2,3 km
nach oben
12. Tag Montag 26.09.05
Torrey - Burr Trail - Moqui Wave
- Escalante
Es ist sehr kalt draußen, dafür das Frühstück
hier ausgezeichnet, es hat eine große Auswahl ist man ja sonst
gar nicht so gewöhnt. Was mich hier in den USA aber schon lange
nervt sind die verschiedenen Armaturen am Waschbecken und in der Dusche,
man weis nie wie man das Ding bewegen muß und die Wassertemperatur
einstellt.
Die
Fahrt geht wieder durchs Capitol Reef und dann wieder auf die Nottom
Road, das kennen wir ja schon. Heute fahren wir aber auf den Burr Trail,
eine tolle Strecke, wir sind auch noch alleine in den Serpentinen, super
das gefällt uns gut. Das Beste kommt aber noch, nachdem man den
Anstieg überwunden hat, geht rechts eine 4WD Trail ab, den sind
wir natürlich gefahren. Nach ein paar hundert Meter kommt ein Trailhead,
an diesem fahren wir vorbei und steigen in den Wash ab.
Das
erste Stück ist recht felsig und man kommt nur langsam voran, dann
aber fahren wir den sandigen Wash entlang, der sich immer weiter verengt.
Es kommen einige Passagen die etwas kritsch zu befahren sind, Elke steigt
immer wieder mal aus und schaut ob der Bodenabstand reicht, eine aufregende
Fahrt. Das Ziel ist ein Trailhead zum Strike Valley Overlook, der kurze
Weg auf den Fels ist schnell geschafft, die Aussicht fantastisch. Wir
sind ganz alleine und können den Ausblick auf die Waterpocket Fold
richtig genießen, man sieht auch ganz genau wie sich die Falte
durchs Tal zieht. Auf jeden Fall lohnenswert auch wenn man den Weg
läuft. Auf dem Rückweg durch den Wash erpähen wir einen
Coyoten, der sich langsam ins Gebüsch verdrückt. Der Burr
Trail ist auch in sehr gutem Zustand und für normale PKW´s
gut befahrbar, es staubt nur wahnsinnig, der Trip ist auf jeden Fall
empfehlenswert und ich würde auch sagen den Trail hoch zu fahren
ist schöner als runter. Am Deer Creek machen wir Rast und schlafen
ein halbe Stunde im Auto, da wir doch etwas fertig sind. In Boulder
sehen wir uns die Trading Post an, außer Postkarten kaufen wir
allerdings nichts, obwohl es schöne Sachen dort gibt.
Auf dem Highway 12 geht es weiter, wir verlassen diesen
aber wieder auf der Suche nach dem Moki Hill. Ich habe in den vergangenen
Monaten etwas über diesen Ort recherchiert, es gibt aber keine
genauen Beschreibungen mit Ortsangaben, es wird ein kleines Geheimnis
daraus gemacht. Meine Vermutungen habe ich ins GPS gespeichert und nun
wollen wir uns auf die Suche machen. Entlang der Gravelroad,
halten wir an verschiedenen Stellen, die Landschaft und Felsen sind
hier sehr schön. Nach einem der kurzen Stops, leuchtet die gelbe
Motor Control Leuchte ständig und geht nicht mehr aus, so ein Mist
auch das noch. Es hat wohl etwas mit der Motorsteuerung und der Abgaskontrolle
zu tun. Wir entschließen uns aber jetzt erst mal weiter zu fahren,
da im Handbuch steht, man kann weiterfahren sollte aber den Service
aufsuchen. Um eine schöne Landschaftsaufnahme zu machen verlasse
ich den Hauptweg um auf einen Hügel zu fahren und was soll ich
Euch
sagen,
wir stehen auf einmal in lauter Mokis, jede Menge davon liegen auf und
im Sand. Wir sehen uns dort etwas um und das Foto, das ich eigentlich
machen wollte, habe ich vergessen zu schießen. Wir fahren auf
dem Hauptweg weiter und durchqueren einen sandigen Wash in den es sehr
steil rein und wieder raus geht, dann ist die Strasse aus und wir parken
dort und wollen einfach noch zu Fuß etwas auf den Felsen rumlaufen.
