Neuseeland 1991/92
2. November - Samstag - 36. Tag - 6. Woche
Die Hitze im Auto ließ mich um 9 aufwachen, es waren
aber auch Wolken am Himmel zu sehen. Das Müsli gab's heute mit
Bananen und schmeckte gut. Thomas fuhr dann eine Schotterstraße
voll Rallye mäßig. Ansonst ging's entlang dem Highway 2 über
Wairoa nach Morere. Dort gab's erst mal was zu futtern, Käse, Gurken
und Zwiebelsandwich und dann noch mal das gleiche mit Wurst, die wir
dann aber littern mussten. Heute war auch mal wieder Badetag im Morere
Thermalbad. Das Wasser im Becken war schön warm und draußen
noch ein kaltes Becken. Wir mussten leider mit ganz kaltem Wasser duschen
und rasieren war auch mal wieder notwendig.
Es fing an zu regnen und wie es regnete, auf einer Rest Area und Lookout
Point über die Poverty Bay blieben wir dann und verbrachten die
restliche Zeit des Tages mit schreiben, lesen und so. Ich baute uns
noch eine richtige Box aus den alten, krachenden Lautsprecher. In einem
Ablagefach hinter der Gangschaltung klebte ich den Lautsprecher rein
und es klingt schon viel besser. Im Radio kam dann auch die "super"
Sendung "Juke Box Saturday Night" mit Oldies.
3. November - Sonntag - 37. Tag
Es regnete die ganze Nacht durch, aber so große
Tropfen, man könnte meinen es hagelt, so laut war es. Zum Glück
hörte es auf als ich zum schiffen musste. Wir standen übrigens
jetzt in einer großen Pfütze. Nach dem Müsli ließ
ich erst mal den Motor warm laufen, damit das Innere auch wieder trocknet.
Wir fuhren dann nach Gisborne, die Stadt wo Cook das erste mal NZ betrat.
Das Cook Memorial ließ sich leider nicht finden, nur ein Stein
war zu sehen. Beide sind wir total fertig, keine Kraft mehr, der Kopf
tut weh, ich könnt schon wieder pennen. Ein richtiger Sonntag,
bloß ohne Couch und Fernseher. Wir stiegen dann doch noch auf
einen Hügel, aber auch war kein Denkmal mehr, fahren hätte
man übrigens auch können. Bei einem KFC holten wir uns Chips,
die gab's mit Ketchup im Auto, Thomas verkleckerte seine Hose damit.
Noch Wasser und Milch kaufen, wir haben jetzt einen großen Vorrat
an Wasser an Bord. Dann tanken, der Tankwarte war wohl nicht ganz auf
der Höhe, wollte uns erst Unleaded einfüllen und gab Thomas
dann auf 40$, 35,50$ wieder raus. Wir haben also 20$ gespart, das macht
sich gut in der Kasse. Nach einer kurzen Fahrt fanden wir einen schönen
Platz mit Meeresblick.
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4. November - Montag - 38. Tag
Am letzten Abend probierten wir noch Chips mit Vinegar
Geschmack. Viel kann man davon nicht essen, schmeckt eigenartig.
Wir
schlafen immer länger, heute bis 10, aber was will man sonst machen
bei dem Schiffwetter, das wir seit Tagen haben und wir haben noch soviel
Zeit, der einzige Trost ist das Radio. Heute fuhren wir nach Te Araroa,
von dort ging's auf einer Schotterpiste 21 km entlang der Küste
zum East Cape. Dort stiegen wir auf den Berg zum Lighthouse, das östlichste
in Neuseeland und wohl auch auf der Welt. Bei der Rückfahrt liefen
wir noch ein Stück am Strand entlang und erschreckten ein paar
Schafe. Die Chipstüte wurde langsam doch noch leer, man gewöhnt
sich an den scharfen Essig Geschmack. Heute ist aber auch überhaupt
nichts los, es regnet auch immer wieder. Auf einem Parkplatz zwischen
Te Araroa und Hicks Bay stehen wir jetzt, im Auto kochen wir Champion
Creme Suppe, während es draußen regnet. Die Suppe ist recht
gut nur zu heiß, ich verbrannte mir die Zunge. Abend zockten wir
wieder.
