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Neuseeland 1991/92

21. Oktober - Montag - 24. Tag

Heute passierte nicht viel, eigentlich gar nichts, denn wir fliegen ja über die Datumsgrenze. Also fällt dieser Tag komplett aus, schon komisch.

22. Oktober - Dienstag - 25. Tag

Aotearoa - Land of the long white cloud - New Zealand

 

Klick mich und ich werde gross...Ankunft. Es war ein sehr ruhiger Flug, gutes Essen und ich konnte sehr viel schlafen, sogar den Film (Robin Hood) verschlafen. Ich trank das erste Steinlager, schmeckt gut. Neben mir saß eine Frau mit der ich mich unterhalten hatte, sie ist Neuseeländerin und hat uns zu einem Besuch bei ihr eingeladen, wenn wir in ihre Nähe kommen.
Um 8.30 Uhr Ortszeit berührten wir den Boden von Neuseeland. Die Passkontrolle ging schnell von statten, am Zoll musste ich jedoch mein Zelt, zum desinfizieren, abgeben. Wir sahen uns etwas am Flughafen um und entdeckten einen Stand mit Prospekten über Unterkünfte und Mietwagen. Es war auch überhaupt nicht viel los, ganz anders als wir es von den anderen Flughäfen gewohnt sind.
Das Wetter war auch gut und man sah schon überall saftiges grün. Wir nahmen den Bus in die Stadt und waren gespannt was uns in Neuseeland alles erwartet. Die Fahrt war schon etwas abenteuerlich, da es ein etwas älterer Bus war und dann der Linksverkehr. Am zentralen Busbahnhof angekommen mussten wir erstmals wieder unser Gepäck längere Zeit tragen, was ganz schön anstrengend ist. Nachdem wir zunächst einen Mietwagen brauchen, entschlossen wir uns die Rucksäcke am Bahnhof einzuschließen und so loszuziehen. Beim ersten Vermieter, der uns zu teuer war, fragte ich ob er auch Autos verkaufte, da es eine alte Halle mit Werkstatt war. Unser eigentliches Ziel ist ja, ein Auto zu kaufen. Uns wurde ein Ford Station Wagon für 2000 NZ $ angeboten. Der Wagen sah fertig aus und hatte 180 000 km drauf, aber er hat noch einen neueren, den können wir um 14.00 Uhr sehen. Thomas viel gleich auf, das der Wagen gelb war, genau wie wir es in USA auf dem Highway 1 ausdachten; Gelb muss er sein. Beim nächsten Vermieter bediente uns eine Frau, zuerst sagte sie, dass sie keinen Kleinwagen hätte, aber dann viel ihr ein, wenn wir noch etwas Zeit haben, dann wäre das doch möglich. Wir entschlossen uns später wieder zu kommen und sahen uns schon mal etwas in Auckland um. Aber zuerst brauchen wir mal Bargeld. Der Umrechnungskurs ist DM - NZ$ ist ca. 1:1, da braucht man nicht viel rechnen, praktisch. Dann suchten wir das CPO (Central Post Office), also das Hauptpostamt. Mal sehen ob Post für mich da ist. Auf der Post trafen wir in der Schlange eine Berlinerin und ich hatte Glück und bekam einen Brief von meiner Mutter. Ich hatte ihr die Adresse der Post gegeben, dass sie mich wenigstens per Post erreichen kann. Sie schickte mir den Jugendherbergsausweis für 92 und ein paar nette Zeilen.
Nun war es an der Zeit unseren Mietwagen zu holen. Eigentlich dachten wir es sei ein Mazda 323, aber nein es war ein uralter Ford Laser, total fertig die Kiste, aber übergangsweise wird es wohl gehen und weit fahren wollen wir damit ja auch nicht. Also los geht's aber langsam, denn schon als Fußgänger hat man mit dem Linksverkehr seine Probleme wenn man auf die Straße geht und nach links sieht und von rechts ein Auto kommt. Thomas fährt, da er über 25 ist und den Vertrag unterschrieben hat. Die Schaltung natürlich links und gewohnt waren wir jetzt Automatikschaltung. Beim blinken gehen jetzt jedes mal die Scheibenwischer an, so ein Scheiß. Abbiegen ist auch nicht so einfach. Wir fuhren dann lange durch die Stadt und Vororte um einen Autohändler zu finden. Aber wie das wieder so ist, es war nichts zu finden. An einer Telefonzelle machten wir halt und nahmen uns mal das Telefonbuch vor. Ja es gibt sogar sehr viele Autohändler, alle in der Grand North Road, also ab geht's. Zuerst lauter neue Autos, natürlich viel zu teuer für uns. Beim ersten Gebrauchtwagenhändler sahen wir rein, ein blauer Ford mit breiten Schlappen, etwas verkratzt für 2000 $ zu haben. Für 1000 $ würde er ihn wieder zurückkaufen, der Fettsack. Wir gingen und sagten, dass wir morgen noch mal kommen. Auf der Straße trafen wir einen Maori, er zeigte uns einen billigen Händler "Cheapies". Der bot uns einen gelben Datsun Station Wagon für 1990 $ an. Er hatte 100 000 km, sah aber noch einigermaßen gut aus. Ein 1,8 Liter Motor mit 105 PS lief ganz ruhig und innen sah der Wagen auch gut aus. Schlafen kann man drinnen auch gut, da es eine ebene Ladefläche gibt, wenn die Rücksitzbank umgeklappt ist, prima. Kurzum, wir kauften ihn auch Cheapies bot uns an den Wagen für 1000 $ wieder abzukaufen, wenn wir ihn zurück bringen. Abholen können wir ihn aber erst Freitag, da wir solange den Mietwagen haben. Geht ja gleich total gut los, gleich am ersten Tag hat es mit unserem Auto geklappt. Den anderen Wagen vom Vormittag, der erst um 14.00 Uhr da war, war die gleiche alte Schüssel wie der schon gesehene. Wir haben nur mal so diesen noch angesehen.
In einem Supermarkt kauften wir dann noch ein, die Kassiererin lächelte uns an und meinte sie findet unsere Sprache so schön, versteht aber nichts. Am Abend fuhren wir noch mal in die Innenstadt, ein bisschen die Läden ansehen und für zwei Bier in eine Bar. Dort wurden wir auch sofort als nicht Kiwis erkannt. Zum schlafen fuhren wir in einen Vorort auf einen großen Parkplatz.