Die Aussicht ist prima und die Felsen auf denen wir laufen ähneln
auch denen in den Coyote Buttes und das Beste ist, überall auf
und im Fels liegen Mokis rum, haufenweise genauso wie wir es und vorgestellt
haben. Es ist vielleicht nicht der Punkt den Steffen Synatschke beschreibt,
kommt diesem aber sehr
nah.
Wir sind glücklich so einen Ort gefunden zu haben und laufen immer
weiter, als ich mir das GPS genauer ansehe, merke ich, das ich irgendwann
von meiner geplanten Route abgekommen bin und eine ganz andere Road
gefahren bin, diese hat uns aber auf jeden Fall an unser Ziel geführt.
Der Höhepunkt ist dann ein Ort, für den ich (noch) keinen
Namen gefunden habe, und ihn deshalb Moqui Wave getauft habe. Das Bild
ähnelt doch etwas der Wave an Farbe und Struktur und es liegen
natürlich auch jede Menge Mokis drin rum. Überhaupt liegen
in jeder Felsspalte haufenweise von diesen runden Kugeln.
Glücklich gehen wir zum Auto zurück und fahren
nach Escalante. An der HIRR steht auch eines der neuen Schilder, die
auf das GSENM hinweisen. Der Rasen an der Schule, direkt am Ortseingang,
ist jetzt echt. Letztes Jahr war dort nur Sand und wir konnten zusehen
wie von einem Truck grüne Farbe darauf versprüht wurde. Ansonsten
hat sich der Ort wenig verändert. Ich habe im Prospector Inn vergebucht,
aber die Reservierung wird nicht gefunden, es sind aber noch Zimmer
frei, also kein Problem, für 63 $ incl. Tax sind voll in Ordnung
und die Zimmer sind schön. Im Cafe nebenan gehen wir dann Essen,
auch dort gibt es zu zivilen Preisen ein sehr gutes Essen. Eine sehr
schöner Tag geht zu Ende von denen es noch mehr geben darf.
Gefahren: 144 mi / 232 km
Gelaufen: 2,3
nach oben
13. Tag Dienstag 27.09.05
Escalante - Skutumpah Road - Cedar
City - Hurricane
Im Motel gibt es kein Frühstück und direkt nebenan
ist ja das Prospector Cafe, das ist doch die Gelegenheit mal ein Amerikanisches
Frühstück zu bekommen. Elke will zwar nichts essen, geht aber
mit. Es gibt als erstes gleich mal einen Pitcher mit Wasser und Eis.
Ich bestelle mir Scrambled Eggs mit Bacon Stripes und einen dicken Pfannkuchen
mit Sirup und dazu Kaffee. Es schmeckt hervorragend, sollte ich öfters
machen.
Wir packen wieder alles zusammen und nach dem Motor starten
bleibt die Öl Kontrollleuchte an, was soll das nun. Ich fahre langsam
zur Phillips 66 Tanke, die Main Street runter, tanken müssen wir
eh. Kurzer Check des Ölstandes, dass der Ölmessstab so lang
ist hätte ich auch nicht gedacht, aber es sieht gut aus. Ich tanke
wieder mal voll und bekomme bei Barzahlung 5 Cent Rabatt, sonst tanken
wir ja immer mit Karte direkt an der Pump, da das viel einfacher ist.
Das Tanken in den USA ist ja auch jedes mal eine Überraschung,
genauso wie mit den Wasserhähnen, aber seit jede Pump einen Kreditkartenleser
hat geht das gut. Motor läuft und die Kontrollleuchte geht aus,
na also. Kurz noch ins Post Office, Briefmarken kaufen, diese Einrichtung
finde ich übrigens auch sehr schön, jedes auch noch so kleines
Nest hat sein U.S. Post Office mit Postleitzahl groß am Haus angeschrieben,
bei uns gibt es so was schon lange nicht mehr.
Wir schauen uns noch das neue Visitor Center an, letztes Jahr war ja
noch Baustelle. Sehr schön ist es geworden und auch interessante
Ausstellungen, z.B. über die Cryptobiotic Crust.