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5. November - Dienstag - 39. Tag
Schlafen bis 10. Es regnet, wir räumen auf und es
hört momentan auf zu regnen. Es reicht gerade zum Kämen und
Zähneputzen. Ohne Frühstück (Milchmangel) geht's los.
Bei leichtem Sonnenschein gibt es Thunfisch mit Brot, zum trinken gab's
leider nichts. In Opotiki können wir was zum trinken kaufen und
ein Eis dazu. In Whakatane kaufen wir ein Mini Monopoly und 4 Gewinnt,
damit es an Regentagen nicht so langweilig ist. Im Supermarkt gibt's
wieder eine Füllung für den "Kühlschrank",
so nennen wir unser Vorratslager unter der Rücksitzbank. Im Freibad
noch ein Bad im Regen und einer eiskalten Dusche und dann sind wir wieder
sauber. Nach einer Irrfahrt von 25 km, kehren wir wieder in die Stadt
zurück und finden direkt am Rand einen guten Platz. Die Warzen
von Thomas werden hier behandelt. Mit zwei Tüten Chips, eine war
zuwenig, verbrachten wir den Abend, bei einem Monopoly Spiel. Ich gewann.
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6. November - Mittwoch - 40. Tag
Frühstück, wie üblich um 10, bei strahlend
blauem Himmel, es wird ja Zeit. Wir brauchten schon wieder Geld, in
einer uralten Bank tauschen wir Traveller Checks. Zwei Frauen arbeiten
dort und die Münzen liegen noch in Holzschalen. Mein Name war dort
M. Rosenfeld, so las es die Frau aus meinem Ausweis, dort bin ich eigentlich
geboren aber was soll's, das Geld bekamen wir. Das Liquorland hat leider
zu, also ab zum Liquor King, ne Flasche Wein, 1 Sixpack Steinlager und
1 Sixpack XXXX. Gleich daneben war die Firma von Mary Niederer, die
wir im Flugzeug trafen. Ihre Tochter empfing uns, weil sie leider bis
Montag nicht da ist. Wir saßen dann den ganzen Nachmittag am Ufer
auf Lavafelsen und machten nix. Abends kochten wir wieder, heute Gemüsetopf
gut gewürzt. Schmeckt "not from bad parents". Hinterher
sahen wir einem Rugbyspiel zu und schrieben das Buch. Im Auto spielen
wir bis 22:30 Connect Four bei einem guten Stein(lager).
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7. November - Donnerstag - 41. Tag
Es regnet schon wieder, aufstehen daher um 10:30. Müsli
mit Banane zum Frühstück. Ein kurzer Einkauf und wieder geht's
auf die Strasse, diesmal nach Rotorua. 30 km davor halten wir an einem
See, es nieselt stetig. Mir tut wieder alles weh und langweilig ist
es auch. Wir stehen vor der Public Toilet und lockern uns auf, absolut
nix los hier. Es geht ein Stück weiter bis zum Hangi Track. Wir
parken am Wishing Tree und schnüren die Trecking Stiefel und laufen
den Track zum Rotoehu See. Auf halbem Weg hängen Lianen von Bäumen
und wir schwingen wie Tarzan hin und her. Ich landete mal in einem Riesenfarn.
Am See finden wir einen guten Platz für unser Auto in dieser Nacht.
Wir opfern noch einen Farnwedel am "heiligen Baum" und wünschen
uns schönes Wetter. Wir zum Platz am See und essen ein paar Sandwichs
mit guter Wurst, Käse, Zwiebel, Send, Barbecue Sauce und Gewürzen
im Auto, es schmeckt super. Der Himmel wird schon leicht blau, vielleicht
geht der Wunsch in Erfüllung. Zum Glück kommt immer ein guter
Sender im Radio, sonst könnte man es nicht aushalten vor Langeweile,
wir haben einfach zuviel Zeit.