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23. Oktober - Mittwoch - 26. Tag

Ein paar Kinder weckten uns, es war wohl eine Schule in der Nähe. Wir fuhren ein weg, nicht weit und hielten fürs Frühstück wieder an. Hinterher in die Stadt, direkt neben dem NCR Gebäude, bei der Firma arbeite ich, parkten wir. Von unserem Verkäufer haben wir eine Adresse bekommen für die Versicherung und nach einer Dreiviertelstunde hatten wir diese auch. Ein neuer Parkplatz wurde nun in der Nähe des AA (Automobilclub) gesucht und auch gefunden. Dort deckten wir uns mit Karten ein, die es für ADAC Mitglieder kostenlos gibt. Hinterher streunten wir noch durch ein paar Geschäfte, aber kauften nichts da alles genauso teuer war wie daheim.
Zum Essen fuhren wir an die Mission Bay, einem Strand mit grünen Liegewiesen, hier schrieben wir auch mal das Tagebuch und relaxten. Den Supermarkt von gestern suchten wir heute wieder und wurden erst spät fündig, es ist gar nicht so einfach, sich in der großen Stadt zurecht zu finden.
Auf dem Zooparkplatz gab's dann Abendessen, einen Salatteller aus dem Buffet, der nicht besonders schmeckte. Es ist inzwischen auch kalt und regnerisch geworden. Zum schlafen stellten wir uns direkt vor den Zoo, bis die Polizei kam, aber die fragten bloß was wir hier tun und sagten uns, wir sollen aufpassen und verschwanden wieder. Wir fuhren dann um die Ecke auf den P vom Vortag.

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24. Oktober - Donnerstag - 27. Tag

