Neuseeland 1991/92
28. Dezember - Samstag - 92. Tag - 14. Woche
Ich war die ganze Nacht nicht im Schlafsack, weil es so
heiß ist. In der Früh bin ich total am Ende. Die Milch ist
auch schlecht, es ist dazu noch bewölkt und regnet leicht, aber
uns ist es immer noch zu warm. Wir essen eine Banane auf der Fahrt.
In Kaikoura zerlegen wir das Armaturenbrett um den Radio auszubauen,
er funktioniert nicht mehr. Ich sehe mir die Sache an und suche den
Fehler. 2 Zahnräder sind verklebt, sie werden gereinigt und mit
Motoröl wieder gängig gemacht, schon geht's wieder. C93FM
aus CHCH kommt rein und später Windy FM aus Wellington.
Wir duschen auf dem Motorcamp in Kaikoura, ein Mann sagt, dass jeder
2. aus Germany ist. Ich erwiedere: "Ja die sind jetzt alle hier".
Darauf meint er, dass es eine gute Chance für die Russen wäre
in Deutschland einzumarschieren. Die haben alle Angst vor den Russen,
dabei sind die am Ende.
Auf der Weiterfahrt schifft es total, ich esse die weiche Schokolade.
Die Landschaft um Blenheim sieht wieder gut aus. Lauter grasbraune Hügel,
die so dahin rollen, wie in Otago. Wir kaufen im Supermarkt total billig
ein, Cola für 1$ und ETA Chips für 1,50$. Sonst hat aber alles
hier zu. Wir fahren durch die Straßen und tanken noch auf. Vor
Picton steuern wir eine Rest Area an, hier ist das erste mal Camping
verboten. Wir futtern und schreiben unser Tagebuch aber trotzdem hier.
Dann muss ich unbedingt kacken, also ab nach Picton. Dort ist relativ
viel los, wir laufen am Uferpark umher und gehen ins Ferry Terminal,
wo gerade eine Fähre ankommt. Neben einem Schrotthändler finden
wir eine Platz zum pennen.
29. Dezember - Sonntag - 93. Tag
Die Nacht war auch wieder warm, aber etwas besser als
die davor. Nach dem Müsli wollten wir noch Wasser holen. Wir mussten
aber warten bis eine Familie nacheinander auf dem Klo waren.
Wir stellen uns dann am Fähranleger in die Warteschlange. Auf dem
Traindeck bekamen wir unseren Platz zugewiesen, heute fährt kein
Train mit. Dann suchen wir uns einen Sitzplatz und pünktlich um
12 Uhr geht die Fahrt los. Obwohl das Wetter schlechter war als vor
5 Wochen, war die Überfahrt nicht so schlimm. Um 15 Uhr rollen
wir von der Fähre und sind wieder in Wellington.
Vor dem Wakefield Market parken wir und gehen durch den Markt, kaufen
uns auch gleich was zu futtern. In der City war nichts los, so suchen
wir noch ein Liquorland für morgen.
Dann düsen wir wieder auf den Berg hoch, Wahnsinn wie steil der
ist und dass wir diesen Weg überhaupt gefunden haben. Es ist hier
auch wieder kühler, so gibt's kaltes Bier und schlafen kann man
auch besser.
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30. Dezember - Montag - 94. Tag
Es regnet, ich warte bis es aufhört, dann schnell
raus zum bieseln und umbauen. Müsli gibt's im Cockpit und die Zähne
werden im hocken neben der Türe geputzt, damit man nicht so naß
wird.
Wir verlassen unseren Berg und fahren in die Stadt. Es gibt viele freie
Parkplätze, man merkt, dass jetzt Urlaubszeit ist. Bis wir im Zentrum
sind, sind wir praktisch naß. Thomas kauft sich eine Sonnenbrille
und ich 3 CD´s für 50$. Im Hutladen gibt's den Stoff nicht
mehr, den ich hatte, da muss ich halt einen anderen nehmen. Der Typ
versucht das in einer Stunde hinzukriegen. Alles ist in der Stadt auch
total billig zu kriegen, nach den Feiertagen gibt's überall Prozente.
Das Goethe Institut hat leider zu, wir tauschen hoffentlich zum letzten
mal Checks für einen super Kurs.