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8. November - Freitag - 42. Tag
Heute scheint zum Glück die Sonne, wurde auch im
Radio schon angekündigt. Die übliche Morgenprozedur um 10.
Es geht weiter Richtung Rotorua und zwar bis zum Thermalgebiet Hells
Gate. Ein wirkliches Tor zur Hölle, kochende Seen, blubbernde Schlammtümpel
und überall weht einem Schwefeldampf ins Gesicht. Mir wird davon
total schlecht und bekomme Kopfweh, man muss manchmal die Luft anhalten,
wenn wieder so eine Wolke kommt.
Als
nächstes fahren wir nach Whakarewarewa, wo der größte
Geysir Neuseelands ist, der Pohutu Geysir. In der Ausstellungshalle
hören wir erst einer Maori Frau zu, bis lauter Leute rein kamen
und die Reiseführerin auf deutsch zu sprechen begann, wir schlossen
uns dann dieser Gruppe an, was auch erlaubt wurde. Die Führung
ging durch ein nachgebautes Dorf, dann durch den Thermalpark mit dem
Pohutu, der 35 m hoch sein soll es aber heute nur auf 10 m schaffte.
An einem klaren Teich, der natürlich auch kochte, konnte es die
Stuttgarter Reisegruppe gar nicht glauben, wo das saubere Wasser herkam.
Nach den Geysiren, Schlammtümpel und heißen Quellen, kam
das eigentliche Dorf, indem die Maoris noch leben. Sie kochen und baden
in den heißen Quellen. Mit der Zeit interessierten sich alle für
uns und wollten alles Mögliche wissen, wir wurden sogar gefilmt.
Die Schwaben waren nur 8 Tage in NZ unterwegs, die volle Touristengruppe
mit Bus und straffen Programm und neugierig sowieso. Sie verabschiedeten
sich und wir liefen noch etwas in dem Park auf heißem Boden umher.
Auf dem Parkplatz treffen wir auf ein junges deutsches Paar, das sich
auch ein Auto gekauft hat und wie wir 3 Monate unterwegs ist. Sie setzen
einen Tag vor uns nach Picton über, also treffen wir sie bestimmt
noch mal. In Rotorua kaufen wir im Pack´n´Save noch ein.
Wir wollten zwar nur Müsli kaufen, aber es gibt dann noch Garlic
Bread, 12 Semmeln (Bag of Buns -Eine Tüte und soviel Semmeln wie
reinpassen für einen Preis), Wheet-Bix, Apfelkuchen und eine Gurke.
Auf einer Rest Area außerhalb gab's dann ne zünftige Brotzeit
mit Steinlager. Später kam dann ein rollendes Zuhause, so ein alter
umgebauter LKW.
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9. November - Samstag - 43. Tag - 7. Woche
Wie wollten eigentlich um 9 aufstehen, aber wir bleiben
liegen weil es regnet. Zum Essen gab's dann die Weet-Bix mit Banane
und Milch, schmeckt ja nach gar nix. Jetzt erst mal zum kacken nach
Whaka, dann in die City, Infomaterial holen und beim Liquorland einkaufen.
Ein bisschen umschauen was es alles gibt. Beim Cricket und Bowling spielen
sahen wir auch zu. Wir kauften im Pack´n´Save wieder ein.
Es regnet wieder abartig, wir fuhren dann zu einer Indoor Go-Kart-Bahn.
Da geht es schon ab, das zusehen macht schon Spaß. Vorm Lake Rotorua
standen wir im größten Sauwetter und sahen zu, wie andere
ihr Boot aus dem Wasser holten und einer seinen Hund ins Wasser jagte.