In der Früh liefen wieder alle Schüler an uns vorbei, zum essen gab's Müsli, ein bisschen hart aber gut. Wir besuchten das War Memorial Museum, das auf einem Hügel über der Stadt liegt. Ein Haufen Schulkinder gingen zu selben Zeit rein. Eintritt brauchte man keinen bezahlen, was uns doch verblüfft hat. Zu sehen gab es interessantes über die Kulturen von China, Japan, der Südsee und natürlich der Maori. Es gab ausgestopfte Tiere, Muscheln, alte Boote, Waffen aus der ganzen Welt, auch eine V1 aus Peenemünde. Hinterher fuhren wir in den Cornwall Park, Mittagessen mir Vögel. Danach eine Stunde pennen, als wir wieder aufwachten waren wir fertiger Klick mich und ich werde gross... als vorher. Weiter zum One Tree Hill und dem Mount Eden, wo wir auch andere deutsche trafen. Ins Kelly Tarltons Underwater World gingen wir heute auch noch. Das ist das Erste Unterwasser Aquarium durch das man durchgehen kann und die Fische neben und über einem schwimmen. Wirklich gut gemacht, wenn Haie und Rochen so aus der Nähe gesehen werden können, natürlich gab es auch etliche andere Fische zu bewundern. Dann kauften wir in kleinen Läden noch was zu beißen und bekamen im Brotladen auch noch was geschenkt. Von meinem Frisör hatte ich die Adresse seines Freundes, Kenneth Stoll, bekommen, der wohnt an der North Shore, das liegt am anderen Ende der Stadt. Wir fanden sein Haus auf Anhieb und wurden gleich auf deutsch mit einem Steinlager begrüßt, obwohl das ein Überraschungsbesuch war, von dem Kenneth nichts wusste. Die Frau von ihm sprach auch ein wenig deutsch und wir unterhielten uns im Haus. Mit dem Sohn, seiner Freundin und dem Hund gingen wir eine Runde am Strand spazieren, man konnte sehen wie der Mond am Horizont aufging, das sah echt stark aus. Später sahen wir noch mit Fernsehen und ein Video. Sience Ficton und den Terminator, alles aufgenommen vom Samstag, aber alle 15 Minuten Werbung, schlimmer als bei uns. Wir durften dann auch übernacht bei den Stolls bleiben und schliefen mal wieder in einem Bett.

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25. Oktober - Freitag - 28. Tag

Als erstes eine schöne Dusche, dann zum Frühstück. Es gab Müsli, Toast und Kaffee. Wir plauderten mit den Stolls über unsere weiteren Pläne und sie luden uns wieder zu sich ein, wenn wir aus Australien zurück sind, ein tolles Angebot. Wir fuhren dann los, unser Auto abholen. Vor dem Tor stand lauter Polizei und an unserem Auto werden gerade die Schlösser gewechselt. Was war los? In der Nacht wurde eingebrochen und alle Schlüssel gestohlen, wir mussten uns noch etwas gedulden. Endlich ging es los und der Wagen fährt sich ganz gut. Den Mietwagen konnten wir leider noch nicht zurückgeben, also noch einen Tag Auckland mehr, was soll's. Wir fuhren wieder den Hügel hoch um ein Auto dort stehen zu lassen und mit dem anderen in die Stadt einkaufen und noch Karten vom AA holen. Bis wir die Straße zum Museum fanden, dauerte es auch sehr lange. Wir taten uns wirklich schwer uns in Auckland zu orientieren und bereits besuchte Plätze wieder zu finden, die Stadt hat einfach eine zu große Flächenausdehnung. Auch den Supermarkt mussten wir wieder suchen. Alle möglichen Fressalien, Waschmittel, ein Duftei fürs Auto, das etwas riecht und die Black Rubbish Sacks. Zum Umräumen fuhren wir in den Cornwallpark, weil es hier schön ruhig ist. Gar nicht so einfach ein Auto ohne Kofferraum einzuräumen, aber es geht auch. Für die Nacht ging's wieder auf den Parkplatz zwischen Schule und Zoo, wir verdunkelten noch 2 Fenster mit den schwarzen Tüten, sieht gut aus. Die erste Nacht im neuen Auto, ganz kann man die Füße nicht ausstrecken, aber mal sehen, sonst ist es ganz gemütlich.

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26. Oktober - Samstag - 29. Tag - 5. Woche

Das gute Müsli zum Frühstück, Thomas musste Klick mich und ich werde gross... die Milch testen, denn sie war schon vom Donnerstag und ich war ja am Mono Lake in CA dran. Die Gaslampe wurde auch noch flott gemacht und die anderen Fenster zugeklebt. Beide Autos noch voll tanken und den Ford abgeben und dann raus aus der Stadt. Mit 100 über den Motorway 1, da schwimmt der Wagen ganz schön in den Kurven. Thomas bekommt immer einen Schock wenn ich auf den Nebenstraßen zu weit links fahre und die Kiste so schaukelt. Auf einmal hört der Teer auf und es geht auf Schotter weiter. Walter Röhrl mäßig geht's auf die Piste, alles staubt hinter uns. Thomas kriegt sich gar nicht mehr, man muss bloß aufpassen wenn ab und zu einer entgegen kommt. Nach 16 km kommt wieder Teerbelag und ein Dorf, aber ohne Ortsschild, wir kennen uns nicht mehr aus. Wir wollen weiter zu den Waitomo Caves, die Strecke geht über 30 km auf Schotter der wildesten Art. Ich lasse den Wagen um die Kurven sausen, dass die Steine wegfliegen, stauben tut's sowieso. Wir verloren dann auch noch den Überblick und fanden aus den Bergen gar nicht mehr raus. Ein Wegweiser lag auf dem Boden und wir fanden wieder den richtigen Weg. Im Radio kommt hier auch nicht viel, aber es geht jetzt wenigstens wieder, nicht so wie gestern, als es immer aussetzte. Der Klang ist aber auch abartig schlecht. Wir hielten bei den Bridal Veil Falls, ein Fußpfad ging durch den Regenwald, der war schon super, Farne die aussehen wie Palmen und dann ein richtiger Wasserfall mit 35 m, nicht wie im Yosemite wo alles ausgetrocknet war.
Es ging weiter, aber einen Platz zum schlafen zu finden war gar nicht so einfach. Nur Berge und eingezäunte Schafweiden, wir blieben auf einem kleinem Plätzchen neben der Straße. Es gab noch Kokos Kekse die zwar etwas hart waren aber gut schmeckten.