Dann hole ich meinen Hut wieder ab, aber ich muss wohl das Hutband selber
noch mal fester und enger nähen. Wir halten noch beim Liquorland
und holen neuen Stoff. Dann kaufen wir noch in 2 Supermärkten ein,
um alles zu bekommen, witzig ist ja, für 1,95$ kann man eine Tüte
mit Buns vollmachen. Wir stopfen 22 rein, der Hammer, danach waren keine
mehr da.
Auf dem Highway 1 fahren wir nach Norden, die Strecke sind wir ja schon
2 mal gefahren und es regnet ab und zu. Mit den üblichen 80 km/h
fahren wir, um Sprit zu sparen und alle anderen brezeln volle Hämmer
an uns vorbei auch LKW´s. An einer Rest Area halten wir und packen
unsere Sandwich Zutaten aus. Die Semmeln sind so klein gedrückt,
das nichts darauf liegen bleibt. Wir schreiben hier unser Buch und sehen
die gekauften CD´s an, jetzt müssen wir noch 3 Monate warten
bis wir sie hören können.
Windy FM hat uns schon lange verlassen, wir hören mal 2XX aus Levin
und jetzt 2ZB aus Wellington, ist ja der Hammer, dass man den Sender
soweit hören kann. Um 1:30 Uhr fährt ein Auto vor uns, es
steigt jemand aus und leuchtet mit Taschenlampen herum, wer kann das
sein? Nach einer Weile klopft es am Fenster: "It´s the Policeman".
Ich mache auf, sie sehen dass wir hier schlafen und fragen ob alles
OK ist. Dann verabschieden sie sich wieder. Auch nicht schlecht, dass
man sich so um uns kümmert.
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31. Dezember - Dienstag - 95. Tag
Wir essen unser Müsli im stehen, weil es leicht regnet
und die Bank total versüfft ist. Dann fahren wir in Richtung Taranaki
und es regnet immer wieder mal. Dort angekommen, sieht man nur Wolken,
den Berg sehen wir wohl nie. In Stratford latschen wir die Strasse rauf
und runter, zum glück ist immer alles überdacht. Wir tanken
noch und düsen weiter, dann halt nicht.
Die Straße führt durch die Pampa, den Sender beamts auch
noch raus, es geht durch Täler über Berge und Regenwald. Dann
kommt noch Schotter, es fängt volle Hämmer an zu schiffen.
Ab und zu kommt Gegenverkehr, die fahren auch nur volle Hämmer
und gehen nicht aus dem Weg. Ich erwische schon wieder einen Vogel und
ein Schaf wird gejagt. Vom Teer jagt mich Thomas wieder auf Schotter
und es schüttet immer mehr, dann kommt endlich wieder Teer und
wir halten zum Abendessen. An Aussteigen ist aber nicht zu denken und
nach der Stärkung fahren wir weiter. Vor einer One Lane Bridge
werden wir im Regen überholt, nur volle Hämmer.
Vor Rotorua konnte man es schon wieder riechen - Der Gestank nach Schwefel.
Wir fahren erst mal rum und sehen was los ist. Am See ist ein Rummel
aufgebaut und eine Bühne zu der alles hinrennt. Wir stellen uns
auch an den See, es regnet noch und so bleiben wir noch sitzen und hören
BOP-FM aus Tauranga, wie das letzte mal. Als es aufhört zu regnen,
stellen wir unseren Stoff kühl und sehen uns den Rummel mal an.
Auf der Bühne fängt gerade die Band an Rock n Roll Lieder
zu spielen, zwar recht laut aber nicht so gut. Die Budenbesitzer versuchten
uns überall anzulocken, aber zwecklos, das Wetter vermiest die
Stimmung. Es ist auch alles ziemlich primitiv hier, dann sehen wir noch
einen Typen der seinen Stoff der Polizei übergeben musste.
Wir verzogen uns zum See, tranken das erste Bier und stellten dort unseren
Stoff zu kühlen in den See rein. Es dauerte nicht lange, da kamen
2 Polizisten und wollten unseren Stoff sehen. Thomas konnte gerade noch
alles unter dem Sitzbezug verstecken. Der eine rastete gleich aus und
drohte mit Arest, daraufhin zeigte ich ihm unsere Lager unter der Rücksitzbank,
wo auch alle anderen Lebensmittel waren. Wir mussten die offene Dose
ausschütten und durften hier keinen Alk mehr trinken. Das war nämlich
heute in ganz Neuseeland in der Öffentlichkeit verboten.