So nun fahren wir aber los, es fängt immer wieder
zu tröpfeln an, zum Regen reicht es nicht, aber die Wolken sehen
nicht unbedingt gut aus. In Cannonville gehen wir auch gleich ins Visitor
Center, das auch ganz neu aussieht. Die Dame drin kann uns auch keine
Empfehlung aussprechen, wir wollen heute die Skutumpah Road fahren.
Wenn es regnet verwandelt sich die Piste in ein einen äußert
klebrigen Schlamm, in dem man nicht mehr fahren kann. Momentan scheint
wieder die Sonne, die Entscheidung fällt auf fahren, der Grund
warum wir überhaupt so schnell wieder aus Escalante abhauen ist
das Permit für die Subway im Zion NP, danach fahren wir wieder
zurück nach Escalante und das GSENM.
Kurz nach Cannonville geht unsere Road rechts ab, geradeaus
geht es ins Kodachrome Basin und zur Cottonwood Canyon Road, die wir
auch noch fahren
wollen. Man fährt auf diesem roten Lehm, der jetzt
steinhart ist, und auf dem es sich in diesem Zustand hervorragend fahren
lässt. Wir queren 3 Creeks, das Wasser ist aber nicht sehr tief.
Nach 8 Meilen kommen wir zur Bull Valley Gorge, an der am 14.10.1954
ein Pickup mit 3 Männern über die alte Holzbrücke gestürzt
ist, alle 3 starben bei dem Unfall. Die Überreste des Pickups stecken
auch heute noch sichtbar im Geröll unter der Strasse. Nachdem es
sich wieder stark bewölkt halten wir uns hier nicht so lange auf
und fahren zügig weiter. Nach weiteren 2 Meilen endet der Scenic
Part der Strecke und auch der Boden ändert sich, wir fahren jetzt
eher auf Schotter und Washboard, was uns ganz schön durchschüttelt.
Die Strasse führt ja südlich vom Bryce Canyon vorbei, was
immer wieder schöne Blicke auf die rosa gefärbten Felsen zulässt.
Am Ende der Gravelroad muß man sich entscheiden, ob man nach Kanab,
Glendale oder Alton fährt. Wir beraten was wir heute noch machen
wollen, das Wetter scheint schlechter zu werden und wir entscheiden
uns für Alton und Cedar City, denn dort wollen wir mal wieder einkaufen.
Kurz hinter Long Valley Junction bricht ein starkes Gewitter los, es
blitzt und regnet was runter geht, die Temperatur fällt auf 7 C,
wir befinden uns jetzt knapp über 3.000 m Höhe.
In Cedar City hat es wieder 19 C und es ist noch etwas
bewölkt, unser Weg führt uns zur alten Union Pacific Railway
Station. Da drin befindet sich ein Godfathers Pizza Restaurant und es
gibt dort Mittags immer ein All You Can Eat, Pizza und Salatbüffet,
das sehr gut ist für nur 4,99 $. Direkt daneben befindet sich unser
Lieblingsantiquitätenladen, letztes Jahr habe ich dort eine alte
U.S. Kavallerie Trompete erstanden. Dieses Jahr gibt's wieder ein paar
License Plates und eine nachgemachte Blechtafel des "Santa Fe Chiefs",
sowie ein Lasso. Das Silberbesteck ist leider erst vor kurzem komplett
aufgekauft worden. Auf jeden Fall ist dieses Geschäft mein Tipp
für alle die auf altes Zeug stehen. Unsere weitere Shoppingtour
führt ans andere Ende der Stadt zum Walmart Supercenter, hier brauchen
wir wieder unsere Walkie Talkies, sonst finden wir uns in dem Riesenladen
nicht mehr. Denn ich halte mich hauptsächlich im Camping und Outdoor
Bereich auf, während Elke Lebensmittel in den Trolley packt. Hin
und wieder hole ich sie per Funk wieder zu mir um ihr das eine oder
andere Stück zu zeigen das ich erspäht habe. Wir kaufen uns
wieder eine Tasche mit Rollen damit wir auch alles was wir noch kaufen
wieder mit nach Hause bringen und verlassen den Laden.