Dann klarte auf einmal der Himmel auf, die Sonne schien wieder. Wir
aßen Käse Sandwich und die Möwen aßen mit, Zwiebeln
mit Chili und Senf. Eine musste gleich Wasser trinken und schüttelte
sich. Ich fuhr dann zum Parkplatz vom Vortag zurück.
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10. November - Sonntag - 44. Tag
Endlich mal ein Sonntag an dem die Sonne scheint. Wir
stehen um 9 auf, als erstes fahren wir zum Waiotapo Thermal Gebiet.
An der Kasse erfahren wir, dass der Lady Knox Geysir außerhalb
ist und die "Seifung" um 10:15 Uhr ist. Da begann der Sturm
auf die Autos, wir waren die Ersten und heizten davon. Rechtzeitig dort
angekommen, erzählt ein Mann gerade etwas über den Geysir,
das wir nicht so richtig mitbekommen und schmeißt 1 kg Seife in
das Loch. Kurze Zeit später bricht der Geysir aus.
Auf dem weiteren Weg fahren wir an einem großen Mud Pool vorbei
und schauen uns noch das Thermal Gebiet an, mit Artist Palette, Champaign
Pool, usw. es war sehr interessant und beeindruckend. Am Waimangu Thermal
Valley und laufen den Weg runter vorbei am Echo Lake, einer der größten
heißen Seen und am Inferno Krater, der eine tiefblaue Farbe hat.
Man kommt an Felsen vorbei an denen heißer Dampf austritt, Wahnsinn.
Wir fahren danach durch die Gegend, auf der Suche nach einer schönen
Rest Area, aber nichts zu finden, also wieder zurück an unseren
Übernachtungsplatz. Der Kocher wurde angeheizt und die Rigatoni
kochen auch schon. Es fängt leicht zu regnen an und verkrieche
mich unter den Tisch, aber als die Nudeln mit Garlic Sauce serviert
wurden, scheint wieder die Sonne. Heute ist auch schon ¼ der
Reise vorbei und darauf trinken wir und geben uns die Kanne.
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11. November - Montag - 45. Tag
In der Nacht war es abartig kalt, ich fror und mein rechter
Fuß tut weh. Ich war froh als die Nacht vorüber war, zum
Frühstück gab's zum letzten Mal die Weet-Bixen. Beim Whaka
Arts und Craft Center musste ich unbedingt schon wieder kacken. Auf
dem Postamt kauften wir Briefmarken, 1$ nach Deutschland für Postkarten,
auch nicht gerade billig. Es geht momentan ein starker Regen runter,
aber danach ist wieder alles klar. Mit einer Gondel fuhren wir auf den
Berg über Rotorua zur Skyline Luge fahrt. Mit einem dreiradähnlichen
Fahrzeug, das aber ganz flach auf dem Boden liegt, fahren wir die Bahn
runter. Ganz schön rasant und volle Hämmer bergab, das macht
Spaß. Bei der dritten Fahrt, zerbröselts Thomas nach der
Steilkurve, seither hat er Schmerzen in den Weichteilen, ich hatte noch
Glück und brezelte über den Dreck drüber, weil ich die
Kurve auch nicht mehr bekam, wo Thomas hängen blieb. Die Schaffarm
sehen wir uns nicht an, dafür gibt's beim KFC Pommes die wir am
Parkplatz am See verspeisen. Anschließend füllten wir unseren
Wasservorrat an einer Turnhalle wieder auf. Innen war gerade ein Basketball
Turnier im Gange, wir sahen bei zwei Damen Spiele zu. Es war zwar recht
interessant, aber auf der Treppe konnten wir vor schmerzen nicht länger
sitzen. Dafür gehen wir zum erholen in die Polinesian Pools. Mal
wieder baden, zuerst im großen Becken, dann draußen in die
Radium und Priest Quellen. Die Temperatur in den Pools reichte von 36
bis 42 Grad. Im 42 Grad Becken waren wir zu lange und als wir raus steigen
wird es uns dermaßen schwindelig und müssen uns erst mal
hinsetzen, bis sich der Kreislauf wieder erholt. Drinnen trafen wir
einen Holländer der in NZ lebt und perfekt deutsch spricht und
einen Typ aus Friedberg, der immer lachte. Wir tauschen Erfahrungen
aus und duschten hinterher mal wieder warm. Danach ging's ab zu unserem
Angestammten Schlafplatz, der noch frei war. Zum Tagesabschluss noch
ein Steinlager und ETA Kettle Fries Vinegar, lecker.