Wir düsten ab und fuhren zu unserem Parkplatz und leerten dort
noch ein paar Dosen. Um 24 Uhr gabs kein Feuerwerk, wir machten unseren
Sekt auf und feierten zu zweit.
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1. Januar 1992 - Mittwoch - 96. Tag
Wir schliefen bis 12 Uhr, jetzt ist in Deutschland auch
Neujahr. Frühstück gabs im Auto, weil es draußen noch
regnet. In Whakarewarewa gingen wir beide erst mal zum kacken, das kennen
wir ja schon. In Rotorua ist nicht viel los heute, wir fahren die Schotterstrasse
raus zum Seem wo wir auch sonst standen und sahen uns hinterher noch
einen Park in der Stadt an. Es ist aber irgendwie Tote Hose und das
Wetter spielt auch nicht mit, so entschieden wir uns in die Polinesian
Pools zu gehen.
Dort relaxten wir 3 Stunden im heißen Wasser und duschten uns
hinterher schön ab. Im Aotea Souvenir Shop kaufte ich mir noch
ein Bone Carving, das ab jetzt meine Tiki (Glücksbringer) sein
soll. Es ist eines dieser typischen Hooks, aber sehr schön gearbeitet
und aus Walfischknochen anstatt des sonst üblichen Rinderknochens.
Im Park aßen wir unsere Sandwiches und fuhren noch mal zum See
raus. Abends ging es dann natürlich wieder auf den Parkplatz zum
pennen.
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2. Januar - Donnerstag - 97. Tag
Die Milch war sauer und in Rotorua alles zu. Kein Pak´n´Save,
aber das Liquorland ist auf. Also haben wir dort ein Dutzend DB Draught
mitgenommen und sind ab nach Te Puke. Die Sonne scheint übrigens
wieder, total gut, gleich die Brille aufsetzen.
Im Kiwi Fruit Country in Te Puke sehen wir uns das ganze rund um die
grüne Frucht an, sparten aber die 7 Dollar für die Führung.
Aus Kiwi wird ja alles mögliche hergestellt, als Seife, Gutzle,
Tee, Wein und Likör. In Tauranga ist auch nix los, außer
im DEKA, der hat auf, dort kaufen wir uns 3 Cadbury Riegel für
1,75 $, einen davon schmissen wir gleich weg, das sah aus wie Baumontageschaum.
Dann fanden wir noch einen Pak`n´Save der offen hat und saven
16,40 $.
Sandwiches gab es dann in Waihi Beach am Strand. Ein Stück weiter
nach Waihi stehen wir hinter einem Kieshaufen abseits der Straße.
Die Bluebird BBQ-Chips kann man vergessen, da schmeckt das DB schon
besser.
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3. Januar - Freitag - 98. Tag
Ein Anchor Milk LKW stellt seinen Anhänger hinter
uns ab und holt ihn später, als wir aufstehen, wieder ab. In Waihi,
eine richtige Schotterstadt, laufen wir umher. Hier gibt es in jedem
Laden Schotter und Schmarrn. In Whangamata ist der volle Urlaubstrubel
los, wir laufen auch dort rum, um die Zeit zu vertreiben. Thomas fällt
mit seinem Charles und Lady Di T-Shirt voll auf. Am Strand vertreiben
wir uns noch ein paar Stunden mit nixtun. In Tairua liegen wir schon
wieder im Gras und klettern hinterher noch auf einen Berg. Die Aussicht
von hier oben ist schön und entlohnt den Aufstieg.
Das Auto fahren wir dann auf eine Wiese und halten an einer Bank, dort
packen wir unser Brotzeit aus und machen uns die tägliche Ration
Sandwiche. Etwas weiter finden wir dann einen Platz umzingelt von Büschen,
genau richtig. Die Sonne schien heute auch den ganzen Tag, wunderbar.