Schnell sind wir in Hurricane, das noch ein Stück
vor dem Zion NP liegt, aber wir waren letztes Jahr mit dem Days Inn
dort sehr zufrieden, so dass wir es auch dieses Jahr dort nächtigen
wollen. Für zwei Nächte bezahlen wir 78,64 $, das ist ja ein
Superpreis, oder? Leider kostet die dritte Nacht dann über 80 $,
weil dann hier die
Senior
Olympics sind, tja dann fahren wir wohl für diese Nacht nach Cedar
City. Wireless Internet gibt es auch und so kann ich SWR3 hören
während ich diese Zeilen schreibe, draußen ist gerade wieder
einer dieser Isolated Thunderstorms zu sehen, es gibt aber trotzdem
einen schönen Sonnenuntergang. Nachdem der Lunch schon üppig
ausgefallen ist, haben wir jetzt gar nicht soviel Hunger und es reicht
ein Chili mit Baked Potatoe im Wendys und hinterher ein Milkshake im
Dairy Queen.
Gefahren: 192 mi / 309 km
Gelaufen: 0
nach oben
14. Tag Mittwoch 28.09.05
Hurricane - Zion NP - Angels Landing
- Hurricane
Heute wollen wir gar nicht aufstehen, noch eine halbe
Stunde gibt's als Dreingabe, dann aber raus. Im Foyer ist einiges los,
ich stürze mich gleich auf das Waffeleisen, das noch unbesetzt
ist. Hinterher gibt's noch Frosties, am Toaster ist mir zuviel Andrang.
Ohne packen fahren wir los nach Springdale zum Zion NP.
Als erstes holen wir im Visitor Center, am Backcountry
Desk unser Permit für den morgigen Hike zur Subway. Ohne Probleme
erhalten wir das, ich bin ja in der Lotterie dafür gezogen worden.
Das Wasser im Left Fork ist wohl etwas tiefer als sonst, aber die Querungen
sind möglich. Wir erkundigen uns noch wie es heute mit dem Hike
zu Angels Landing aussieht und erhalten auch dafür ein "go".
Also packen wir Wasser und etwas zu essen in den Rucksack und ziehen
los. Ich habe mir gestern im Walmart ein Aqua Cool Bandana gekauft,
dieses wird ein paar Minuten in kaltes Wasser getaucht und dann um den
Hals gebunden. Im Tuch sind Flüssigkeitskristalle eingenäht
und diese schwellen dann zu einem richtigen Schlauch an und geben die
Feuchtigkeit nach und nach wieder ab und kühlen den Körper.
Mal sehen ob es was bringt, momentan ist es allerdings noch zu kalt
dafür und ich hänge es mit dem GPS und dem Foto an den Rucksack.
Wir warten ein paar Minuten auf das nächste Shuttle,
es ist aber weit weniger los als letztes Jahr. Der Highway wird gerade
neu geteert und so dauert die Fahrt auch länger, da es nur eine
Spur gibt. Von der Busfahrerin bekommen wir erklärt, das sie keine
Fahrradfahrer überholen darf, wenn ein Radler vor dem Bus erscheint
muß dieser anhalten, absteigen und komplett von der Straße
runter, erst dann dürfen die Busse vorbei fahren. Das habe ich
letztes Jahr gar nicht so mitbekommen, es wäre aber meines Erachtens
auch ohne diese Regel möglich an den Radlern vorbei zu fahren wenn
kein Gegenverkehr kommt und dieser ist ja doch recht selten.
Wir verlassen den Bus und machen uns auf den Weg. Über
die Brücke und dann langsam, aber im höher zu Angels Landing.