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12. November - Dienstag - 46. Tag
Heute gibt's wieder gutes Müsli, zwar im Auto weil
gerade ein Schauer runter geht, aber gut. Wir sehen uns in Ohinemutu
ein Maori Dorf an, das Meeting House, indem man die Schuhe ausziehen
muss, die Kirche und den Friedhof mit den überirdischen weißen
Steingräbern. Die Toten können hier nicht in der Erde vergraben
werden, weil sofort eine neue heiße Quelle aus dem Grab sprießen
würde. Wir bummelten noch durch die Stadt und ich kaufte ein Bone
Carving, als Glücksbringer, dazu in den Polinesian Pools noch ein
T-Shirt.
Bei
den Green and Blue Lakes hielten wir am Lookout Point. In Wairoa sahen
wir uns das Burried Village an, das beim Ausbruch des Mt. Tarawera am
10.6.1886 verschüttet wurde. Der Weg zu den Falls war auch super,
über Brücken, eine steile Treppe und durch eine Höhle,
geht's an den Fuß des Wasserfalls. Im Laden kaufe ich noch Schmuck,
als Geschenk für Yvonne, meine Schwester. Wir fuhren noch weiter
die Straße hinunter, aber es kam nichts mehr, so drehten wir wieder
um. Bei den Otere Falls hielten wir wieder, der Weg endete an einer
Höhle, man konnte reinkriechen bis ganz hinten, total gut. Der
Weg zu den Trout Pools war auch Wahnsinn, es wird einem schwindelig
vom auf den Boden sehen, bei soviel grün. In Whakatane rasierte
ich mich am Bach und bei Thomas fehlten 1000 US$, der Hammer, aber er
fand sie dann irgendwo in seinem "Irrgarten" wieder. Die guten
selber gemachten Sandwichs gab es dann zum Abendessen.
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13. November - Mittwoch - 47. Tag
Nach dem Frühstück und als sich auch Thomas
rasiert hat, fahren wir zu Mary Niederer. Sie ist erfreut uns zu sehen
und versucht einen Jet-Boat Trip zu organisieren und schlug uns zunächst
eine kleine Wanderung in Ohope Beach zum Kohi Point vor. Wir fahren
nach Ohope und laufen den Weg hoch, durch eine Baumwurzel und über
stufen zum höchsten Punkt. Von dort geht's wieder runter in die
nächste Bucht, wir sammelten Muscheln, den dort gab es tausende
davon und liefen auf den Felsen umher. Als es zu regnen begann, liefen
wir schnell zurück und kamen nass am Auto an. Zurück im Büro
von Mary, erfuhren wir, das aus dem Jet Boat Trip nichts wird. Wir können
aber abends ein paar Freunde treffen und beim Windsurfen zusehen, aber
bis 17:00 Uhr müssen wir warten. Die Zeit vertrieben wir uns im
Visitor Information Center und am Fluss, bei 1XX-FM im Radio. Um Fünf
fuhren wir hinter Mary her zu Patt Webb und seine dreiköpfige Familie.
Wir plaudern dann gleich und es geht auch immer ein kleiner "Streit"
zwischen Patt und Mary hin und her. Zum Essen gab es dann Fish and Chips,
zum ersten mal für uns. Es gab Seefisch, der in einen Dip (Panade)
getaucht und dann frittiert wird, dazu Muscheln in Chili Soße
und Chips, die einen ganz normal, die anderen aus Süßkartoffeln.
Hat alles sehr gut geschmeckt, müssen wir öfters essen. Nach
dem Essen ging wieder das Reden los, bei dem ich sehr gut Englisch lerne.