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4. Januar - Samstag - 99. Tag - 15. Woche
Die Sonne brennt schon wieder volle Hämmer. Erst
mal was essen, damit man einen klaren Kopf bekommt. Ich bin heute wieder
der Fahrer, wir fahren zum Hot Water Beach. Dort ist es auch so heiß,
nicht nur die Sonne, sondern auch direkt am Strand befindet sich eine
Heißwasser Quelle. Man braucht nur ein wenig im Sand zu buddeln
und schon füllt sich die Kuhle mit 60 Grad heißem Wasser.
Manche graben mit Spaten und Schaufel und lassen kaltes Meerwasser dazu
laufen und setzen sich dann rein. Wir legen uns ganz normal an den Strand,
nach einer Weile ziehen aber Wolken auf und es wird gleich kühl.
An den heißen Quellen ist jetzt die Hölle los und die Kiwis
laufen sogar hier noch in ihren Gummistiefeln rum. Wir packen zusammen
und essen im Auto noch den guten Cadburry, ein Mann fragt uns, was das
"Semmeltüte" auf dem Auto bedeutet.
Wir fahren nach Heihei, dort kommen uns 2 Mercedes Camper mit deutschen
Nummern entgegen. Ältere Leute sitzen drin, die waren schon in
Alaska, Kanada und USA. Wir laufen zur Cathedral Cove, einem frei stehendem
Felsen, den man durch eine Höhle erreichen kann. Die Bucht ist
weit bekannt und hat einen traumhaften Strand mit traumhaft blühenden
Pohukutawa Bäume. Natürlich sitzen wir hier nicht alleine
am Strand und lassen die Sonne auf uns wirken.
In Cooks Beach sehen wir uns die Fähre an, aber wir fahren ja gleich
selber mit dem Auto rüber nach Whitianga. Dort kaufen wir noch
Tomaten und essen Sandwiches. Überall gibt es Fish und Chips, das
riecht total verlockend, aber wir müssen sparen. Die anderen Läden
habe alle schon zu und so fahren wir weiter und die Straße wird
bald "herbal", nur noch Schotter. Da finden wir auch einen
schönen Platz am Berg mit Aussicht und bleiben dort.
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5. Januar - Sonntag - 100. Tag
Die Sonne brezelt wieder runter, wir essen erst mal was,
was sollten wir auch sonst tun. Dann fahren wir die Schotterstrecke
weiter nach Coromandel. Es ist nicht viel los und wir essen ein Eis,
da heulen die Sirenen auf. Es klingt wie Luftalarm, vielleicht kommen
jetzt die Russen. Dann düsen ein paar Autos vorbei, aber mehr ist
nicht auszumachen.
In Te Puru duschen und rasieren wir uns auf dem Motorcamp. In Thames
hat wenigstens der Pack´n´Save auf, da gehen wir doch gleich
mal rein. Kaufen tun wir nicht viel, es wird ja gesparrt. Über
den Highway 2+1 geht's nach Auckland zurück. Beim Intl. Airport
versuchen wir rauszukriegen wann die Mädels morgen landen. 8 Uhr,
mehr konnten wir auch nicht erfahren.
Auf einer Rest Area vor dem Flughafen kochen wir Nudeln mit Tomatensoße.
Fast daneben ist auch ein guter Platz, wir fahren aber erst später
dorthin, weil es Mosquitos gibt. Der Abend wird deswegen zur Hölle,
meine Beine sind ganz verstochen. Die Fenster sind zu, damit keine neuen
Viecher reinkommen und es wird jetzt stickig und heiß, kurzum
eine verdammt schlechte Nacht.
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6. Januar - Montag - 101. Tag
Um 7:15 Uhr ! stehen wir auf, essen und putzen die Zähne
auf der Rest Area. Wir bauen das Auto so um, dass hinten die 3 Mädels
sitzen können und laufen zum Flughafen. Wir sehen noch die United
Maschine landen, ob sie das wohl schon ist? Wir warten, sehen uns ständig
um, aber nix zu sehen. Dann fällt auch noch der Strom aus, es ist
alles dunkel und es dauert sehr lange, bis es wieder hell wird. Der
Flughafen macht mich ganz nervös, von hier aus müssen auch
wir wieder in die Heimat fliegen. Mit der letzten UA Maschine kommen
sie auch nicht.