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27. Oktober - Sonntag - 30. Tag

Natürlich gab's Müsli, aber was schlimmer war, wir waren beide wie gerädert. Nein so kann man nicht schlafen, die Fläche ist einfach zu kurz. Der Rücken und der Kopf tun total weh, weil man die Füße nicht ausstrecken kann. Da muss sich was ändern. Wir sahen uns dann erstmal die Waitomo Caves an.
Eine Tropfsteinhöhle in deren unterem Teil ein Fluss durchgeht. Dort fährt man mit dem Boot und über einem sind tausende von blau leuchtenden Glühwürmchen, wie Sterne am Himmel, ein atemberaubendes Bild. Nach der Besichtigung die mit 12,45$ nicht billig war, zerlegen wir die Rücksitzbank um mehr Platz zu gewinnen. Ab geht's Richtung Mt. Egmont. Heute bin ich der Wahnsinns Maxe mit dem letzten V8 unterm Hintern und rase Vollgas durchs Land. Thomas wird es schon ganz übel, wenn ich in eine Kurve fahre und der Karren schaukelt auch noch so.
Gegen Nachmittag fahren wir durch einen dichten Dschungel am Fuße des Mt. Egmont, der in Wolken liegt. Am Visitors Center herrscht auch schon Nebel und es ist kalt. Wir beschließen daher heute nicht auf den Gipfel zu steigen und essen erst mal ein paar Happen. Weil wir noch Brot und Milch brauchen fahren wir nach Inglewood zum einkaufen. Dort in der Umgebung finden wir keinen Platz zum pennen, also zurück zum Berg. Nach einem Walk durch den Urwald, der wirklich einer ist, man sieht gar nicht durch vorgroßen Bäumen und riesen Farne und der Weg ist auch bloß ein kleiner Pfad, ruhen wir uns im Auto aus.

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28. Oktober - Montag - 31. Tag

Heute ist Labour Day, ein Feiertag und genau solches Wetter ist auch. Seit der Nacht schifft es und das nicht wenig. Wir stehen erst um 10 auf, was heißt aufstehen, wir bleiben im Auto, man kann ja nicht mal die Türe aufmachen, schon regnet es rein. Nach einem Spurt in Unterhose zum Klohäuschen und zurück ist man ganz schön nass. Aus der Bergtour wird wohl heute nichts. Wir fuhren in strömenden Regen, der kein Ende nimmt, nach Wanganui. Außer ein paar Ramschläden hat heute nichts auf. Beim Kentucky Fried Chicken ziehen wir uns die Hühner rein. Wir fahren weiter bis Palmerston North, es regnet nicht mehr so stark. Wir laufen in der City auf und ab und gehen um 20.00 Uhr ins Kino. Terminator 2 steht auf dem Programm, zum Glück sah ich den ersten Teil bei den Stolls im TV. Der Film war nicht schlecht, aber sogar hier mit Pause. Vor der Stadt übernachten wir dann.

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29. Oktober - Dienstag - 32. Tag

In der Früh stellt sich heraus, dass wir direkt vor einem Pferdegestüt parken. Laufend fahren Autos und traben Pferde vorbei. Weiterfahrt nach Wellington, wir machen halt in Paraparaumu und sehen uns ein Automobil Museum an. Alle möglichen Autos stehen da rum, ganz interessant, weil's schon wieder regnet. Das ist halt das Wetter hier, wenn es regnet dann lang und richtig. Im Pack´n´Save kaufen wir unser Mittagsessen ein. Salat aus der Theke, hoffentlich schmeckt er diesmal besser. Thomas erwischt schon wieder den Sellerie und flippt fast aus, der Salat wird untersucht und alle Selleriestücke entfernt. In Wellington regnet es und ist mit 9 Grad arschkalt. Ein Wind pfeift durch die Straßen, da kann man es wirklich nicht aushalten. Nach einem Bier im Kiwi Rock Cafe, entschließen wir uns jetzt noch nicht nach Picton, auf die Südinsel, überzusetzen und doch wieder in den warmen Norden zu fahren. Auf einem Berg über der Stadt finden wir einen Picknickplatz zum schlafen.