Es geht "paved" über den Sattel und weiter im Canyon
immer höher. Auf dem Weg treffen wir ein Ehepaar aus Phoenix, mit
denen wir uns 10 Minuten unterhalten, sie waren noch nie hier und sind
ganz fasziniert, früher haben Sie in Californien gewohnt, jetzt
wo sie retired sind, sind sie wie viele nach Phoenix gezogen. Wir verabschieden
uns und wünschen uns gegenseitig einen "good trip", es
geht weiter in kurzen und steilen Serpentinen bis
zum
Scout Lookout Point, dort ist der eigentliche Trailhead zu Angels Landing
und ab dort wird es auch etwas heftiger. Man steigt über Felsen
auf einem schmalen Felsgrat, an besonders gefährlichen Stellen
ist eine dicke Kette am Fels angebracht. Einige der Wanderer haben damit
sichtlich Probleme und gehen recht langsam, wir überholen sie wenn
es möglich ist, ansonsten halten wir etwas Abstand um sie nicht
nervös zu machen. Der Aufstieg ist schon sehr anstrengend um wir
machen auch mal eine Pause und trinken was. Man hat überall einen
sehr
schönen
Blick ins Tal und die schönste Aussicht ist natürlich von
ganz oben, dort machen wir eine halbe Stunde Pause und essen eine Kleinigkeit.
Beim Abstieg treffen wir einen jungen Mann aus Texas der in der Hocke
sich mit beiden Händen an einer der Stangen festhält, wir
stehen locker daneben und er kann es gar nicht fassen, dass wir nicht
erschöpft sind. Der Abstieg hat noch mal seinen eigenen Thrill,
da man jetzt ständig über den Fels nach unten sieht, vorher
sieht man ja nur Fels und steigt einfach drauf los. Auch das wird geschafft,
der betonierte Weg nach unten macht mir aber in den Knien etwas zu schaffen
und ich kann nicht so schnell wie ich will. Wir sehen ein paar Leute
am Weg stehe die immer nach unten schauen und fragen nach was es da
zu sehen gibt, "Tarantula" war die Antwort, wow habe ich ja
noch nie gesehen und fotografiere sie gleich, leider sind die Bilder
nicht ganz scharf geworden. Fast ganz unten treffen wir dann noch 2
ältere Ehepaare von denen eine Frau mal in Krailing bei München
gewohnt hat, jetzt leben sie in Las Vegas und werden den Gipfel wohl
heute nicht erreichen, da es für sie zu anstrengend ist. Im Virgin
River kühlen wir unsere Füße ab und bemerken, dass der
Fluss ganz schön kalt ist. Wir sind froh dass wir die Narrows schon
letztes Jahr gemacht haben, denn in diesem Jahr ist der Wasserpegel
um einiges höher. Zwei Männer, die vor uns im Bus zum Trailhead
sassen, sprachen von einer stellenweise Wassertiefe in Schulterhöhe.
Das Shuttle lässt nicht lange auf sich warten und
wir tuckern zurück zum Visitor Center wo das Auto am Parkplatz
steht. Das Aqua Cool Bandana hat sich übrigens bestens bewährt
und ich werde es jetzt wohl immer tragen, wenn wir eine längere
Tour in der Hitze machen. In Springdale wollen wir die Fatali Gallery
ansehen, diese macht aber erst um 16 Uhr auf, also haben wir noch Zeit
und genehmigen uns ein Frozen Yoghurt und ein Bear Claw Eis. Ich kaufe
noch ein T-Shirt und sehe am Tresen eben mein neues Bandana für
5 $ mehr als im Walmart. Mittlerweile hat die Gallery geöffnet
und wir gehen rein, werden gleich vom Manager dort begrüßt
und sehen uns um. Es sind wirklich sehr schöne Aufnahmen die Michael
Fatali dort von den Canyons und der Landschaft gemacht hat. In einem
Antiqutäten Shop in Virgin halten wir noch, aber kaufen nichts.
Der Key für unser Motelzimmer funktioniert nicht mehr und ich gehe
zur Rezeption und sage nur die Zimmernummer und bekomme diesen so einfach
dafür freigeschaltet, das ist schon etwas beunruhigend, wenn man
seine Sachen im Zimmer hat. Zum essen fahren wir zu JB´s Restaurant,
dort gibt es All You can eat Shrimp, Fries, Soup, Salad Bar and Fruits.
Also ich bin danach richtig satt. Bei Maverick wird noch getankt mit
unserer Karte für 2,85 $/gal und danach geht es noch zu Lin´s
Market ein paar Kleinigkeiten einkaufen.
Gefahren: 60 mi / 97 km
Gelaufen: 6,9
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