Enttäuscht fahren wir nach Auckland und suchen einen guten Parkplatz,
den wir auch finden. Dann schreiben wir im Visitors Center einen Zettel
am schwarzen Brett, hoffentlich hilft das. Wir sehen uns verschiedene
Geschäfte an, aber aus dem Kaufrausch sind wir raus. Wir schauen
nur wo wir zum Schluß noch billig einkaufen können. Im CPO
erkundigen wir uns noch nach Post, aber auch hier ist nix.
Wir liegen dann den ganzen Nachmittag am Aotea Square, essen mal Chips
und überlegen wo die Mädels sein könnten. Aber mit so
wenig Informationen können wir nix tun, wir haben unser Bestes
gegeben.
Ich erkundige mich noch im UA Office, dort sagt man mir, dass sie eigentlich
heute Morgen hätten ankommen müssen, aber Namen dürfen
sie keine nenne. Morgen kommt wieder ein Flieger, dann wollen wir nochmals
raus, vielleicht sind sie ja dann dabei. Wir suchen uns einen Fish und
Chips Laden, aber wie das so ist wenn man was braucht, findet man es
nicht. Schließlich haben wir doch noch Glück und finden sogar
einen sehr günstigen. 4 Fish und 2 Chips für 8 Dübel.
An einem Sportplatz lassen wir es uns schmecken und sehen bei einem
Rugby Spiel zu. Auf dem Parkplatz vor der Schule wird wieder Fahren
geübt, aber im Schneckentempo, das bringt doch nix. Auf einmal
kommt einer angefahren und lässt den Karren voll rum, es staubt
nur noch, dann düst er wieder ab. Wir trinken unser Bier und pennen
dann.
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7. Januar - Dienstag - 102. Tag
Um 7:15 Uhr machen wir auf, jetzt aber schnell. In Rekordzeit
wird alles umgebaut und die Zähne geputzt. Dann dirigiere ich Thomas
durch Aucklands Straßen zum Airport. Im Radio, AKL1476, hören
wir, dass UA841 schon 15 Minuten früher landet. Jetzt aber schnell,
wir parken direkt vor der Halle, aber auch Heute werden wir enttäuscht.
Wieder zurück in der Stadt, sehen wir uns in Newmarket die Läden
am Broadway an. Nicht schlecht hier, wir verbringen 3,5 h und sind um
16 Uhr wieder am Visitors Center. Aber auch hier ist nix auszumachen,
die Mädels bleiben für uns veschollen.
Wir kaufen im St. Lukes Center ein, wobei wir von einem Supermarkt zum
anderen rennen und die Preise vergleichen und werden dann an der Kasse
um einen Dübel geprellt. Am Western Springs Stadium essen wir wieder,
diesmal Sandwiches. Das Wetter ist nicht mehr so gut, morgen soll es
regnen. Thomas wischt sich den Mund mit der Zeitung ab und ist jetzt
ganz schwarz um den Mund.
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8. Januar - Mittwoch - 103. Tag
Um 5:30 Uhr kommt ein Auto und es steigt jemand aus, klopft
ans Fenster. Thomas macht auf, es ist die Polizei in Zivil. Sie fragen
uns wo das Auto her ist, wem es gehört und was wir machen. Dann
verabschieden sie sich wieder, wir können aber nur schlecht weiter
schlafen. Um 9 stehen wir dann auf und essen Müsli, anschließend
fahren wir in die City und laufen wieder rum, machen Fotos. Am Bootshafen
knipsen wir auch noch und suchen im Telefonbuch nach einer Laundry.
In der Wellington Street finden wir auch eine gute mit Trommel-Waschmaschinen.
Wir parken dann das Auto am Berg vor dem Aotea Square und sehen im Visitors
Center nach den Mädchen, aber auch heute hat sich nix getan, dafür
treffen wir die Ulmer auch dort. Die wollen ihr Auto verkaufen.
Im St. Lukes Center kaufen wir uns Potato Bread und fahren in den Western
Springs Park zum essen. Hier ist aber die Hölle los, lauter Autos.
Heute ist ein Speedway Rennen auf der Bahn im Stadion. Wir essen erst
mal Thunfisch Sandwiches und schauen dann mal an die Kasse vor. 12 $
pro Nase, das können wir uns gerade noch leisten. Wir ziehen uns
was warmes an und nehmen eine Sitzunterlage mit, wie alle.