Es ging um unseren Urlaub und deren Urlaub in Europa 1987, Auto und
Motorräder, Führerscheine, Gesetze, Banken, Zinsen und Nummernschilder,
immer der Vergleich Germany - New Zealand. Wir erfuhren, dass die Nummernschilder
hier ganz logisch aufgebaut sind, die ersten beiden Buchstaben bedeuten
das Jahr indem das Auto zugelassen wurde und der Rest die Nummer (AA
ist das älteste, RP die neueren). Wir wurden eingeladen hier zu
schlafen und jeder bekam ein Bett, aber frage nicht was für eins,
total weich, die Decke zu kurz und das Kissen zu hart. Wir redeten noch
über die Leichtbauweise dieser Häuser und wie billig alles
gemacht ist, da sprang die Katze rein und legte sich aufs Bett vor Thomas,
genau wie es Patt gesagt hatte. Ich glaubte es nicht, aber die Katze
schlief tatsächlich dort.
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14. November - Donnerstag - 48. Tag
Um 7 aufstehen, was für ein Graus. Der Brustkorb
tut mir weh, weil verkühlt, weil zu kurze Bettdecke. Gleich zum
duschen, das tut gut. Patt ist schon weg, Jean Paul, der Sohn, geht
gerade und die Mutter will auch bald los. Sie zeigt mir wo alles ist
was ich zum frühstücken brauche und geht, ein Vertrauen haben
die Leute, Wahnsinn. Ich schiebe 2 Brote in den Toaster und esse sie
mit Peanut Butter. Wir packen danach zusammen und fahren auch, den Schlüssel
geben wir bei ihr im Friseursalon ab und verabschieden uns auch noch
bei Mary.
Die
Fahrt für über einen alten Staudamm zum Waikato River, am
Aratiatia Damm, der zweimal täglich geöffnet wird, schießt
das türkise Wasser die Rapids hinunter. Wir besichtigen die Wairakei
Geothermal Power Station, die 2. auf der Welt, Megastark das Kraftwerk.
Dann die Huka Falls, Hukagut, das total klare Wasser schießt über
die Kante in den türkisen Huka River. Die Craters of the Moon,
haben wir natürlich hauch noch angesehen. Wir laufen da so durch
den Park und laufen mitten im Nebel umher am Rande eines Kraters, als
wir wieder auf einen Weg stoßen und ein Schild sehen, Danger don´t
leave the path. Das Ziel führt uns heute nach Taupo. Wir sahen
Militär mit 2t GL durch die Stadt fahren und grüßten
natürlich militärisch gewohnt. Beim Mc Donalds waren wir auch
noch und parkten dann am Hafen.
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15. November - Freitag - 49. Tag
Die Sonne schien volle Hämmer aufs Auto. Als ich
um 10 aufwachte, war ich schon total fertig. Ich konnte mich kaum bewegen,
aber nach dem "Kraftmüsli" ging's schon besser.
Am Hafen kauften wir Tickets für die Barbary, eine über 60
Jahre alte Segelyacht das schon Erol Flynn gehörte. Nach einem
sündhaft teurem Einkauf schlenderten wir durch die Straßen
und kauften im Warehouse Gummimatten und Kung Fu Schuhe. Um 14:00 Uhr
ging der Segeltörn mit Bill Dawson dann los. Zuerst mit dem Motor
die Küste entlang, dann versuchten wir es mit Segel setzen, aber
es herrscht heute Flaute. Nach 2 ½ Stunden fuhren wir wieder
zurück. Wir bekamen sogar noch eine Einladung für Morgen,
wenn mehr Wind ist.
Heute wird wieder gekocht, Nudeln mit Kang Ton, einer chinesischen Süß-Sauer
Soße. Zwei Teller davon reichen mir, danach noch zwei Sandwichs
und Kiwis, wovon das Kilo hier nur 50 Cent kostet.
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