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30. Oktober - Mittwoch - 33. Tag

In der Früh wach ich auf und bin voll erstaunt, es hat aufgehört zu regnen. Total gut, ein kalter Wind weht zwar den ganzen Tag über, aber in der Sonne kann man es schon aushalten. Wir fahren den Berg runter und suchen erst mal einen Parkplatz, auf dem man länger als 120 min. stehen bleiben kann. Wir schlendern durch die Stadt, sehen uns die Geschäfte an (Military und Camping). Im Goethe-Institut lesen wir mal wieder eine deutsche Zeitung, auch mal interessant was daheim so los ist. In einem Campingladen lässt Thomas einen Gaskochaufsatz für 50$ mitgehen, brutal der Typ, bloß schnell weg hier und keiner hat's gesehen. Am Nachmittag fuhren wir etwas außerhalb des Zentrums eine Wäscherei suchen und haben auch gleich eine gefunden. Alles wird hier gewaschen, ein Sweatshirt von Thomas ist auch dann eingelaufen. Auf dem Berg kochen wir uns eine Dose auf dem neuen Kocher.

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31. Oktober - Donnerstag - 34. Tag

Heute schliefen wir tatsächlich bis 9:30 Uhr, im Auto war es schon total warm und mein Kreuz tut abartig weh, ich hab wohl die Matte doch zu stark aufgeblasen. Nach dem üblichen Müsli ging's in die Stadt, das Flugticket umbuchen. Wir wollen von Sydney zurück nach Auckland fliegen und nicht von Cairns. Alles aus Kostengründen wegen einem Auto oder Mietwagen. Im Air New Zealand Büro werden wir weiter verwiesen zum STA-Büro, von dem unser Ticket ist. Dieses Büro ist ausgerechnet in der Straße, wo Thomas gestern den Kocher geklaut hat. Aber es ging auch alles glatt, kostet bloß 30$. Wir buchten danach die Fähre für den 24. November und die Rückfahrt. Das ganze kostete 385$. Thomas rechnete danach unseren Tagesschnitt aus, vergaß am Anfang das Benzin und kam dann auf 60$ pro Tag. Jetzt heißt es mind. 10$ 10 Tage lang sparen. Das lässt sich wohl machen. Auf einem Parkplatz hinter Wellington beschriften wir unser Auto mit dem Namen "Die Semmeltüte" und auf den Türen mit unseren Namen und Blutgruppe, so wie es auch auf den Rallyewagen der Fall ist. Die Straße führt uns durch ein hügeliges, grünes Farmland, wo wir ein paar Sandwichs verdrücken und an einem Teich einen Platz zum schlafen finden.

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1. November - Freitag - 35. Tag

Als wir gegen 9 aufwachen, weht ein total starker Wind. Klick mich und ich werde gross... Man braucht sich heute gar nicht kämen. Die Sonne schien, so dass es gar nicht kalt war. Frühstück viel vorerst wegen Milchmangel aus, also hieß es fahren bis zum nächsten Laden. Der war aber etliche Kilometer weg. Als wir dann auch noch ein Plätzchen an der Straße zum essen fanden, blies ein starker Wind durch den Wagen, als wir die Türen öffneten und nahm alles lose Zeug inklusive Müsli mit sich. Der Highway 52 wurde dann zur Schotterstrasse, was einige Schwierigkeiten mit sich brachte. Endlich erreichten wir Hastings, nach einem ausgedehnten Einkauf, fuhren wir nach Napier. Ein kleiner Spaziergang auf einen Berg, von dem kann man die Stadt und die Hawkes Bay bis zum Kap Kidnappers schön überblicken. Zum essen sollte es jetzt Nudeln geben, selbst gekocht natürlich, dazu einen roten Wein aus Neuseeland, der billigste und so schmeckte er auch. Im Wagen heizten wir den Gaskocher an und kochten Rigatoni mit dem letzten Wasser das wir hatten. Es schmeckte ganz gut, doch abwaschen konnten wir nichts mehr. So fuhren wir in einen Park und reinigten an einer Trinkwasser Fontäne den Topf und die Löffel und füllten die Flaschen wieder auf. Zum Glück sah uns keiner. Noch tanken und raus aus der Stadt, neben einer Brücke fand sich ein Plätzchen zum schlafen.

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© by Andy Scheidle