Im Rennstall sehen wir uns zunächst die Sprintcars an und man kann
überall den Geruch von Methanol riechen. Irre Kisten sind das.
Am Start sind Amis, Aussies und Kiwis. Zuerst fahren ATV´s, dann
komische Strandbuggys, die bloß Krach machen und nicht fahren,
dann Sprintcars mit seltsamen Spoilern auf dem Dach. Zum Schluß,
die Besten, Midget Cars, die haben Sound und Power, schleudern laufend
den roten Dreck von der Bahn in die Zuschauer. Nicht schlecht, mit der
Siegerreihenfolge komme ich zwar nicht mit, weil sie von Jeeps angeschoben
werden und im Fahren starten, aber sonst ist es super. Fallschirmspringer
kommen dann auch noch, also der Abend war nicht schlecht. Wir fahren
dann auf unseren Platz und pennen auch gleich. Thomas sagt noch, dass
die Polizei hoffentlich diesmal nicht kommt und ich meine, dass wir
ja einen Zettel mit allen Antworten raus hängen können, unsere
Namen stehen ja schon da.
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9. Januar - Donnerstag - 104. Tag
Diesmal werden wir um 7:30 Uhr geweckt, ich mache auf,
diesmal ist eine Polizistin. Sie stellt die gleichen Fragen und wir
denken gleich an den Zettel, sie schreibt auch alles auf und als sie
unsere Namen will, sage ich "die stehen auf der Tür".
Wir dürfen noch ne Nacht hier schlafen, es werden nur gerade so
viele Autos gestohlen, meint sie. Um 10 stehen wir dann auf, auch heute
viel Sonnenschein. Im Viktoria Park Market laufen wir als Erstes rum.
Ein schöner Markt in einem alten Fabrikgebäude, auch hier
kann man sich die Zukunft hellsehen lassen, aus der Hand, mit Kugel
oder Karten. Wir wollen dann duschen und suchen ein Schwimmbad, in Hafennähe
ist eines, gleich rein, aber igitt, Salzwasser. Na ja, dafür warme
Duschen.
Im Visitors Center gibt's nix Neues, also fahren wir was essen in den
Park, heute Chillibohnen aus der Dose und Kiwis. Thomas lässt den
Schlüssel im Auto liegen, also Draht raus und Auto aufbrechen.
So ein Drahtkleiderbügel unter dem Ersatzrad ist ganz schön
nützlich. An unserem P essen wir mal wieder gute Vinegar Chips
und schon wieder kommt einer angefahren und lässt seinen Karren
auf dem Platz im Kreis scherren, so dass andere auf der Strasse Licht
anmachen vor lauter Staub.
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10. Januar - Freitag - 105. Tag
Die Bullen kamen heute um 2:30 Uhr und weckten uns mit
den üblichen Fragen, ich sage gleich, dass gestern Nacht schon
Kollegen hier waren und sie düsen daraufhin wieder ab. Um 7 stehen
wir auf fahren zum Flugplatz, aber nix. Enttäuscht fuhren wir auf
die Rest Area und essen erst mal was. (Ich weis auch nicht mehr genau,
warum wir an dem Tag nochmals zum Flugplatz sind)
Wir fahren zu Cheapies und sagen Toni, wann wir unser Auto zurück
geben wollen. Jetzt brauche ich erst mal Ruhe, in der Auckland Domain
legen wir uns in den Rasen und essen Kekse mit Fruchtsalat und Karotten
und lesen im Australischen Reiseführer. Wir sind ganz entsetzt
von den Temperaturen und den Viechern dort. Wir kaufen auch noch einen
Vorhang als Moskitonetz zum Schutz, kaufen Telefonkarten und schauten
im Visitors Center vorbei. An einem Take Away holen wir uns Fish + Chips,
der Verkäufer Hassan, sucht ein Auto für seinen Freund, ich
sage 1500 für unseren und er meint, "ja vielleicht".
Morgen um 15:30 Uhr kommt sein Freund, dann werden wir ja sehen, gut
wäre das schon.
Thomas telefoniert Heim, die Mädels hätten gestern Früh
ankommen müssen. Wir müssen Morgen noch abwarten, ob wir sie
treffen. Dann helfen wir 4 Japsen, die samt einer Karte, eine Strasse
nicht finden. Sind die doof, das war doch gleich um die Ecke.
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